Indiens Goldimporte brechen ein: Steuerstreit legt Markt lahm

Indiens Goldimporte fallen im April massiv. Ein Steuerkonflikt mit Banken legt den wichtigsten Importkanal lahm.

Indiens Goldimporte sind im April auf nur noch etwa 15 Tonnen gefallen – so wenig wie seit rund 30 Jahren nicht mehr. Hauptgrund ist laut Medienberichten ein Streit über eine Steuer: Behörden verlangen plötzlich eine Abgabe von drei Prozent auf Goldimporte. Banken, die den Großteil der Einfuhren abwickeln, stoppten daraufhin ihre Lieferungen komplett. Hintergrund ist eine fehlende offizielle Genehmigung für Bullion-Importe. Da alternative Handelswege nur geringe Mengen liefern, bricht die Nachfrage deutlich ein – mit möglichen Folgen für den globalen Goldmarkt.

Goldreporter-Kommentar: Wenn ein Kernmarkt wie Indien ausfällt, trifft das die physische Nachfrage – kurzfristig kann das den Goldpreis dämpfen.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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