Gold-ETF: Investoren ziehen in Kurskorrektur Milliarden-Kapital ab

Die Goldpreis-Korrektur hinterlässt Spuren bei den ETFs. Aus dem SPDR Gold Shares flossen binnen einer Woche 1,4 Milliarden US-Dollar ab.

Der SPDR Gold Shares verlor innerhalb einer Woche mehr als 13 Tonnen Goldbestand.
Investoren ziehen Geld ab: Der SPDR Gold Shares verzeichnet hohe Metall- und Kapitalabflüsse während der Goldpreis-Korrektur.

Größter Gold-ETF: Investoren ziehen Kapital ab

Der Kapitalabzug aus dem größten Gold-ETF hat sich in der jüngsten Goldpreis-Korrektur beschleunigt. Der SPDR Gold Shares (GLD) meldet per 10. Juni 2026 physische Goldbestände von 1.013,64 Tonnen. Damit wurden innerhalb einer Woche 13,22 Tonnen ausgebucht. Seit Jahresbeginn hat sich die Lagermenge um knapp 57 Tonnen oder 8 Prozent verringert.

Die Kapitalabflüsse aus Gold- und Silber-ETFs spiegeln die jüngste Schwäche am Edelmetallmarkt wider.

Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage zogen Investoren netto 1,4 Milliarden US-Dollar aus dem Fonds ab. Im Jahresverlauf summiert sich der Nettokapitalabfluss bereits auf 7,7 Milliarden US-Dollar. 

Pro ausgegebenem GLD-Anteil muss der Betreiber eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern.

Silber-ETF SLV ebenfalls mit Abflüssen

Währenddessen verzeichnete auch der Silber-ETF iShares Silver Trust (SLV) weitere Metallabflüsse. Diese fielen aber vergleichsweise moderat aus. Denn der Silberbestand sank im Zeitraum vom 4. bis 10. Juni 2026 um lediglich 0,06 Prozent oder 8,46 Tonnen auf 15.027,71 Tonnen. Dabei flossen unter dem Strich aber nur geringe Kapitalbeträge ab.

Seit Jahresbeginn verringerte sich die Lagermenge um rund 1.416 Tonnen beziehungsweise 8,6 Prozent. In diesem Zeitraum flossen 3,4 Milliarden US-Dollar aus dem Fonds ab. Ein SLV-Anteil ist offiziell mit einer Unze Silber gedeckt.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Juni 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 10. Juni 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche und seit Jahresbeginn.

EFT-Investments folgen dem Trend

Die Entwicklung der großen ETFs reflektiert die aktuell schwache Investmentnachfrage bei Gold und Silber. Mit Kursen knapp unter 4.100 US-Dollar hat der Goldpreis seit Ende Januar fast 25 Prozent korrigiert. Der Silberpreis brach sogar um 45 Prozent von seinen Höchstkursen ein. 

Dabei folgen die ETF-Investments in der Regel den bestehenden Trends, können diese aber durch entsprechende physische Metallbewegungen verstärken. 

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

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