Montag,02.August 2021
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Goldpreis reagiert auf düsteren Fed-Ausblick

Gold, Fed, Powell
Einmal mehr reagierten die Investoren verschnupft auf Aussagen von Fed-Präsident Jerome Powell (Foto: Goldreporter)

Fed-Präsident Jerome Powell hat sich am Mittwoch sehr besorgt über die US-Wirtschaft geäußert. Der Goldpreis stieg zunächst an, die Aktienmärkte zeigten Schwäche.

„Größter bekannter Schock“

Im Rahmen eines Webcast mit dem Peterson Institute for International Economics machte Fed-Präsident Jerome Powell am Mittwochnachmittag nach 15 Uhr einige Aussagen, die Anleger an den Märkten verunsicherten. Der Goldpreis zog an, die Börsen-Indizes gaben nach. Unter anderem erklärte Powell, bei der Coronavirus-Krise handele es sich um die größten bislang bekannten wirtschaftlichen Schock.

Düsteres Bild

Die Fed werde alle ihr zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, bis die Krise bewältigt sei und eine Erholung auf gutem Wege sei. Es werde aber Zeit brauchen, bevor man zurückkomme zu sehr geringer Arbeitslosigkeit und niedriger Inflation. Powells Aussagen zufolge hätten in der Krise 40 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen von weniger als 40.000 US-Dollar ihren Job verloren. Man beabsichtige jedoch nicht, negative Leitzinsen einzuführen.

Gold, Goldpreis, Chart
Goldpreis in US-Dollar (FOREX), Intraday am 15.05.2020 um 15:30 Uhr (Quelle: GodmodeTrader)

Goldpreis zappelt

Der Goldpreis notierte um 15:30 Uhr bei 1.707 US-Dollar (1.571 Euro), nachdem er kurzzeitig auf 1.718 US-Dollar angestiegen war. Der DAX setzte seine Talfahrt vom Vortag fort und notierte 2 Prozent unter Vortag.

Goldreporter

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20 KOMMENTARE

  1. Die kleine Rede von Fed-Chefchen Jerome „Jay“ Powell hat es tatsächlich in sich. Er entfaltet eine bislang nicht gekannte Dystopie ökonomischer Risiken. Ein Panoptikum der Unsicherheit.

    Umfang und Geschwindigkeit des ökonomischen Niedergangs seien ohne Beispiel in der Moderne. „Diese Umkehrung des wirtschaftlichen Vermögens hat ein Schmerzniveau, das schwer in Worte zu fassen ist“ – er versucht es natürlich trotzdem: Obwohl die Reaktionen der Fed von nicht gekannter Massivität sind, seien sie „nicht das letzte Kapitel, da der bevorstehende Weg sowohl sehr ungewiss ist als auch erheblichen Abwärtsrisiken unterliegt.“

    Und weiter geht die Deklamation: Eine tiefere und längere Rezession könnte die Produktionskapazität der Wirtschaft nachhaltig schädigen. Vermeidbare Insolvenzen von Haushalten und Unternehmen können das „Wachstum“ [sic!] über Jahre hinweg belasten. „Das Ergebnis könnte eine längere Zeit mit geringem Produktivitätswachstum und stagnierenden Einkommen sein.“ Mit anderen Worten: Jay beschwört das ökonomische Bestiarium.

    https://finanzmarktwelt.de/aktuell-fed-chef-powell-dieser-abschwung-ist-anders-als-alle-anderen-zuvor-aktienmaerkte-fallen-167300/

    https://www.federalreserve.gov/newsevents/speech/powell20200513a.htm

    • Nachtrag

      Die leidigen Kausalzusammenhänge resp. die Ursachenforschung muss einfach sein. Dem kann sich auch Jay nicht entziehen. Also, was ist der Quell der ökonomischen Malaise?

      „Der derzeitige Abschwung ist insofern einzigartig, als er auf den Virus und die Maßnahmen zur Begrenzung seines Ausfalls zurückzuführen ist. Diesmal war eine hohe Inflation kein Problem. Es gab keine wirtschaftsbedrohliche Blase zum Platzen und keinen unhaltbaren Boom zum Platzen. Das Virus ist die Ursache, nicht die üblichen Verdächtigen – etwas, das wir bei unserer Reaktion berücksichtigen sollten.“

      Das Einzige, was der Fed-Head of Desaster verstanden hat, ist, dass REDUKTION VON KOMPLEXITÄT eine mediale Großtat ist. Dass das Wirtstier des Wirtschafts- und Finanzsystems bereits schwer vorgeschädigt war, dass Kreditexpansion, exzessive Verschuldung, die autochthone Wachstums- und Verwertungsschwäche schon augenfällig war, dass also ein Virus auf ein multimorbides Gebilde traf, wird ihm wohl auf ewig verborgen bleiben.

      Amen.

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  3. Der Streit mit der EZB wegen des umstrittenen Anleihe-Kaufprogrammes geht in die nächste Runde:
    „Die EZB ist nicht der „Master des Universums“.
    Es ist wohl an der Zeit, den D-Exit vorzubereiten.

    Nur schade, daß unsere Ex-Flinten-Uschi sich dann nicht mehr so stark profilieren kann, wie bei der Demontage der Bundeswehr.

    https://www.focus.de/finanzen/recht/gerichtsurteile/wollen-dass-eugh-seinen-job-besser-macht-verfassungsrichter-legt-nach-ezb-ist-nicht-master-of-the-universe_id_11984898.html

    • @fleischesser
      Der gute Mann sagt ja nichts Neues. Ebenso hätte er ein Video drehen können, dass Wasser nass und der Mond rund und hell ist.
      Vor hunderten Jahren sagte ein Gelehrter zu diesem Thema:
      Ich habe nichts gegen Papiergeld, sofern die Obrigkeiten klug und weise handeln und mit nahezu göttlicher Voraussicht gesegnet sind.
      Aber, bis es soweit ist, bleibe ich und rate allen anderen auch, beim Gold zu bleiben.

  4. Jerome Powell tanzt nach Trumps Pfeife und spielt den Bad-Cop.
    Ich bin davon überzeugt, dass Trump die Waffen des Deepstate gegen sie selbst richten wird (die FED) und den Zombie noch bis in den November mit Billionen und notfalls Trillionen am Leben halten wird.
    Auch Negativ-Raten werden dabei kein Tabu sein. Am Ende des Jahres oder Frühjahr nächsten Jahres wird es ganz groß crashen, und er wird die Schuld der FED geben können, und seinen Vorwand haben, sie abzuschaffen, oder zumindest zu verstaatlichen und eine Golddeckung einführen.
    Will jemand wetten? :)

    Der Deepstate in Form von Demokraten und Medien werden derweil alles versuchen die Corona Panik so lang wie möglich breit zu treten in der Hoffnung die Wirtschaft doch noch zu crashen und so eine Wiederwahl von Trump zu verhindern. Ob das aber ausreichen wird, wenn demnächst Obama und die Clinton Gang angeklagt werden, bleibt abzuwarten…
    #ObamaGate

    • @ joeangry interessante Aspekte! Ich setze noch eins obendrauf und prophezeie, dass Trump dann auch die US Minengesellschaften verstaatlichen wird und die Beteiligungen verschiedener US-congressmen und governors an ausländischen Minengesellschaften in aller Öffentlichkeit ächten wird.

      • @Hänschen
        Hmm hatte ich noch nicht darüber nachgedacht, aber könnte ich mir sogar vorstellen. Besonders das mit den US-Congressmen.
        Der Sommer wird auf jeden Fall spannend!

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  6. Donald Trump fordert von der FED Negativzinsen, obwohl FED-Chef Powell
    diese gestern (vorläufig ?) in einem Interview ausschloß.

    Wahrscheinlich hat der POTUS in seinem kleinen Twitter-Kämmerchen mal einen
    Taschenrechner benutzt und überraschte die Presse mit der Erkenntnis:

    „‚Der US-Präsident hat sich mit Nachdruck für einen negativen Leitzins ausgesprochen.
    Anstatt für Kredite zahlen zu müssen, würde die US-Regierung dann mit ihren
    Schulden Geld verdienen, sagte Trump am Mittwochabend.“‚

    Aha! Das also ist des POTUS‘ Geschäftsmodell Pudels Kern.

    Was liegt heute noch an? Neue Zahlen vom US-Arbeitsmarkt – neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 14:30 Uhr.

    Prognose von Klapperschlange: ~2,5 Mill. bis ~3,0 Millionen mehr Arbeitslose. In Summe wären das dann ~35 – ~36 Millionen ohne Arbeit.

    Die Tendenz (letzte Woche waren es „noch“ 3,169 Millionen) ist also fallend – erneuter Grund zu euphorischer Freude an der Wallstreet.

    ‹(•¿•)›

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