Gold-Prognose: Morgan Stanley sieht 5.200 Dollar – und bleibt dennoch skeptisch

Morgan Stanley bleibt bullish für Gold. Kurzfristig belasteten aber hohe Renditen, Inflationssorgen und schwächere Zinssenkungsfantasie den Goldpreis.

Goldpreis unter Druck durch steigende Realrenditen und Zinserwartungen
Steigende Realrenditen belasteten zuletzt den Goldpreis trotz geopolitischer Spannungen.

Gold-Prognose mit Skepsis 

Morgan Stanley sieht Gold in einer aktuellen Analyse kritisch. Zwar erwartet die US-Investmentbank einen Goldpreis-Anstieg bis auf 5.200 USD noch in diesem Jahr, ein Anstieg von um 10 Prozent vom aktuellen Niveau aus. Man sieht aber einen grundlegenden Wandel am Goldmarkt.

Morgan Stanley sieht Gold bei 5.200 Dollar – gleichzeitig zweifelt die Bank am klassischen Status von Gold als Krisenschutz.

So sei der Goldpreis seit Beginn des Iran-Konflikts um rund 14,5 Prozent gefallen. Damit habe das Edelmetall schwächer abgeschnitten als globale Aktienmärkte. Gold reagiere inzwischen stärker auf Realzinsen und Geldpolitik als auf geopolitische Krisen.

Kurzfristige Belastungsfaktoren

Die Bank argumentiert: Höhere Ölpreise hätten Inflationsängste verstärkt. Dadurch seien Zinssenkungserwartungen zurückgegangen, während die Realrenditen stiegen. Genau dieser Mechanismus habe den Goldpreis zuletzt belastet.

Zudem hätten Zentralbanken und ETFs ihre Goldkäufe nach Ausbruch des Konflikts zeitweise gestoppt oder sogar Gold verkauft. Morgan Stanley sieht darin einen zusätzlichen Belastungsfaktor für den Markt.

Goldpreis-Katalysatoren

Als Basis für die dennoch optimistische Gold-Prognose nennen die Analysten wieder steigende ETF-Zuflüsse, neue Zentralbank-Käufe und eine mögliche Lockerung der US-Geldpolitik ab 2027.

Auch langfristig bleibe das Umfeld für Gold konstruktiv. Besonders wichtig sei die Rolle Chinas. Sollte Peking seine Goldreserven weiter aufstocken, könnte dies den Markt erneut stabilisieren.

Mehr zum Thema Gold und Banken: Wie Banken den Goldpreis steuern – Strukturen, Macht, Mechanismen

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2 Kommentare

  1. Gewagte Prognosen und eine gewagre Aussage von mangeldem Krisenschutz. Weshalb kauft dann die Bank soviel Gold und keine ihrer ETFs ?
    Im übrigen frage ich mich, wann diese Banken, heute Freitag, endlich den Balkonwurf starten und Gold unter 4.700 drücken. ?
    Ich sage voraus in 2-3 Wellen, um 14:30, 16:00, 18:00 und danach noch Restbestände.
    Alles Altgold muss runter, 35 Tonnen stehen bereit.

  2. sobald die Amis die Börsen öffnen beginnt der Lufthandel. die ganze Welt fällt auf den Blöff herein.

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