Goldpreis rutscht weiter auf 4.300 USD – neue Nahost-Eskalation

Nach dem scharfen Rücksetzer am Freitag bleiben Silber- und Goldpreis am Montag unter Druck. Im Nahen Osten schwinden die Hoffnungen auf einen Deal. Öl zieht wieder an.

Goldpreis heute

Gold und Silber bleiben zum Wochenauftakt unter Druck. Nach dem starken Kursrückgang am Freitag notierte der Goldpreis um 8:15 Uhr bei rund 4.300 USD (3.730 EUR) pro Unze und damit 0,6 Prozent unter Vortag. Auch Silber fällt um 1 Prozent auf 67 USD (58,15 EUR).  

Gold und Silber bleiben im Rückwärtsgang, während Anleger wieder mit höheren US-Zinsen rechnen

Neue iranische Raketenangriffe auf Israel und israelische Gegenschläge am Wochenende verschärfen die Spannungen im Nahen Osten. Damit steht die Waffenruhe erneut auf dem Prüfstand. Der Ölpreis (Brent) zieht erneut an auf knapp 99 USD pro Barrel.

Vortag

Die Veröffentlichung überraschend starker US-Arbeitsmarktdaten sorgte am Freitag für erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten. Dadurch fiel der Goldpreis um mehr als 3 Prozent und rutschte unter seine 200-Tage-Linie. Silber traf es noch härter: Denn der Kurs verlor mehr als 8 Prozent.

Anleger rechnen nun wieder verstärkt mit einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank noch vor Jahresende. Entsprechend gerieten zinssensible Technologiewerte unter Druck. Der US-Dollar gewann fast 1 Prozent an Wert. Die US-Rendite (10 Jahre) stieg über 4,5 Prozent. 

Ausblick

Beim Goldpreis muss sich aus technischer Sicht zeigen, ob der Rutsch unter die 200-Tage-Line Folgeverkäufe auslöst oder ob sich der Rücksetzer noch als Fehlausbruch entpuppt. In Deutschland müssen Anleger die Auftragseingänge der Industrie verarbeiten. In den Vereinigten Staaten werden am Nachmittag die aktuellen Inflationserwartungen der Verbraucher veröffentlicht.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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8 Kommentare

  1. Fällt der Goldpreis unter die 4.000 Dollar, beginnt das Bärenland. Und damit die Kaufgelegenheiten am oberen Rand.
    Jedoch sollte man beachten, dass alles nur politisch geschuldet ist und damit kurze Beine hat, wie man sagt.
    Trotzdem, wie Grummes sagte, Gold ist eine Versicherung, kein Trade.
    Man kann diese Versicherung auf Papier haben, wie andere auch, als Polizze oder Physisch.
    Nach all den Erfahrungen mit herumzickenden Versicherungen im Schadensfalle wählte ich eben ausnahmsweise mal die physische Form und damit unabhängig von sog. Versicherungsgesellschaften GmbH.
    Tut mir echt leid, sorry. Das habe ich mir mal erlaubt.

  2. Vorsicht, die Banken lassen den Goldpreis nach einem Balkonwurf gerne wieder etwas steigen um Anlegern denken zu geben, das war der Boden, jetzt geht es wieder rauf und kaufen ein. Licht im Tunnel.
    Ein paar Tage später oder sogar nur Stunden später haut man wieder einiges vom Balkon. Besonders gerne alles intraday, denn das erscheint dann meist nicht in den geglätteten Charts.
    Der Verlust aber ist trotzdem da.

  3. Kurz nachdem Trump getwittert hat und wieder mal Fake verbreitete, schossen die Kurse nach oben.
    Und Trump machte wieder mal kräftig Reibach.
    Weil er kurz vorher die Papiere kaufte und erst danach sein Fake verkündete.
    Krass, wie doof die Anleger sind, das muss auch einer ausnutzen.

    • @Maruti
      in wenigen Tagen beginnt die Fußball-WM und wer noch nicht gebucht hat fragt sich vielleicht, wohin es diesmal im Sommerurlaub gehen kann, natürlich erst nach der WM. Wie sieht`s bei Ihnen aus? Auch mal eine Pause einlegen? Oder wird hier durchgearbeitet?

      • @Nivek
        Ich halte leider nichts von Ballspielen.
        Ansonsten kenne ich keine Pause, „I am always on the Job“
        Wenn Sie meine Kommentare meinen, ok, aber Sie müssen diese ja nicht lesen und können sie wie emails einfach wegklicken.
        Aber womöglich fällt Ihnen dann auf, dass die ganzen sog. Threads oder wie die heissen, leer sind.
        Warum schreiben eigentlich die anderen nichts ?
        Zu faul ? zu viele Verluste gemacht ?
        Dafür tauchen nun vermehrt wieder die Trolle mit ihren Geschichten auf. Wollen Sie das statt Pause ?
        Vielleicht ist Ihnen auch aufgefallen, dass wir uns seit Trump im Krieg befinden. Im Zollkrieg, Wirtschaftskrieg und im militärischen Krieg.
        Und wie in jedem Krieg ist nichts mehr berechenbar und jede ausgekügelte Strategie wird zur Makulatur.
        Hier heisst es einfach, Kopf einziehen, Helm aufsetzen, Anschnallen und nichts tun, Abwarten, bloss nicht mitmischen. Der nächste Zufallskugel kann einen selbst erwischen.
        Das ist jedenfalls meine Strategie.
        Deshalb verkaufe ich kein Gold und kaufe auch keines und Aktien schon gar nicht.
        Anders sähe es aus, würde ich Trump und Co. sein.
        Wissen Sie, was die grösste Blödheit ist ?
        „ In einen Krieg der anderen zu ziehen und dort mitzumischen“ Das meinte ich mit „blöden Anlegern“.

      • @Nivek
        Meinen Sie nach den jüngsten Ereignissen immer noch, man solle Pause und Urlaub machen und in Ruhe sich Ballspiele ansehen ?
        Rundherum brennt alles, aber wir sind doch die Insel der Glückseeligen oder ?
        Das gibt ein böses Erwachen. Davon bin ich überzeugt und werde leider weiter schreiben, auch dann, wenn es keiner mehr tut.
        Übrigens, ich freue mich schon auf weitere 10 Krügerli, sobald Gold noch etwas preiswerter wird.
        Das ist besser als Fussball vor der Glotze.

  4. @Maruti
    Ich nutze dies aus, nach meine Möglichkeiten! Trump macht das und jenes, erzählt mal dies und jenes.
    Börse ist größtenteils Psychologie, man gibt den Anlegern eine Richtung und die laufen wie die Schafe.
    Bloß nichts verpassen, man muss immer mit dem neusten Hype dabei sein. Manchmal ist leicht Geld zu verdienen, einer verliert der andere Gewinnt.

    • @Big Driver
      So ist es wohl. Nur in einem Krieg kann sich das Blatt sehr schnell wenden.Denken Die sie an das Deutsche Reich.
      Die Handelsbörsen sind zu einer Zockebude verkommen. Schnellen Gewinn und weg.
      Der ehrbare Kaufmann sitzt mittlerweile hinter dem Mond oder es gibt ihn nicht mehr. Verlässlichkeit, Vertrauen, Wort halten sind Fremdworte.
      Es zählt nur der Reibach, der Profit auf Kosten anderer und das wird der Allmächtige bestrafen. Weil er es immer tat, wenn der Mensch zu unverschämt wurde.
      Und so wird es zu einer Geld und Vermögens Katastrophe kommen und danach wird keiner mehr etwas haben, ausser Gedanken an die Reue.
      Die finanzielle und Wirtschaftliche Sintflut ist unterwegs. Nur wir glauben es nicht und rennen ihr noch entgegen, wie beim Tsunami in Thailand.
      Das ist dann die wahre Marktbereinigung.
      Heute erschien wieder mal auf den Goldseiten ein Artikel von Greyertz. Darin wird das Szenario beschrieben, wie es wohl kommen wird.

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