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Goldpreis zurück über $ 1.500 – Das sind die Gründe!

Im Zuge schwacher US-Wirtschaftsdaten und unter dem Eindruck einer Verschärfung des internationalen Handelskrieges kletterte der Goldpreis erneut über die Marke von 1.500 US-Dollar pro Unze.

Goldpreis, Gold, Bulle (Foto: Goldreporter)

Der Goldpreis steigt, der Bulle ist wieder in seinem Element … vorläufig (Foto: Goldreporter)

Goldpreis zurück über 1.500 US-Dollar

Der Goldpreis vollzog in den vergangenen Handelsstunden eine wilde Fahrt und kletterte erneut über die Marke von 1.500 US-Dollar pro Unze. Vergangene Woche hatte das Edelmetall wieder einen Konsolidierungskurs eingeschlagen. Am Montag war im FOREX-Handel ein Tagesstief von 1.464 US-Dollar erreicht worden. Am Terminmarkt stellten Short-Seller verstärkt Positionen glatt. Der Open Interest im amerikanischen Gold-Futures-Handel sank an ein diesem Tag um 4 Prozent auf 604.885 Kontrakte.

US-Konjunktur schwächelt

Dann kamen reihenweise schwache Konjunkturdaten aus den USA. Der ISM-Einkaufsmanager-Index ging sowohl für das verarbeitende Gewerbe (Dienstag) als auch für den Dienstleistungssektor (heute) unerwartet stark zurück. Der Jobbericht des privaten US-Arbeitsvermittlers ADP fiel mit 135.000 im September neu geschaffenen Stellen ebenfalls schlechter aus als erwartet. Erschwerend kam hinzu, dass die Vormonatszahlen deutlich nach unten revidiert wurden (von ursprünglich +195.000 auf nur noch +157.000 Stellen).

Handelskrieg weitet sich aus

Und am heutigen Donnerstag kündigte die Trump-Administration auch noch Strafzölle gegen die EU an. Damit trüben sich die Konjunkturaussichten weiter ein. Das alles bescherte dem Goldpreis erneut Rückenwind. Am frühen Abend um 17:45 Uhr kostete die Feinunze Gold wieder 1.510 US-Dollar. Das entsprach 1.373 Euro. Im Tagesverlauf hatte der Goldpreis schon knapp 1.520 US-Dollar erreicht. Silber wurde zu 17,65 US-Dollar pro Unze gehandelt (+0,52 %), umgerechnet 16,06 Euro.

Gold, Goldpreis, Goldchart

Goldpreis in US-Dollar (FOREX) am 03.10.2019, 17:45 Uhr. Wilde Fahrt nach 15:30 Uhr (Quelle: GodmodeTrader).

Ausblick

Am morgigen Freitag steht noch die Bekanntgabe der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Monat September an. Außerdem wird die US-amerikanische Handelsbilanz (Importe/Exporte) für den Monat August veröffentlicht. Hintergrund: Schwache Wirtschaftsdaten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer noch expansiveren Geldpolitik. Die Aussichten auf eine noch größere Kreditgeld-Schwemme lässt den Goldpreis gegenüber dem „Fiat Money“ (US-Dollar, Euro) aufwerten.

Goldreporter

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Eingetragen von am 3. Okt. 2019. gespeichert unter Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

27 Kommentare für “Goldpreis zurück über $ 1.500 – Das sind die Gründe!”

  1. Spielt für mich alles nur eine untergeordnete Rolle. Mit Gold oder auch allgemein mit Edelmetallen ist es wie mit der Schwerkraft – Sie gewinnen immer!!!

    Ob das Finanzcasino unter Führung der Zentralbanken in 4 Jahren in einer Supernova untergeht, oder in 8 Jahren in einer Hypernova, ist mir Jacke wie Hose. Entscheidend ist doch nur, dass Sie untergehen werden.

    Umso länger dieser Kampf dauert, umso mehr Menschen werden im Nachgang erfahren und begreifen, dass Edelmetalle das wahre Geld sind und Fundament jeder Altersvorsorge sein sollte.

    • @ldt
      Sehr richtig ! Der Punkt ist jedoch, dass man überhaupt keine andere Wahl hat, als auf die Edelmetalle zu setzen. Wie seit 5.000 Jahren.
      Eigentlich ein Witz in der heutigen Zeit.
      Wegen der verdammten Dummheit der Obrigkeiten.

      • @ renegade

        Vollkommen richtig! Und deshalb wird die Altersvorsorge meiner Kinder und mittlerweile Enkel immer mindestens zu 50% aus Edelmetallen bestehen. Einem auf Fiat-Geld basierendem System würde niemand aus meiner Familie auch nur einen rostigen Nagel anvertrauen, geschweige denn die Altersvorsorge. Also in meiner Familie ist noch nicht alles verloren. Keine Bonds, keine Riester, keine Rürup, keine Betriebsrente. Momentan auch keine Aktien und physische ETFs. Nur Edelmetalle und Liquidität.

        Im Nachgang der nächsten Supernova des Finanzcasinos werden dann für 50% der verfügbaren Liquidität Qualitätsaktien: z. B. Nvidia, Nestlé, Beiersdorf und Apple zum Schnäppchenpreis gekauft. Das ergibt nach wenigen Jahren eine gute Rendite um wieder viele Unzen Edelmetall zu kaufen: egal zu welchem Preis – sind ja Gewinne.

        Es schadet ja nicht, auf dem Weg zur Supernova, die Schwerkraft (das Edelmetall) tatkräftig zu unterstützen und es schadet natürlich auch nicht, den Niedergang gewisser Finanzkreise damit zu beschleunigen, indem man sich ihr System zu Nutze macht. Kostet zwar Zeit, aber es lohnt sich.

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  3. Wolfgang Schneider

    @renegade
    https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/vermoegen-gebt-10-000-euro-jedem-buerger-a-1289654.html
    Was würdest Du mit den 10.000 € anstellen? Gold kaufen und es danach im Meer in einem Wrack verstecken?

    • @ws
      Klar würde ich das tun.
      Wenn nun die Shortseller mitspielen.
      Oder der Staat schenkt mir gleich 10 Philis.
      Das wäre noch einfacher.

      • Wolfgang Schneider

        Renegade
        Ich muß Dir mal was sagen. Ich liebe und bewundere Dich.
        Für Deine offene, ehrliche, direkte Art.
        P.S.: Deswegen ist mir auch der Trump sympathisch.
        Der ist auf seine Art ehrlich und schauspielert nicht.

  4. Klapperschlange

    Heute gibt es zwei Termine, die den Goldpreis bewegen:

    14:30 Uhr, und 20:00 Uhr

    US-Arbeitsmarktzahlen vom September:

    Die Daten werden um 14:30 Uhr (unserer Zeit) veröffentlicht. Wenn sich die Fed im „datenabhängigen Modus“ befindet, sollte auch beachtet werden, dass der Fed-Vorsitzende Powell um 20:00 Uhr eine Stellungnahme abgibt (am Freitagabend ? – aber hallo! Die Fed kennt natürlich die Zahlen vom Nachmittag. Muß Powell etwa vor dem WE die Märkte beruhigen? )

    Die gestrige Reaktion des Marktes auf die düsteren „ISM-Service-Zahlen“ (dessen Beschäftigungsindex darauf hindeutet, dass möglicherweise die ersten Arbeitsmarktzahlen unter NULL seit September 2009 veröffentlicht werden) war aussagekräftig:
    die Wallstreet „vertikutiert“ schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft … in… gute Nachrichten, weil die Chancen auf noch billigeres FED-Fiat-Money steigen.

    Heutige Zahlen vom Arbeitsmarkt (Konsens):

    – erwartet werden 148.000 neue Jobs im September
    – „Whistleblower“ ziehen die Augenbraue hoch und rechnen nur noch mit höchstens 100.000 neuen Jobs (hallo, Goldpreis !)
    – eine höhere Zahl als 148k dürfte die Wallstreet (und Goldkäfer) enttäuschen, weil die Chancen weiterer Zinssenkungen für 2019 fallen.

    • Fleißige @ Klapperschlange
      Danke für die Info am Morgen spart echt Zeit.
      MfG

    • Wolfgang Schneider

      @Klapperschlange
      https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/donald-trump-frankreich-droht-mit-vergeltung-a-1289867.html
      Wohin auch das Auge blicket – ringsherum nur gute Nachrichten. Natürlich müssen die Indizes steigen. Was sonst? Am Ende lerne ich als doofer Ossi nach 30 Jahren doch noch, wie die „freie Marktwirtschaft“ funktioniert.

      • Klapperschlange

        @Wolfgang aus dem Schneider

        Der DOW-Index fällt 1300 Punkte?
        Kein Problem – Steven Mnuchin (US-Finmin.) ruft schnell nach 1 Mikro und trällert:
        Wir werden noch im Oktober die Handelsgespräche mit China aufnehmen.“
        Der DOW-Index steigt 1000 Punkte.

        2 Tage später:
        Der S&P500-Index fällt 800 Punkte!
        „Null Problemo“- Donald Trump twittert (at night, of course), ER hätte seinen Amtskollegen Xi angerufen, – die Gespräche mit China werden fortgesetzt.
        Der S&P500-Index steigt 666 Punkte!

        Noch am selben Tag berichtet die chinesische Staatspresse, es hätte keine Tel.-Kontakte mit dem Weißen Haus gegeben,
        der S&P500-Index fällt (verwirrt um…) 555 Punkte!

        Der Goldpreis durchbricht überraschend die „Egon von Greyerz-Maginot-Linie “ von $1350,- USD,
        und schon meldet Reuters (i.A. der FED ?), daß

        „China die Goldimporte seit Mai im Vergleich zum Vorjahr um etwa 300 bis 500 Tonnen stark eingeschränkt hat, teilten [anonyme ! (Anm. der Red.)] Quellen der Goldindustrie Reuters mit direkter Kenntnis der Angelegenheit mit.“

        Der Goldpreis fällt um $68,- USD.

        So geht „Marktwirtschaft“ heute!
        Also weg mit den veralteten BWL-„Leerbüchern“,
        „Angebot & Nachfrage“ gilt schon lange nicht mehr.

        PS:
        „Wissenschaftlern des „Moritz Plonk-Institutes“ auf dem Doppelsternsystem „Proxima Centauri“ soll es gelungen sein, Gold
        künstlich herzustellen:

        „Die Forscher haben billiges Kupfer mit einem Strahl an heißem, elektrisch geladenem Argon beschossen. Die Partikel schlugen dabei Kupferatome ab, die als dünne Sandschicht in einem Sammelbehälter landeten. Bei anschließenden Untersuchungen wurde festgestellt, dass sich das entstandene Material wie Gold verhält…

        Der Goldpreis …fällt um $1497,- USD.

      • @Translator

        Was bei Immanuel Kant 1781 noch „Kritik der reinen Vernunft“ hieß, bedarf heute eben einer gewissen Aktualisierung: Ich schlage „Kritik der zynischen Vernunft“ vor. Wobei es hier natürlich nur um marktwirtschaftlichen Zynismus gehen kann.

        – Werden vieltausendfach Arbeiter und Angestelle „freigesetzt“, setzt das an den Finanzmärkten nolens volens Kursfantasien frei.
        – Schmiert die Wirtschaft ab, sorgt das für Schmierstoff bei denjenigen, die auf frisches Fed-Fiat-Money angewiesen sind.
        – Für den Spekulatius, der auf fallende Kurse wettet, ist die Schrumpfung ein Labsal.

        Den Akteuren kann man das nur schwer zum Vorwurf machen, handeln sie doch nur gemäß der spezifischen System-Rationalität. Aber es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, die Option auf AUSSTIEG zu prüfen.

        „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“
        I.K.

        • Wolfgang Schneider

          @Thanatos
          “Wer sein eigenes Interesse verfolgt, befördert das der Gesamtgesellschaft häufig wirkungsvoller, als wenn er wirklich beabsichtigt, es zu fördern. Ich habe nie erlebt, daß viel Gutes von denen erreicht wurde, die vorgaben, für das öffentliche Wohl zu handeln.”
          Adam Smith (“Wohlstand der Nationen”, 1776)

          • @Translator

            Da hatte der natürlich völlig Recht der Adam Smith. Wenn Jeder nur an sich denkt ist schließlich an alle gedacht, das ist doch logisch.

            Von der Wiege bis zur Bahre, für die Villen, Paläste und Yachten seiner Herrschafft zu malochen, ist der innigste Wunsch all Jener, die Ihrem Slavendasein eine höhere religiöse Weihe verleihen.

            Wer hingegen von fremder Leute Schweiß ein Luxusleben führt, ohne selbst zu arbeiten, kann sich trotz seines Schmarotzerlebens, immer noch einreden ein gottgefälliges Werk zu tun, indem er unermüdlich Arbeitsplätze schafft.

            Diese famosen Ideen den Malochenden zu vermitteln gibt es ARD und ZDF, RTL,SAT1, die BLÖD-Zeitung, das Dschungelcamp die Super-Illu, das IFO Institut, die Professoren Sinn, Miegel, Straubhaar und all die anderen Experten, aber auch die sogenannten seriösen Medien wie z.B. N-TV oder der Spiegel. Denn bekanntlich wird die BLÖD-Zeitung von Lieschen Meier und der SPIEGEL von Dr.Lieschen Meier gelesen.

            Und so kommt es, dass die herrschenden Gedanken, nichts Anderes als die Gedanken der Herrschenden sind.

            Was der Adam Smith auch immer sich da eingeredet hat,so ich habe noch nie erlebt, dass der brutalstmögliche Egoismus einer Weniger, zum Wohlstand für Alle ( Ludwig Ehrhardt ) geführt hat.

            • Wolfgang Schneider

              @Krösus
              Ich hatte Dich schon vermißt.
              Aber mal ernsthaft. Ich hatte des Zitat des Jeremia im Sinn, der sagte: Darum hütet euch vor den falschen Propheten, die da rufen, „Hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel.“ Sollte in Amerika wirklich ein (männlicher oder weiblicher) Sozialist Trump beerben, so wird man ihn/sie nur deshalb gewähren lassen, weil das System ohnehin kaputt und unrettbar verloren ist, weil er/sie dann, egal was er/sie unternimmt, das System zerlegt, woraufhin man eine Dolchstoß-Legende hat für einen Reset-Versuch.

            • @Krösus

              Der Staat muss immer dort SCHADENSBEGRENZUNG betreiben, wo der Markt von der Leine gelassen wurde.
              Schon alleine die zwei Jahrzehnte Neoliberalismus und Deregulierung, die erst die Banken-Exzesse ermöglicht haben, führen doch die Invisible Hand eines Adam Smith für jeden sichtbar ad absurdum.

              Krösus, auch ich hab mir Sorgen gemacht. Lass Dich nicht durch den exzessiv rasenmähenden Nachbarn aus dem Konzept bringen!

  5. Klapperschlange

    @WS

    Müssen wir uns um Wladimir Sorgen machen?

    “Der größte russische Ölkonzern Rosneft hat den Euro (statt US-Dollar) als Standardwährung für alle neuen Exporte von Rohöl und raffinierten Produkten festgelegt, da der staatlich kontrollierte Riese möglichst viele Verkäufe von US-Dollar auf Euro umstellen will, um weitere US-Sanktionen zu umgehen.“

    Ohh, Jeeze!

    Weiß Putin (nicht mehr), wie es Ghaddafi und Saddam ergangen ist, als diese Dasselbe ankündigten?

  6. „Deutscher Goldhändler pleite: Es dürfte Jahre dauern, bis Anleger Geld kriegen.“

    04.10.2019
    https://www.focus.de/finanzen/boerse/gold/goldhaendler-pleite-insolvenzverwalter-macht-anlegern-wenig-hoffnung_id_11205584.html

    Es genügt eben nicht nur Gold zu kaufen sondern es auch vor möglichem Verlust (in dem Fall wohl möglichem Betrug) zu schützen. Lieber im Garten vergraben oder in der Wohnung unter Putz deponieren.

  7. Wolfgang Schneider

    https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20191004325812040-palladiumpreis-russland-dieselgate/
    Wer hatte das auf dem Bildschirm? Greta ist wohl Putins Agentin!

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