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Indien: Gold wird als Wahlgeschenk verteilt

Gold, Tola, Barren

Tola-Goldbarren: Diese Goldmenge soll jede Braut in Assam bekommen, deren Familie im Jahr weniger als umgerechnet 6.000 Euro verdient.

Rund 80.000 Bräute in der indischen Provinz Assam sollen von der Regierung jeweils rund 11 Gramm Gold erhalten. Insgesamt 875 Kilo Gold will man an Einkommensschwächere als Wahlgeschenk verteilen.

Im indischen Bundesstaat Assam stehen im kommenden Mai Wahlen an. Die Regierung wirbt mit einem besonderen Wahlgeschenk die Stimmen der ärmeren Bevölkerung: Gold!

Wie Reuters berichtet, hat das Finanzministerium 3 Milliarden Rupien budgetiert, um dieses Gold-Programm zu finanzieren. An rund 80.000 Bräute sollen 875 Kilogramm Gold verteilt werden. Das entspricht 1 Tola Gold pro Frau, umgerechnet etwas mehr als 11 Gramm. Bei einem Goldpreis von derzeit 37,10 Euro pro Gramm, entspricht dies einem Wert von 405 Euro. Assam ist ein bedeutendes Tee-Anbaugebiet im Nordosten Indiens. In dem Gebiet gibt es einen großen Anteil an Landbevölkerung und diese Menschen legen ihre Ersparnisse traditionell in Gold an.

„Es ist übliches Ritual, das seit Jahrzehnten Teil der Gesellschaft in Assam ist. Man gibt der Tochter Goldschmuck als Geschenk, um sie zu segnen, wenn sie das Haus des Vaters verlässt, um ein neues Leben zu beginnen. Ich erachte es als meine feierliche Aufgabe an der Seite jener Väter zu stehen, die sich dieses Gold-Geschenk nicht leisten können“, erklärt Assams Finanzminister Himanta Biswa Sarma.

Das Gold will man bei der indischen Zentralbank ankaufen und es den Empfängerinnen direkt überreichen. Allerdings soll es nur Frauen zugutekommen, deren Familie ein Jahreseinkommen von weniger als 500.000 Rupien (umgerechnet 6.000 Euro) verfügt.

Aber das war noch nicht alles. Die Regierung will auch Geschenke an andere Bevölkerungsgruppen verteilen. Mädchen, die einen besonders guten Schuldabschluss vorweisen können, sollen ein Elektrobike erhalten, um damit zur Universität zu kommen. Farmern werden Bargeld und Steuererleichterungen versprochen.

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Eingetragen von am 8. Feb. 2019. gespeichert unter Gold, Indien, News, Politik. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

12 Kommentare für “Indien: Gold wird als Wahlgeschenk verteilt”

  1. Das wäre doch mal eine Idee für das geburtenschwache Deutschland.

  2. Das Wochenende steht vor der sprichwörtlichen Tür. Da sei ein kleiner Exkurs erlaubt. Heute: Die City of London.

    Rund 500 multinationale Bankkonzerne haben dort ihre Headquarters. 350000 Banker und Ausübende artverwandter Professionen pendeln täglich in dieses Zentrum finanzkapitalistischer Verwertung. Bewohner im altmodischen Sinne gibt es aber nur 9000. Selbige haben jedoch zu den „Kommunalwahlen“ keinen Zugang.

    Die City of London verwaltet sich weitgehend selber – manche sprechen nicht ganz zu Unrecht von Exterritorialität (ähnlich wie auch die EZB in Frankfurt). So verfügt die City über eine eigene Polizeibehörde, deren Gesundheitsbehörde ist für die gesamten Hafenanlagen und auch für die Kontrolle importierter Waren im Flughafen Heathrow zuständig.

    Innerhalb der City gibt es wiederum zwei rechtlich eigenständige Enklaven, der „Inner Temple“ und der „Middle Temple“ neben den Royal Courts of Justice. Sie sind zwar Teil einer „zeremoniellen Grafschaft“, werden jedoch nicht von der „Corporation“ verwaltet. Die Corporation stellt das eigentliche Organ der Selbstverwaltung dar.

    Wahlberechtigt sind – da ist man uneingeschränkt ehrlich – ausschließlich die Finanzkonzerne. Je mehr Mitarbeiter ein Unternehmen hat, über desto mehr Stimmen verfügt es. Einzelpersonen ohne Eigentum sind von der Teilnahme bei Kommunalwahlen weitgehend ausgeschlossen.

    Ziel dieser Konstruktion ist natürlich die weitgehend ungestörte Ausübung der ehrenwerten Geschäfte. Und die britische Politik war auch immer rührend bemüht, die Deregulierung zugunsten der Finanzindustrie voran zu bringen.

    https://www.lunapark21.net/jahrhunderte-im-dienst-des-kapitals/

    • @Thanatos

      Wird uns nicht immer erzählt, dass England die älteste Demokratie der Welt sei?
      Demokratie bedeutet offenbar vor allem totale Freiheit für die Multis und Großkonzerne.

    • @Thanatos
      besser hätte ich es nicht schreiben können. Gibt also keinen Grund für die Banken, aufgrund des Brexit zu jammern. Dem Vatikan, der BIZ und auch Washington DC sagt man diesen Status nach. Wer dort das Sagen hat, ist nicht schwer rauszufinden.
      Deshalb sei in der Tat mal die Frage erlaubt, warum man solch ein Bohei und den Brexit macht? Alles, was auf der Insel produziert wird, kann der Kontinent besser. An der Wirtschaft kann es nicht liegen oder nur bedingt.
      Müssen vielleicht die verbleibenden englischen Truppen aus Deutschland abgezogen werden?
      Wie sieht es mit Englisch als Amtssprache aus?
      Gibraltar? Zypern?
      Mitte Juni läuft nach 100 Jahren der Vertrag von Versailles aus …
      Leider erzählt man uns ja nichts und man will das Volk dumm halten. Ich würde mich freuen, wenn ich sich England abspalten und Richtung Amerika driftet…
      Immerhin war und vermutlich ist es immer noch das Ziel der Briten und Amerikas Deutschland klein zu halten.
      Ab Minute 10:40 wird es offen ausgesprochen.
      https://www.youtube.com/watch?v=efAOEExv_e4

      • sollte heißen:
        wenn sich England abspaltet und Richtung Amerika driftet…

      • Wolfgang Schneider

        @Familienvater
        https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Walewska
        Ja, die alte Idee vom Marszalek Pilsudski. Allerdings wird die polnische Nation das erste Opfer der Erschütterungen in Europa sein. Mir hat mal ein Pole erklärt, warum er an seinem eigenen Volk so verzweifelt. Die haben sich zu Abertausenden verheizen lassen in Napoleons Rußland-Feldzug anno 1812, wo nichts bei rauskam. Und 1804 gab es auf Haiti eine erfolgreiche Sklaven-Rebellion, wo die alte Obrigkeit gestürzt wurde. Haiti war eine französische Kolonie, und Napoleon wollte nicht dulden, daß „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ auch für schwarze Sklaven gilt. Also schickte er seine Polen hin als Auxilia wie ein römischer Kaiser es gemacht hätte. Divide et impera. Die Polen starben auf Haiti wie die Fliegen, sie kamen mit dem Klima und den Krankheiten dort nicht zurecht. Gehofft hatten sie – und legendär ist die Gräfin Walewska, die Napoleon schon um den Finger gewickelt hatte – daß Polen nach den 3 Teilungen seine Unabhängigkeit wieder bekommt. Der korsische Sergeant hatte aber seine eigenen Pläne. Er wollte nach der Niederwerfung Rußlands nach Amerika rübersegeln und sich Nord- und Südamerika untertan machen Diesen Größenwahn sehe ich heute bei den Amerikanern. Bis zum Arsch in Schulden, und China mit der rechten und Rußland mit der linken Hand erwürgen wollen. Wenn Kaiser Jean-Claude der Versoffene erst damit anfängt, gegen die bockigen Engländer wirtschaftliche Strafmaßnahmen zu verhängen, könnte London mit der Beschlagnahme des deutschen Goldes (427 Tonnen) reagieren sowie mit der Ausweisung der 900.000 Polen, die mittlerweile in GB leben und arbeiten. Unlängst erklärte mir ein Unternehmer aus Brandenburg, daß ausgerechnet diese Polen die Einzigen sind, die in England noch richtig (nicht als Krawattenträger in der City of London) was arbeiten und machen. Quirlige Handwerker, die sofort zur Stelle sind. Die malochen. Und die man in der Heimat sogar vermißt. Während andererseits die Briten sich dran gewöhnt haben, daß Jacek und Wacek auf Anruf sofort zur Stelle sind. Kurzum, besagter Firmenchef aus Beeskow erklärte mir, daß die Polen fast die Einzigen sind, die sich die Hände dreckig machen und schuften. (Fast so wie bei den Libyern unter Gaddafi, wo kein einziger Libyer arbeiten mußte – alles Gastarbeiter im Land.) Zusammengefaßt wäre die Ausweisung der Polen aus GB der Fangschuß für die Briten. Kann mich noch erinnern, wie meine Mutter, als ich ein Bengel war, stets versuchte, Hosen aus Manchester für mich zu ergattern, die gab es auch in der DDR, und sie waren heiß begehrt. Sagenhafte Qualität. Wie Ronald Ray-Gun in Amerika hat Maggie Thatcher in GB ganze Arbeit geleistet, was die Deindustrialisierung angeht. Man kann es sich gar nicht vorstellen, als hätte ein Henry Morgenthau gewütet. Zusammenfassend will ich sagen, daß diese Pläne von Leuten wie Friedman und anderen Indianern vom Stamme des Homo hebraeus americanensis zum Scheitern verurteilt sind wie die des Franzosenkaisers. Wahn und Realität, Wunsch und Möglichkeiten klaffen zu weit auseinander. Sie werden den Westen dabei endgültig zerlegen. Wollen wir hoffen, daß wir uns über unser Gold dann überhaupt noch freuen können.

      • @Familienvater

        Danke Dir, das hängt bei mir von der Tagesform ab.

        Die City of London wird nicht gleich untergehen, das sehe ich auch so. Allerdings ist das Smartmoney wie ein scheues Reh. Werden irgendwo anders bessere Konditionen geboten, wird der Laptop eben zugeklappt und am Montag früh wieder woanders hochgefahren.

        Inzwischen ist die Diskussion in GB um den Brexit völlig aus dem Ruder gelaufen. In den Pubs wird aggressiv und nationalistisch aufgeladen von einem neuen Krieg fabuliert, den die trunkenen Helden selbstredend locker gewinnen würden. Die Konservativen wie auch die Labour Party sind gespalten und das Finanzkapital beobachtet derweil skeptisch den Zirkus – jederzeit bereit, nüchtern Konsequenzen zu ziehen.

        Ob die Angelsachsen Deutschland besser einhegen könnten, wenn der Brexit ausbliebe, ist die Frage. Die Kraft der Deutschen Exportindustrie in Sachen asymmetrischer ökonomischer Durchdringung der Nachbarn ist schließlich ungebrochen. Der Brexit ist wohl letztlich der Schwäche Großbritanniens geschuldet.

        @Translator

        „Gebt uns unsere Landsleute zurück!“, so etwas pathetisch der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki in einem Interview mit der BBC:
        https://www.heise.de/tp/features/Vom-Brexit-und-Brexodus-4296525.html

        • Wolfgang Schneider

          @Thanatos
          https://www.achgut.com/artikel/ein_besuch_in_der_islamischen_republik_tower_hamlets
          Als nicht-therapierbarer Querfrontnazi vom Dienst kann ich Dir nur sagen, daß die Briten drauf und dran sind, die Falschen aus ihrem Land zu jagen. Den Krieg, den die Stammtisch-Proleten wollen, werden sie haben. Und zwar dann, wenn sie wirtschaftlich abschmieren, mit den Migranten und deren Nachkommen in eigenen Land. Erinnere Dich mal, wie kurz nach Maggie Thatchers Machtergreifung in GB die Städte, besonders die Migranten-Viertel brannten. Das war Bürgerkrieg. Und das kommt wieder. Als nächstes kommt die Zerfalls-Tendenz hinzu. Mittlerweile denken nicht nur die Schotten laut über ein zweites Referendum zum Austritt nach, selbst die Protestanten in Nordirland, die übrigens zumeist aus Schottland abstammen, haben einen dicken Hals auf London und die Engländer und denken über ein Zusammengehen mit dem früheren Feind, der Republik Irland nach, was ihnen wirtschaftlich mehr bringt. Über ihre Öl- und Gasvorkommen und die Fischgründe würden die Schotten dann allein verfügen, London bliebe nur noch die Zockerbande in der City, und selbst denen steht schon der kalte Schweiß auf der Stirn. Ja, die bräuchten wie die Amis dringend einen Krieg, der kurz, schnell und siegreich verläuft wie der 1982 gegen Argentinien. Dieser hatte Maggie Thatcher den Arsch gerettet. Sie wäre sonst nicht wiedergewählt worden und hatte sogar Vermittlungs-Angebote von Ronald Reagan kühl abgewiesen, der keinen Konflikt zwischen zwei verbündeten Nationen wollte. China oder Rußland wären eine Nummer zu groß. Wie wär’s mit Venezuela zusammen mit Uncle Sam? Sag über Gorbatschow, was Du willst, aber der Zerfall der UdSSR verlief geradezu glimpflich und mit wenig Blut. Mit viel weniger, als ich selber, der ich 1990/91 ein Jahr in Moskau studiert habe, dachte. Muß man ihm als Verdienst anrechnen. Ob es bei GB auch so laufen wird? Wir werden sehen, sagte der Zen-Meister.

  3. Wolfgang Schneider

    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/staatshilfen-niemals/ar-BBTlp6N?MSCC=1549659554&ocid=spartanntp
    Und ewig grüßt das Murmeltier. Ob sie pleitegegangene Bordelle auch retten?

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