Goldreserven weltweit: Polen kauft kräftig zu – weitere große Käufer am Markt

Polen setzt seine Goldkäufe mit hohem Tempo fort und rückt im internationalen Ranking weiter nach oben. Auch China, Usbekistan und Kasachstan haben ihre Goldreserven zuletzt aufgestockt.

Goldbarren in einem Tresor als Symbol für die weltweiten Goldreserven der Zentralbanken
Die weltweiten offiziellen Goldreserven sind im August 2026 weiter gestiegen. Vor allem Polen, China und weitere Zentralbanken in Vorderasien stockten ihre Bestände auf.

Polen kauft weitere 18,5 Tonnen Gold

Der World Gold Council hat neue Zahlen zu den weltweiten Goldreserven veröffentlicht. Demnach gehört Polen erneut zu den größten staatlichen Goldkäufern. Die polnische Zentralbank stockte ihre Bestände zuletzt um weitere 18,5 Tonnen auf.

Damit verfügt Polen nun über 632,4 Tonnen Gold. Nachdem das Land bereits im Vormonat die Niederlande überholt hatte, festigt Polen damit Platz 10 der weltweiten Rangliste. Die Niederlande folgen mit unverändert 612,5 Tonnen auf Rang 11.

Polen zählt seit Jahren zu den aktivsten Goldkäufern Europas. Die Nationalbank verfolgt das erklärte Ziel, den Goldanteil an den Währungsreserven deutlich zu erhöhen.

China stockt Goldreserven weiter auf

Auch China setzte seine systematischen Goldkäufe fort. Die offiziellen chinesischen Goldreserven stiegen laut den aktuellen WGC-Daten um 14,9 Tonnen auf 2.345,4 Tonnen. Das entsprach dem größten chinesischen Goldkauf seit 2023.

Damit liegt China weiterhin auf Platz 5 der größten staatlichen Goldhalter und baut seinen Vorsprung gegenüber Russland deutlich aus.

Russland meldete zuletzt einen Rückgang seiner Bestände um 9,3 Tonnen auf 2.283 Tonnen. Der Abstand zwischen China und Russland ist damit auf rund 62 Tonnen angewachsen.

Mehr dazu: Internationale Goldbestände – neueste Entwicklungen, aktuelle Übersicht nach Ländern.

Bedeutende Bestandsänderungen

Neben Polen und China gab es laut den jüngsten Daten auch bei einer Reihe weiterer Zentralbanken Veränderungen. Zu den wichtigsten Käufen und Verkäufen zählen:

  • Polen: +18,5 Tonnen
  • China: +14,9 Tonnen
  • Singapur: +10,1 Tonnen
  • Usbekistan: +8,7 Tonnen
  • Kasachstan: +7,2 Tonnen
  • Jordanien: +3,1 Tonnen
  • Tschechien: +1,6 Tonnen
  • Ghana: +0,7 Tonnen
  • Georgien: +0,7 Tonnen
  • Ägypten: +0,2 Tonnen
  • Österreich: +0,1 Tonnen
  • Mexiko: −0,1 Tonnen
  • Türkei: −4,8 Tonnen
  • Russland: −9,3 Tonnen

Damit gehören Polen, China, Singapur, Usbekistan und Kasachstan zu den bedeutendsten Käufern der aktuellen Meldung.

Tschechien kauft kontinuierlich Gold

Bemerkenswert bleibt auch die Entwicklung in Tschechien. Die tschechische Zentralbank erhöhte ihre Goldreserven zuletzt um weitere 1,6 Tonnen auf 72,4 Tonnen.

Dabei handelt es sich nicht um einen einmaligen größeren Kauf. Tschechien baut seine Goldbestände seit Monaten kontinuierlich in kleineren Portionen aus. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate kamen insgesamt 20,5 Tonnen hinzu.

Damit setzt die tschechische Notenbank ihre langfristige Strategie zur stärkeren Diversifizierung ihrer Währungsreserven fort.

Weltweite Goldreserven im August 2026 – Top-20-Rangliste
Weltweite Goldreserven im August 2026 – Top-20-Rangliste

Türkei reduziert Goldreserven erneut

Die Türkei meldet dagegen erneut einen Rückgang. Laut den aktuellen WGC-Daten sanken die Goldreserven um 4,8 Tonnen auf 530,6 Tonnen. Das Land belegt damit weiterhin Platz 12 der weltweiten Rangliste.

Die türkischen Goldbestände schwanken vergleichsweise stark, die staatlichen Goldreserven blieben aber in den vergangenen Monaten relativ konstant. Neben Transaktionen der Zentralbank können dabei auch Besonderheiten des türkischen Reservesystems eine Rolle spielen.

Ranglistenspitze unverändert

An der Spitze der Rangliste gibt es keine Veränderungen. Die USA bleiben mit 8.133,5 Tonnen mit großem Abstand der weltweit größte staatliche Goldhalter. Dahinter folgen Deutschland mit 3.349,5 Tonnen, Italien mit 2.451,8 Tonnen und Frankreich mit 2.437 Tonnen.

China folgt mit 2.345,4 Tonnen auf Platz 5 vor Russland mit 2.283 Tonnen. Indien hält mit 880,5 Tonnen Rang 8, Japan kommt mit 846 Tonnen auf Platz 9.

Polen hat mit nun 632,4 Tonnen Platz 10 weiter gefestigt.

Die gesamten offiziellen weltweiten Goldreserven beziffert der World Gold Council aktuell auf 36.705,4 Tonnen. Das sind 40,9 Tonnen mehr als im Vormonat.

Allerdings veröffentlichen einige Staaten ihre Goldbestände gar nicht oder nur unregelmäßig. Deshalb bilden auch die WGC-Zahlen nicht sämtliche staatlichen Goldbestände weltweit vollständig ab.

Die Angaben des World Gold Council basieren auf offiziellen Ländermeldungen und Daten des International Monetary Fund. Stand der vorliegenden Übersicht ist der 4. August 2026.

Alle aktuellen Bestände finden Sie in der vollständigen WGC-Tabelle.

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5 Kommentare

  1. Es hat nun nicht unbedingt mit dem Goldkauf von Polen zu tun,aber es ist immer das gleiche Szenario,wenn Gold stark steigt und das über einige Tage,dann wird nachgekauft.Es war kurzzeitig ruhig um Gold und Silber geworden und da gönnte ich mir etwas Silber.Nun steigen die Kurse und viele,nicht alle,wollen teuer kaufen und tun das…..
    Das Geld wird ja tendenziell wertloser,weil man eben immer mehr davon hinlegen muss,um bestimmte Artikel zu kaufen und die Gesamtteuerung entspricht nicht der Einkommenssteigerung von Arbeitnehmern und erst recht nicht von Rentnern! Die Versteuerung der Renten und die CO2 Steuer sollten gleich weg und dann auch Kita frei in allen Bundesländern …
    Wenn man jetzt teurer Gold nachkauft ,sollte das dennoch für die Zukunft eine gewisse Bank der Sicherheit der investierten Arbeitskraft für Fiatgeld sein.Nur Sparpläne halte ich nicht für richtig, die neue Altersvorsorge ab 2027 sollte auch weiter das alte und neue Investitionsgold in physischer Form beinhalten.

  2. Ich persönlich halte das nur für eine kurzfristige Erholung auf 4600- 4700.- usd bevor es zur finale Abwärtswelle kommt Richtung 3800.- vielleicht noch 3600.-usd, obwohl 3600.- erachte ich nicht mehr als zwingend an. Denn Die vielen Stop/los unter 4000-3954.- werden sicher nochmals abgeschüttelt.
    Grüße aus dem heißen Wien

    • @Ukunda
      Abschütteln von Stop loss müssen sehr schnell geschehen. Denn einer kann die ja jederzeit auflösen oder nachziehen. Keiner hält die in so einem Umfeld länger als 2 Wochen.

    • @Ukunda
      Vor 2 Jahren stand der Goldpreis noch bei 2400 Dollar.
      Derzeit bei 4300 Dollar.
      Daher weiter voller Zuversicht zum nächsten Wellensurfen.

  3. @ Ukunda Das mit dem Ukunda Tief hören wir seit gefühlt 10 Jahren.Währenddessen stieg der Kurs von 2 auf 4 Tausend. Auch aus dem angekündigten Dollarverfall ist nichts geworden ,Dollar und Euro werten einträchtig gemeinsam ab. Daran wird sich auch GARANTIER michts ändern so lange die betreffenden Länder von narzistischen Schuldenbaronen regiert werden.Zum Jahresende tippe ich in Dollar eher auf 5000 als auf 4500 als auf 3600 Euro.

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