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Greenspan: Goldpreis steigt auf Suche nach harten Finanzmitteln

Gold, Goldpreis, Greenspan

Der 93-jährige, ehemalige Fed-Präsident im Interview mit CNBC: Die alternde Gesellschaft stütze auch den Goldpreis.

Negative Zinsen, steigender Goldpreis, eine Rezession in den USA? Der ehemalige Fed-Präsident Alan Greenspan schildert gegenüber CNBC seine Einschätzung der aktuellen Entwicklungen auf den Finanzmärkten.  

Wohlstandseffekt steigender Aktien

Der amerikanische TV-Sender CNBC hat den mittlerweile legendären ehemaligen Fed-Präsidenten Alan Greenspan zu den Rezessionsgefahren in den USA befragt. Der heute 93-jährige war von 1987 bis 2006 Chef der US-Notenbank. Er vertritt die Ansicht, dass die Aktienmärkte eine entscheidende Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung spielen. „Wir unterschätzen den Wohlstands-Effekt auf die Wirtschaft“, sagt Greenspan. Sprich: Wenn die Kurse fallen, fühlen sich die Amerikaner buchstäblich ärmer und konsumieren weniger. Ein 10-prozentiger Anstieg des S&P 500 habe seiner Einschätzung nach einen 1-prozentigen Wachstums-Effekt auf die US-Wirtschaft. Kein Wunder also, dass Geldpolitiker quasi alles tun, um Aktionäre bei Laune zu halten.

Alternde Gesellschaft, steigender Goldpreis

Für die stark gefallenen Zinsen macht er auch eine zunehmend alternde Gesellschaft verantwortlich. Auch für die USA erwartet er negative Zinsen. Die US-Wirtschaft hänge durch. Der Entwicklung 30-jähriger Staatsanleihen misst er starke Aussagekraft zu, aber auch dem Goldpreis. „Dass der Goldpreis so stark gestiegen ist, auf 1.500 US-Dollar pro Unze, sagt uns, dass die Menschen nach harten Finanzmitteln suchen, von denen sie wissen, dass sie auch noch in 20 oder 30 Jahren einen Wert haben. Sie wollen sicherstellen, dass sie mit zunehmendem Alter noch über Finanzmittel verfügen, um sich über Wasser zu halten“. Diese fundamentale Kraft treibe die Märkte derzeit an – neben Gold, eben auch Anleihen, deren Kurse ebenfalls stark gestiegen seien. Wie weit das noch gehen könne, wisse niemand, so Greenspan.

Greenspan und das Gold

Noch vor seiner Amtszeit als Fed-Präsident veröffentlichte Alan Greenspan 1966 einen interessanten Aufsatz mit dem Titel „Gold und wirtschaftliche Freiheit“. Daraus stammt unter anderem der legendäre Satz: „Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Dann gibt es kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel“. Mehr dazu hier: Mit dem Goldstandard zurück zu ökonomischer Freiheit

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Eingetragen von am 9. Sep. 2019. gespeichert unter Gold, Goldpreis, Konjunktur, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

38 Kommentare für “Greenspan: Goldpreis steigt auf Suche nach harten Finanzmitteln”

  1. Woher stammt die Redensart „Die Ratten verlassen das sinkende Schiff?“

    (Guckst Du hier.)

    Dieses Phänomen läßt sich gerade bei Deutschlands viertgrößter Bank beobachten:

    (Dann guckst Du mal hier.)

  2. Krasse Fehleinschätzung von Greenspan bzw. Betätigung als Nebelkerzenwerfer. Jetzt liegt die „Verantwortung“ für den Anstieg des Goldpreises bei den Geronten oder was? Und die Niedrigzinsen gleich auch? Das hat rein gar nichts mit mit der eingebauten Kernschmelze des Zinseszinssystems auf Papiergeldbasis zu tun? Na dann …

    • @liebesprediger
      Man muss ein wenig zwischen den Zeilen lesen.
      Greenspan hatt nichts weiter gedagt, als jahrtausendaltes Wissen weitergegeben und nicht etwa die Katze aus dem Sack gelassen.
      Und das bewahrheitet sich nun wieder.
      Welche Möglichkeiten der Ersparnissicherung werden Sie haben, wenn Negativzinsen, hortende Bankgebühren und Bargeldabschaffung über Sie hereinbrechen ?
      Meinen Sie, dass dann der Staat den Goldpreis in bezug zum Fiatmoney noch wird manipulieren können ?
      Das einzige, was dem Staat nich bliebe, wäre ein umfassendes und absolutes Goldverbot. Besitz, Weitergabe und Handel umfassend.
      Nur, das zeigt die Geschichte, ist das zwar zu beschliessen, aber niemals durchzusetzen oder zu kontrollieren.
      Man kann nicht hinter jeden Bürger einen Soldaten mit einer Pistole stellen, wusste schon Stalin

      • @renegade

        Ich würde trotzdem nicht ausschliessen, dass die Mächte ein Goldbesitzverbot beschliessen. Die Idioten beschliessen ja auch eine Vermögenssteuer oder eine Mietpreisbremse und negatvie Zinsen obwohl doch offensichtlich ist, dass das nicht viel bringt.

        • @Stillhalter

          Ein weltweites Goldbesitz-/Goldhandels-Verbot würde sich in Ländern wie China/ Rußland/ Indien/ Schweiz… wohl kaum durchsetzen lassen.

          Wer davor Angst hat, sollte Gold in Silber „umschichten“: ein Silberbesitz-/Silberhandels-Verbot kann und wird es nicht geben.

        • @stillhalter
          Nun, zwischem einem Beschluss und der Realität bzw. der Umsetzung und Durchsetzung ist es ein himmelweiter Unterschied.
          Wie BER Flughafen zeigt
          Nicht jedes Recht oder Gesetz wird befolgt, wie die Maastrichgesetze zeigen.
          Wie die Gesetze zu den Menschenrechten zeigen.
          Wie wollen Sie jemanden zwingen, seinen anonyme Goldschatz herauszurücken ?
          Dazu müssten Sie Kenntnis vom Besitz und Kenntnis von der Lokalisation haben.Das haben Sie nur vom Bankkonto, Depot, Immobile etc.
          Aber sicher nicht von Gold.
          Genau aus diesem Grunde ist zwar ein Goldverbot wie ein Waffenverbot möglich, aber an die Waffe kommt die Behörde trotzdem nicht, weil sie nicht weiss, wo sie ist und wem sie gehört.
          Deutschland hat 80 Mio Einwohner, die können sie nicht alle Waterboarden oder Foltern.Einzelfälle sicher, aber eben nicht alle.
          Und ich gehöre zb zu allen.
          Zudem gehört zu einem Rechtsstaat zwar das Foltern und Waterboarden,
          ( siehe USA und Schweden oder Polen) aber es gehört auch die Unschuldsvermutung und Folterkeller und Folterknechte sind zudem rar und häufig überlastet. :).

        • @Stillhalter
          Das Goldverbot wird kommen wie das Amen in der Kirche. Die Vorbereitungen (Framing, Herabsetzten der Handelsgrenze, bargeldloses Bezahlen) laufen doch lange schon. Zumindest im Unzenbereich schnappt bald die Meldefalle zu (vorausgesetzt der Kurs hebt weiter ab, alternativ wird die kommende 2.000 Eurogrenze halt auch noch kurzerhand gecancelt). Bleibt nur noch der Schwarzhandel mit entsprechenden Abschlägen und Risiko – und zwar gegen Waren, denn das Bargeld ist bis dahin auch passè. Teile nicht die hier anderweitig vertretene Meinung, das eine Kontrolle nicht geht. Mit den Möglichkeiten, die derzeit aufgebaut werden, oder schon existieren, ist ein dauerhaftes Versteckspiel mit dem Orwellstaat nicht möglich. Halte es da mit @Klapperschlange: aufs Silber ausweichen erachte ich diesbezüglich als äußerst sinnvoll, für größere Geschichten auch Diamanten … komisch übrigens, da (Diamanten) gibt es doch keine Handelsgrenze wegen Geldwäsche (vorgeschobenes Frameargument)!! – oder?? …

          • Ich stell mir gerade vor es ist Goldverbot und keiner geht hin,man sehe sich hierzu die Zahlen von den Goldverboten in der Vergangenheit an.(USA,Nazi-Deutschland)

          • Wolfgang Schneider

            @Stillhalter
            Die Fiskal-Partisanen
            https://www.youtube.com/watch?v=80zNliOh1_E

            Durch die Konten, durch die Banken zog der trojanische Spion
            /: hin zur Kohle dieser deutschen, technikfreundlichen Nation. :/
            /: hin zur Kohle dieser deutschen, hinterziehenden Nation. :/

            Rot vor Scham die Kontohalter, als vom Fiskus man erfuhr,
            /: daß man hat sein Geld gewaschen, von Bereuen keine Spur. :/
            /: daß man hat sein Geld gewaschen, von Bereuen keine Spur. :/

            Kampf um Steuern, bittere Wahrheit! Ewig bleibt im Ohr der Klang,
            /: das Hurra der Zollbeamten, als die Razzia gelang. :/
            /: das Hurra der Zollbeamten, als die Razzia gelang. :/

            Klingt es auch wie eine Sage, kann es doch kein Märchen sein:
            /: zig Millionen eingenommen! In den Knast sie ziehen ein. :/
            /: zig Millionen eingenommen! In den Knast sie ziehen ein. :/

            Und so jagten wir zum Teufel alter Preußen Sparsamkeit.
            /: Unser Airport wird vollendet. Schönen Gruß, Herr Wowereit.:/
            /: Unser Airport wird vollendet. Vielen Dank, Herr Wowereit.:/

      • @renegade
        um es ein wenig kürzer zu fassen,
        Recht ist das, was sich durchsetzen lässt.

        • @familienvater
          Sehr gut,das ist es.
          Recht haben und Recht bekommen ist ein Unterschied,heißt es bei den Juristen.
          In diesem Fall (Goldverbot) kann zwar der Staat das juristische Recht haben,aber sein Recht bekommen kann er und wird er nicht.

  3. EZB weiß nicht mehr weiter!
    Artikel in der SZ heute von Markus Zydra.
    Frankfurt – Mario Dragi gilt als mächtiger Mann an der Spitze einer mächtigen Institution. Der scheidende EZB-Päsident hat in seiner achtjährigen Amtszeit gezeigt, was es bedeutet, den Finger am Knopf der Geldpresse zu haben. Nun plant der Magier, wie ihn die Finanzmärkte gerne nennen, seinen Abschiedsstreich. Er möchte die Kollegen im EZB Rat am Donnerstag überzeugen, noch einmal ein großes Rettungspaket zu beschließen. So soll der drohende Konjunkturabschwung eingehegt werden. Es geht um die Erhöhung des umstrittenen Strafzinses auf Bankeinlagen, die die Wiederaufnahme des Anleihenprogramms und Billigkredite für Banken. Doch dieser Aktionismus verschleiert die zunehmende Machtlosigkeit der Währungshüter. Draghi weiß das. Deshalb hat er seinen Fachabteilungen den Auftrag gegeben, den Blick 360 Grad schweifen zu lassen . Die Experten sollen Handlungsoptionen für die Zukunft ausloten. Es geht um die quälende Frage, was die EZB denn tun könnte, wenn sich mit Leitzinssenkungen und Anleihekäufen nicht mehr viel bewegen lässt………usw. Ich möchte nicht alles abtippen.

    • Wenn Mario ernsthaft glaubt dass man durch Euroflutung die Weltwirtschaft ankurbeln kann dann sollte er mal zum Arzt gehen……

    • @rolandb

      Handlungsoptionern für die Zukunft, egal welche führen unter marktwirtschaftlichen Bedingungen unweigerlich ins Verderben. Was immer diesbezüglich auch getan wird, es kann nur falsch sein. Kurzum die EZB hat lediglich die Option sich zwischen Sch…oder Sch… zu entscheiden.

      Auch das ganze medial inszenierte Theater um Umweltschutz, CO2 Steuer, Dieselgate usw. usw. dient lediglich der Implementierung neuer Verwertungsmodelle. Jedoch die depperte Idee der GRÜNEN die Umwelt marktwirtschaftlich retten zu wollen, bedeutet nichts Anderes als Öl ins Feuer zu gießen. Da es allerdings ausschließlich darum geht, worum es immer geht, nämlich aus Geld noch mehr Geld zu machen, haben auch alle anderen Parteien plötzlich und scheinbar völlig überraschend Ihr Herz für die Umwelt entdeckt.

      Dabei wäre es absolut simpel die Umwelt radikal zu entlasten. Erstens die Rückführung des globalen Freihandels, auf das absolut notwendige Minimum und des Weiteren die weltweit flächendeckende Stillegung der globalen Mord und Totschlagsindustrie. So simpel aber dies auch erscheint, unter marktwirtschaftlichen Bedingungen ist dies schlichtweg eine Unmöglichkeit.

      • Wolfgang Schneider

        @Krösus
        Ist Dir eigentlich aufgefallen, daß niemand dem Jungen seine Frage ganz am Schluß je beantwortet hat? Ich meine den Original-Text. Es ist Zeit zu antworten.
        Wozu sind Börsen da (Frei nach Udo Lindenberg)
        https://www.youtube.com/watch?v=tHHWV0FtFuI

        Kein Geld will sterben, das ist doch klar.
        Wozu sind denn dann Börsen da?
        Herr Karsten M., du bist doch einer von diesen Herr’n.
        Du mußt das doch wissen.
        Kannst du mir das mal erklären?
        Kein Sparer will seine Kröten verlier’n.
        Für Mickymaus-Schrott und Tand.
        Also warum müssen die Broker losmarschier’n,
        Vermögen zu ermorden, mach mir das mal klar!
        Wozu sind Börsen da?
        Herr Karsten M., mein Fonds war zwölf Jahre alt
        Und ich fürchte mich, denn ihr seid ja völlig durchgeknallt.
        Sag mir die Wahrheit, sag mir das jetzt.
        Wofür wird mein Zaster auf’s Spiel gesetzt?
        Und die Kohle all der andern, sag mir mal warum.
        Sie kaufen Derivate und bringen sich gegenseitig um.
        Sie stehn sich gegenüber und könnten Goldbugs sein.
        Doch bevor sie Gold kennenlernen, zocken sie sich tot.
        Ich find‘ das so bekloppt, warum muß das so sein?
        Habt ihr alle Millionen Sparer überall auf der Welt
        Gefragt, ob sie das so wollen?
        Oder klaut ihr nur das Geld?
        Viel Geld für die dämlichen Bonzen
        die das Leben von uns nur versau’n.
        Und dann Gold und Brillanten kaufen,
        Und bloß über’s Ohr uns hau’n
        Oder geht’s da nebenbei auch um so monetären Zwist?
        Daß man sich nicht einig wird,
        Welches Geld nun das wahre ist?
        Oder was gibt’s da noch für Gründe
        Die ich genauso bescheuert find‘.
        Na ja, vielleicht kann ich’s noch nicht verstehen,
        Wozu Börsen nötig sind.
        Ich bin wohl doch kein Schwein.
        Wohl eher Schaf oder Rind.

      • Wolfgang Schneider

        @Krösus
        Nach jedem Krieg – je schlimmer, je besser – war wieder arschaffengeiles Wachstum angesagt. Alles wieder von vorn. Nur daß es diesmal keinen Reset geben wird, diesmal wird es ein Armageddon.

      • @Krösus

        Die metastasierende Krise als allumfassendes Marktversagen. Warum scheuen die Investmentbanken die „Regulierung“ wie der Pfaffe die Aufklärung (sorry, und damit meine ich nicht die Sexualkunde)? Die Invisible Hand des Marktes wurde von den Agenten des Finanzkapitals immer nur als Freibrief zur hemmungslosen Bereicherung verstanden.

        Denn das ist ja das Prinzip: Eigennutz auf Kosten anderer. Dass dieses Modell nicht zum Allgemeinwohl führt, zeigen die regelmäßigen Krisen – Vernichtungskrisen, die gesellschaftlichen Reichtum pulverisieren*. Aber unterdessen will man unbedingt zu den Gewinnern zählen. Ungleichheit hin oder her – Gerechtigkeit sucks, Ungleichheit sells.

        Was lernen wir also aus der Finanzkrise lernen:
        – Märkte korrigieren sich nicht selber.
        – Das mancherorts geschmähte Sozialsystem der Staaten wird dringend gebraucht – für die Banken und Konzerne.
        – Deren Verluste wurden wohlfeil vergemeinschaftet. Die Gewinne aber privatisiert.

        https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lehren-aus-der-finanzkrise-das-geheimnis-der-unsichtbaren-hand-1.56309

        *Laut der Asiatischen Entwicklungsbank wurden im Zuge der globalen Finanzkrise 2008 50 Billionen (50000 Milliarden) Dollar vernichtet.

        Bester Krösus, mich hat der Tod von Immanuel Wallerstein ebenfalls getroffen. Die ganzen Heroen sterben weg wie die Fliegen.

        • @Thanatos

          Genau, die Besten und Klügsten sterben wie die Fliegen. Das Problem ist aber auch, dass Niemand sozusagen nachwächst. Die jungen Leute die heute die Universitäten verlassen, sind dermaßen marktgläubig verblödet, wollen trotz aller Krisenerrfahrungen nicht davon lassen und wähnen sich in der besten aller Welten.

          Habe gerade eine neue Online.Plattform entdeckt, die ich sehr interessant fand.

          ……………..

          Ein kurzer Auszug

          Staatseingriffe sind in der vermeintlichen Ära des Neoliberalismus nicht zurückgegangen; gerade in dieser Ära ist die Staatsverschuldung munter weiter gewachsen. In den USA zum Beispiel, wo Ronald Reagan 1980 mit dem Versprechen ins Amt gewählt wurde, sie einzudämmen, hatte sie sich am Ende seiner Regierungszeit verdreifacht. Und wenn irgendetwas die Vorstellung eines ungebrochenen Neoliberalismus widerlegt, dann gerade die aktuelle Krise und ihr staatliches Management. Zu ihrer unmittelbaren Vorgeschichte in Amerika gehört eben auch eine krasse Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. Nach dem Crash der New Economy zu Beginn der Nullerjahre wurde auf diese Weise verzweifelt versucht, eine lahmende Konjunktur durch eine Flut des billigen Geldes zu beleben. Robert Brenner hat das treffend als »Börsenkeynesianismus« bezeichnet. Als dann alles in sich zusammenfiel, haben die Regierenden auf alle Bekenntnisse zur freien Marktwirtschaft gepfiffen; Banken und Unternehmen wurden gerettet und verstaatlicht, es gab riesige Konjunkturprogramme, in Deutschland wurde mit der Abwrackprämie die vielzitierte Massenkaufkraft gestärkt und die Beschäftigung durch das Kurzarbeitergeld gestützt; auf dem Höhepunkt der Rezession betraf das mehr als eine Million Arbeiter in Deutschland. Das alles war mitnichten neoliberal, sondern lupenreiner Keynesianismus.

          Die Bankenrettungen sind natürlich auch den Linken nicht entgangen, nur deuten sie sie auf ihre Weise, nämlich als Privilegierung der Reichen, als Verteidigung von Renditeansprüchen. Die Empörung darüber, dass auf der einen Seite Milliarden in ein marodes Finanzsystem gepumpt werden, um dann auf der anderen Seite Sozialleistungen zusammenzustreichen, ist natürlich völlig nachvollziehbar. Aber es bleibt eine völlig hilflose Empörung, wenn ausgeblendet wird, dass die Bankenrettungen aus Sicht des Staates eine schlichte Notwendigkeit waren, weil andernfalls eine unkontrollierbare Kettenreaktion von Pleiten gedroht hätte und das gesamte System möglicherweise zum Stillstand gekommen wäre. Der Finanzsektor ist die Schaltstelle der gesamten Ökonomie, alle Unternehmen sind auf ihn angewiesen, kein Staat kann es riskieren, ihn bankrottgehen zu lassen.

          Auch Katja Kipping hätte als Bundeskanzlerin nichts anders gehandelt.

          Mit den Bankenrettungen hat der Staat nicht irgendeine Klientel bedient, sondern seinen Job als Generalbevollmächtigter des Gesamtkapitals gemacht.

          ……………………………………………..

          Mehr dazu hier

          https://kosmoprolet.org/de/die-linke-der-krise

  4. @renegade, Werner Schneider und alle anderen…
    Wie könnte ein mögliches Zenario ablaufen, wenn es nicht mehr gelingt die Wirtschaft zu stimmulieren?

    • @rolandb
      Das kann ich ihnen sagen, was dann passiert.
      Meine Mutter, Jahrgang 1911 ( mit 108 verstorben) hat es mir zu ihrem Ende quasi auf dem Sterbebett gesagt:
      „pass auf dich auf, mache nicht die gleichen Fehler wie ich……
      das was dann kommt…… wird Krieg sein, grausamer und totaler,als es die Menschheit je erlebt hat, als ihr ( du) es euch je vorstellen könnt.
      Und weiter, ich sehe es, ich sehe Feuer…..“
      Kurz danach verstarb sie.
      Danach habe ich meine Vorkehrungen getroffen und meinen weiteren Lebensweg in der Richtung festgelegt.
      Nichts ist sicher, wir alle, wir sind nur die Bauernopfer der grösseren Mächte.
      Also hoffe ich mit Draghi, dass durch seine Klugheit und Weisheit das kommende Desaster noch einmal etwa hinausgeschoben wird und weitere Zeit gewonnen wird. Bis dann HINTER mir die Sintflut über die Welt hereinbricht

    • @rolandb /@renegade

      Das drohende Szenario kann man auch aus schweizer Sicht nachlesen:

      https://www.goldseiten.de/artikel/424852–Der-Verfall-und-Niedergang-des-gesamten-kapitalistischen–Systems.html

      Bisher waren die Prognosen vom Matterhorn nachvollziehbar.

      https://www.goldseiten.de/artikel/421757–Aktien-kein-Gebot—Gold-kein-Angebot.html

      Wenn die EZB am 12.9. tatsächlich den Strafzins auf -0,6% erhöht (und die FED am 18.9. die Zinsen weiter absenkt), kann man nur noch mit PUTś (Wetten auf fallende Kurse) gegen DOW, S&P500, DAX etc. und CALL’s auf Edelmetalle seine Altersvorsorge retten.

    • @rolandb
      Der Kern der Geschichte wird das Bargeldverbot sein, das kommt vor oder mit dem Platzen der bereits existierenden Allesblase. IWF etc. spielen das alles schon gedanklich durch. Ohne Bargeld kannst nix mehr am Staat vorbei machen, Deine Guthaben werden per Knopfdruck pfändbar und gegen Negativzinsen ist Gegenwehr unmöglich. Auch der Hinweis auf einen durchaus möglichen Krieg von @renegade, verbunden mit den entsprechenden „Notstandsmaßnahmen“ ist nicht von der Hand zu weisen. Mit dem Feuer wurde schon mal stark gezündelt in jüngster Zeit: https://deutsch.rt.com/international/38850-sir-ich-werde-fur-sie/ Und sicher auch noch an anderen Stellen … einschließlich aktuellem Truppenaufmarsch an der NATO-Ostgrenze. Im Inland wird das Chaos ausbrechen. Gibt einiges an Literatur dazu, z. B. „Zurüstung zum Bürgerkrieg“ …

    • @rolandb
      Ergänzend zu meiner Rede in Sachen Kriegsvorbereitungen vielleicht noch dieser Link, ich hoffe es ist erlaubt:

      https://deutsch.rt.com/inland/77120-nato-konferenz-in-essen-bereit-zum-krieg-gegen-russland/

      Hab ich im Mainstream nix von gehört letzten Herbst. Eins steht fest: aus meiner Familie steht niemand zur Verfügung für deren Scheißkriege. Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin. So war das in den 80ern. Heute demonstriert man für die nächste Steuer.

      • Wolfgang Schneider

        @Liebesprediger
        Spaniens Schulden (Die Druckerkolonne)
        https://www.youtube.com/watch?v=2CZgXSAAhis

        Spaniens Schulden breiten ihre Schatten über unsre Riesterkonten aus.
        Und die Kohle, die wir einmal hatten, wirft Lagarde zum Fenster bald hinaus.
        Die D-Mark ist weit, doch wir sind bereit.
        Wir zahlen und opfern für dich, Gleichheit!

        Mario Draghi wollte gar nicht weichen, und Jean-Claude war dauernd hackedicht.
        Mit Christine woll’n wir’s nun erreichen, und ein Rückwärts gibt es für uns nicht.
        Der Nullzins bringt Leid, doch wir sind bereit.
        Versich’rer und Banken die schwör’n: Meineid!

        Rührt die Trommel! Fällt die Bajonette! Vorwärts, marsch! Der Krieg ist unser Lohn!
        Auf nach Rußland rollt die Panzerkette! Unsre Werte, die sind blanker Hohn!
        Mit Gier, Haß und Neid sind sie stets bereit.
        Europa und Deutschland krepier’n. Bosheit!

        • @WS
          Ja, wieder ein cooler „erbaulicher“ Song, ich bin wie immer erfreut! Ich denke aber trotz Deinem Hinweis auf Spanien, dass Italien das morsche Konstrukt zum Einsturz bringen wird. Über den ESM-Mechanismus fallen dann sofort Frankreich und Spanien hinterher. Ist aber egal, wer von den Dreien den Anfang macht. Für uns in Deutschland kommt es in jedem Fall gleich dick auf uns zu. Nach dem verlinkten Artikel von Klapperschlange denke ich an eine noch schnelle Umschichtung von Aktien in Gold nach. Oder noch Reparaturen am Haus machen lassen von dem Fiat-Money …

      • @Liebesprediger Das ist genau das wovor ich wirklich Angst habe ,vor diesen gottverdammmten groessenwahnsinnigen Kriegstreibern.Sie kriegen in Afghanistan nicht mal gegen die Steinzeitkrieger der Taiban/Mudjahedin einen Fuss auf den Boden aber müssen sich unbedingt mit der Atommacht Russland anlegen.Meine Hoffnung ist dass die grosse Pleite vor dem Grössen Krieg kommt.

        • Wolfgang Schneider

          @materialist
          https://de.sputniknews.com/technik/20190807325581263-us-cyberkrieg-vs-russland-china/
          Ich muß Dich korrigieren, sie wollen Krieg gegen Rußland UND China.
          Wenn möglich gleichzeitig. Ich streichle grad meine satten Katzen.
          https://www.youtube.com/watch?v=VjInnM8JZUk

          Über’s Parkett die Aktien gleiten, die Broker ziehen in die Schlacht.
          Das Geld von vielen guten Leuten wird heut von ihnen durchgebracht.
          Das Geld von vielen guten Leuten wird heut von ihnen durchgebracht.

          Dem Treffer muß die Panz’rung weichen, leb wohl Rendite, heißt es mild.
          Ein abgestürzter Dax, Aktien-Leichen, Schuld hat der Russe, schreibt die BILD.
          Ein abgestürzter Dax, Aktien-Leichen, Schuld hat der Putin, schreibt die BILD.

          Und grinsend frech am nächsten Morgen, die dunkle Seele schwarz wie Ruß,
          winkt der Ten-haha-gen ohne Sorgen euch einen letzten Abschiedsgruß,
          winkt der Ten-haha-gen ohne Sorgen euch einen letzten Abschiedsgruß.

          Die Absturz-Nachrichten sich mehrend, trifft es die Sparer wie ein Fluch.
          Das Geld wird nie mehr wiederkehren und kommt auch nicht mehr zu Besuch.
          Das Geld wird nie mehr wiederkehren und kommt auch nicht mehr zu Besuch.

          Das alte Mütterchen weint Tränen, der alte Herr wischt seine fort.
          Der Sparer, der wird nie-mals erfahren des Geldes Todesart und -ort.
          Der Sparer, der wird nie-mals erfahren des Geldes Todesart und -ort.

          Ein Auszug bleibt, einziges Zeichen. In einem Ordner, lang ist’s her.
          Die mag’re Rente, die wird kaum reichen, ihr Kapital ist nun nicht mehr.
          Die mag’re Rente, die wird kaum reichen, ihr Kapital ist nun nicht mehr.
          Die mag’re Rente, die wird kaum reichen, ihr Kapital ist nun nicht mehr.

        • @materialist
          Ich teile diese Befürchtungen. Ich wünsche uns allen, dass wir die kommenden Zeiten irgendwie, und dabei möglichst gut, überstehen. Hoffe für uns all, dass EM dabei hilfreich sein werden! …. Ansonsten: Das Ziel ist China und der Weg führt über Korea und Rußland und Iran. Es besteht noch Hoffnung, da wir uns (momentan noch) aus der Hormus-Sache raushalten. Keine Ahnung, wessen Verdienst das wohl ist, aber im Zweifel liegt es an der nicht einsatzfähigen Truppe. Denn ansonsten scheint die Göttliche ja immer gern dabei zu sein.

  5. Ganz am Rande: Ist schon aufgefallen, daß in letzter Zeit die frischgedruckten Fiatlappen, im Ggs. zu früher stark nach Druckerfarbe (?!) riechen? Es soll wohl den 4beinigen Schnüfflern die Arbeit erleichtert werden (z.B. auf dem Flughafen). Oder? MfG

    • @mk

      Und die neuen Hunderter sind schmaler, länglicher geworden – fast schon wie die Dollar-Noten. Dieser ästhetische Kotau unter die Weltleidwährung wird aber auch nix mehr nützen. Vergebene Liebesmüh.

  6. Wolfgang Schneider

    @rolandb
    Wo sich eine Katze niederläßt, dort findet sich das Glück ein. So heißt es.
    Vielleicht sollte ich mal Tina und Genosse nach Frankfurt/Main mitnehmen.
    Was uns blüht, wenn der Zinnober in sich zusammenkracht?
    Laß uns beten, daß es nicht derart kommt.
    https://www.youtube.com/watch?v=Ixznlxm-ino
    Ich muß Tina jetzt rauswerfen, wo der rote Genosse schon auf sie wartet.
    Jedesmal bitte ich, daß ich sie gesund und munter wiedersehe.
    Sie passen aufeinander auf. Er auf sie, sie auf ihn.

  7. Vielen Dank an alle die mir meine Frage beantwortet haben.
    Wenn ich das zusammenfassen darf ist von Bargeldverbot bis Krieg alles möglich.
    Wie kann man sich darauf vorbereiten?
    EM und ein bischen Bargeld ist klar.
    Aber was noch?
    Survivaltraining? Prepping? Schiesstraining? Wohnung auf Tonga? oder was?

    • Wolfgang Schneider

      @rolandb
      Ein eigener Garten. Meiner ist 900qm groß. Dazu Obstbäume, Obstbäume, Obstbäume. Hier bei mir gibt es noch etliche an den Straßen und Wegen, die kannst Du abräumen, das stört keinen. Habe 350kg Obst (Äpfel und Birnen) am Sonnabend zur Mosterei gebracht, bekam dafür 300 Flaschen á 0,7Liter Säfte, dazu 7 Gebinde mit 5 Liter Apfelsaft. Mußte natürlich was dazuzahlen. Das Zeug ist haltbar. Bevor es verdirbt, habe ich es immer noch an wen verschenkt. War letztes Jahr eine phantastische Obsternte.
      https://www.youtube.com/watch?v=uMtOIdvCxbQ
      Und hör mal auf Prof. Bocker. Silber ist das bessere Gold. Erstens, weil geradezu kraß unterbewertet (gold-silver ratio). Zweitens kann man mit einer Feinunze Silber noch eher was bezahlen als mit einer Unze Gold, die müßtest Du ja durchsägen. Dazu GEHT es nicht, Silber zu verbieten, weil es zu viele Anwendungen in der Industrie gibt und zu viele, die es stets brauchen.
      https://www.youtube.com/watch?v=KCohuAqEA9Q
      Hab meinen Keller voll mit Saft, und das beruhigt. Dazu Dutzende Flaschen Wein und Whisky, ich kaufe letzteren immer als Sonderangebot aus dem NORMA. Keine sauteuren Flaschen als Anlage bitteschön – zur Not kannst Du damit was bezahlen, und sei es den Handwerker. Werde mir selber ein paar Stangen Zigaretten – ich wohne an der poln. Grenze – zulegen. Hör mal warum.

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  • Wolfgang Schneider: @grafiksammler Nervös zu werden braucht man nicht, hat man doch bei Gold den ersten Platz inne....
  • Wolfgang Schneider: @Hunter & gatherer Salz war doch auch mal Zahlungsmittel, daher kommt Salär (engl. salary).
  • Jäger & Sammeler: @ renegade, was ist wertvoller? SALZ oder GOLD? (diese Frage ist nicht aus der Luft geholt...
  • renegade: @stillhalter Nun ist aber nicht alles was man sieht und riecht schlecht und das was nicht, sauber. In...
  • renegade: @klapperschlange Und Montag morgen kann man dafür ein kleines Plus aufweisen (man nimmt dafür einfach den...
  • renegade: @klapperschlange Ja, das ist mehr als grotesk. Genau so gut könnte man auch den Chef der Cosa Nostra zum...

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