Goldpreis bricht ein: Trends in Gefahr, wichtige Haltezonen im Blick

Der Goldpreis fällt auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten. Mehrere wichtige Chartmarken wurden unterschritten. Nun rücken neue Unterstützungen in den Fokus.

Der Goldpreis (CME Spot, 12 Monate) hat die wichtige 200-Tage-Linie unterschritten.
Der Goldpreis (CME Spot, 12 Monate) hat die 200-Tage-Linie unterschritten, nun nähert sich von oben die 50-Tage-Linie.

Goldpreis setzt Korrektur fort

Der Goldpreis bleibt unter Druck. Am Mittwochvormittag kostete die Feinunze Gold zur sofortigen Lieferung (CME Spot) 4.167 US-Dollar. Damit verlor das Edelmetall innerhalb von fünf Handelstagen weitere 6,7 Prozent und fiel auf den tiefsten Stand seit sechs Monaten.

Wichtige Trends wackeln. Der Goldpreis nähert sich entscheidenden Haltezonen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Seit Jahresbeginn liegt Gold nun rund 3 Prozent im Minus. Gleichzeitig wurde eine wichtige Unterstützung gebrochen. Dabei folgte der Goldchart dem in der vergangenen Woche skizzierten Negativszenario. Wir betrachten die aktuelle technische Lage. 

Wichtige Unterstützung gefallen

Bereits Mitte Mai hatte sich eine längere Seitwärtsbewegung nach unten aufgelöst. Damit nahm der Verkaufsdruck spürbar zu. Nachdem auch die viel beachtete 200-Tage-Linie unterschritten wurde, beschleunigte sich die Abwärtsbewegung.

Der Bereich um 4.200 US-Dollar galt zuletzt als wichtige Unterstützung. Diese Marke wurde inzwischen ebenfalls unterschritten. Dennoch steigt mit jedem weiteren Kursrückgang die Wahrscheinlichkeit einer Gegenbewegung nach oben.

Darauf deutet auch der Relative-Stärke-Index (RSI) hin. Mit einem Wert von 25 befindet sich Gold inzwischen in einem Bereich, der auf eine stark überverkaufte Marktlage hindeutet.

Wo liegen die nächsten Haltepunkte?

Die nächsten wichtigen Unterstützungen befinden sich bei 4.050 US-Dollar und anschließend bei 3.930 US-Dollar. In diesen Bereichen könnte die Nachfrage wieder zunehmen und dem Goldpreis vorübergehend Stabilität verleihen.

Gleichzeitig bleibt ein weiteres Risiko bestehen. Die kurzfristige Durchschnittslinie nähert sich der langfristigen Trendlinie von oben an. Kommt es hier zu einer Kreuzung, wäre dies ein zusätzliches Zeichen für eine anhaltend schwache Marktphase.

Mehr dazu: Goldpreis in der Korrektur: Warum die 200-Tage-Linie jetzt so wichtig ist

Sollte sich der Goldpreis erholen, warten auf dem Weg nach oben erste Hürden bei 4.315 US-Dollar und 4.370 US-Dollar. Darüber rückt der Bereich um 4.450 US-Dollar in den Fokus.

Euro-Goldpreis nähert sich Schlüsselzone

Auch auf Euro-Basis hat sich das Bild eingetrübt. Mit aktuell 3.613 Euro pro Unze nähert sich Gold einer langfristigen Aufwärtstrendlinie, die derzeit im Bereich von 3.520 Euro verläuft.

Weitere Unterstützungen liegen bei 3.600 Euro und 3.530 Euro. Zum Vergleich: Die letzte große Aufwärtsbewegung begann im Bereich von rund 3.400 Euro.

Goldpreis-Chart in EUR am 10. Juni 2026 (1 Jahr; CME Spot)
Der Euro-Goldpreis (Basis: CME Spot, 12 Monate) steuert auf die Kante des steigenden zweijährigen Aufwärtstrends zu.

Auf der Oberseite stellen die Marken von 3.700 Euro und 3.800 Euro wichtige Widerstände dar. Auch hier signalisiert der RSI mit einem Wert von 25 eine deutlich überverkaufte Situation.

Ausblick: Rebound möglich, Vorsicht bleibt angebracht

Die Korrektur am Goldmarkt hat sich zuletzt deutlich ausgeweitet. Gleichzeitig nähert sich der Kurs nun mehreren wichtigen Unterstützungszonen.

Kurzfristig steigen damit die Chancen auf eine technische Gegenbewegung. Allerdings hat sich das Chartbild in den vergangenen Wochen spürbar verschlechtert. Deshalb bleibt das Risiko bestehen, dass die laufende Korrektur noch nicht abgeschlossen ist.

Mehr dazu: Gold Charttechnik – Trends, Marken und Analysen

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16 Kommentare

  1. Ich hoffe, es kommt nicht zu respektlos rüber, wenn ich
    vielleicht etwas süffisant feststelle:
    Nichts Genaues weiß man nicht.

    • @Digger
      Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass Gold nach seinem fulminanten Anstieg nun fulminant fällt.
      Hier im Forum haben schon vor 6-8 Monaten einige gewarnt, Ich übrigens auch und erntete dafür Hohn und Spott.
      2013 fiel der Goldpreis in Dollar zeitweise auf bis 45% vom ATH, also von 1900 Dollar auf 1.050 Dollar.
      Und blieb in diesem Bereich fast 5 quälend lange Jahre.
      Dabei wurden im Zusammenhang mit fulminanten Aktien und Bitcoin Anstiegen nahezu alle schwachen Hände rausgeschüttelt. Rückwirkend gesehen, war das dann die damalige Enddrückung.
      Und die kann nun wieder kommen. Bei 25% minus sind wir schon und 48% würden heissen: 2.900 Dollar.
      Wer kann das hier verkraften ?
      Im Prinzip alle, welche Gold bei etwa 2.500 Dollar kauften.
      Aber auch nur gerade noch, denn Inflation und Spreads kommen ja dazu.
      Zur Zeit steht der Preis bei 4.168 Dollar, Tendenz freier Fall.
      Alle, welche tönen, man hätte Gold genau bei 5600 auf den Punkt verkauft ( was eine glatte Lüge ist), sollen trotzdem mal anfangen zu rechnen.
      Mit dem Spread , dem Umtauschkurs und der Inflation sowie dem Finanzamt.
      Einer muss schon sehr viel Glück haben, als Privatmann mit Goldverkauf ein paar Euro Gewinne mitzunehmen.
      In diesem Zusammenhang nochmals, zum 10. mal, mein Lieblings Youtube:
      https://m.youtube.com/watch?v=A0bBSCpVZNI&pp=ygUSdmVya2F1ZnQgZXVlciBnb2xk&ra=m

      • natürlich hatten Sie das szenario voraus gesagt… Sie erzählen ja auch genug und posten wie ein fähnchen im Wind. Mal 6000 Dollar die unze, mal 2000. Mal morgen und mal ende des jahres. Irgend eine situation wird dann wohl auch eintreten.
        nix für ungut

        • @Newcomer
          Die Analysten der Banken sprechen von einem Goldpreis von 3.500 bis 6000 Dollar zum Jahresende.
          Ansonsten, es sieht so aus, als würden einige hier ihre Pseudonyme auch ändern wie die Fahne im Wind. Auch nix für ungut und „ dont feed the troll“

        • „Ich habe alles vorausgesehen und die ganze Menschheit gewarnt, dass es abwärts gehen wird. Hättet ihr mal auf mich gehört. Ich hab alles so kommen sehen! Aber es haben alle nur gelacht….

          … … … Ach stimmt – da hing ich als Vorschüler an einem Klettergerüst… “

          Herr Maruti – Sie schreiben viel Hü und viel Hott. Und wenn Hott eintritt, wussten Sie’s bereits schon als Erster und keiner hatte auf Sie gehört. Und wäre Hü eingeteten, wär’s auch richtig gewesen.

          Ich mach mir nicht die Mühe, Ihre alten Posts rauszusuchen und diese hier zu zitieren. Ich tauche nämlich gerade mit meinen zwei Muränen in meiner Höhle, betrachte meinen versenkten Goldschatz in 33,33 m Tiefe und habe kein WLAN… Und die Frauen am Strand sind hier viel hübscher als die in den Casinos.

      • @Maruti
        Ich sehe das wie Sie. Nur vielleicht eines nicht,
        es werden auch viele unter 2500 gekauft haben.
        Der kontinuierliche Kursrückgang widerspricht den
        Expertentheorien über die Abhängigkeit vom Dollarkurs oder
        Zinsen. Wie kann man denn ernstlich bei diesen
        Staatsverschuldungen auf steigende Zinsen spekulieren.
        Ich glaube ohnehin nicht an diese Rechenspiele, eher ganz
        simpel an eine möglichst lange Lebenszeit des Einzelnen,
        um solche Zyklen einfach mal als Zuschauer zur Kenntnis
        nehmen zu können.

        • @Digger
          Natürlich haben einige unter 2.500 gekauft und auch weit darunter, so auch bei 350 Dollar die Unze.
          Aber das sind die ganz hart gesottenen Goldanleger und die verkauften nix, zu keinem Preis der Welt.
          Doch darum geht es nicht.
          Gewarnt wurden vor allem die, welche auf die Schnelle mal so eben und nassforsch Gewinn machen wollten und nun auf die Nase fielen.
          Wie bei den Tech Aktien und dem Bitcoin auch.
          Diese Nassforschen sog. „Cleverle“ waren und sind immer eine fette Beute der Banken.
          „Gold ist nicht weniger geworden, eine Unze ist immer noch eine Unze, es sind nur die verdammten Preise, die ihr dafür bezahlt habt“
          (B. Traven, Die weisse Rose.)

      • @ Maruti

        Ich habe Gold 62 Unzen zu 4385.- euro verkauft da ich mir eine Eigentumswohnung gekauft habe. Und nun warte ich noch etwas ab um mir wieder einiges zurück zukaufen
        Kursziel für mich wäre wenn 4090.- usd unterschritten wird, die 3554.- bis 3880.- usd
        Grüße an alle Goldbullen aus Wien

        • @Ukunda
          @ähm, hattest Du nicht vor 4 Wochen um 4.300 Euro Krügerrand gekauft und auf Gewinne
          spekuliert ? Ich wünschte Dir doch viel Glück und schrieb, dass mir das noch zu teuer wäre.
          Und jetzt hast Du die wieder alle verkauft ?
          Naja, dann hättest Du die doch nicht kaufen müssen, sondern gleich die Eigentumswohnung.
          Wobei ich sagen muss, dass ich lieber miete, da ich noch die Lästereien von 1980 im Ohr habe:
          „ Was ist der Unterschied zwischen Aids und einer Eigentums Wohnung ?
          Antwort, keiner. Wenn man das mal hat, wird man es nie wieder los“
          Aber vielleicht ist es diesmal anders.
          Bei der nächsten Eigentumswohnung wird alles anders :)
          Sonnige Grüsse aus dem Süden und dem Mittelmeer.
          Ich komme vom Tauchen zurück.
          War in einer meiner lieblings Höhlen dort? Tiefe 51 Meter. Gesehen viele Shrimps, einen Oktopus,
          2 Muränen und eine Languste mehrere Drachenköpfe und 2 wirklich grosse Zackenbarsche. Die allerdings draussen. Hat sich gelohnt, alles in der Kamera.

      • Sorry, das kann man wirklich nicht so stehen lassen!

        Sie schreiben „Einer muss schon sehr viel Glück haben, als Privatmann mit Goldverkauf ein paar Euro Gewinne mitzunehmen“

        Mal ehrlich, wohnen wir alle auf dem gleichen Planeten und verbrauchen den gleichen Sauerstoff?

        —–Gewinne??——– Das gelingt mir öfters und nach einem Jahr hat das Finanzamt nicht mehr zu bestimmen, vorrausgesetzt, man kann bei größeren Ein und Verkäufen, seine Einsätze als korrekt nachweisen. Oder liege ich hier falsch?

        Beste Grüße

        • @Werner
          Ich sprach von physischem Gold. Das mit Aufgeld bezahlte und mit Spread wieder verkaufte.
          Macht etwa 300 Eiuro unterschied, pro Münze.
          Natürlich, korrekt nachweisen und bei Barkauf auch woher das Bargeld stammte.
          Na, dann, viel Spass mit dem Gewinn.

  2. wir können es ja doch nur so nehmen wie es kommt, ich sehe meine goldanlage als langfristinvest und verkaufen zum allzeithoch, tja hätte ich auch gerne vor den ansehen der jetzigen zahlen aber wie sagt man am ende ist man immer schlauer, ich denke die probleme dieser welt lösen sich nicht von heute auf morgen….wie hier wie vor schon beschrieben sind hier wohl andere kräfte am werk…. ich denke vielleicht ist bestenfalls dieser spuk auch schon nach elons börsengang wieder beendet und gordon gecko and friends gehen erst mal wieder mit vollen taschen für einige monate auf die hamptons , man muss jetzt alles zeichnen um schnell zeichnungsgewinne mitzunehmen, wenn ich reiner händler wäre und die möglichkeiten hätte, würde ich sicherlich nicht anders handeln… , wir müssen uns aber wohl der kommenden wirklichkeit stellen, gold wird immer mehr zu einen reinen spekulationsobjekt werden, vielleicht ändert sich das mit der bric währung wieder….

  3. Einerseits echt schade um die schönen Buchgewinne, andererseits gut fürs Nachunzen. Und da ich auf der Käuferseite stehe ist der Abschwung auch ok. Und man ist ja tatsächlich erstmal nur auf dem Niveau von vor 6 Monaten. Hach, wenn man nur wüsste wieviel es noch tiefer gehen könnte … Oder ob überhaupt.

    • @Peter
      Niemals erwischt einer das Tief oder das Hoch.
      Gold ist auch kein Investment, kein Trade, nichts zum Zocken oder Soekulieren. Es ist lediglich eine Versicherung. Und die muss man sich leisten können oder wollen oder es bleiben lassen.
      Als Investment gibt es besseres, als Trade erträglicheres, zum Zocken genüsslicheres.
      Also, liebe Investierer, wozu Gold ?
      Zum Zocken nehme ich das Casino, nicht die Börse.
      Denn da ist das Ambiente besser und die Frauen sind schöner.

      • @ Mariti

        Ich verkaufte im Januar 200 Philharmoniker, Au, 1 Oz, zu 4.554 €. Jetz bin schon drei Monate auf Malle in einem Luxusresort während andere vertrocknete Plätzchen mümeln. Kein Witz. Realität.

        • @Rolf aber warum physisch? Wenn ich weiß ich verkaufe eh bei hohen Preisen gleich wieder, kann ich doch gleich Gold-ETC kaufen.

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