Samstag,24.Juli 2021
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Londoner Silberpreis: Plattformbetreiber springen ab

Silbermünze Wiener Philharmoniker. Der Londoner Silber-Referenzkurs dient als Basis für zahlreiche Geschäfte auf dem Silbermarkt (Foto: Goldreporter)

Die London Bullion Market Association braucht einen neuen Betreiber zur Ermittlung des Londoner Silber-Referenz-Kurses. CME Group und Thomson Reuters werfen das Handtuch.

Der Londoner Silber-Referenzkurs ist nach wie vor eine wichtige Größe auf dem Edelmetallmarkt. Er dient vielen Anbietern als Basis für die Preisstellung von Silberprodukten und für Verträge auf dem Edelmetallmarkt.

Seit seiner Reformierung im August 2014 wurden der Silberkurs der London Bullion Market Association (LBMA) über eine elektronische Plattform ermittelt, bei der der ermittelte Kurs im Gegensatz zum früheren Fixing durch echte Handelsumsätze repräsentiert ist.

Technisch verantwortlich für die Kursermittlung waren seither der Finanzdienstleister Thomson Reuters und die Chicago Mercantile Exchange (CME Group). Und diese beiden Dienstleister haben nun ihren Rückzug erklärt. Gründe für das Ausscheiden wurden nicht genannt. Die Unternehmen sollen den Dienst aber solange fortsetzen, bis die LBMA einen neuen Anbieter gefunden hat.

Hintergrund: Auch nach der Einführung des neuen „Silber-Fixings“ war es in der Vergangenheit zu Unregelmäßigkeiten bei der Kursstellung gekommen. So beispielsweise im Januar 2016, als der Referenzpreis deutlich von den Kursen am Sportmarkt abwich (Silberpreis: In London ist schon wieder etwas faul!). Die LMBA hatte den Vorfall kommentiert und sich entschuldigt, aber keine Erklärung präsentiert (LBMA nimmt Stellung zu Silberkurs-Ausreißer).

Der Londoner Silber-Referenzpreis wird von Gruppe von sieben Parteien ausgehandelt: China Construction Bank, HSBC Bank USA NA, JPMorgan Chase Bank, Morgan Stanley, The Bank of Nova Scotia – ScotiaMocatta, The Toronto Dominion Bank und UBS AG.

Goldreporter

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16 KOMMENTARE

  1. Die ziehen sich zurück nachdem sie nun nach allen durchgeführten Manipulationen, die ihnen selbst viel Geld eingebracht hat, schon einmal zurück, bevor sie dann ihre Gerichtsverhandlung bekommen. Wenn die LMBA ihren Preis 6% höher als den Spottpreis setzt, werden die ein fettes Geschäft gemacht haben, wahrscheinlich doch im eigenen Auftrag.

    • So sehr und viel bestrafen, wie die preis-manipulations-betrüger Profiteure/Auftraggeber es verdient hätten, kann man die gar nicht bestrafen.
      Selbst der tot wäre noch zu milde.

      Schluss mit dem Derivatehandel. Denn der Derivatehandel ist ein reiner Betrug und nichts als Betrug, derjenigen, die die Mittel dazu besitzen wobei diese Mittel absichtlich unter eigener ausschließlicher Kontrolle gehalten werden von diesen ar..chlöchern welche such damit auf Knopfdruck dumm und dusselig verdienen wollen…zum Nachteil ALLER anderen auf diesem Erdball.

      SCHLUSS DAMIT !!!!!!!

    • @Force Majeure

      Sorry, Force Majeure, aber einen Kommentar aus den USA, warum die LBMA und Thomson Reuters „das Handtuch werfen“, muß ich loswerden:

      Is this a way for the LBMA to weasel out from a, “Force Majeure” event at the Comex?

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  3. Überall gibt es Verbrecher u. das schlimme daran sie sind mitten unter uns! Neuerdings getarnt mit klassischem Nadelstreifenanzug u. nicht wie früher mit klassischer Sturmhaube. So ändern sich die Zeiten…

  4. Jede Gruppe trägt Uniformen. Auch der Satan und seine Lakaien der Dunkelheit brauchen eine Uniform.

  5. @KuntaKinte
    So wie ich das gehört habe, wurde die LBMA gegründet, um die EM Produzenten gegen Preisabsprachen (der Aufkäufer) zu schützen. Da ist es allerdings kurios, dass sie aus genau den Parteien besteht, die für Preisabsprachen in frage kommen.

  6. @frznj

    Sehr guter, seriöser und auch nachvollziehbarer Artikel, der meine Prognose, dass selbst das von IRGENDJEMAND zur Allmacht aufgepustete Kartell nicht um die fundamentalen ökonomischen Tatsachen und Faktenherum kommen wird, stützt.

    Also immer schön cool bleiben. und nicht vergessen;

    Geduld ist die Tuegend der Strategen.

  7. @KuntaKinte

    Im Vergleich zu Goldmünzen gleichen Gewichts und Reinheit anderer Nominalwerte wie z.B. Australischer Dollar, Canada, Us-Dollar bekäme man bei Verkauf leider weniger an Fiat Money wieder. Der Unterschied liegt bei ab 20€. Warum? Keine Ahnung. Es war bisher zumindest nicht auszumachen.

  8. Hallo Kunta,

    das ist eine IQ Frage und sicher keine „Dumme“

    Ich habe dies frueher immer so „gehand-habt“
    “ eine Muenze Kaufen“, dann bei einer international taetigen Bank
    diese zum Ankauf vorgelegt!
    Dann hatte ich die reale Antwort, in Zahlen und Fakten, ob diese akzeptiert wird oder nicht.!

    Alles andere sind Vermutungen!

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  10. Ob man sich den teuren Spass leistet, Gold nochmals unter 1200 zu drücken ?
    Papierderivate, denn Physisches Metall bekommt man zu diesem Preis nicht.
    Ich bekam ein Angebot, zu 1310 zu verkaufen. Das habe ich abgelehnt.
    Dumme Blicke dafür geerntet.
    Wie auch immer, man will die Leute vom EM fernhalten und das lässt man sich was kosten. Dabei quellen die Depots der Insider über.
    Bekannte von mir kaufen wie verrückt, ahnen oder wissen wohl, dass die Banken auf den Bail in zusteuern.
    Und genau diese Gefahr treibt solche Leute ins Gold.

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