Marktzinsen bleiben hoch – Goldpreis über 4.600 USD

Die Renditen von US-Staatsanleihen und Bundesanleihen steigen, dennoch notiert Gold fester. Nun richtet sich der Blick auf die Fed und das Notenbanker-Treffen in den USA.

Marktzinsen bleiben hoch

Trotz der Eingriffe des US-Finanzministeriums auf dem Anleihemarkt (Rückkauf von langfristigen Staatsanleihen) bleibt die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen auf hohem Niveau. Am Montag lagen die Marktzinsen für entsprechende Papiere bei 4,71 Prozent und damit leicht über der Vorwoche.

Auch in Europa steigen die Renditen weiter. So waren 10-jährige Bundesanleihen am Markt mit 3,26 Prozent verzinst (Vorwoche: 3,20 Prozent). Dies entsprach dem höchsten Wert seit 2011. Parallel ist die Rendite französischer Staatspapiere mit entsprechender Laufzeit weiter über 4 Prozent angestiegen.

Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 24. August 2026
Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 24. August 2026

Der starke Renditeanstieg deutet auf eine gedämpfte Nachfrage nach Staatsanleihen in einem zunehmend kompetitiven Umfeld am Kapitalmarkt. Denn auch im Unternehmensektor ist der Finanzierungsbedarf enorm. Das gilt vor allem für den KI-Infrastrukturbereich und ihrem riesigen Investitions- und Kapitalbedarf. 

Ausblick

Der Goldpreis hat erstmals seit mehr als drei Monaten wieder die Marke von 4.600 USD überschritten. Neben dem starken positiven Momentum hängt die Kursentwicklung weiter von der US-Geldpolitik ab. Schwächere Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten hatten zuletzt die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen gedämpft. 

Die Möglichkeit weiterer Zinsschritte ist nicht vollständig verschwunden. Steigende Energiepreise könnten den Inflationsdruck erneut erhöhen. Zudem zeigten die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung, dass einzelne Mitglieder bereits im Juli eine Zinserhöhung bevorzugt hätten.

Neue Hinweise werden diese Woche beim Notenbanktreffen in Jackson Hole vom 27. bis 29. August erwartet. Stellt die Fed weiter Zinserhöhungen in Aussicht, könnten Dollar und Anleiherenditen steigen. Eine stärkere Betonung der Wachstumsrisiken oder der Finanzstabilität wäre dagegen positiv. Dann könnte der Goldpreis erneut die jüngsten Hochs angreifen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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1 Kommentar

  1. Trump droht derweil dem Anleihemarkt mit einem Militäreinsatz. Wer keine US Bonds zum festgelegten Zins kauft, wird in die Steinzeit gebombt.
    Mit noch nie dagewesener Härte.
    Die Frage aber ist, was dann ?
    Wenn wir alle in der Steinzeit landen ( bei Fred Feuerstein und Denny Geröllheimer), wer kauft dann die US Bonds ?
    Achso, vergessen, Trimp will die Saurier resktivieren, die kaufen alles.
    Und die Märkte zittern vor Angst und kaufen US Bonds, bevor es keine mehr gibt.
    Ein US Präsident, der solches von sich gibt, zeigt, dass es nun Zeit für den Great Reset ist.
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Donald-Trump-droht-dem-Anleihemarkt-mit-dem-Militaer-id31225587.html

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