Sonntag,16.Mai 2021
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Goldpreis unter Druck: Margins werden erhöht!

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Goldpreis unter Druck: Neben den Gold-Margins werden auch die erforderlichen Sicherheitsleistungen im Handel mit Silber-Futures angehoben (Foto: Spectral Design – Fotolia.com)

Im Handel mit Gold- und Silber-Futures müssen US-Händler ab Freitag höhere Sicherheiten hinterlegen. Nach dem starken Goldpreis-Anstieg begünstigt dies Gewinnmitnahmen.

Goldpreis und Margins

Der Betreiber der US-Warenterminbörse COMEX, die CME Group, erhöht die Gold-Margins per Handelsschluss am heutigen Donnerstag. Das heißt, im Handel mit Gold-Futures müssen höhere Sicherheiten nachgewiesen werden. Wer ein Standard-Futures-Vertrag á 100 Unzen abschließt, muss künftig 5.500 US-Dollar pro Kontrakt hinterlegen (Initial Margin). Werden die Kontrakte länger als einen Tag gehalten (Maintenance Margin), so muss der Händler 5.000 US-Dollar pro Kontrakt als Sicherheit nachweisen (vorher 4.500 US-Dollar). In beiden Fällen steigt die Margin um 11 Prozent. Wie tangiert das den Goldpreis?

Gewinn-Mitnahmen möglich

Dies bedeutet: Alle Gold-Futures-Händler, die derzeit eine Position halten, müssen Kapital nachschießen. Dies könnte im aktuellen Marktumfeld Gewinnmitnahmen forcieren und den Goldpreis unter Druck bringen. Die letzte Margin-Anpassung fand im August 2019 statt. Seinerzeit hat die CME Group (der COMEX-Betreiber) die Margins um 12,5 Prozent angehoben. Und: Auch die Silber-Margins werden angehoben. Sie steigen um jeweils 5,7 Prozent – die Maintenance Margin von 5.200 auf dann 5.500 US-Dollar pro 5.000-Unzen-Kontrakt.

Goldpreis, Chart
Goldpreis in US-Dollar am 08.01.2020, Intraday (Quelle: GodmodeTrader)

Goldpreis unter Druck

Am gestrigen Abend kam der Goldpreis im Anschluss an Iran-Ansprache von US-Präsident Donald Trump deutlich zurück. Während in der Nacht zum Mittwoch nach dem iranischen Angriff auf irakische Stellungen noch Goldkurse von 1.611 US-Dollar pro Unze erreicht wurden, schloss das Edelmetall am Abend bei 1.557 US-Dollar. In der Gemeinschaftswährung gerechnet kam der Goldpreis vom Tages- und Rekordhoch bei 1.443 Euro auf 1.402 Euro zurück. Seit Jahresbeginn stand damit immer noch ein Kursplus von 3,7 Prozent zu Buche.

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1 KOMMENTAR

  1. Verstehe ich das richtig, dass wenn die Börse flöten geht und alle das „gehandelte“ Gut einfordern, kann bei Gold nur jeder 28te Börsianer/Spekulant/Zocker den „vollen“ Wert in FIAT aus der „Sicherheit“ erhalten und bei Silber nur jeder 16te? Physisch geliefert wird entsprechend nicht, oder? Mit der Auszahlung wird es dann vermutlich auch eng, weil dann keiner das Geld vom Automaten abheben kann.

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