Fed-Chef Kevin Warsh stellt den Kampf gegen die Inflation in den Mittelpunkt. Was seine Geldpolitik kurz- und mittelfristig für den Goldpreis bedeutet.

Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat in seiner Grundsatzrede seine geldpolitischen Leitlinien abgesteckt. Dabei sendet er zunächst ein Signal, das Goldanleger aufmerksam machen dürfte: Die US-Notenbank sieht den Kampf gegen die Inflation noch nicht als gewonnen an.
Das Wichtigste in Kürze
- Fed-Chef Kevin Warsh sieht die Inflation mit 3,7 Prozent weiterhin deutlich über dem 2-Prozent-Ziel und signalisiert vorerst wenig Spielraum für kräftige Zinssenkungen.
- Für den Goldpreis bedeuten länger hohe US-Zinsen und Renditen kurzfristig Gegenwind. Während Warshs Rede gab Gold zeitweise rund 1,5 Prozent nach.
- Mittelfristig sorgen weniger Forward Guidance und die schwer abschätzbaren Folgen des KI-Booms für größere Unsicherheit beim US-Zinspfad – und damit auch beim Goldpreis.
- Langfristig bleiben die hohe US-Staatsverschuldung und der damit verbundene Kaufkraftverlust des Geldes wichtige strukturelle Argumente für Gold – unabhängig vom jeweiligen Fed-Zinszyklus.
Warsh verwies auf eine PCE-Inflationsrate von 3,7 Prozent auf Jahressicht. Über sechs Monate liege die Teuerung sogar bei etwas mehr als 4 Prozent. Damit bewege sich die Inflation weiterhin deutlich oberhalb des Fed-Ziels von 2 Prozent.
„Der vorherrschende Fokus der Fed sollte derzeit auf den Preisen liegen“, erklärte Warsh.
Inflation muss überzeugend sinken
Dabei reicht dem neuen Fed-Vorsitzenden eine bloße Verbesserung einzelner Inflationsdaten offenbar nicht aus. Entscheidend sei vielmehr der zugrunde liegende Trend.
Warsh verwies darauf, dass in den vergangenen zwölf Monaten 54 Prozent der 199 Komponenten des PCE-Preisindex Preissteigerungen von mehr als 3 Prozent aufwiesen. Auf Sechsmonatssicht waren es 49 Prozent. Beide Werte liegen zwar deutlich unter den Spitzen nach der Pandemie, aber weiterhin auf erhöhtem Niveau.
Seinen geldpolitischen Maßstab formulierte Warsh entsprechend deutlich: Die Fed müsse überzeugt sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation „klar und mit ausreichender Geschwindigkeit“ dem 2-Prozent-Ziel nähere. Andernfalls bestehe weiterer Handlungsbedarf.
Das spricht zunächst gegen schnelle und kräftige Zinssenkungen.
US-Wirtschaft zeigt kaum Bremsspuren
Hinzu kommt, dass Warsh derzeit wenig Anlass sieht, die Geldpolitik aus konjunkturellen Gründen deutlich zu lockern.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,1 Prozent. Die realen Konsumausgaben stiegen innerhalb von vier Quartalen um mehr als 2 Prozent. Gleichzeitig wachsen die Unternehmensinvestitionen kräftig. Die Investitionen in Ausrüstung und immaterielle Vermögenswerte legten laut Warsh zuletzt um rund 9 Prozent zu – so stark wie seit 2021 nicht mehr.
Mehr als die Hälfte dieses Wachstums dürfte bereits auf den Ausbau der KI-Infrastruktur zurückzuführen sein. Auch an den Finanzmärkten erkennt der Fed-Chef kaum restriktive Bedingungen. Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen und Leveraged Loans befinden sich am unteren Ende ihrer historischen Bandbreiten. Gleichzeitig meldeten Banken vergleichsweise lockere Kreditstandards.
Warshs Fazit: Er würde sich schwertun, die allgemeinen Finanzierungsbedingungen derzeit als restriktiv zu bezeichnen.
KI könnte das Zinsbild verändern
Dabei misst Warsh dem Boom bei Künstlicher Intelligenz ungewöhnlich große Bedeutung für die Geldpolitik bei.
KI könne sich zu einem neuen Produktionsfaktor entwickeln und das Produktivitätswachstum nachhaltig erhöhen. Die Investitionssummen steigen bereits stark. Nach den von Warsh genannten Schätzungen erreichen allein die annualisierten Token-Umsätze der beiden führenden KI-Labore mehr als 100 Milliarden US-Dollar – 500 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.
Für die Fed entsteht daraus eine zentrale Frage: Steigert KI das Produktionspotenzial der amerikanischen Wirtschaft so stark, dass die Wirtschaft schneller wachsen kann, ohne zusätzliche Inflation zu erzeugen?
Sollte dies tatsächlich eintreten, könnte ein höheres Wachstum künftig mit niedrigeren Inflationsrisiken vereinbar sein. Allerdings dürfte der derzeitige Investitionsboom zunächst zusätzliche Kapitalnachfrage erzeugen und damit auch das Zinsniveau stützen.
Weniger Forward Guidance
Eine weitere wichtige Änderung betrifft die Kommunikation der Fed. Warsh will die sogenannte Forward Guidance deutlich zurückfahren.
Die während der Finanzkrise etablierte Praxis habe in normalen Zeiten ihre Berechtigung weitgehend verloren. Zu detaillierte Hinweise auf zukünftige Zinsschritte könnten die Märkte in die Irre führen und gleichzeitig den Handlungsspielraum der Notenbank einschränken.
Warsh warnt dabei vor einem „Hall-of-Mirrors-Problem“: Orientieren sich die Finanzmärkte hauptsächlich an den Aussagen der Fed, während die Fed wiederum Marktpreise als Konjunktursignal interpretiert, entsteht ein selbstreferenzielles System.
Deshalb will Warsh die Märkte stärker selbst Erwartungen über Wachstum, Beschäftigung und Inflation bilden lassen.
Für Anleger bedeutet das: Der zukünftige US-Zinspfad dürfte weniger vorhersehbar werden.
Was bedeutet das für den Goldpreis?
Kurzfristig ist Warshs Botschaft für Gold eher belastend.
Eine weiterhin deutlich über dem Ziel liegende Inflation, eine robuste US-Wirtschaft und nach Einschätzung der Fed kaum restriktive Finanzierungsbedingungen liefern wenig Argumente für schnelle Zinssenkungen. Bleiben die US-Renditen deshalb hoch oder steigen weiter, erhöht dies die Opportunitätskosten des unverzinsten Goldes.
Auch ein entsprechend fester US-Dollar könnte den Goldpreis zunächst bremsen. Allerdings enthält Warshs neue Fed-Linie auch einen Aspekt, der mittelfristig für Gold interessant werden könnte: Die Notenbank will den Märkten weniger Orientierung über ihren zukünftigen Kurs geben. Damit steigt tendenziell die Unsicherheit über die Entwicklung der Realzinsen.
Gleichzeitig ist völlig offen, welche Folgen der massive KI-Investitionsboom auf Wachstum, Inflation, Kapitalnachfrage und Produktivität haben wird. Sollte die Produktivität tatsächlich kräftig steigen, könnte die Fed länger mit höheren Realzinsen leben – ein strukturell ungünstiges Szenario für Gold.
Sollte der Investitionsboom dagegen Inflation und Kapitalnachfrage stärker antreiben als das Produktionspotenzial, würde die geldpolitische Gratwanderung schwieriger. Und sobald gleichzeitig Wachstum oder Arbeitsmarkt nachlassen, könnte die Fed vor einem klassischen Zielkonflikt stehen.
Genau hier läge wiederum ein möglicher mittelfristiger Treiber für Gold.
Goldreporter-Fazit
Der Goldpreis reagierte während der Rede Warshs zunächst einmal mit Abgaben von rund 1 Prozent bei Kursen im Bereich von 4.560 USD.
Kevin Warsh liefert den Märkten zunächst keine Aussicht auf eine schnelle geldpolitische Lockerung. Die Inflation liegt deutlich über dem 2-Prozent-Ziel, die US-Wirtschaft zeigt sich robust und die Finanzierungsbedingungen erscheinen dem neuen Fed-Chef kaum restriktiv.
Für den Goldpreis bedeutet das kurzfristig Gegenwind durch potenziell länger hohe US-Zinsen und Renditen. Mittelfristig wird die Lage komplexer: Weniger Forward Guidance, der enorme Kapitalbedarf des KI-Booms und die noch völlig offenen Auswirkungen auf Produktivität und Inflation erhöhen die Unsicherheit über den zukünftigen Fed-Kurs.
Für Goldanleger dürfte deshalb weniger entscheidend sein, welchen konkreten Zinsschritt Warsh als Nächstes vollzieht. Entscheidend ist, ob die US-Inflation tatsächlich nachhaltig fällt – und ob der KI-Boom die Wirtschaft produktiver macht oder zunächst vor allem Kapital, Energie und Kredit verschlingt.
Langfristig ändert die amerikanische Geldpolitik nichts an der verheerenden staatlichen Schuldenexpansion, die zu einer systematischen Vernichtung der Kaufkraft des Geldes bildet und die Basis für einen dauerhaft ansteigenden Goldpreis-Anstieg darstellt.
Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Charts und Live-Daten



Absolut entspannt bin ich . Das Schuldgeldsystem liegt in den letzten Zuckungen. Nur durch Laberei des Präsidenten und des Notenbank Chefs wird versucht eine Rettung herbei zu führen. 40 Billionen Dollar Schulden sprechen eine eigene Sprache
Warsh und Gold? das Ergebnis sieht man heute!
@Stillhalter
Vor 5 Tagen sahen wir 4.680 $ und eben steht Gold bei 4.450$. Das ist die Kleinigkeit von nur 230 Dollar, welche Käufer verpulverten.
Über 100 Tonnen Reingold schmiss man dafür vom Balkon, nebst den Derivaten, welche die Banken schnellstens aufgebaut hatten.
Vor 5 Tagen beim Stand von 4.680 schrieb ich hier für die Banken:
„Jetzt hilft nur noch Shorten, what ever it takes.“
Und ich wurde erhört.
Bei Silber will ich mir gar nicht ausmalen, die entsetzten Gesichter der Silberbugs.
Silber im freien Fall.
Man kann natürlich kräftig die Zinsen senken, anbesten ins Negative. 1000.Dollar auf 10 Jahre leihen und dann nur 800 zurückbezahlen. Inflationsbereinigt sind das höchstens 400.
Fragt sich nur, wer der Geldverleiher ist.
Renten und Pensionsfonds, also die staatliche Altersvorsorge. Auf Null wird die Rente schon nicht fallen.
Gold ist eben unter 4.500 gerutscht, bis 22:30 sehen wir wohl 4.450. Hundert Tonnen flogen vom Balkon.
Runter mit den Preisen für Rentner.
ist doch super wenn der Pleitestaat die Zinsen anhebt. dann werden bald die Metalle abheben.
Vor zwei Wochen hast du noch geschrieben, die Zinsen werden nicht erhöht, weil Bessent interveniert hat.
Das war doch wieder mal ein nettes Drückerchen passend zur freitäglichen Stunde. Man nimmt einfach den Warsh als Grund, diesmal. Nächstes mal Venezuela ind dann Indien. Man braucht bloss ein wenig Phantasie.
Die armen ETF Anleger, welche wie GR schrieb letzte Tage 2 Milliarden reinbutterten, dürfen jetzt billig abstossen.
Papa bedankt sich und die Studenten bitten um neue Schecks.
Gibt doch nichts Schöneres, als Studenten mit reichen Eltern auszunehmen.
Wenn ich auf ein Gruppenprügeln stehe, dann weiß ich, ich muss mich bei einem Deutschland Holland Fußballspiel an der holländischen Grenze treffen. Der Termin ist bei Hooligans gesetzt.
Und so habe ich den Eindruck, daß auch die Comex Brüder sich auf ein Kevin Warsh Blabla eingeschworen haben. Egal was der Typ blubbert – das wird konzertiert zum Prügeln auf das Gold genutzt. Das sind die Gold-Hooligans (lol).
Also, mal das nächste Blabla abwarten. Mal schauen, ob ich mit meiner These ins Schwarze getroffen habe (besonders wenn es davor so angenehm bullisch war – da kann man sicherlich besonders gut verdienen)
Und viele blöde ETF’ler werden wieder abgeschüttelt. Damit sich das Establishment eindecken kann.
Goldpreis unter Warsh innerhalb von Minuten um 130$ runter.
So schaut’s aus am Freitag.
Alles andere ist – bis jetzt noch “wurscht“.
@Bauernbua
Das zeigt wirder mal die Regel, Gold kauft es sich am günstigsten Freitag Nachmittag vor Börsenschluss und wenn möglich im Zusammenhang von bestimmten Ereignissen.
Treffer, Papier-Gold um 100 Euro billiger. Vor 5 Tagen sogar um 150 Euro billiger, da es da über 4.000 kostete.
Das Krügerli 2026 jedoch zog nicht so ganz mit und
wird nur um 70 Euro günstiger angeboten.
3.936 gegenüber 4.012.
Aber immerhin, Schon bei 3 Stück davon lohnt sich die Bestellung, so man denn in diesem Umfeld unbedingt aufstocken will.
Ich jedenfalls bin weder Gold Trader noch Goldhändler oder Vermögens Aufbauer, wie es die Banken so gerne hätten.
Ich bin Gold Anleger, Gold Sammler und Billigst Gold Einsacker. Und dabei bleibt es und blieb es seit
1965. Am liebsten geschenkt, vererbt oder einfach nur überlassen. Das war mir am angenehmsten.
Ein Schlüssel zu dem damals noch anonymen Nummern Schliessfach in Händen.
Der Trump, der Warsch und alle diese Mispochen auch hierzulande da und dort:
„ Frankly, I do not give a damn on you“
Ja eine Aussage von Warsh die Zinsen könnten steigen und schon fallen die Edelmetalle!
Was für ein Affentheater.
Was passiert denn wenn der Oberindianer Warsh sagt: Wir müssen den Dollar opfern!
Grüsse aus der Schweiz
@Maruti.
Ich bekam im Kaiserreich für 20 Kaiserreichmark genauso viel Roggenbrot wie heute für ca. 250Euro. Inwieweit nun Gold gefallen ist? So wenig ,das ich mehr Roggenbrot bekommen als ich brauche. Das man beim Kauf von Gold verlustigt wird , das kann ich nicht erkennen.
Ich kenne Leut die kaufen sich im Jahr etwa um die 50 Kilo Euro Fahrräder, von denen denkt keiner über etwaige Verluste nach, und diese sind real.
Der Elefant im Raum wurde von der FED gar nicht genannt und von GR erst am Ende.
Der US Schuldenturm und damit verbunden die Notwendigkeit zum Rollen.
Bessent kauft Langläufer zurück, die kritische Marke von 5% ist überschritten.
Warsh treibt die Kurzläufer hoch.
Meiner Meinung nach macht das Finanzministerium das Gegenteil von dem was die FED verbalisiert.
Von daher finde ich die US-Anleiherenditen aktuel besonders interessant, da diese genau das Spannungsfeld widerpsiegeln.
@ Großer Bär
Wenn man das, was da heute gemacht wird, fiktiv vor 30 Jahren den Jungs von Monty Python als Drehbuch für ein Video vorgelegt hätte, hätten die das abgelehnt: viel zu irre.
Nur meine Meinung: nur am Rande wahrnehmen, nicht ernstnehmen. Ist nur noch Ablenkung für Deppen.
Für mich sieht das so aus, als würde man auf der Titanic (als die schon 100 Meter unter Wasser in 2 Teilen im freien Fall war) über die Speisekarte von übermorgen diskutieren.
Die Story ist durch.
Die einzige Frage ist nur noch: wie lange noch bis zum „Bumms“.
Dem Dorf kann es egal sein.
Gold hat schon den Untergang der Phönizier, von Griechenland, Assyrien, Persien, Ägypten, Karthago, Rom, Spanien, Portugal, Holland, Frankreich etc. samt einer Unzahl von Schnipsel-Währungen schadlos überstanden.
Was schon alle Kriege und Katastrophen von 6.000 Jahren ignoriert hat, wird sich nicht von 2 oder 4 Jahren Kevin W. und Donny T. aus der Ruhe bringen lassen.
Das sollten wir uns zum Vorbild nehmen.
Keller voll, Tank voll, Tresor voll.
Und den ganzen täglichen Nachrichtenmist ignorieren.
@Grosser Bär
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die USA in letzter Zeit immer in einen grossen Haufen
Sch…. langt.
Eigenartigerweise schwären immer noch viele in der Welt vom amerikanischen Traum, welchen es schon lange nicht mehr gibt und wenn, existierte er ohnehin nur in Hollywood.
Noch immer gibt es hierzulande die überzeugten Transatlantiker, Unbelehrbare.
Die jetzigen Schulden, mit 3 Mrd Dillar Zinsen, übersteigen die Wirtschaftskraft der USA bei Weiten.
Da nützt alle Milchmädchen Rechnung nichts.
Wer sich jetzt noch an die USA hängt, gehört bald zu den Loosern.
https://m.youtube.com/watch?v=zDhThSXVgpU&ra=m
Dr. Maruti als Rammstein- Fan. Genial. Gibt ein Pluspunkt von mir. :-)
Schönes Wochenende in die Dorfrunde. Hermann
@ Maruti
Passend auch für dein Vaterland.
Hr. Fröhlich verzeihen Sie mir die beiden heute gesendeten Links.
https://youtu.be/NeQM1c-XCDc?is=kGUnjTTvNWymHufZ
LG. Hermann
@Herrman
Ihres ist aber nicht der Flight Recorder ( Dalai Lama)
von Rammstein.
https://m.youtube.com/watch?v=keMlyj6809Y&list=RDkeMlyj6809Y&start_radio=1&pp=ygUUZGFsYWkgbGFtYSByYW1tc3RlaW6gBwE%3D&ra=m
Den Song spielte ich meist in meiner Cessna ab, wenn bei mir Gäste einstiegen und ich auf Reisflughöhe war.
Übrigens der Name stammt von dem Flugunglück auf der Airbase Rammstein, als die Frecce Tricolore probleme mit dem Höhenmesser hatten und mitten im Display in der Box kollidierten.
( Man nennt in der Acrobatik die show „Display“ und den Luftraum rundherum „Box“)
Und natürlich war ich als Zuschauer dabei, zum Glück auf den hinteren Rängen.
Zur wundersamen Zukunft der KI habe ich ein paar nette Fakten erfahren:
Bekannt ist: es werden Billionen in Rechenzentren investiert und Umsummen für Nvidia Chips ausgegeben.
Was viele Normalos nicht sehen:
1.) Die ganzen Invest laufen auf Schulden, zu nun steigenden Zinsen.
2.) Einer der großen Kreditgeber ist NVIDIA selbst, die kaufen sich also den eigenen Umsatz und Gewinn mit geliehenem Geld selbst. Die perfekte Blase.
3.) Die KI-Chips haben angeblich nur eine Lebensdauer von unter 2 Jahren (technische Überholung).
Man muß also fortfahrend riesige -weitere sich aufaddierende- Schulden für die Ersatzinvestitionen machen.
Während man also gerade 3 neue Rechenzentren baut, muß man die 2 Jahre alten schon komplett neu ausrüsten.
4.) Während alle Leute über die dollen theoretischen Auswirkungen der KI reden, gibt es keine zahlenden Kunden, die wirklich Geld für die Leistungen ausgeben. Alle KI-Unternehmen ertrinken in Verlusten und Schulden. Guckt nur keine Seele hin.
5.) Ein paar bööööhse Mathefreaks haben jetzt mal ausgerechnet, wieviel Geschäft Open AI etc. machen müssen, damit sich der ganze Spass rechnet.
Über 10 Billionen pro Jahr. Bei steigenden Zinsen und Energiepreisen eben mehr.
Ist das viel ?
Geht so:
Es ist mehr, als die komplette Menschheit für Lebensmittel, Getränke und Restaurantbesuche in Summe ausgibt.
Ok, das ist jetzt mal ne realistische Annahme.
Das wird noch deutlich lustiger als der Dot.Com-Crash 2000.
@Blackwood
Nunja, ähnliches hörte ich von meinem Opa, was für ein grosser Reinfall das Automobil sein wird. Wo doch Pferdekutschen bequemer und ausgereifter sind, als diese lauten und stinkenden Ungetüme.Und wer braucht schon die Luftfahrt,diese Krachmacher und Luftverpester, wo es doch bequeme Schiffe gibt.
Die AI ist ketztlich nicht viel anders, als eine grosse Bibliothek mit einer zugegeben intelligenten Bibliothekarin.
Während man früher Stunden und Tage in einer Bibliothek verbrachte, bis man das gewünschte gefunden hat und Wochen, bis man es ausgearbeitet hat, geht das mir AI in Minuten schnelle.
Sicher, ein klein wenig Wissen und Kritikfähigkeit sollte man schon haben. Auf gut deutsch, ohne eigene Intelligenz geht es auch mit künslicher nicht, oder noch nicht.
Wäre ja auch noch schöner.
Das mit den AI Chips kann natürlich ein Reinfall sein, der Mensch ist schon öfters reingefallen.
In 50 Jahren wissen wir mehr.
Der Chef von IBM meinte mal, PC sind der grösste reinfall der Menschheit, die braucht keiner. Und er wüsste nicht, was man damit anfangen sollte.Und Bill Gates meinte, mehr als 8 KB ( acht Kilobytes) an Speicher braucht keine Sau.
Und die PC waren erfolgreich, und die Speicher sind heute Tera Byte. Wer hätte das gedacht.
Und private Autos gibts und Flugzeuge sogar auch noch.
Obwohl, ehrlich, ich hätte gerne eine Kutsche mit einem munteren Pferdchen vorne dran.
@Maruti
Sicher wird die KI erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft der Gesellschaften haben.
Insbesondere zig Millionen neue Arbeitslose, mit allen Folgen für Steuereinnahmen und Sozialsysteme.
Jeder, der seinen Job heute vor einem Bildschirm hat, ist gefährdet.
Und nicht nur simple Verwaltungsjobs.
Wenn Sie (seit Jahren schon) einen Kredit bei einer Bank beantragen, trifft die „KI“ (die heißt nur Scoring-System) die Entscheidung, ob Sie das Geld überhaupt bekommen und zu welchen Konditionen. Der Mensch am Schalter ist nur noch der , der die Infos einsammeln darf und Ihnen das Ergebnis mitteilt. Den könnte man heute auch schon einsparen.
Bei Versicherungen das gleiche Spiel.
Das geht inzwischen bis zu Software-Programmierern und Steuerberatern (bei denen ist die KI inzwischen auf dem Niveau eines frisch geprüften Steuerberater-Berufsanfängers. In Rekordzeit werden Gesetze, Verordnungen, Gerichtsurteile etc. durchgeforstet und Vorschläge vorgelegt, die ein erfahrener StB nur noch prüfen und verfeinern muß. Der kann sich nur retten, wenn er seinen Job als vollkreativer Pfadfinder (was könnte man legal noch drehen, um… ) ausübt.
Noch ein Grund gegen Geldanlagen in irgendwelche (Staats-)Anleihen.
Mit deutlich weniger Steuerzahlern wird der Schuldenberg nicht einfacher.
Das sagt aber nichts darüber aus, wieviele heute an der Börse mit Phantasiezahlen bewertete KI-Unternehmen die nächsten 5 Jahre überleben werden. Und wie viele Anleger alles verlieren werden.
Zu Ihrem Auto-Beispiel: im Jahr 1900 gab es eine Unzahl von Herstellern, der Preis eines Autos lag auf dem Niveau eines Einfamilienhauses.
20 Jahre später waren 95% der Hersteller weg und der Ford Fliessbandarbeiter konnte sich sein Model T für 300 Dollar kaufen (kleiner zarter Hinweis auf Währungsverfall).
Bestes Beispiel: Hunderte US-Eisenbahngesellschaften haben das riesen Land ab 1850 erschlossen. Alle Pleite und weg. Heute beherrschen BNSF und UP den Markt.
Bei Technik gibt es immer den gleichen Ablauf:
1.) Erfindung (das bekommen nur Insider mit und investieren)
2.) Euphorie: der Nutzen wird gigantisch überschätzt, Risiken werden ausgeblendet und es werden Unsummen von Kleinanlegern eingesammelt.
Da sind wir aktuell bei KI
3.) Realismus/Ernüchterung: jetzt fangen die böööhsen Matheknechte mal das Nachrechnen an. Die Infos gelangen an den MArkt. Die Profis sind Short.
Preis-/Verdrängungskrieg der Anbieter im Überlebenskampf.
Die Blase platzt.
4.) Nachhaltiges stabiles Wachstum der „Überlebenden“.
Beispiele: wieviele Handy/Laptop/Autokonzerne gibt es heute, die den Markt beherrschen ?
Je nur eine Handvoll.
Und die Börsenbewertungen sind auch keine Fantastilliarden mehr (bis auf Apple).
Fazit: es wird noch ordentlich rumpeln.
Nur nicht im Dorf.
Sagt Euren Kids, daß sie statt einer Banklehre besser ins Handwerk gehen.
An Gasleitung und Starkstrom bastelt kein Amateur rum (oder nur 1 x).
Auch Handwerk ist eine Sackgasse.
Das kann sich jetzt noch keiner vorstellen, aber alles Handwerk wird von autonomen Humaoid-Robotern ersetzt werden können. Die derzeitigen Fortschritte dort sind extrem.
@JK
Ich denke eben ganz simpel in der Strategie „Who is the Last Man Standing“.
Wenn die Flut kommt, ersaufen immer die zuerst, die den Berg nicht weit genug hochgeklettert sind.
Mein Trick ist, auf der Pyramide des Jobabbaus möglichst „weit oben/weit weg “ zu sein und so eben so spät wie möglich ersetzt zu werden.
Also lieber Starkstromtechniker als Verwaltungsangestellter.
Was mich da sehr interessiert: wie wird „die Politik“ reagieren, wenn durch die gedachte Rationalisierungswelle der KI/Robotik die Arbeitsmärkte völlig kollabieren und in der Folge die Steuereinnahmen und Sozialsysteme zusammenbrechen ?
Was passiert in den Gesellschaften ?
84 Millionen Germanen mit Bürgergeld zu Hause vor der Glotze, während die KI/Robots die Arbeit machen ?
Wer bezahlt das ?
Da fehlt mir jede Phantasie.
Auch blöd: wie verkaufe ich einen Krüger an einen Cyborg/Robot ?
Wie zahlt der ?
Eine Blase ändert ja nichts am Evolutionsschritt.
Dotcom ist geplatzt aber der Schritt blieb erhalten.
KI macht meiner Meinung nach aus Computern erstdas was sie sein sollten.
Und sie wird Roboter ein Gehirn zur Selbstständigkeit geben.
Die Rechenzentren könnten schneller veralten als man damit rechnet. Aktuell ist ja das Problem, dass fas jede Eingabe auf der Welt erst mal durchs Internet in ein Rechenzentrum muss zur Verarbeitung, wenn uch das richtig verstehe…
Ob das Zukunft hat… abwarten. Das bedeutet der Kopf eines Roboters wäre nicht auf seinen Schultern sondern un einem Zentrum…
Womöglich wissen die aber auch was sie tun.
Ich kann mir auch in einem Roboter ein autarkes Denksystem vorstellen, das selbstständig reift. Für die Indimustrie aber wohl eher nachteilig, wenn alle das geliche machen sollen können.
@Großer Bär
Die KI wird sicherlich ihren Weg machen.
Nur werden allein in Germanien etliche Millionen Leutchen keinen Spass daran haben, weil sie arbeitslos werden.
Bei 5 Mio. ZUSÄZLICHEN Arbeitslosen (z.B. insb. in Verwaltungsjobs) neben den Millionen aus der Deindustrialisierung wird das gesellschaftlich/finanziell noch leicht unerfreulich.
Es werden sich bis 2030 sehr wenige Sieger-Unternehmen aus einer Vielzahl von Verlierern hauskristallisieren.
So wie heute Alphabet, Apple, Meta oder Microsoft.
Die Unzahl der Verlierer der letzten 20 Jahre kennt heute kein Mensch mehr.
Aber deren Anlegergeld ist weg.
Tja, man müsste als Anleger nur wissen, wer die 2 oder 3 Sieger sein werden.
Damit man nicht zu den 95 % Verlierern auf der Anlegerseite gehört.
KI Chips haben ganz sicher eine längere Lebenserwartung als zwei Jahre. Quelle: Meine RTX 3090
@Seidener Faden
Es ist ein Unterschied, ob wir über ein paar private Chips reden, oder über ein Rechenzentrum, das (künftig) in einem extremen Verdrängungswettbewerb steht.
Da kann die nächst Chipgeneration schon den Unterschied zwischen Pferdekutsche und Auto ausmachen: 50 % zu langsam, 50 % zu hoher Energieverbrauch… und WIRTSCHAFTLICH überholt, obwohl die Technik eigentlich noch funktioniert.
Wir werden sehen.
Wer mutig ist, kann ja Aktien kaufen und hoffen.
Ja, ich hab im oberen Kommentar nur Lebensdauer gelesen und zwei Jahre halten die locker. Wirtschaftlich kann sich ein Austausch natürlich trotzdem lohnen.