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Großbanken treiben Goldpreis nach unten

Die „Swap Dealers“ verkauften von 19.03. bis 26.03. umgerechnet 85 Tonnen Gold auf Termin und trugen damit zum Kursrückgang bei.

Im Zuge des jüngsten Kursschwäche bei Gold haben die „Swap Dealers“ im US-Futures-Handel so große Netto-Verkäufe aufgebaut wie zuletzt im November 2016.

Der Goldpreis sackte vergangene Woche ab unter die Marke von $ 1.300/Unze. Mitte Februar war das Edelmetall erneut am Widerstand von $ 1.350 gescheitert. Und der jüngste Kursrücksetzer war begleitet von einem massiven Aufbau von Verkaufspositionen durch die Großbankengruppe im US-Futures-Handel. Hier die Einzelheiten.

Die CoT-Daten von der US-Warenterminbörse COMEX weisen per 26. März 2019 folgende Veränderungen in den Positionen der größten Händlergruppen auf. Die Netto-Short-Position der „Commercials“ ist gegenüber Vorwoche um 30 Prozent auf 151.434 Kontrakte angestiegen. Die „Swap Dealers“ (darunter die eingangs genannten Großbanken) vergrößerten ihre Netto-Verkäufe sogar um knapp 59 Prozent auf 82.085 Kontrakte. Sie verkauften innerhalb einer Woche umgerechnet 85 Tonnen Gold auf Termin (27.475 Kontrakte). Die genannte Netto-Position repräsentiert im Rahmen der wöchentlichen CoT-Daten den höchsten Wert seit 22. November 2016 – also seit 28 Monaten. Auch damals kam der Goldpreis einige Wochen nach dem Scheitern an der Marke von 1.350 Dollar deutlich zurück. Bis Ende 2016 fiel er sogar auf 1.130 US-Dollar.

 

Die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ stieg im Rahmen des jüngsten CoT-Reports um 35 Prozent auf 119.741 Kontrakte. Hier war einmal mehr das „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) treibende Kraft. Deren Terminkäufe stiegen netto um 90 Prozent auf 57.987 Kontrakte.

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, ging gegenüber Vorwoche um 0,89 Prozent zurück auf 509.575 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am vergangenen Freitag rutschte der Wert um 12 Prozent ab auf 448.609 Kontrakte.

Der Goldpreis büßte vergangene Woche 1,6 Prozent ein und ging mit $ 1.292/Unze in Wochenende (FOREX). Am Dienstag und Mittwoch letzter Woche fielen bei Gold und Silber übrigens die Verfallstermine an der COMEX an.

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Eingetragen von am 31. Mrz. 2019. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, Handel, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

14 Kommentare für “Großbanken treiben Goldpreis nach unten”

  1. Die Grossbank hat das Gold von Venezuela kassiert und damit kann man mit einem Hebel von 1:100 Shortpositionen aufbauen.Schnäppchenjäger werden das ausnutzen und ihre physischen Goldbestände aufbauen.

  2. Bin ja gespannt, wie weit es den Goldpreis im Verhältnis zum Dollar in den Keller treibt. 1250 oder 1200 oder vielleicht noch weiter?

    Die Preise müssen weiter runter, sonst macht die Shorts keinen Sinn!

    • @stillhalter
      Als Konsument sehe ich das auch so.
      Alle Preise müssen runter, Geiz ist geil.
      All zu lange haben wir viel zu viel bezahlt.
      Für Immobilien, Aktien, Benzin und Lebensmittel.
      Runter mit den Preisen !

      • @renegade

        Das Geiz geil ist und die Preise runter müssen sehe als Konsument mal gar nicht so. Denn niedrige Preise haben folgen, die mir gar nicht passen.

        Praktisch gesehen kann auf Dauer keiner was verschenken, sonst geht derjenige der das versucht nämlich in die Insolvenz. Folglich geht ein andauernder Preiskampf immer zulasten der Qualität der Produkte. Das Ergebnis kann man überall feststellen. Die technischen Geräte gehen schneller kaputt, Autos erklärt man für umweltschädlich und in Textilgeschäften verkauft man keine Kleidung sondern Klamotten.

        • @Stillhalter
          Auch wieder wahr.Jede Medaille hat halt 2 Seiten.
          Bei Gold gehen die Minen und die Exploration vor die Hunde.
          Sollte Gold auf 1100 Dollar gehen,kann keine Mine mehr verlustfrei arbeiten und muss subventioniert werden,wiederum von den Großbanken,will man nicht,dass die Goldproduktion zum Erliegen kommt.
          Mir ist es egal.Solange die noch Geld drucken können und verpulvern, brauche ich meine Goldvorräte nicht anzutasten und werde weiter aufstocken,so der Preis günstig.
          PS: Ich würde nur ungerne meine Gold und Silbervorräte antasten.Deshalb danke ich an dieser Stelle den Notenbanken,den Kartellen und den Großbanken für ihr Entgegenkommen und die Möglichkeit für mich, weiteres Gold zu erwerben.

    • Unter 1.200 Dollar den Goldpreis pro Feinunze zu bringen wird schwierig werden bzw. zuviel physische Abflüsse an Gold. In Euro würde ich die aktuelle Preisuntergrenze eher bei 1090 Euro pro Feinunze ansetzen. Die 1.016 Euro von Ende September 2018 werden wir wohl so schnell nicht mehr sehen. Da hat die Fed über ihre Helferbanken wohl die Spekulanten dazu gebracht Short zu gehen bis die Banken (Commercials) ihre Shorts alle abgeladen hatten und sogar selber Long waren.

  3. Wolfgang Schneider

    Es gibt kein Gold in New York
    https://www.youtube.com/watch?v=aUJGm9Ha8zU

    Es gibt kein Gold in New York, es gibt kein Gold.
    Drum fahr ich nicht darauf ab, macht was ihr wollt.
    Das Gold ist weg aus New York, weil’s keiner braucht,
    weil es als Zahlungsmittel und als Geld nicht taugt.

    Meine Aktien hab ich schon lange, an der Börse der Wahnsinn jetzt tobt.
    keine Nadeln mehr an der Tanne hat der, der Aktien nicht lobt.
    Ihr Verkauf, der wär längst schon gewesen, wenn die Jahresend-Rallye nicht wär,
    Warum steigen sie nicht, warum steigen sie nicht,
    ich bin gierig und will stets noch mehr.

    Es gibt kein Gold in New York, es gibt kein Gold.
    Drum fahr ich nicht darauf ab, macht was ihr wollt.
    Das Gold ist weg aus New York, weil’s keiner braucht,
    weil es als Zahlungsmittel und als Geld nicht taugt.

    Denn Gold bringt ja gar keine Zinsen, Bonds und Aktien bringen viel mehr,
    Und sein Preis geht stets in den Binsen, Mein Vermögen ich stetig vermehr‘.
    Die Goldbugs, die singen so Lieder, nach dem Bullen käm‘ auch mal der Bär,
    daß die Blase bald platzt, daß der Euro abkratzt,
    doch das interessiert mich nicht sehr.

    Es gibt kein Gold in New York, es gibt kein Gold.
    Drum fahr ich nicht darauf ab, macht was ihr wollt.
    Das Gold ist weg aus New York, weil’s keiner braucht,
    weil es als Zahlungsmittel und als Geld nicht taugt.

  4. Ich weiß nicht, ob ich mich auf dieser Seite unbeliebt mache … egal

    Bei der Frage der Mainpulation des Gold-Papierpreises zwei Aspekte:
    a) ich las vor ein paar Tagen hier, dass jemand die Förderkosten bei 1200 ansetzt; es soll bei diesen Kosten um nachgewiese Kosten handeln. Darin sind aber noch nicht die shipping Kosten, die Verkaufskosten … enthalten, von Gewinnen ganz zu schweigen. Wir befinden uns demnach in einer Börsenbewertung, die zu zunehmenden Insolvenzen führt. Ich halte gewisse Marktteilnehmer für so klug, den Patienten Gold noch ein bisschen am Leben zu erhalten, um weiterhin davon zu profitieren. Will heißen: Börsenbewertung knapp über den Förderkosten.
    b) China und Russland bereiten sich auf ein Währungsszenario vor, durch welches die USA mit ihrer Welt-Leitwährung in Gefahr geraten könnte; Hebel der Russen und Chinesen: Gold. Geostrategisch ist also der Gold-Börsenwert zur Spielmasse der Politik geworden. Ein abgesenkter Goldwert schadet also Russen und Chinesen – so könnten Strategen denken. Will heißen: Börsenbewertung unterhalb der Förderkosten.

    • Wolfgang Schneider

      @Hans
      http://viewzone2.com/fakegoldx.html
      Die angeblich 8.133 Tonnen Gold der Fed wurden zuletzt gezählt, als Harry Truman Präsident war. Vielleicht haben die Amis schon längst ein leeres Pulvermagazin, bloß das darf noch nicht offiziell gemacht werden. Wozu sonst die Aktion mit den Wolfram-Barrenkernen, die ja schon unter Bill Clinton war? Wieso die hastige Wegnahme des ukrainischen Staatsgoldes aus Kiew vor 5 Jahren? In London haben sie das Gold von Gaddafi verkauft, das vom Irak ist auch weg, in Syrien haben sie vom ISIS 50 Tonnen einkassiert als Schutzgeld für freies Geleit. Venezuela soll insgesamt 80 Tonnen in London deponiert haben – arme Säue. Ich wette meine Konföderierten-Flagge drauf, daß die Amis keins mehr haben, dafür aber noch immer einen auf dicke Hose machen. Höchste Zeit, daß Rußland und China den van Helsing machen und Sonnenlicht in die Vampirgruft fluten lassen. Völlig egal, wie das Gold in Dollar bewertet wird. Das mit den Sanktionen gegen Rußland und die entlang der russischen Grenzen geschürten Konflikte sind nichts anderes als ein Krieg, den der Amerikaner losgetreten hat – Rußland sollte vom SWIFT abgeschnitten werden wie der Iran, und jetzt hat Putin den Fehde-Handschuh aufgenommen – Einsatz in Syrien und 99 Militärberater in Venezuela – und jetzt tanzt der Ami mit dem Bären. Der Russe hat einen langen Atem und denkt auch langfristig, also strategisch und nicht bis zum nächsten Quartal. Das tun die Chinesen erst recht. Was ich nicht verstehe, ist, warum die Führung in Peking weiterhin felsenfest behauptet, daß der Staat nur ca. 1.800 Tonnen Gold besitzt. Auf jeden Fall ist diese Dollarwelt ein sinkendes Schiff, und ich würde mich davonmachen, egal ob ich eine Ratte oder ein Drache bin. Erst recht, wenn man mir droht und mich einschnürt.

      • @Wolfgang Schneider

        Maduro‘s Anfrage bei der Bank of England:

        Wo ist mein Gold ?
        Sorry, Force Majeure…

        Man kann sich aber auch (in kluger Voraussicht) auf einen (T-Bond-)“Force Majeure“ vorbereiten.

        • Wolfgang Schneider

          @Watchdog
          Dann sind zwei Dinge zwangsläufig. Erstens, daß die Amis den Euro vor den Bus schubsen, um ihre eigene kaputte Währung zu retten. Müßte auch Mutti und Juncker klar sein. Ich zünde die andere Scheune an, so daß jeder sein geerntetes Korn bei mir einfahren muß. Alternativlos sein. So kann ich meine Schulden-Orgien fortsetzen, irrsinnig rüsten und die Welt weiterhin militärisch erpressen. Und wenn ich schon für die Sparer das Schlupfloch der Bargeld-Hortung schließe, ist ein EM-Verbot nur konsequent, denn wieso soll diese Flucht-Möglichkeit verbleiben? Wohne an der (offenen) polnischen Grenze – ich mag irgendwie nicht glauben, daß die von Nationalisten regierten Polen bei all den Sauereien mitmachen. Polnisches Bargeld vorrätig haben. Das einzige wäre, daß dann konsequent die Grenzen kontrolliert werden. Heißt, der Zoll kontrolliert Meyer, Müller und Schmidt auf polnisches Bargeld und EM, die Bundespolizei kontrolliert aber nicht Matumba, Mustafa und Thabo, ob sie Visum und Reisepaß haben. Konsequent eben.

  5. egal! think longterm!

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