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Haushaltsloch: Auch die deutsche Regierung wollte Gold verkaufen

Gold, Bundesbank

Die deutschen Goldreserven werden von der Deutschen Bundesbank verwaltet (3.369,7 t). Wäre dem nicht so, der größte Teil davon wäre vielleicht schon staatlich verkonsumiert (Foto: Nils Thies)

Italienische Politiker wollen mit dem Kauf heimischer Goldreserven Haushaltslöcher stopfen. Auf diese Idee kam vor einigen Jahren auch die deutsche Bundesregierung. Gut, dass die Bundesbank sich querstellte.

In Italien ist eine Diskussion neu entflammt, die in den vergangenen Jahren vielfach geführt wurde. Es geht um den Verkauf staatlicher Goldreserven. Das Ziel: Man will Haushaltslöcher stopfen oder zusätzliche Liquidität für Konsumausgaben und teure Wahlversprechen schaffen. Auf die Idee des Goldverkaufs kommen aber nicht nur strukturschwache Länder – Venezuela und die Türkei sind weitere Beispiele.

Was viele nicht mehr wissen: Selbst der ehemalige Bundesfinanzminister Hans Eichel wollte im Jahr 2005 die Staatskasse mit dem Verkauf von Bundesbank-Gold füllen. Zu dieser Zeit war das Zentralbank-Abkommen CBGA III ausgelaufen. Die unterzeichnenden Staaten, darunter Deutschland, hatten sich seit 2009 dazu verpflichtet, bis zu einer Obergrenze von insgesamt 400 Tonnen pro Jahr nicht als Verkäufer auf dem Goldmarkt aufzutreten. Eichel wollte Steuererhöhungen vermeiden, aber auch die damalige Ökosteuer nicht antasten. Der SPD-Mann liebäugelte mit Erlösen von rund einer Milliarde Euro. Die Bundesbank hätte 120 Tonnen Gold verkaufen können.

Schätzen Sie, was das Gold heute wert ist! Das rund 3,6-fache von damals, nämlich 4,47 Milliarden Euro. Ende 2004 kostete eine Unze Gold noch 321 Euro. Dem Widerstand des damaligen Bundesbank-Präsidenten Axel Weber war es zu verdanken, dass diese absurde Idee nicht umgesetzt wurde. Immerhin hatten sechs der acht Bundesbank-Vorstände dem Antrag Eichels zugestimmt.

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Eingetragen von am 13. Feb. 2019. gespeichert unter Banken, Deutschland, Gold, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

15 Kommentare für “Haushaltsloch: Auch die deutsche Regierung wollte Gold verkaufen”

  1. Ist eigentlich die akute Faktenphobie der selbsternannten Qualitätsmedien heilbar? Wäre es zu anmaßend eine Hypochondrie zu unterstellen?

    • @Schachspieler
      Unter Hypochondrie leiden nur eingebildete Kranke. Die Faktenphobie der Marke „Schere im Kopf“ ist aber REAL ! Weiterführende Infos auch hier bei der Apotheken-Umschau…;-)).
      Spielst Du eigentlich gerne Räuberschach?

      • @Falco
        Da muss ich Dir leider widersprechen. Gemäß ICD-10 (WHO) handelt es sich bei der Hypochondrie um eine ernstzunehmende Krankheit, die aber auf keinem klinischen Befund beruht. Die Faktenphobie beruht auch auf keinem klinischen Befund, aber ist, wie du sagst, REAL.
        Da ich erst mit 17 Jahren mit dem Schach angefangen habe, habe ich Räuberschach nie gespielt und möchte es auch nicht. Ich bleibe lieber bei den guten alten Fide- Regeln…

  2. Dass die OZ.Gold Ende 2014 321 Euro gekostet hat ist Unfug.Das war 2002 bis 2004 so.

  3. Das deutsche Staatsgold war schon lange vor 2004 nicht mehr vorhanden, was hätten sie also verkaufen wollen, soche Artikel vom Goldreporter kann man getrost als Beruhigunspille fürs Volk ansehen. Der GR gibt soetwas unkommentiert weiter, soll sich doch der Leser selbst einen Reim darauf machen, nur dass die Wenigsten eben auch diese Information haben.

    • @Hillbilly

      Hast Du Belege dafür? Habe diese Informationen nämlich auch nicht. Würde aber gerne zu den Informierten gehören.

      • Wolfgang Schneider

        @Anke Bauer
        http://viewzone2.com/fakegoldx.html
        Wozu orderte Bill Clinton 1,4 Mio. Wolfram-Barrenkerne? Ist auf Englisch.

      • Hallo Anke, das kannst du im DeepWeb nachlesen, dort findest du die Infos, welche Google dir vorenthält. Du benötigst dazu aber einen speziellen, aufgebohrten Browser (Firerfox).

      • Wolfgang Schneider

        @Anke Bauer
        Auszug aus dem Link: „According to gold expert Theo Gray, the problem is that there are very few metals that are as dense as gold, and with only two exceptions they all cost as much or more than gold. The first exception is depleted uranium, which is cheap, if you’re a government, but hard for individuals to get. It’s also radioactive, which could be a bit of an issue.“
        Statt Wolfram kann man also auch abgereichertes Uran für Falschbarren verwenden. Mein Gott, man mag gar nicht drüber nachdenken, was unsere Bundesbank-Beamten-Triefärsche da evtl. in Frankfurt eingelagert haben.

  4. Wolfgang Schneider

    https://www.goldreporter.de/grosbritannien-gordon-brown-wegen-goldverkaufen-unter-beschuss/gold/1721/
    Finanzminister Gordon Brown HAT es gemacht. 60% des Goldes von GB zu Niedrig-Preisen verschleudert. Und sich damit einen Platz in den Geschichts-Büchern erworben, die Aktion ging als Brown’s Folly (Browns Narrenstück) in die Annalen ein.
    Und zum Genossen Hans Eichel hatte Alfred Tetzlaff folgenden Spruch parat: „Der Sozi ist nicht grundsätzlich dumm, er hat nur sehr viel Pech beim Nachdenken.“

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