Größter Gold-ETF: Anleger kehren vorsichtig zurück

Bei den größten Edelmetall-ETFs fließt wieder Kapital zu. Dennoch bleibt die technische Lage am Goldmarkt fragil – der Kampf um die Marke von 4.000 US-Dollar dauert an.

Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) in den vergangenen zwölf Monaten
Die Goldbestände des größten Gold-ETF (GLD) haben sich zuletzt leicht erholt, liegen aber weiterhin deutlich unter den Höchstständen der vergangenen Monate.

Zweite Woche mit Bestandsaufbau beim GLD

Beim größten Gold-ETF setzt sich die vorsichtige Erholung fort. Der SPDR Gold Shares (GLD) erhöhte seine Bestände in der vergangenen Woche erneut und verzeichnete zugleich einen positiven Kapitalfluss. Beim größten Silberfonds drehte die Entwicklung dagegen wieder leicht ins Minus.

Die größten Edelmetall-ETFs verzeichnen wieder Zuflüsse. Am Goldmarkt steht die Bestätigung einer Bodenbildung jedoch weiterhin aus.

Der SPDR Gold Shares (GLD) erhöhte seine Goldbestände innerhalb einer Woche um 1,43 Tonnen auf 1.009,30 Tonnen. Das entspricht einem Plus von 0,14 Prozent.

Damit legte das Inventar des Goldfonds die zweite Woche in Folge zu, wenn auch deutlich schwächer als zuvor. Zugleich drehte der Kapitalfluss wieder ins Plus: Nach unserer Berechnung flossen dem Fonds netto 190,61 Millionen US-Dollar zu. In der Vorwoche waren noch 366,42 Millionen US-Dollar abgeflossen.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

Jahresbilanz weiter klar negativ

Die jüngsten Zuflüsse ändern vorerst nichts am schwachen Gesamtbild. Seit Jahresbeginn gingen die GLD-Bestände um 62,69 Tonnen beziehungsweise 5,72 Prozent zurück. Der kumulierte Netto-Kapitalabfluss beläuft sich auf 8,82 Milliarden US-Dollar.

Mit 1.009,30 Tonnen liegt der Fonds weiterhin rund 25 Prozent unter seinem Rekordbestand von 1.351,54 Tonnen aus dem Dezember 2012.

SLV mit leichter Gegenbewegung

Beim iShares Silver Trust (SLV) endete der kräftige Bestandsaufbau der Vorwoche. Das Inventar sank um 19,68 Tonnen auf 15.047,26 Tonnen. Gleichzeitig ergab sich ein Netto-Kapitalabfluss von 79,32 Millionen US-Dollar.

Seit Jahresbeginn gingen die SLV-Bestände um 1.377,20 Tonnen beziehungsweise 8,49 Prozent zurück. Der berechnete Netto-Kapitalabfluss beträgt 3,42 Milliarden US-Dollar.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 29. Juli 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 29. Juli 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.

Bedeutung für den Goldmarkt

Beim GLD liefern Bestände und Kapitalfluss erstmals seit Längerem wieder ein konsistenteres positives Signal. Für eine breite Rückkehr der Anleger reicht die Entwicklung jedoch noch nicht. Dafür sind die jüngsten Zuflüsse zu klein und die Jahresbilanz weiterhin zu schwach.

Auch beim Goldpreis steht die Entscheidung noch aus. Die Marke von 4.000 US-Dollar wurde zwar mehrfach verteidigt, doch eine belastbare Bodenbildung ist damit noch nicht bestätigt. Erst ein nachhaltiger Anstieg über die nächsten charttechnischen Widerstände würde das Bild deutlich aufhellen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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8 Kommentare

  1. Je weniger diese Touch Screen ETF Käufer zurückkehren, desto besser für stabile Goldpreise.
    Man kann genau so gut auch Mastrind oder Magerschwein als ETF kaufen ohne zu wissen, was das überhaupt ist
    und ob es das noch gibt.
    Demnächst vielleicht auch Saurier als ETF. Da gäbe es bestimmt genügend Käufer unter den Studenten und deren Dicount Broker.:)

  2. @Maruti
    Die Leute legen sich ETF’S zu weil die irgendwo gehört oder gelesen haben das dies der sicherste und beste Weg sei an der Börse zu investieren. Nur zu, greift beherrscht zu!
    Warum sollte man sich die Mühe machen Bilanzen zu lesen, warum sollte man sich mit das Unternehmen auseinandersetzen, warum sollte man das Geschäftsmodel und die Konkurrenz verstehen?
    Macht alles zu viel Arbeit, einfach beim Broker des vertrauens ein ETF suchen, auf buy drucken und fertig.
    Läuft alles von selbst, was in diesem ETF alles drin ist und warum, wem kümmert das!
    Die Russen haben das passende Wort dazu „Pridurok“, bedeutet Dummkopf oder Idiot. Die Leute suchen das schnelle Geld, die glauben fast alles was Ihnen präsentiert wird, also passt das obere Wort gut dazu.
    So Maruti in Kürze treten wir unseren Urlaub an, ich werde demnächst ein Abstecher nach Thessaloniki machen. Ich nehme mir die Zeit an der Hafenpromenade direkt am „Weißen Turm“ zu spazieren und einen Frappe‘ zu trinken.
    Danach geht’s zu einigen Händlern, es werden Sovereigns aufgestockt. Die Gattin kann sich neue Paar Schuhe oder eine Tasche gönnen, nicht unbedingt LV oder Hermes.
    Zum schluss steht ein leckeres Essen auf dem Plan, so sind alle glücklich und zufrieden!

    • @BigDriver
      Ich habe ETFs.
      Hast du denn den FTSE World auch über Jahre geschlagen, dass du hier alle anderen als dumm darstellst?
      Du sollst auch bedenken, dass Einzelaktien zu kaufen mehr Transaktionskosten verursacht.

  3. @Ernst
    Wenn Sie sich negativ angesprochen fühlen, sorry.
    Über welchen ETF World ETF schreiben wir hier, Vanguard?
    Performance p.a. 10 – 12%. Ist das nun gut oder ausreichend?
    Mein schlimmstes Jahr war bei 10% p.a, im Durchschnitt liege ich zwischen 12% – 15% p.a. für mich ist es ausreichend, es wird definitiv besser.
    Wenn ich Zeit für Recherche reinstecke, Bilanzen Vergleiche, Informationen hole um die Unternehmensstruktur zu verstehen, ja dann möchte ich auch dafür entlohnt werden!
    Zum besseren Verständnis, ich habe mir alles ohne fremde Hilfe selbst beigebracht. Ja auch eine blutige Nase geholt und Geld verloren, diese Zeiten sind nun lange zurück. Jedes Unternehmen in Depot kenne ich fast in und auswendig, zumindest alle Informationen die öffentlich zugänglich sind.
    Die Stärken und Schwächen des Geschäftsmodels, Absatzmärkte, usw.
    Kennen Sie oder jemanden anders der in einem ETF investiert jede einzelne dieser Unternehmen? Bei 3000+ Positionen? Möchten Sie nichts über die Unternehmen wissen wo Sie Ihr Geld investieren, wenn ja warum nicht?
    Das gleiche beim Gold, alle Münzen haben ihre Merkmale und die jenigen die ich habe kenne ich auswendig!
    Ist das zu viel Arbeit? Kann sein, aber ich bin ein bisschen Perfektionist!
    Übertrieben? Kann sein für manche!

    • Jeder kann mittlerweile die KI für seine Anwendung kostenfrei nutzen. Einfach mal machen.
      Tipp: Nenne mir 20 Unternehmen mit einer gesunden Bilanz, Burggraben, krisensicheren und wiederkehrenden Geschäftsmodell, mit angemessener Dividende. Wer will noch aus welchen Land. Geht ganz einfach. Da muss man keine Leichen im ETF mitnehmen.

    • @bigdriver
      Zunächst nein. Vielleicht hätte ich den Kommentar nochmal durchlesen sollen vor dem abschicken.
      Ich gebe auch gerne zu, dass mir die Zeit zu schade ist mich mit Firmen und Bilanzen zu beschäftigen. Wenn ich jetzt, wirklich hohe Beträge hätte würde ich sagen, ja, da lohnt sich das (vielleicht).

      Mit konstanten 14 Prozent über sagen wir Mal 10 Jahre hättest du aber schonmal fast jeden aktiv gemanagten Fonds ausperformt, außer irgendwelcher Hochriskanten Technologiefonds. Vielleicht solltest einen eigenen Fonds auflegen wie dieser Aschenbrenner aus den USA, der ja sicher nicht dumm war.

  4. @Hanspeter
    Richtig, jeder hat oder hatte mal Leichen im Depot. Jeder hat oder hatte auch Geld verloren, durch falsche Entscheidungen. Wenn einer das Gegenteil behauptet dann hat er mit der Börse nichts zu tun oder lügt einfach.
    Ja KI Anwendungen sind eine feine Sache, Hauptsache man wird auf das Unternehmen aufmerksam. Ich mag es selbst zu recherchieren, um Bilanzen, Burggraben, um das Geschäftsmodel besser zu verstehen.
    Anfangs war dies sehr stressig, es ist anders wenn einer alleine recherchiert oder mehrere Leute zusammen!
    Dazu versuche ich durch verschiedene Fondsmanager zu lernen nicht zu kopieren, u.a. Terry Smith, Ray Dalio, David Tepper, Mohnish Pabrai, u.a.
    Chancen gibt’s immer wieder, man muss versuchen dann zu kaufen wo andere aus Angst einen weiten Bogen machen. zb Alphabet, Google Suchmaschine wird aufgespaltet, KI macht Anwendungen überflüssig, Alphabet wird zerschlagen weil zu starken Monopolstellung, usw. Alphabet Aktie bei 150,00$.
    Wer hat zu diesem Preis gekauft, wer hat alle schlechte Nachrichten ignoriert weil die zahlen eine andere Sprache erzählen?
    Ich war einer der jenigen der Alphabet bei 150,00 – 160,00$ gekauft hatten. Gewinne bei 300,00$+ mitgenommen.

  5. @Ernst
    Diese 14% sind beileibe nicht konstant im Durchschnitt eher 12%, einige gute Jahre sogar 15%. Auch wenn ich das Geld hätte (?) würde ich keinen eigenen Fond auflegen.
    Jeder der an der Börse Geld verdienen möchte sollte gefälligst selber seine Aufgaben erledigen.
    Ich habe das Beispiel von Alphabet geschrieben, anderes Beispiel MPS (-Monolitich Power Systems) gekauft bei 520,00$ verkauft teilweise bei knapp über 1000,00$.
    Chancen gibt’s immer wieder man muss die nur ergreifen, vorausgesetzt man erledigt seine Aufgaben (-Recherche)!
    Trotz allem ich habe nicht immer ein goldenes Händchen, bei Zoetis bin leider zu früh rein. Sei es drum das Unternehmen ist top, braucht eben seine Zeit.
    Bei der ganzen Börsegeschichten sollte man nicht den Goldkauf vernachlässigen, in dieser Sinne alles Gute Ihnen.

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