Der Gold-Terminmarkt liefert weiter keine klaren Signale für einen Trendwechsel in Sachen Goldpreis. CoT-Daten zeigen geringe neue Beteiligung, aber deutliche Umschichtungen.

Geringe Terminmarktnachfrage, Goldpreis schwach
Am US-Terminmarkt bleibt der Handel mit Gold-Futures auffällig zurückhaltend. Neue Positionen entstehen kaum, größere Richtungswetten fehlen weiter. Die aktuellen CoT-Daten per 19. Mai 2026 zeigen: Das Open Interest stieg lediglich um 0,75 Prozent auf 379.365 Kontrakte. Auch in den darauffolgenden Handelstagen blieb die Dynamik aus – zuletzt kamen netto nur 75 Kontrakte hinzu.
Am Gold-Terminmarkt fehlen neue Impulse – stattdessen werden bestehende Positionen umgebaut.
Dabei bewegte sich auch der Goldpreis kaum. Auf Wochensicht verlor die Unze im Juni-Kontrakt lediglich 0,7 Prozent und notierte zuletzt bei 4.510 US-Dollar.
Positionsabbau statt neue Marktüberzeugung
Die eigentliche Bewegung fand erneut innerhalb der Händlergruppen statt – nicht durch frisches Kapital.
Die CoT-Daten zeigen folgende Veränderungen:
- Commercials: Netto-Short −9 Prozent auf 191.629 Kontrakte
- Große Spekulanten: Netto-Long −7 Prozent auf 159.833 Kontrakte
Bemerkenswert: Ausgerechnet die Gruppe der physischen Marktteilnehmer (Prod/Merch/Proc/User) reduzierte ihre Absicherungsgeschäfte um weitere 11 Prozent.
Das Bild wirkt damit weniger wie ein aktiver Richtungswechsel – eher wie ein kontrollierter Positionsabbau auf beiden Seiten des Marktes.

Optionen zeigen etwas mehr Zuversicht
Etwas lebhafter präsentierte sich zuletzt der Gold-Optionsmarkt. Zwar blieb das Handelsvolumen überschaubar, allerdings nahm die Risikobereitschaft leicht zu.
Die Put/Call-Ratio sank auf 0,509. Rechnerisch entfielen damit zuletzt 197 Call-Optionen auf 100 Puts – nach 189 Calls je 100 Puts in der Vorwoche.
Im Optionshandel überwiegen weiterhin die Erwartungen auf steigende Goldpreise. Von neuer Dynamik am Goldmarkt kann trotz des leicht gestiegenen Optimismus bislang keine Rede sein.
Goldbestände weiter gesunken
Die in COMEX-Lagern ausgewiesenen Goldbestände sind gegenüber der Vorwoche weiter gesunken.
- Gesamtbestand: 28,67 Mio. Unzen (-110.000)
- Registered Gold: 15,67 Mio. Unzen (-30.000)
Damit liegt die physische Deckung bei 76 Prozent (+1) weiterhin auf einem hohen Niveau. Dennoch bleibt der übergeordnete Trend bestehen. Denn seit Jahresbeginn sind die gesamten COMEX-Goldbestände um 21 Prozent oder rund 234 Tonnen gefallen.
Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
Physische Auslieferung bleibt überschaubar
Zum Monatsende liegen bislang 6.609 Lieferanträge vor – ein Plus von 1.945 gegenüber der Vorwoche. Damit muss die COMEX aktuell rund 21 Tonnen Gold zur Auslieferung bereitstellen.
Zum Vergleich: Im Vormonat summierten sich die Delivery Notices auf 22.750 Kontrakte beziehungsweise rund 71 Tonnen. Trotz des jüngsten Anstiegs bleibt die bisherige Lieferaktivität damit deutlich unter dem Niveau des April.
Fazit: Goldmarkt wartet weiter auf neue Impulse
Die Terminmarktdaten liefern keine Signale für eine klare Trendwende am Goldmarkt. Weder steigt die Risikobereitschaft der Spekulanten deutlich, noch bauen Commercials aggressiv Short-Positionen auf.
Stattdessen deutet vieles auf eine Phase geringer Beteiligung hin: niedriger Open Interest, überschaubare Lieferaktivität und weiter rückläufige Lagerbestände. Viele Marktteilnehmer scheinen aktuell eher zu beobachten als zu handeln.
Mehr zur aktuellen Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten



Ein gefährliches Spiel.Bekommt das Kartell mit, dass die Anleger nur beobachten, kann das Kartell in Versuchung kommen, den Goldpreis explodieren zu lassen.
Dann gibt es wieder wie gehabt einen run aufs Gold
( man will ja bloss nichts verpassen). Wenn in Folge genügend auf den Zug aufgesprungen, also genug Fische im Netz sind, schmeisst man das Gold vom Balkon und kassiert ab.
Heisst, man zieht das Netz raus.
Wieviele haben schon bei solchem Spiel sehr viel Geld verloren ?
Man muss Gold kaufen, wenn keiner kauft und alle abwarten. Heisst wohl jetzt.
@maruti
tatsächlich stehen die Anzeichen wieder auf kaufen. Volatilität geht zurück, Aufgelder moderat, allgemeine Rückgānge der Umsätze.
Heute ist wieder so ein Tag:
Trump twittert etwas und schon greifen die Anleger beherzt zu. Bei allem, was man bekommen kann, sogar Commerzbank und VW und man glaubt es kaum, auch Gold ETFs ind Silber Papiere. Der Buy all Knopf wurde gedrückt.
Morgen schmeisst man den Krempel wieder in hohem Bogen raus.
An was erinnert das ?
An Weihnachten. Am 23. den Krempel kaufen, am 27. den Krempel zur Mülldeponie bringen oder einfach auf die Strasse stellen.
Jedoch, eines muss man feststellen, physisches Gold ist selten bei dieser Krempel Aktion dabei.
Wieso eigentlich schmeisst niemand den zu Weihnachten geschenkten Goldschmuck auf die Strasse oder in die Mülldeponie ?
Weiss das einer hier im Forum ?
Gold isch over, jetzt sind wieder Aktien angesagt. Schön 30 Prozent dieses Jahr. Bald kann ich in Rente gehen
@schabernak
Bestimmt.Jeder der jetzt Aktien kauft, kann bald in Rente gehen, in der Südsee. So in 50 Jahren etwa.
Aber vorsicht, da wird einer sofort beschränkt Steuerpfichtig beim RIA in Neubrandenburg.
Beschränkt steuerpflichtig heisst Spitzensteuersatz plus 15%, lebenslang, auch bei Rückkehr ins geliebte Deutschland.Übrigens wird diese Steuer an der Quelle erhoben. Bei der Rentenversicherung und beim Aktiendepot.
Und das ist kein Schabernak.
Aber, wenn Sie auf Qualitätsaktien setzen, machen Ihnen doch 63% Steuern auf alles nichts aus. Da wird schon was übrig bleiben, für einen Döner oder so.
Südsee ist zu heiß. Ich gelobe im schönen Norddeutschland zu bleiben mit 25 Prozent Abgeltungssteuer :)
Gold ist zwar steuerfrei aber wer weiß ob die nächsten Jahre überhaupt Gewinne anfallen..