Der Anstieg der Marktzinsen verschärft den Druck auf den Goldpreis. Ölpreis, Inflation und geopolitische Risiken treiben die Renditen weiter nach oben.

Inflationserwartungen treiben Marktzinsen nach oben
Die Kapitalmarktzinsen ziehen weiter an. Hinter der Entwicklung stehen vor allem der sprunghafte Ölpreisanstieg, neue Inflationssorgen und die schwindende Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen. Vor allem die Eskalation im Nahen Osten belastet die Märkte. Denn die anhaltende Blockade rund um die Straße von Hormus hält die Sorge vor einem dauerhaften Energieschock hoch.
Auch an den Aktienmärkten mehren sich die Zeichen einer Nervosität. Nach monatelanger Rally im KI-Sektor setzten zuletzt verstärkt Gewinnmitnahmen ein. Viele Technologiewerte galten bereits als heiß gelaufen. Damit steigt zugleich die Nachfrage nach Liquidität – ein Umfeld, das kurzfristig auch den Goldpreis belastet.
Höhere Inflationserwartungen und steigende Renditen setzen den Goldpreis unter Druck – während Anleger zunehmend Liquidität suchen.

Höchste US-Renditen seit Anfang 2025
Ein Blick auf die Anleihemärkte zeigt die veränderte Stimmung deutlich. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Montag auf 4,6 Prozent. Vor einer Woche hatte sie noch bei 4,39 Prozent gelegen. Damit erreichten die Marktzinsen im Rahmen unserer wöchentlichen Zinsbeobachtung den höchsten Stand seit Januar 2025.
Auch in Europa zogen die Renditen weiter an. Die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen kletterte zuletzt auf 3,17 Prozent, mittlerweile höher als zu Zeiten der Eurokrise. Anleger stellen sich damit zunehmend auf ein Umfeld dauerhaft höherer Finanzierungskosten ein.
Gold gerät unter Druck
Der Goldpreis bewegte sich zuletzt um 4.550 US-Dollar beziehungsweise 3.900 Euro je Unze. Trotz der jüngsten Schwäche liegt Gold seit Jahresbeginn weiterhin rund 5 Prozent im Plus. Zum Rekordhoch von Ende Januar beträgt der Abstand inzwischen allerdings etwa 16 Prozent.
Dabei blieb die Aktivität am Terminmarkt zuletzt vergleichsweise schwach. Allerdings zeigen die jüngsten Daten, dass US-Händler wieder verstärkt Short-Positionen im Goldhandel aufbauen.



Wieso sollten steigende Zinsen Gold belasten ?
Dss is völlig an der Realität vorbei und reines Phantasieprodukt.
So fielen die Goldpreise bei fallenden Zinsen in den Jahren 2013 bis 2017, sogar Negativzinsen.
Und davor 2010 bis 2012 stieg der Goldpreis sogar zusammen mit steigenden Zinsen.
Eine Ausnahme gab es, 2081, da fiel der Goldpreis
Aber erst als die Zinsen 20% erreichten und auch nur damals, mit heute kaum zu vergleichen.
Die Verschuldung war ein Bruchteil, die US Wirtschaft allmächtig und alle Länder vom Dollar abhängig.
Zudem die USA Kapital brauchte, für den Rüstungswettlauf.
Heute müssten die Zinsen auf mindestens 40%, eher 60% steigen, um einen ähnlichen Effekt auszulösen.
Das ist unmöglich. Nicht mit diesem Dollar.
Und so ist es, Gold wird zusammen mit den Zinsen, der Wirtschaft steigen müssen.
Die Erklärung:
Bitte sehr. Bei fallenden Zinsen setzen die Anleger auf billiges Geld und damit auf einen Wirtschaftsboom.
Man stösst Gold ab und kauft Anleihen und Aktien.
Bei steigenden Zinsen setzen die Anleger allerhöchstens auf Staatsbonds. Doch die sind bekannt unzuverlässig geworden und zudem sind steigende Zinsen ein typisches Zeichen für staatliche Schwierigkeiten. Man muss den Anlegern immer mehr bezahlen, denn die haben Sngst, ihr Geld nicht wieder zu sehen.
Steigende Zinsen sind gleichbedeutend mit schlechterer Bonität.
Diese Verunsicherung führt eben zu steigender Goldnachfrage.
Alles nachzulesen in den „Gold“ Büchern von Dimitri Speck, Bandulet, Lips u.a.
Ein Witz dass die Zinsen steigen werden. Den Amis brennt der Allerwerteste. Riesen Berg Schulden den die Welt bisher finanziert hat. Tendenz rückläufig. Konsumenten die nur ihre Kreditkarten und Kauf auf Pump kennen. Da hilft nur die Flucht aus der Papierwelt in echte Werte zum anfassen. Das sagt der Banker im Ruhestand mit 50 Jahren Erfahrung
Das höre ich seit zehn Jahren. Die Zinsen können nicht mehr steigen, sonst geht XYZ pleite. Und trotzdem sind die Zinsen nach Corona wieder gestiegen. Wie erklärt man sich das? Meine Erklärung ist, dass im Internet übertrieben wird.
@FlopG
Und meine Erklärung: Das ganze Finanzsystem beruht auf
dem Kartenhaus der Anleihen. Will die keiner haben, müssen
die Zinsen steigen. Staatsschulden inflationieren dann noch schneller.
Aber was soll´s, sogar die heutigen können Generationen nach
uns nicht mehr zurückzahlen. Da kann man sicher noch etwas
drauf packen. Also nicht beirren lassen; 10 Jahre ging alles gut.
@FlopG
Die tatsächliche Erklärung ist ganz einfach:
1.) Die Notenbanken kaufen absolut jeden Schrott auf (QE etc.) Dabei werden auch (was z.B. bei der EZB formal illegal ist) Unmengen an sonst unverkäuflichen Staatsanleihen ohne jede Bonitätsprüfung aufgekauft.
Sehen Sie sich mal die Bilanzsummen an.
2.) Die Regierungen zwingen Finanzinstitute über gesetzliche Anlagevorschriften dazu, Unmengen an Staatsanleihen zu kaufen und legen selbst fest, daß Staatsanleihen risikolos sind (selten so gelacht).
Sollten Sie also eine Lebensversicherung, Rentenversicherung etc. haben (oder demnächst die staatlich gewollte Privatrente), oder einen Anleihefonds : dann haben Sie den Schrott auch im Portfolio.
3.) Inzwischen bezahlen die Staaten ihre Zinsen komplett über neue Schulden.
Das ist das Sterbeglöckchen.
Fazit: man kann den Luftballon ordentlich aufblasen.
Aber irgendwann…..
Nur nicht die Geduld verlieren.
Seit 2018 hat Gold 400 % gemacht, in den letzten 2 Jahren über 100 % .
Das ist schon eine ordentliche Klatsche für das Papiergeldsystem.
Und es ist erst der Anfang.
Das weiß ich durchaus.Ich bin jetzt bald 20 Jahre dabei.
Und das Theater wird mindestens so lange weiter gehen,denke ich. Mit wieder erhöhten Zinsen. pleite gehen wird keiner. Goldpreis wird weiter steigen, aber ob er mit der Inflation mithält ..
@flopG
Wenn Sie einen Dummen finden, der Ihnen immer wieder Geld leiht, spielen doch die Zinsen keine Rolle.
Wenn Sie mir jeden Monat 1.000 Euro leihen, kann ich Ihnen problemlos jeden Monat davon 20% Zinsen Zahlen. Die angehäuften Schulden aber vergesse ich. Was wollen Sie dagegen tun ?
Ganz einfach, nichts mehr leihen und das Geld auch abschreiben.
Wie hoch sind die Dispozinsen zur Zeit ?
eben, deshalb.
Ich stimme Ihnen zu. Aber drer Fehlerteufen hat aus 1981 glatt 2081 gemacht. soweit in die Zukunft schauen wir dann lieber nicht.
@Eichkreuz
Sorry, 1981 natürlich
Auf dem Iphone liegen die Zahlen eng beisammen.
Hier aber ein Artikel, weshalb steigende Zinsen nicht immer den Goldpreis belasten müssen, oder nur sehr gering und wenn, dann den Papiergold Preis, auch Papiergold genannt:
https://www.goldseiten.de/artikel/700243–Richard-Mills~-Trotz-der-juengsten-Schwaeche-bleibt-das-Goldbullenmarkt-Szenario-auf-Kurs.html
Die Erklärung deckt sich in etwa mit meiner da oben.
Sinkendes Vertrauen in die Bonds führen zu steigenden Renditen ( Zinsen) und damit zum weniger sicheren sog. „ sicheren Hafen).
Das erleben wir gerade, US Bonds werden zügig abgestossen.
„Ich zahle ihnen jeden Zins, wenn ich nicht vorhabe ihnen das geliehene Geld vollumfänglich zurückzuerstatten“ Kostolany.
Deshalb nimmt die Bedeutung als sicherer Hafen bei Gold weltweit zu.
Und wir hier sollten dem Trend folgen.
Das heisst aber nicht, Gold einfach zu jedem Preis kaufen. Das hätten die Banken wohl gerne.
Wir können die Balkonabwürfe nutzen, so diese beim Händler weiter gegeben werden
Mittlerweile kostet ein neuer Krügerrand 2026 fast genau soviel wie ein gebrauchter von 2012 etwa.
Das zeigt alleine schon die Knappheit dieser Münze.
Zudem man bei den Preisen nicht allzusehr auf die Vergangenheit blicken sollte. Diese Preise kommen nie wieder, weit und breit nicht. Bei meinen Beständen rechne ich, wenn ich den Wert dieser angebe, mit einem Krügerrandwert von 6.000 Dollar, jetzt schon. Egal, was mir die Tafeln zeigen oder die Händler bieten wollen.
Es zählt alleine der zukünftig kalkulierte Goldpreis.