China und Polen kaufen weiter Gold. Auch Tschechien stockt erneut auf. Während Russlands Goldreserven sinken, zeigt sich in der Türkei eine auffällige Entwicklung.

China kauft weitere 19,9 Tonnen Gold
Der World Gold Council hat seine Übersicht zu den weltweiten Goldreserven aktualisiert. Dabei steht China erneut weit oben auf der Käuferliste. Die offiziellen chinesischen Goldreserven stiegen gegenüber dem Vormonat um 19,9 Tonnen auf 2.366,3 Tonnen.
Damit bleibt China auf Platz 5 der weltweiten Rangliste. Gleichzeitig vergrößert sich der Abstand zu Russland. Denn die russischen Goldreserven gingen erneut zurück – diesmal um 6,2 Tonnen auf 2.276,8 Tonnen. China besitzt damit inzwischen rund 90 Tonnen mehr Gold als Russland.
Mehr dazu: China kauft noch mehr Gold – stärkster Zuwachs seit Oktober 2023
Polen stockt Goldreserven erneut auf
Auch Polen setzt seine Goldkäufe fort. Die polnische Zentralbank erhöhte ihre Bestände um weitere 7,8 Tonnen auf 640,2 Tonnen.
Damit festigt Polen Platz 10 der weltweiten Rangliste. Die Niederlande folgen mit unverändert 612,5 Tonnen auf Rang 11.
Polen zählt seit Jahren zu den aktivsten Goldkäufern Europas. Zuletzt hatte die Nationalbank das Tempo noch einmal erhöht. Bereits im Vormonat waren 18,5 Tonnen hinzugekommen.
Bedeutende Bestandsänderungen
Neben China und Polen weist die aktuelle WGC-Statistik einige weitere Veränderungen aus. Die wichtigsten Zu- und Abgänge gegenüber dem Vormonat:
- China: +19,9 Tonnen
- Polen: +7,8 Tonnen
- Tschechien: +1,7 Tonnen
- Kasachstan: +1,4 Tonnen
- Irak: +1,0 Tonnen
- Katar: +1,0 Tonnen
- Usbekistan: -0,9 Tonnen
- TĂĽrkei: -1,4 Tonnen
- Russland: -6,2 Tonnen
AuĂźerdem reduzierte Singapur seine Goldreserven geringfĂĽgig um 0,2 Tonnen. Hier die komplette WGC-Liste.
Tschechien kauft Monat fĂĽr Monat Gold
Bemerkenswert bleibt die Entwicklung in Tschechien. Die tschechische Zentralbank stockte ihre Goldreserven erneut auf – diesmal um rund 1,7 Tonnen. Dabei handelt es sich weiterhin nicht um einzelne große Käufe. Vielmehr baut die Notenbank ihren Goldbestand Monat für Monat in vergleichsweise kleinen Schritten aus.
In den vergangenen zwölf Monaten kamen auf diese Weise 20,5 Tonnen Gold hinzu. Tschechien gehört damit zu den konstantesten Goldkäufern unter den europäischen Zentralbanken.
Türkei: Staatliches Gold sinkt – Gesamtbestand steigt kräftig
Bei der TĂĽrkei ergibt sich dagegen ein zweigeteiltes Bild. Die offiziellen staatlichen Goldreserven gingen um 1,4 Tonnen auf 529,2 Tonnen zurĂĽck.
Das allein beschreibt die Entwicklung allerdings nur teilweise. Denn die gesamten bei der türkischen Zentralbank gehaltenen Goldbestände nahmen gleichzeitig um rund 42 Tonnen zu. Dazu zählt auch Gold, das Geschäftsbanken bei der Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası (TCMB) hinterlegen.
Deshalb können sich die staatlichen Goldreserven und die gesamten Goldbestände bei der TCMB deutlich unterschiedlich entwickeln. Der jüngste Anstieg um 42 Tonnen ist also nicht mit einem entsprechenden Goldkauf der türkischen Zentralbank gleichzusetzen.
Mehr dazu: Goldreserven der TĂĽrkei steigen um 42 Tonnen
Russland verkauft erneut Gold
Russland meldet derweil einen weiteren RĂĽckgang seiner Goldreserven. Der Bestand sank um 6,2 Tonnen auf 2.276,8 Tonnen.
Bereits in der vorherigen WGC-Meldung waren die russischen Reserven um 9,3 Tonnen zurĂĽckgegangen. Damit summiert sich der Abbau innerhalb von zwei Berichtsmonaten auf 15,5 Tonnen.
Während China seinen Bestand weiter erhöht, laufen die Entwicklungen der beiden großen Goldhalter damit derzeit deutlich auseinander.
Mehr dazu: Russlands Goldreserven sinken weiter – 50 Tonnen seit Januar abgebaut
Goldreserven: Ranglistenspitze unverändert
An der Spitze der Rangliste gibt es keine Veränderungen. Die USA bleiben mit 8.133,5 Tonnen und großem Abstand der weltweit größte staatliche Goldhalter. Dahinter folgen Deutschland mit 3.349,5 Tonnen, Italien mit 2.451,8 Tonnen und Frankreich mit 2.437 Tonnen.
China kommt mit nun 2.366,3 Tonnen auf Platz 5 vor Russland mit 2.276,8 Tonnen. Die Schweiz hält 1.039,9 Tonnen. Indien folgt mit 880,5 Tonnen vor Japan mit 846 Tonnen. Polen hat mit 640,2 Tonnen seinen zehnten Rang weiter gefestigt.
Die gesamten offiziellen weltweiten Goldreserven beziffert der World Gold Council aktuell auf 36.829,3 Tonnen. Das sind 123,9 Tonnen mehr als im Vormonat.
Allerdings veröffentlichen einige Staaten ihre Goldbestände gar nicht oder nur unregelmäßig. Deshalb bilden auch die WGC-Zahlen nicht sämtliche staatlichen Goldbestände weltweit vollständig ab.
Die Angaben des World Gold Council basieren auf offiziellen Ländermeldungen und Daten des International Monetary Fund. Stand der vorliegenden Übersicht ist der 3. September 2026.
Mehr dazu: Internationale Goldreserven – neueste Entwicklungen, aktuelle Übersicht nach Ländern



Warum kaufen all diese Länder Gold und diversifizieren nicht breit gestreut in Aktien, Immobilien, zinsträchtigen Anleihen und von mir aus auch Bitcoins.?
Gold solte doch maximal mit 5% beigemischt werden.
Aber so investiert man in Gold, welches doch seit Bretton Woods kein sicherer Hafen mehr ist, sondern ein Risiko Asset.
Kommt der erste Fusions Reaktor ans Netz, produziert jeder davon Tonnen von Gold as Nebenprodukt.
„ Das US-Energie-Start-up Marathon Fusion stellte ein Konzept vor, das diesen Prozess durch Kernfusion wirtschaftlich machen soll:
Der Trick mit schnellen Neutronen: In zukĂĽnftigen Fusionskraftwerken entstehen extrem energiereiche, „schnelle“ Neutronen.
Wenn diese schnellen Neutronen auf das weitaus häufigere Isotop Quecksilber-198 treffen, schlagen sie ein Neutron heraus (eine sogenannte (n, 2n)-Reaktion).
Dadurch schrumpft das Quecksilber-198 direkt zu Quecksilber-197. Dieses wandelt sich wiederum durch radioaktiven Zerfall (Elektroneneinfang) in echtes Gold-197 um.
Das Potenzial: Laut den Berechnungen des Start-ups könnte ein einziges groĂźes Fusionskraftwerk als Abfallprodukt“ der Stromerzeugung mehrere Tonnen Gold pro Jahr produzieren“
Ja, will man den die eigene Nation ruinieren, indem man Gold hortet ?
Man kann es nicht essen und Zinsen bringt es auch keine.
Und bald wird es in China, wie Diamanten produziert und ĂĽber Shein und Alibaba zum Schrottpreis verscherbelt.
Fazit: Verkauft euer Gold, bevor es nichts mehr dafĂĽr gibt.
Weg mit dem Zeugs. Toto holt es zum Sonderpreis ab und etsorgt das Schwermetall fachgerecht mit amtlicher Entsorgungs Bescheinigun.
Siehst du da wirklich eine Gefahr, dass es kĂĽnstlich hergestellt wird?
@Frage
Technisch wäre es möglich. Allerdings gibt es Haken:
Ein funktionierender Reaktor wäre bestenfalls in 100 Jahren verfügbar. Das erzeugte Gold ist radioaktiv und muss 20 Jahre abstrahlen, bis man es verkaufen kann, mit der Bemerkung abgestrahltes Gold. ( wie depletet Uran).
Aber ehrlich, fĂĽr die DrĂĽckeberger ist das doch ein willkommener Bericht.
Und so bin ich gespannt, wieviel Tonnen man heute Nachmittag wirft. Nicht bestrahltes Gold noch.
Umgekehrt gehts auch, Gold mit Neutronen bestrahlen und es wandelt sich in Quecksilber um.
Das ist jetzt schon problemlos möglich.
Siehe Auric Goldfinger in james Bond.
Bestrahlt man Gold mit Neutronen, zerfällt es relativ schnell zu Quecksilber und das ist viel billiger, Auch für die FED und Banken und rinnt alleine vom Balkon
Fragen Sie einfach die AI, die erklären wie es geht.
Denn Gold ist eigentlich ein Isotop (207), welches stabil ist wie Blei 206.
Ich werde aufmerksam und in Ruhe interessiert beobachten, an welchem Tag zukünftig die ersten Tonnen Gold auf diese Weise tatsächlich hergestellt sein werden.
@Frage
Wer @maruti kennt weiĂź, das in seinen Kommentaren meistens ein “ klein wenig“ Ironie steckt
@Fritzthecat
Anzumerken, umgekehrt gehts einfacher.
Bestrahlt man Gold mit Neutronen, zerfällt es in Quecksilber.
( Die Auric Goldfinger Methode in Fort Knox).
Also, Vorsicht wegen der Höhenstrahlung im Flieger. So mancher „Gold sicher über die Grenze bringer“, könnte sich wundern, statt fester Vrenelli flüssige silbrige Vrenelli zu erhalten. Und im Flieger sind Flüssigkeiten wie Quecksilber ohne Umhüllung nicht erlaubt.