Der Goldpreis ist zuletzt gefallen. Während CoT-Daten nur geringe Positions-Veränderungen zeigen, sinken die COMEX-Bestände weiter – und der Terminmarkt sendet erste Schwächesignale.

Goldpreis schwächer
Der Iran-Krieg hält weiterhin die Märkte in Atem. Die Blockade der Straße von Hormus, der steigende Ölpreis (Brent über 100 USD), ein fragiles wirtschaftliches Umfeld und neue Risiken im Kreditsektor sorgen für Volatilität. Dabei zeigte auch der Goldpreis zuletzt leichte Schwäche. Am Freitag schloss Gold (CME Spot) mit 5.022 USD pro Unze (4.399 EUR). Damit kam der Goldpreis innerhalb einer Woche um 2,4 Prozent zurück (-0,7 % in EUR).
Der Goldpreis hat zuletzt nachgegeben. Gleichzeitig senden Terminmarkt und CoT-Daten bislang nur schwache Signale für eine klare Trendrichtung.
Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
CoT-Daten: Weiterhin wenig Bewegung
Dagegen zeigten sich US-Gold-Futures-Händler zuletzt weiter zurückhaltend. Denn die CoT-Daten per 10 März 2026 wiesen auch in der vergangenen Woche nur kleine Veränderungen in den Positionen der wichtigsten Händlergruppen auf.
Die Netto-Short-Position der Commercials stieg um 1 Prozent auf 202.976 Kontrakte. Währenddessen nahm die Netto-Long-Position der Großen Spekulanten um rund 1,9 Prozent zu auf 161.132 Kontrakte.


Open Interest
Der Open Interest stieg gegenüber der Vorwoche zunächst um 1 Prozent auf 413.956 Kontrakte. Bis zum gestrigen Freitag nahm die Summe aller offenen Gold-Kontrakte noch einmal um 2,4 Prozent zu, auf 423.966 Kontrakte. Von Freitag zu Freitag ergibt sich ein Plus von 2,4 Prozent.
Der Anteil der spekulativen Positionen am Open Interest stieg leicht auf 49 Prozent. Anfang Dezember lag er noch bei 61 Prozent.
Im Optionshandel stieg der Open Interest um 3,4 Prozent auf 849.258 Optionen. Dabei nahm die Put/Call-Ratio zu, auf 0,651. Damit kamen auf 100 Put-Optionen 154 Call-Optionen (Vorwoche: 157). Das heißt, der überwiegende Goldpreis-Optimismus hat gegenüber Vorwoche erneut etwas abgenommen.
COMEX-Bestände und physische Deckung sinken
Die Goldbestände in den COMEX-Tresoren sind gegenüber der Vorwoche um weitere 530.000 Unzen gesunken, auf 32,55 Millionen Unzen (Vorwoche: -240.000). Parallel verringerten sich die zur Auslieferung verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ um 200.000 Unzen auf 16,69 Millionen Unzen (Vorwoche: -210.000 Unzen). Ihr Anteil an den Gesamtbeständen blieb konstant bei 51 Prozent.
Damit verringerte sich die physische Deckung im Gold-Futures-Handel auf 77 Prozent (Vorwoche: 81 Prozent). Das entspricht weiterhin einem Wert im historisch hohen Bereich. Denn in den vergangenen Jahren bewegte sich die physische COMEX-Deckung zwischen 30 Prozent und 98 Prozent.
Auslieferungsanträge noch moderat
Die Anträge auf physische Auslieferung von Gold-Futures haben sich innerhalb einer Woche fast verdoppelt auf 9.698. Das entspricht einer Goldmenge von rund 30 Tonnen. Zum Vergleich: Im vergangenen Monat wurden 40.711 Anträge gestellt, damit standen rund 126 Tonnen Gold zur Auslieferung an. Das Rekordhoch liegt bei 76.567 Anträgen (238 Tonnen) und stammt vom Februar 2025.
Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
Goldpreis-Ausblick
Wie in der Vorwoche gab es zuletzt nur geringe Positionsbewegungen im US-Gold-Futures-Handel. Der Goldpreis kam zurück, aber der Open Interest ist gestiegen. Dies deutet auf eine kurzfristige Marktschwäche hin, die sich ausweiten kann, wenn ein fallender Kurstrend mehr Short-Seller anlockt. Das Gesamtmarktumfeld bleibt fragil. Liquiditätsgetriebene Verkäufe könnten die Edelmetalle vorübergehend mit nach unten ziehen.
Tipps für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt
https://www.gold.de/artikel/gold-trotz-krise-geht-die-konsolidierung-weiter/
Ich habe in vielen Jahren Herrn Grunmes bei Gold immer nur von Abwärtsrisiken warnen hören, aber kein einziges mal von Aufwärtsrisiken.
Jetzt wird einer fragen, wieso hat jemand bei Gold
ein Aufwärtsrisiko ?
Zum einen mal die Shortseller mit ihren Derivaten und wir mit Put und Call Optionen, aber doch in erster Linie alle, welche planen, Gold zu erwerben.
Wieso schreibt keiner von Aufwärtsrisiken wenn man nicht jetzt hier und heute Gold kauft ?
Und wenn denn doch mal einer davon warnt, dann gleich mit dem Zusatz: „ Es könnte kurzfristig ! raufgehen“
Jedoch bei Abwärtsrisiken steht dann meist vom laaaaangen Bärenmarkt geschrieben.
Dabei ist es doch so offensichtlich, Gold steigt immer im Preis einer Fiatwährung, immer, ausnahmslos.
Auch wenn es ein paar Tage Verzögerungen gibt.
Von Beginn an des Fiat-Euro von 250 Euro bis jetzt auf 4.500 Euro in etwa.
Und genau das ist das Aufwärtsrisiko.
Alles wird teurer, natürlich auch Gold und Silber, oder gäbe es da eine Ausnahme ? Nein, die gibt es nicht und gab es bisher auch noch nie.
@Maruti
Wahrheiten sind meist so einfach, dass viele Experten und Spezialisten mit langjähriger Erfahrung, stetiger Fort-bildung und Fachwissen es einfach nicht sehen können. Oder nicht wollen, denn wenn selbst ein Laie erkennen könnte, dass der Goldpreis seit 25 Jahren nur eine Richtung kennt, wofür dann die lange und teure Hochschulausbildung, die ebenfalls teuer erkaufte Reputation in Fachkreisen sowie die permanent zu erbringende Wissensauffrischung mittels Seminaren, Workshops und all diesem Kram, der den einfachen Blick auf die Gegebenheiten vernebelt?
Wer dagegen als Hobbyfinanzanalyst verstehen will, worum es letztlich geht, braucht nur ein einziges gutes Buch (3-938516-26-7) lesen und ist schon allein damit besser aufgestellt, als die meisten Fachleute.
Korrektur: Warum auch immer, unter der angebenen Nr. wird ein anderes Buch angezeigt.
Gemeint war „Das Silberkomplott“ von Reinhard Deutsch.
Ich habe 2025 bis heute die Tagesschlusskurse untersucht: in nur 38% aller Tage war der Goldpreis bei fallendem Dollar gestiegen und umgekehrt.
@Maruti, @Nivek
Ich stimme Ihnen beiden voll zu. Die Kreatur aus Jekyll-Island hat uns immer noch im Griff und diktiert den Medien und den Hochschulen die ökonomischen Ansichten.
Griffins Bücher ersetzen in der Tat ganze Studiengänge. Auch sein anderes Buch „Eine Welt ohne…“