Goldpreis am Donnerstag schwächer: Fed und steigende Renditen belasten

Der Goldpreis fällt am Donnerstag auf 4.035 USD. Fed-Unsicherheit, steigende Ölpreise und höhere US-Renditen belasten den Markt. Neue Inflationsdaten stehen im Fokus.

Goldpreis am Donnerstag

Der Goldpreis startet nach einem bewegten Vortag schwächer in den Handel. Um 8:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 4.035 USD (-0,8 %) bzw. 3.525 EUR (-0,6 %). Silber gab rund 0,6 Prozent ab auf 57,26 USD (50,02 EUR).

An den Märkten gibt es die Fed-Entscheidung vom Vorabend zu verarbeiten. Außerdem spitzt sich die Lage im Nahen Osten weiter zu.

Goldpreis schwächer: Fed-Unsicherheit und steigende Marktzinsen bremsen die Bodenbildung über 4.000 USD.

Die USA haben als Reaktion auf iranische Raketenangriffe eine neue Angriffswelle gegen Iran gestartet. Gleichzeitig weitet sich der Konflikt regional aus. Vor der ägyptischen Mittelmeerküste gerieten zwei LNG-Schiffe nach mutmaßlichen Drohnenangriffen in Brand.

Der Preis für ein Barrel Brentöl stieg am Vormittag auf 91 USD. Die Rendite 10-jähriger US-Bonds erhöhte sich auf 4,7 Prozent. Beides stellt auch kurzfristige Belastungsfaktoren für den Goldpreis dar.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Vortag

Der Handelstag stand im Einfluss des Futures-Verfalls an der COMEX und der Zinsentscheidung der US-Notenbank. Die Fed ließ den US-Leitzins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent, woraus zunächst steigende Edelmetalle und Aktienmärkte resultierten. Allerdings kamen die Kurse erneut unter Druck, als Fed-Chef Kevin Warsh in der Pressekonferenz ein klares Bild über die weitere geldpolitische Strategie vermissen ließ. Der Goldpreis beendete den Handelstag schließlich knapp ein Prozent höher mit 4.066 USD pro Unze. Durch den schwächeren US-Dollar stieg Gold auf Eurobasis nur um 0,2 Prozent auf 3.546 EUR. 

Goldpreis-Entwicklung im Tagesverlauf am 29.07.2026.
Goldpreis-Entwicklung im Umfeld der Fed-Sitzung am 29.07.2026.

Ausblick

Zunächst einmal müssen Investoren die gestrige Zinsentscheidung verarbeiten, gleichzeitig kann der anhaltende Gegenwind bei Halbleiter-Aktien weiter zu Kapitalumschichtungen an den Märkten führen. 

Am heutigen Donnerstag kommen bedeutende Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Dazu gehört die erste Schätzung des BIP-Wachstums im zweiten Quartal 2026 und die Juli-Inflation. Auch in den USA werden am Nachmittag neue Inflationsdaten gemeldet (PCE-Preisindex). Außerdem erscheinen Zahlen zu den privaten Einkünften und Ausgaben sowie der wöchentliche Arbeitsmarktbericht.

Der Goldpreis arbeitet weiter an einer Bodenbildung oberhalb von 4.000 USD. Sollte diese Marke nicht halten, droht eine Fortsetzung der Kurskorrektur.   

Mehr dazu: Goldpreis-Chartechnik

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21 Kommentare

  1. „Allerdings kamen die Kurse erneut unter Druck, als Fed-Chef Kevin Warsh in der Pressekonferenz ein klares Bild über die weitere geldpolitische Strategie vermissen ließ. “

    Ich finde es höchst erstaunlich, dass sich die Märkte seit gefühlt einem halben Jahr von diesen erschreckenden 0.25% Punkten als Schwebfliege im Raum angeblich beeindrucken lassen.

    Über das was gesagt wird oder nicht gesagt wird, wird viel geschrieben. Was ist mit dem was sie tun?

  2. Der Verlust der FED an Glaubwürdigkeit zusammen mit dem Verlust an Glaubwürdigkeit der militärischen Stärke, und der Wirtschaftskraft der USA wird das kommende Bild zeichnen. Wenn nichts mehr geht, sprintet Gold zum Weltrekord. Je billiger man dies in diesem Durcheinander einheimsen kann, desto sicherer steht man dann auf eigenen Füssen.
    Offenbar schafft es das Bankenkartell auch mit den gestrigen massiven Balkonabwürfen nicht mehr, Gold wesentlich unter 4.000 zu drücken. Vielleicht noch bis 3.500, aber dann ist wohl schluss, denn sonst hätte man das schon eher geschafft.
    Gestern stieg Gold auf über 4.100, bevor man mit dem Abwurf von 30 Tonnen starten musste.
    Man hätte auch 300 Tonnen nehmen können, wenn man sie hätte.
    Und noch was, alle Ankündigungen von Trump, auf den die Börsen so gerne hören, waren bisher Fakes.
    Die Börsianer haben in ihrer Dummheit wohl noch nicht begriffen, dass Trump 3 Dinge bis aufs Blut hasst:
    Die Banken, die Börsen und die Schwäche anderer.
    Man muss nur in seine Vergangenheit sehen.
    Sollte er die Midterms verlieren, wird er mit noch nie dagewesenen Escapaden Börse, Banken und die Schwachen in Grund und Boden stampfen.

      • @kryptobro
        Das wurden sie auch. Einfach mal nachrechnen !
        Um den Goldpreis um 100 Dollar runter zudrücken, braucht man 50-60 Tonnen Gold.
        Und nun rechnen Sie mal schön anstelle dauernd Ihr Pseudonym zu ändern.

        • macht keinen Sinn. wieso 50 und nicht 10?
          Haben die einen Goldesel, der Barren scheißt, oder kaufen die das Zeug wieder zurück?

          Ich hab meine letzten Nick schlicht vergessen. Irgendwas mit Krypton war drin. Oder vielleicht Bitxoiner oder sowas.

          • @Kryptoboro
            Es sind 50 Tonnen. Das wurde ausgerechnet und stand auch genau so im Wallstreet Journal.
            Sie müssen es nicht glauben, aber es ist so.
            Und nein, Kryptos sind nicht beteiligt, nirgendwo, das wird den dummen Anlegermasse nur glaubhaft gemacht.
            Keine Zentralbank dieser Erde hat Kryptos. Auch wenn es bei manchen unbedeutenden behauptet wird.

          • @Maruti

            Leider kann ich den Artikel im Wallstreet Journal nicht finden.

            Weiß jemand hier im Forum welchen Artikel Maruti wohl meint?

          • @kryptoboro
            Eigentlich ist es ja ganz einfach und es wurde schon mehrfach beschrieben( Dimitri Speck, Bandulet u.a.)
            Sinken die Anlagepapiere, verkaufen die Zentralbanken Gold um ein Gleichgewicht herzustellen. Damit Anleger eben nicht in Gold umschichten. Steigen die Anlagepapiere, kaufen die Zentralbanken Gold um es zu verteuern, damit Anleger eben die Papiere kaufen und Gold als zu teuer einstufen. Immer kommt der Zusatz:
            Gold steigt vorrübergehend, es muss erst den Betrag soundo nachhaltig überschreiten um auszubrechen.
            Das wird natürlich verhindert.
            Es ist einfach eine Steuerung und natürlich spricht man sich gegenseitig ab. ( Siehe Warsh und seinem vergessenen Zettel mit der Handnotiz). Und das ist letztlich auch gut so, oder will einer tatsächlich 1929 wieder erleben ?

      • Hallo Zusammen
        Der Gold und Silberpreis wird mit Futures Kontrakten und Derivaten manipuliert! Und das schon seit vielen Jahren! Von Balkonabwürfen würde ich nicht ausgehen!
        China will dieser exorbitanten Papierspekulation entgegenwirken! Chinesische Bürger können nur noch physisches Gold kaufen. Keine gehebelten Papierderivate mehr. Auch die neue Metallbörse in Hongkong bietet keine Futures oder Derivate an.
        Das finde ich sehr gut. Wer etwas kaufen will kauft physisch. Punkt Ende!
        Grüsse aus der Schweiz

        • @Geronimo
          Ja, das wird über Futures manipuliert, völlig richtig.
          Aber ganz ohne Physisches Gold geht das nicht.
          Und das sind eben die bessgten 50 Tonnen.
          Denn nicht jeder macht das komplett über das Papier. Würden Sie das tun ?
          Ich etwa würde mindestens 5% – 15% physisch haben wollen.
          Da sind sie wieder, die ominösen 5% :).
          Bedenken Sie, 20 Kg passen in eine 1 Liter Flasche rein. Wieviel passen in einen Sprudelkasten ?
          Nicht schlecht, oder ? Wieviel in Futures aus Papier ?

  3. Gold fällt wenn die FED den Zins erhöht.Erhörr sie den Zins nicht fällt Gold weil die FED den Zins erhöhen könnte.
    Bekommen solche Analysten überhaupt ne Frau ab?

    • @tresorfritze
      (-: … wie recht du hast! ich denk auch ein gesundes wissen über wirtschaftsdaten und den bezug auf den goldpreis reicht vollkommen aus für leute wie „uns“. Das ganze übertriebene analystengelaber ist im grunde nix anderes…. nur mit schönen charts und prozentzeichen in fremdwörter verpackt

    • @Tresorfritze
      Kommt auf die Zielgruppe an: wer absolut nicht logisch denken kann und immer schön kritiklos das macht/aufschreibt was seine Chefs von ihm verlangen, ist ein leichtes und gesuchtes Ziel von Leuten, die Manipulierungs-Opfer suchen.
      Die können also schon eine Frau abbekommen, und was für eine Frau (oder sagt man besser „Herrin“ ?)
      Wünsche viel Vergnügen !
      Da spart man sich schon mal den Besuch bei der Domin….

    • Volle Zustimmung meinerseits. Ja, die bekommen Frauen wie Christine Lagarde.
      Hab sicherheitshalber mal übrige Teuros in Philis getauscht. Nur 31 Gramm aber immerhin.
      Übrigens vermisse ich den Schilling und die D-Mark. Wieso sind wir nicht beim EWR geblieben.
      Schönes Wochenende ins Dorf. Hermann

  4. Nichts desto Trotz ist Gold nun wieder über 4.100 ausgebrochen und man wird morgen, Freitag weitere Tonagen Gold auf dem Balkon bereitstellen müssen.
    All diese Versuche werden aber das Vertrauen in den Dollar und die USA nicht wiederherstellen, denn der Ruf ist ruiniert.
    Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt auch ein Donald Trump gänzlich ungeniert.:)

  5. @Hermann
    Die Philharmoniker in 1 oz. Große ist was feines, man kann die Details besser betrachten als kleinere Einheiten.
    Ich habe hauptsächlich Maples, dazu Kangaroos, Lunars & Pandas. Für die kleinen Geschäfte Sovereigns & Vrenelis.
    Ich weiß auch nicht wie viel Zeit Sie mitbringen, aber die EU wird früher oder später abgewickelt und der Euro ist eine Totgeburt. Fällt Deutschland, Frankreich, u.a. ist die EU Geschichte, der Schrecken wird ein Ende haben aber nicht ohne Konsequenzen.
    Gedanken sollten sich die jenigen machen die große Beträge in Euro auf europäische Banken haben, oder auch auf kapitalversicherungen die in Euro datieren.

    • @Big Driver
      Der Philharmonika ist wirklich super. Schon die Prägung ist fälschungssicher und da er nur 2 mm dick ist, lässt sich auch kein Wolframkern reinpacken.
      Man kann zwar eine Wolframscheibe hart vergolden, aber dann kann man nicht mehr prägen, da Wolfram zu hart und spröde ist.

  6. auch ich hätte gerne die ewg und die dm wieder, leider nur wunschdenken….über eines müssen wir uns nur im klaren sein, kippt bei der euro, dann kippt das ganze system…und nicht nur unseres und der eu, sondern auch der schweizer,wie briten und der saudis, die wohl in ihrer währung die höchsten reserven in euro halten ….mit gefangen, mit gehangen….also man wird aber auch alles versuchen, die taschenspielertricks zu versuchen al a super mario und diese zu toppen – der noch dafür von der spd und grünen das bundesverdienstkreuz bekommen hat….und eines morgens steht wieder so eine kommunisten else und ein spd hans wurst im fernsehen, es tut uns wirklich…..wir haben es doch wirklich gut gemeint aber das alles konnte ja keiner voraussehen….ich denke dann haben wir den worst case –what ever takes –wir werden es erleben…..nach dieser kernschmelze, bleibt uns nur das, was wir in händen halten können….alles papier ist dann nur noch asche…

    • GOLD IS…:
      Es wird auch hier um den Machterhalt gehen. D.h., es wird alles versucht werden, um den Knall zu verhindern bzw. um ihn möglichst weit in die Zukunft zu drücken. Das wiederum bedeutet, dass niemand rational handeln wird nach dem Motto “ Wir sind nun an unsere Grenzen gekommen und wir steuern um, damit wir das System geordnet umstellen können“. Die zu erwartenden Schäden werden dementsprechend unabsehbar groß sein. Wer vorsorgt und in EM, Vorräte und Tauschmittel investiert, der macht es richtig. Was mich in diesem Zusammenhang beschäftigt, ist die Gefahr bürgerkriegsähnlicher Zustände. Wir haben ein enormes Gewaltpotential im Land. Den staatlichen Sicherheitsorganen traue ich in diesem Zusammenhang rein gar nichts zu. Und derjenige, der gut aufgestellt in eine Krise geht, könnte sich selbst zum Ziel machen. Die im Dorf wohl herrschende Meinung, dass der Besitz von EM zur Sorglosigkeit berechtige, teile ich deshalb nicht.

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