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Italien: Politiker wollen ran ans Gold

Gold, Italien (Bild Goldreporter)

Italien besitzt offiziell 2.451,8 Tonnen Gold. Aber wem gehört es und was fängt man damit an? (Bild Goldreporter)

In Italien debattieren Politiker über die Verfügbarkeit und die Verwendung der heimischen Goldreserven. Wozu brauchen Staaten eigentlich Gold?

Da sind sie wieder, die Diskussionen und Begehrlichkeiten rund um das Gold der Staaten. Schon während der Eurokrise ab 2011 wurde in Griechenland, Zypern und anderen klammen Ländern über den Verkauf der heimischen Goldreserven nachgedacht, um sich Liquidität zu verschaffen. Zuletzt musste die Regierung unter Nicolas Maduro in Venezuela zu diesem Zweck Gold opfern. Und nun ist unter italienischen Politiker eine neuerliche Debatte über das Staats-Gold entbrannt.

Mit offiziell 2.451,8 Tonnen besitzen weltweit nur zwei Länder mehr Gold als Italien: die USA und Deutschland. Wie Bloomberg berichtet, will der zur Regierungspartei Lega gehörende Parlamentarier Claudio Borghi nun die Besitzverhältnisse klären lassen. Oppositionspolitiker werfen ihm vor, seine Partei beabsichtige, das Gold gegebenenfalls zu verkaufen, um sich finanziellen Spielraum bei den Staatsausgaben zu verschaffen. Borghis sagt: „Mein Gesetzesentwurf zielt nur darauf ab, klarzustellen, dass das Gold dem Staat gehört und nicht der Regierung“. Italiens Vizeministerpräsident Matteo Salvini bestätigt dagegen die Befürchtungen der Opposition. Laut einem Bericht der Zeitung La Stampa hat er tatsächlich vorgeschlagen, Teile der Goldreserven zu verkaufen, um Haushaltslöcher zu stopfen.

Dies wirft einmal mehr die Frage auf, wozu das Gold eigentlich verwendet werden soll, das bei den Zentralbanken liegt, mit dem früher Handelsüberschüsse unter Staaten ausgeglichen und Währungen gedeckt wurden?

Natürlich handelt es sich bei Gold um Krisengeld. Es ist eine universelle Währung, mit der man Rohstoffe kaufen und natürlich auch Schulden bedienen kann. Das Gold einfach zu verkonsumieren, ist allerdings leichtfertig. Das tut man besser mit Kredit(geld), so wie es die USA seit Jahrzehnten vormachen. Die hoheitliche Aufgabe des Goldes ist es, Vertrauen und Bonität zu schaffen, ohne es tatsächlich verscherbeln zu müssen. Gold ist wie eine Waffe, mit der man sich Respekt verschafft. Es ist eine Versicherung, ein Anker und eine Rücklage, mit der man notfalls ganz neu anfangen kann – etwa um eine neue, vertrauenswürdige Währung aufzubauen.

Hintergründe dazu lesen Sie in unserem Spezial-Report „Wenn Gold wieder Geld wird“. Was man als Privatperson mit seinen Goldreserven am besten anfängt, erklären wir in unserem Ratgeber „Strategien für Goldbesitzer“.

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Eingetragen von am 12. Feb. 2019. gespeichert unter Europa, Gold, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

23 Kommentare für “Italien: Politiker wollen ran ans Gold”

  1. https://www.youtube.com/watch?v=cZCYzBkqoFM

    Eine Sendung über die Blockchain auf 3SAT, von Ende Januar.
    Interessiert evtl. den einen oder anderen Forum User.

    Grüße

  2. Wenn Italien sein Gold loswerden will, so kann sich das Kartell das abschminken.
    Ich kenne Italien. Das einzige Kartell, welche dann das Gold bekommt, lebt südlich von Neapel und nennt sich Ndranghetta.

    • Die Frage ist ja auch, wo Italiens Gold lagert. Ich glaube, dass das auch in den USA ist, jedenfalls auf dem Blatt Papier.

      Wenn wir mal davon ausgehen, dass das Gold schon verliehen ist, dann ist es gar nicht da. Wer kauft denn, was gar nicht da ist? Aber heutzutage soll ja alles möglich sein. Es werden ja Container verkauft, die nicht da sind!

      Schöne neue Welt!

  3. Deutschland sollte das Gold als Sicherheit fordern. 400 Mio alleine Italien aus Target-Forderungen.

  4. Ich hatte gestern einen aufschlussreichen E-Mail-Austausch mit einem SPIEGEL-Autoren zu dessen Artikel „Bar wird rar“ aus dem Printheft Nr. 5/26.1.2019. Den möchte ich Euch nicht vorenthalten. Habe ihn gekürzt und anonymisiert.

    ***

    Sehr geehrter Herr,
    in Ihrem Artikel insinuieren Sie, der Widerwille gegenüber der Bargeldabschaffung sei ein Beleg für eine gewisse Andersartigkeit der Deutschen, die zwischen Furcht und Irrglaube anzusiedeln sei: „Mancher wittert hinter der Idee der Abschaffung des Bargelds gar eine Verschwörung, die nur darauf zielt, endlich Negativzinsen auf Einlagen erheben zu können.“
    Ich frage mich – und die Frage leite ich gerne an Sie weiter -, ob Sie die dazu gehörige kritische Diskussion nicht wahrgenommen haben oder ob der Rekurs auf selbige im Sinne der Linie Ihrer Publikation nur einfach nicht opportun erschien. Zu Ihrer Information anbei ein aktueller Artikel zu einschlägigen Überlegungen innerhalb des IWF:
    https://www.welt.de/wirtschaft/article188528229/Bargeld-So-koennte-eine-stille-Enteignung-ueber-Negativzinsen-funktionieren.html

    Lieber Herr,
    herzlichen Dank für Ihre Nachricht zu meinem Text. (…) Es gibt keine Pläne der Bundesregierung, Bargeld abzuschaffen. Wenn Ihnen welche bekannt sind, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie mir entsprechende Fundstellen schicken. Im Gegenteil: Ich las zuletzt wieder ein klares Bekenntnis für das Bargeld.(…) Sie schreiben, es gebe eine „Linie“ des SPIEGEL. Welche soll das sein, woran machen Sie das fest? Meine Kollegen beleuchten nach meiner Wahrnehmung die Stabilität des Euro-Raumes sehr kritisch und fundiert. Darum drehte es im Artikel „Bar wird rar“ aber gar nicht. In meinem Text ging es schlicht um Geschäfte, die für sich festgestellt haben, dass das Handling von Bargeld für sie teurer ist, als bargeldlose Systeme. Das ist schon alles. Wenn Sie bar bezahlen wollen, geht das an mehr Orten in Deutschland, als wenn sie unbar bezahlen möchten. Nochmals sehr herzlichen Dank für Ihre Nachricht sowie auch und vor allem für Ihre Leserschaft.

    Sehr geehrter Herr
    Nur soviel: Sie fragen nach der Linie des SPIEGELS. Dazu reicht vielleicht mein Hinweis, dass offizielle Verlautbarungen der Bundesregierung offenbar inzwischen als hinreichender Beleg für journalistische Aussagen herhalten müssen. Das war beim SPIEGEL nicht immer so. (…)
    Ja, es ging Ihnen primär um die Verbreitung des bargeldlosen Bezahlens. Sie ließen sich aber die von mir monierte Diffamierung einer kritischen Haltung dazu nicht nehmen. Sorry, das ist tendenziös und manipulativ.

    Lieber Herr
    Zur Sache, über die wir mailten: Wenn meine Kollegen, die diesen Bereich bearbeiten, auch nur einen winzigen Anhaltspunkt hätten, dass die Bundesregierung einen Bargeldausstieg auch nur erwägt, wäre ich mir sehr, sehr, sehr sicher, dass sie diesem Hinweis nachgehen würden und das breitesten Raum im SPIEGEL bekommen würde. (…) Glauben Sie mir: Niemand steckt bei uns mit irgendwem unter irgendeiner Decke, es gibt keine Linie, wir berichten einfachen nur, was ist.

    ***
    Das wars auch schon.
    Anzumerken bleibt, dass der Autor sich absolut gesprächsbereit zeigte – selbst aus seinem Urlaub heraus.

    • @Thanatos

      Dunnerwedder, Du liest immer noch die Printausgabe des Hamburger Revolverblattes, Ich bewundere Deine starke Nerven. Ich bekomme schon Ausschlag wenn ich die Online-Ausgabe gelegentlich lese. In der Regel bleibe ich bereits bei der Überschrift hängen, weil sich daraus bereits-in aller Regel-der Rest ergibt. Das absolue Highligt der letzten Jahre war das hier.

      https://www.infosperber.ch/Medien/Medien-Propaganda-Zensur-Ex-Jugoslawien-Russland

      Die medialen Brandstifter spielen Feuerwehr.

      • @Krösus

        Ja, das Heft hatte ich in der Hand. Ansonsten lese ich gerne die Apotheken-Umschau – danach weiß ich immer, welche Krankheiten ich NICHT habe.

        • Thanatos,

          damit bist du JA bestens informiert.

          – machst halt nur deinen job.

          „Apothekenblatt warnt vor blonden Mädchen mit Röcken

          So schlimm wie Rassisten, die sich fremdenfeindlich verhalten und äußern,
          sind auch alle anderen, die Menschen pauschal verurteilen.
          So geschehen in einem Apothekenblatt, das vor einigen Monaten
          vor vermeintlich rechten Familien warnte.“

          – AUS:
          https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/rechtsextremismus–apothekenblatt-warnt-vor-blonden-maedchen-mit-roecken–7069140.html

          ——————————————————–

          https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/und-wie-blond-ist-dein-nazi-kind/

          ——————————————————–

          – ICH HOFFE DAS IHR DAS ERGEBNIS EURES BEMÜHENS
          … MITERLEBEN DÜRFT

          …von ganzen herzen !!!!!

          • @Verkäuferseele

            In den Apotheken-Blättchen findet sich auch alles zu Manien, Zwangshandlungen, Tourette, aber auch zu chronischer Ausländerfeindlichkeit und Hetzattacken.
            User helfen User!

            • @Kosmonaut
              Klar,alle Ausländer werden gehetzt.Besonders die gut zahlenden Chinesen oder Amerikaner hierzulande.
              Auch die Scheichs.Die schmeisst man alle doch glatt aus dem Ritz raus.
              Waren Sie schon mal im Ritz,Adlon oder eines dieser Hotels ?
              Dann können Sie sich dort von der Ausländerfeindlichkeit überzeugen.
              Denken Sie eigentlich noch beim Schreiben nach oder kopieren Sie einfach die TAZ.
              Allerdings,dem Nichzahlenden und Fordernden ist man nicht freundlich gesinnt,egal ob Ausländer oder Innländer, überall auf der Welt.
              Sonst nennen Sie mir einen Platz auf der Welt,wo man dieser Art von Menschen den Puderzucker hinten rein bläst.
              In Sozialistisch-komunistischen Ländern ganz sicher nicht.

        • @Thanatos

          Kannst Du noch in der Partei bleiben?

          • @DerKosmonaut

            Na, ich hoffe doch!!

            Die Partei,
            Die Partei, die hat immer recht.
            Und, Genossen, es bleibe dabei.
            Denn wer kämpft
            Für das Recht, der hat immer recht
            Gegen Lüge und Ausbeuterei.
            Wer das Leben beleidigt,
            Ist dumm oder schlecht.
            Wer die Menschheit verteidigt,
            Hat immer recht.

            • Wolfgang Schneider

              @Thanatos
              Du bist meine Muse, meine Inspiration, Gott segne Dich!
              https://www.youtube.com/watch?v=JZ3_d0unago
              EZB, EZB, die hat immer Recht

              Sie hat uns alles gegeben. Mickymaus-Geld, und sie geizte nie.
              Auch wenn sie mal lag daneben – was wir sind, sind wir durch sie.
              Hat die Vernunft sie verlassen, war die Kritik ihr egal.
              Tut sie verarschen die Massen, Geld drucken ist kein Skandal.
              /Refrain:/ EZB, EZB, die hat immer Recht. Und ihr Sparer, es bleibe dabei.
              Denn wer kämpft für den Euro, hat immer Recht gegen Professor Sinns Litanei.
              Wer den Nullzins beleidigt, ist dumm oder schlecht.
              Wer den Target verteidigt, hat immer Recht.
              Morgenthaus Wahnidee tut den Deutschen recht weh,
              EZB, EZB, EZB!

              Sie hat uns niemals geschmeichelt, packt uns beim Nachdenken auch die Wut.
              Sie hat die Banken gestreichelt. Bail-out, und schon war es gut.
              Zählt denn auch Schmerz und Beschwerde, wenn man die Schafe rasiert?
              Wenn man die riesige Herde über den Löffel balbiert?
              /Refrain:/ EZB, EZB, die hat …

              Sie hat den Rest uns gegeben. Juncker ist blau und hat keinen Plan.
              Haircut gibt’s niemals im Leben. Vorwärts, ihr Deutschen, packt an!
              Hetzen die Grünen zum Kriege – Rußland ist längst aufgewacht.
              Kommt von den Medien bloß Lüge, Reset ist längst ausgemacht.
              /Refrain:/ EZB, EZB, die hat …

        • @Thanatos

          So etwas passiert selbst mir, dass ich die Printausgabe gelegentlich in den Händen halte, wenn ich z.B. beim Einkaufen bin, meine bessere Hälfte nach Sonderangeboten Ausschau hält und ich am Zeitungsstand vorbei komme.

          Auf die Lektüre der Apothekenrundschau hingegen verzichte ich. Wenn man darin liest, was man so alles bekommen kann, da wird man ganz krank davon.

      • @krösus
        Genau, Revolverblatt.
        Deshalb lese ich nur Sputniknews und Radio RT.
        Da werden Sie geholfen.

    • Unter „Linie“ ist die Relotius-Linie zu verstehen.

      • @ravanello

        Korrekt. Habe mir einen kleinen, aber feinen Seitenhieb auch nicht verkneifen können. Die Reaktion „Ich kann Ihnen nur versichern, dass die Aufklärung des Falles Relotius mehr als ernst genommen wird.“ usw. schien mir nicht weiter aufregend. Ich wollte ja keinen langweilen.

  5. Das die Finanzmafia es nicht lassen kann, den EM Preis zu drücken. Die Preisdrückungen fallen in letzter Zeit zwas nur moderat aus, aber es fällt doch auf, dass es täglich zur gleichen Zeit passiert.

  6. Dieses Gold muss dann eine Notenbank aufkaufen und horten.
    Gelangt es auf dem freien Markt, ist es weg für immer.
    Denn dann landet es in den Händen anonymer Goldsammler und keine Regierung hat danach noch darauf Einfluss.

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