Ein vorläufiges Abkommen zwischen den USA und Iran sorgt für Entspannung. Ölpreis und Anleihe-Renditen fallen, Gold und Aktien profitieren.

Märkte feiern Iran-Deal
Gute Stimmung an den Märkten zum Wochenauftakt. Die Marktzinsen kamen am Montag deutlich zurück, nach Meldungen über ein vorläufiges Abkommen zwischen den USA und dem Iran. Der Ölpreis gab deutlich nach, und zinssensible Anlageformen profitierten, darunter Gold und Tech-Aktien.
Die Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten drückt die Renditen und stützt Gold sowie zinssensible Anlageklassen.
Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

US-Rendite sinkt unter 4,5 Prozent
In Zuge dieser Entwicklungen sank die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen am Montagvormittag wieder unter die Marke von 4,5 Prozent. Auch die europäischen Zinsen gaben deutlich nach. So rentierten deutsche Staatspapiere mit entsprechender Laufzeit mit 2,95 Prozent und damit erstmals seit drei Wochen wieder unter 3 Prozent. Und dies geschieht trotz der EZB-Leitzinserhöhung in der vergangenen Woche.
Ausblick Marktzinsen
Die stark gestiegenen Ölpreise im Zuge des Iran-Konflikts hatte in den vergangenen Wochen deutlichen Einfluss auf die Inflations- und Zinserwartungen weltweit. Die aktuelle Entwicklung nimmt etwas Druck aus dem Kessel. Allerdings hat sich in den letzten Monaten auch immer wieder gezeigt, wie fragil solche Friedenhoffnungen sein können. Dabei sind die Renditen ein sensiblere Marktindikator.
Am Mittwoch steht die erste US-Zinsentscheidung unter dem Vorsitz des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh an. Mit einer Zinsänderung wird nicht gerechnet. Allerdings werden Händler mit besonderer Aufmerksamkeit auf Tonalität und Ausrichtung der Notenbank-Statements achten, um Anhaltspunkte über die weitere Geldpolitik zu erhalten.
Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis
Das ist kein Deal, das ist eine glatte Kapitulation und Untwerwerfung und das werden Märkte spätestens an diesem Freitag merken.
Da gibt es nichts zu Feiern, Blues ist angesagt und zackig werden die Kurse fallen.
@Maruti
Jeder militärische Konflikt endet letztlich mit Verhandlungen
und Frieden. Seien Sie im Interesse der Menschen in der Region
lieber froh, wenn sich das alles beruhigt Es soll ein „Rahmenabkommen“
von einer Seite sein. Von wegen Kapitulation und Unterwerfung.
Gut möglich, dass das alles nicht hält und Sie Ihre Action noch
bekommen.
Schon verwunderlich, wie beim buchstäblich 40sten mal alles anders sein soll als die 39 male zuvor.
Aber neben Gerede (von allen Seiten, teils inhaltlich konträr) bisher nichts handfestes und bis Freitag (geplante Unterzeichnung) ist noch viel Zeit – während Israel weiter den Libanon mit Artillerie beschießt, offen erklärt, an Akommen der USA nicht gebunden zu sein, die US-Truppen weiter aufgestockt werden.
Als ob auf einmal sowohl der Iran als auch USA auf ihre Kernforderungen verzichten würden.
das soll glauben wer will. Nebenbei könnte man fragen: Selbst bei einem Abkommen, welche Hemmschwelle bietet eine Unterschrift auf Papier bei Menschen, die Angriffskriege planen und ausführen?
Frieden bis die Zwischenwahlen und IPOs durch sind kann ich mir gut vorstellen.
Scheinbar fällt Gold bei steigenden Leit-Zinsen? Na ja, zeit-verschoben, weil’s 1-2 Jahre dauern kann bis sich die kurzen Leit-Zinsen auf die Anleihe-Zinsen auswirken.
Wenn dann die Anleihe-Zinsen steigen, fällt deren Wert für die Sparer. Gold bleibt sicher bis es (auch Zeit-verschoben) wieder lang-fristige Zinsen deutlich über der Inflation gibt. So stiegen zB. 1979/80 (bei 8,5% Inflation) die 10jähr. Anleihe-Zinsen um 6% auf über 11%. Laufzeit-abhängig betrug der Zins-Änderungs-Verlust für Sparer, Rentner und Konsumenten immerhin bis zu 60%! (Zins-Nachteil älterer Anleihen mal Jahre Rest-Laufzeit)
In der Phase des Anleihe-Zins Anstiegs stieg Gold gleichzeitig. Um das zu verbergen gab’s aktuell nur geringe Leit-Zins Erhöhung. Ankündigung auch die langen Zinsen über Anleihe-Verkäufe anzuheben fehlte. Wann neben der verharmlosten Inflation auch der Zins-Änderung Verlust steigt, wissen ZBs, Staat und Steuer-optimierte Investoren halt vor dem Sparer. Warum alternative Politiker so großen Wert auf geringere Steuer-Progression legen, noch dahingestellt.