Freitag,03.Dezember 2021
Anzeige

Wird das Londoner Silber-„Fixing“ ausgesetzt?

Geldanlage in echte Silbermünzen und Silberbarren
Die Feststellung des Londoner Silber-Referenzkurs muss erneut überarbeitet werden (NathalieVanBergen – Fotolia.com).

Nach dem Fehler bei der Feststellung des Londoner Silber-Referenzkurses am 28. Januar sieht sich die London Bullion Market Association zum Handeln gezwungen.

Die London Bullion Market Association (LBMA) zieht Konsequenzen. Die Feststellung des Londoner Silberkurses wird möglicherweise ausgesetzt, aber zumindest überarbeitet, nachdem es Ende Januar zu schweren Ausreißern des Referenzkurses zu Spot- und Terminmarktpreis gekommen war (Goldreporter berichtete).

Das haben die Betreiber der elektronischen Plattform, Thomson Reuters und  CME Group am gestrigen Abend in Abstimmung mit allen Verantwortlichen sowie der britischen Börsenaufsicht FCA mitgeteilt. Der Auftraggeber, die LBMA, hat dazu Stellung genommen.

„Wir sind verpflichtet, die Integrität des LBMA-Silberkurses aufrecht zu erhalten“, erklärte Neil Stocks, der Vorsitzende des LBMA-Aufsichtskommitees. Und weiter: „Wir werden Verbesserungen vorstellen und uns mit den vielen Anwendern, die auf diese wichtige Referenz bauen, über die weiteren Entwicklungen beraten“.

Es heißt nun, man werde in Kürze Details veröffentlichen über ein neues, anonymes Auktionssystem („Blind Auction“) bei dem bis zum Handelsende nur Preise und nicht die Handelsvolumina für die Teilnehmer erkennbar seien.

Wie beim alten „Fixing“, das bis August 2014 quasi per Telefon abgesprochen wurde, wird auch die neue Kursreferenz unter einer Gruppe von nur fünf Parteien ausgehandelt: BASF Metals Ltd, Goldman Sachs International, HSBC Bank USA NA, Johnson Matthey PLC und Standard Bank PLC.

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

8 KOMMENTARE

  1. „“Es heißt nun, man werde in Kürze Details veröffentlichen über ein neues, anonymes Auktionssystem („Blind Auction“) bei dem bis zum Handelsende nur Preise und nicht die Handelsvolumina für die Teilnehmer erkennbar seien.““ Ist das nun Positiv oder negativ zu beurteilen?

  2. Anzeige
  3. Meines Erachtens wäre das ein weiterer Schritt zur „Intransparenz“ des Marktes. Ich kann mir nicht vorstellen, wie dadurch eine Verbesserung der Preisfindung „gesichert“ werden soll – im Gegenteil! Kaum jemand erfährt, wer die „Big Trades“ ausführt. Im Schaufenster werden dann nur die Preisschilder ausgehängt (und die Preisermittlung kann keiner nachvollziehen)?

  4. Man beschwichtigt weiter in London (und new york). Nur, um überhaupt noch „Hoffnung“ auf Legitimität zu erwecken.
    So hält man fix in London und im amiland für em noch weiter am leben.

    Mit anderen Worten : der london fix (und der comes fix) wird niemals wirklich fair werden…denn sonst wäre er es schon. Es liegt ja schließlich in der völligen willkür der verantwortlichen,ob man es fair und transparent macht, oder auf verschiedene andere Weisen wie bisher. Pure willkür !

  5. Was hilft es, wenn die fiesen „Füchse“ bereits im Hühnerstall herumlaufen und vom obersten Gerichtshof und der Börsenaufsicht ein dickes Bündel „Persilscheine“ (2 BIG 2 JAIL) mit sich herumtragen:

    Schafft doch einfach diesen korrupten & kriminellen LBMA-Laden ab,
    schickt die Banken nach Soho-West und überlaßt dem Markt die Preisfindung.

    Kein Hinweis darauf, „wer“ (JPM war Groß-Einkäufer) sich letzte Woche
    bei diesem großen Betrugsmanöver schnell bereichert und wer die Verluste
    eingefahren hat (Minenbetreiber).

    Alles nachvollziehbar, aber natürlich nicht bei der Börsenaufsicht.

  6. Nettes Golddrückerchen heute um 14 Uhr.12 Dollar die Unze.
    Vielleicht kommen die basher wieder zum Vorschein.Die mit den 800 Dollar oder die besonders intelligenten, mit kaufen, wenn es billig ist…………
    Nur leider bringt es den Aktien auch nicht viel (man versucht auf Biegen und Brechen die 9.300 zu halten,mit Milliardeneinsatz und Draghi kommt mit dem Eurodrucken kaum hinterher.)

  7. Anzeige
  8. Da war aber einer mutig, bei der Petition:
    Ich unterschreibe, weil ich hoffe, daß es mit dem Krebsgeschwür, das uns Deutschen seit 1914 (1917) und vielen anderen Völkern Unheil gebracht hat, ein baldiges Ende nimmt.
    Googeln hilft: liste militäraktionen
    Schönen Tag

Keine Kommentare möglich

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige