Mittwoch,27.Oktober 2021
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Größter Gold-ETF: Abflüsse verlangsamen sich

Gold-ETF, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Der Goldpreis wurde im vergangenen Jahr auch durch eine starke Gold-ETF-Nachfrage stimuliert. Die Fonds-Betreiber müssen mehr physisches Gold einlagern, wenn neue Investoren hinzukommen (Foto: Goldreporter).

Innerhalb der vergangenen sieben Tage sind die Metall-Bestände des Gold-ETF SPDR Gold Trust (GLD) nur noch um eine Tonne gesunken. 

Gold-ETF

Die Gold-Bestände des SPDR Gold Shares (GLD), der weltgrößte Gold-ETF, summierten sich per 21. April 2021 auf 1.021,70 Tonnen. Damit ist das Inventar dieses Fonds gegenüber Vorwoche nur noch um 1,16 Tonnen oder 0,11 Prozent zurückgegangen. Das war im Rahmen unserer wöchentlichen Bestandsaufnahme der geringste Materialabgang seit dem 29. Januar.

Dennoch: Wir erleben mittlerweile 16 Wochen in Folge eine Bestandsminderung beim GLD. Lesen Sie dazu auch: Mächtige Bewegungen auf dem Goldmarkt

8 Mrd. Dollar abgezogen

Seit Jahresanfang sind 148 Tonnen Gold aus dem GLD abgewandert. Das entsprach Netto-Kapitalabflüssen von 8,37 Milliarden US-Dollar. Pro Anteilsschein muss der Betreiber des Fonds 1/10 Unze Gold physisch hinterlegen.

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Silber-ETF

Beim größten Silber-ETF, dem iShares Silber Trust (SLV), stehen gegenüber Vorwoche 164 Tonnen Silber weniger in den Bestandsbüchern. Das entspricht einem Minus von 0,92 Prozent. Der Fonds verbucht seit Jahresbeginn nach wie vor Zugänge. Zuletzt war man noch mit 2,6 Prozent beziehungsweise 454 Tonnen Silber im Plus.

Dieser Fonds hinterlegt laut Wertpapierprospekt pro ausgegebenem Anteilsschein 1 Unze Silber als physische Deckung zurück.

Goldreporter

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2 KOMMENTARE

  1. Ach du meine Güte, das vielfach beschworene Dilemma der Notenbanken – entweder, es wird noch mehr Zeit erkauft [die bekannten Risiken inklusive] oder aber der ökonomische Karren wird gleich gegen die Wand gefahren [geldpolitische Expansion vs. Austeritätspolitik] – hat ein Junges bekommen. Ich darf vorstellen: Das Trilemma.

    Auf der heutigen EZB-Sitzung müssen gleich drei Zielsetzungen zu einem Amalgam verschmolzen werden: Da fordern Bedenkenträger die Drosselung der Anleihekäufe, sollte die Konjunktur endlich ‚anspringen‘, gleichzeitig wird ein neues Inflationsziel jenseits der 2 Prozent diskutiert, was eine weitere geldpolitische Expansion impliziert und zu guter Letzt sollen die Refinanzierungsbedingungen in der Euro-Zone optimiert werden.

    Die Unmöglichkeit, in dieser Situation die richtige Entscheidung zu treffen, ist offenkundig. Alleine schon die Diskussion über eine etwaige ‚Normalisierung‘ der Kaufprogramme, also das Herunterfahren von PEPP [Pandemic Emergency Purchase Programme], würde die armen ‚Märkte‘ verunsichern und damit die Staatsfinanzierung in der EU verteuern.

    https://www.welt.de/finanzen/article230570811/EZB-Sitzung-Jetzt-steht-die-Notenbank-vor-einem-oekonomischen-Trilemma.html

    Also eine klassische Aporie, gewachsen auf dem Misthaufen der Geschichte: Die Ironie der Geschichte besteht nämlich darin, dass der systemimmanente Wachstumszwang spätestens seit den frühen 70ern nur noch über schuldenvermittelte Stimuli dem staunenden Publikum als „Konjunktur“ verkauft werden kann. Zum Wachstum verdammt, und daher als Bettvorleger gelandet.

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