Marktzinsen sinken leicht – Blicke auf USA-China-Gipfel gerichtet

Die Renditen von US-Staatsanleihen und Bundesanleihen geben nach. Der Goldpreis hält wichtige Marken, während der US-China-Gipfel näher rückt.

Goldbarren auf einem US-Dollar-Schein vor dem Weißen Haus
Washington im Fokus: Sinkende Marktzinsen und der bevorstehende US-China-Gipfel tangieren auch den Goldmarkt (Bild: Goldreporter).

Marktzinsen leicht rückläufig

Die jüngsten Zinsanhebungen in den USA, der Eurozone und Japan sind verarbeitet. Die Fed wird in diesem Jahr wohl noch einmal erhöhen. Für kommendes Jahr werden bislang keine weiteren US-Zinsschritte dieser Art erwartet. Allerdings stehen Inflations- und Konjunkturentwicklung bei den Geldpolitikern weiter unter Beobachtung. Insbesondere die Lage im Nahen Osten und der Energiepreisschock bleiben im Fokus. In diesem Umfeld kamen die Marktzinsen zuletzt sogar wieder etwas zurück.

Mehr dazu: Kevin Warsh steckt im Zins-Dilemma – was das für den Goldpreis bedeutet

Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 21. September 2026
Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 21. September 2026

Am Montagnachmittag rentierten 10-jährige US-Bonds mit 4,97 Prozent, nachdem die Renditen zwischenzeitlich die Schwelle von 5 Prozent überschritten hatten. Deutlicher gesunken sind die Renditen im Euroraum, wo Bundesanleihen 3,45 Prozent abwarfen, nach 3,53 Prozent in der Vorwoche. In diesem Umfeld hielt sich der Goldpreis immerhin über der Marke von 4.350 USD sowie über dem 50-Tage-Schnitt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Ausblick

Nun muss sich zeigen, ob die neuen Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten und bei der Ölversorgung gerechtfertigt sind. Mit den Angriffen der dem Iran nahestehenden Huthi-Milizen auf Saudi-Arabien war die Lage zuletzt weiter eskaliert.

Im Laufe der Woche richten sich die Blicke vor allem auf die USA. Im Rahmen von Xis Staatsbesuch vom 23. bis 25. September wird am Donnerstag ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington erwartet. Dabei könnten auch die aktuellen geopolitischen Konflikte zur Sprache kommen. Im Mittelpunkt der bisherigen Vorbereitungsgespräche standen allerdings Handel, Zölle und künstliche Intelligenz.

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13 Kommentare

  1. Es wird über 100stel Prozente gechrieben, dabei wäre mit einem Prozent weniger Zinsen letztlich nichts der gerade laufenden Entwicklungen (Energie, militärisch, Rohstoffe, Lieferketten, AI+Börsen+Immo-Blase, „private equity“ und Kredit, …) anders.
    Mal sehen wie lange es noch dauert, bis sich der Preis von „Papier-Öl“, bzw. Future-Öl (den wir aus allen Medien kennen und mit dem die USA die offizielle Inflation errechnen) dem echten Preis am Verladeterminal angleicht.
    Vor wenigen Monaten haben die Amis 4$ pro Gallone Diesel gefürchtet, waren dann mitte vorletzte Woche bei 6$. Aus Kalifornien kommen vom Wochenende Durchschnittspreise von 7,20$ pro Gallone.

    Fun fact, oder ein Signal im Rauschen, wer weiß, zumindest in eingien substack-Artikeln erwähnt: Der Preis bei Bezahlung mit Karte ist höher (10 cent je Gallone) als mit Bargeld.

  2. Was soll so ein Gipfel bringen ?
    Glaubt irgendwer auf der Welt, dass China, ein Meister des Tarnen und Täuschens auf das Gesudel der USA
    hereinfällt ? Glaubt irgendwer, dass China die Geilsarmee ist, bloss weil es den westlichen Automobilen schlecht geht ?
    Nichts, aber auch gar nichts wird auf diesem Gipfel geschehen, was uns such nur einen Funken Hoffnung geben kann. Das glatte Gegenteil passiert.
    China hat alle Trümpfe und Asse in der Hand.
    Bezüglich Gold wird sich China bis zum letzten Unzerl alle Goldvorräte des Westens einverleiben ohne wenn und aber und dann mit der Faust auf den Tisch hauen.

    • @Maruti
      Spruch: man muß nur geduldig am Flussufer sitzen, bis die Leichen der eigenen Feinde im Fluß vorbeischwimmen.
      Übersetzung: China muß nur auf Zeit spielen. Und das tut es perfekt.
      -Europa wird diesen Winter die Energie ausgehen, aktuell hat Frankreich schon massive Versorgungsprobleme bei Kraftstoffen insb. Diesel (nicht bei ARD…. )
      – Europa geht industriell unter (Verlagerungen, Pleiten).
      – Das westliche Finanzsystem taumelt jeden Tag weiter In Richtung Ende.

      Also: schön irgendwelche Gipfel abhalten, irgendwas versprechen (in einem Jahr), sich natürlich nicht daran halten.
      Nach einem Jahr: das Spiel von Anfang an.

      China muß nur warten.
      In der Zwischenzeit werden Unmengen Waffen an Putin und die Mullahs geliefert, damit Europa und die USA beschäftigt sind und ihre letzten Präzisionsraketen verballern (für die es dank des Exportverbotes für Seltenerdmetalle und kritische Elektronik) keinen Nachschub mehr gibt.

      Sun Tsu: störe deinen Feind nicht, wenn es sich gerade selbst zerstört.
      China spielt Schach, woanders sind die Helden zu blöd einen Würfel zu benutzen.

      Kaufen!

      • @Blackwood
        Ich habe auch so den Eindruck, dass die meisten Marktteilnehmer im Tockenen und Currywurst mit Ketchup hinterm PC hocken und auf jedes Gefasel und Gemurmel reagieren.
        Hormuz auf, Hormuz zu, Deal ja, Deal nein, Bomben ja, Bomben nein und in diesem Rhythmus auf die Buy and Sell Tasten Hämmern.
        Es ist richtig, die haben das Gehirn ausgeschaltet und reagieren nur noch auf Schwurbel Meldungen.
        Da muss unsereiner ja nun wirklich nicht mitmachen.
        Ich kann Ihnen sagen, es wird weder Deals noch Frieden im Nahen Osten, Israel eingeschlossen, geben. Auch keinen an unserer Ostflanke.
        Vielleicht gibts hin und wieder Deals, nur einhalten wird die keiner.
        Erst nach dem grossen 3. Weltkrieg mit Millionen Toten und totaler Zerstörung kehrt wieder Vernunft ein. Nie wieder Krieg, schon unserer Kinder wegen wird man wieder tönen. Und ich, sollte ich noch sein, werde wie schon davor wieder darüber lachen.
        Bis dahin wird gelebt, getaucht, nichts verkauft und wenns passt, aufgeunzt.

        • Dann kehrt keine Vernunft mehr ein. Dazu müßte es noch
          Leben geben. Wie wollen Sie in einer „total zerstörten Welt“
          überleben? Millionen Tode hatten wir im 30 jährigen Krieg
          und in jedem der beiden Weltkriegen in Deutschland schon.
          Ein Dritter dürfte eine ganz andere Dimension werden.

        • @Maruti
          Nur meine Meinung: ich glaube, daß diese ganzen Meldungen vom Finanzsystem gezielt erzeugt und von gekauften Politikern auf Befehl umgesetzt werden, damit das System an der Volatilität gut verdienen kann. Vielleicht wird der eine oder andere Politiker auch für seine freundliche Mithilfe finanziell beteiligt.

          Wenn mir bekannt ist, daß übermorgen z.B. die News „Hormuz auf = Entspannung = sinkender Ölpreis“ durch einen von mir gekauften Politiker in einem mir gehörenden TV-Sender und durch von mir bezahlte „Influenzer“ in der Welt verbreitet wird, kann ich super Derivate auf übermorgen platzieren und meinen Reibach machen.
          Drei Tage später dann das gleiche Spielchen rückwärts.

          Das ist m.E. der größte Vorteil des gemütlichen Daseins im Dorf: der ganze Irrsinn geht mir komplett am A…. vorbei (sorry).
          Ich betrachte das als (sehr große) geschlossene Psychiatrie und laß die da drinnen eben spinnen.

          Ich glaube nicht an einen große Krieg.
          Begründung: früher gab es irre Staatschefs, heute gilt das berühme Zitat von good old Seehofer: Die, die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden. Und die, die entscheiden, sind nicht gewählt.
          Klartext: Blackrock will maximale Gewinne (u.a.) aus seinen Rüstungskonzernen ziehen.
          Das geht nur, wenn es immer nur irgendwo am Rand knallt (Korea, Vietnam, Irak, Iran, Afghanistan, Lybien, Syrien. Ukraine….).
          In den Ländern, die den ganzen Mist bezahlen dürfen (z.B. Westeuropa) , darf und wird nix passieren. Blackrock will ja nicht, daß die ganze schöne im Eigentum befindliche Industrie kaputt gemacht wird. Westeuropa (z.B.) darf nur die nächsten 20 Jahre zahlen bis es da nix mehr zu holen gibt.
          Und Larry ist klug genug zu wissen, daß er und seine Kumpels in einem 3. Weltkrieg ganz sicher in den ersten 10 Minuten auch sterben werden (eine Poseidon auf NY ist sicher).
          Und das will die Finanzelite sicher nicht.
          Die Politiker haben absolut NIX zu sagen, entschieden wird von Larry (und den Leuten hinter ihm) . Und nur von denen.
          Also Beruhigung: die wollen nur unser Geld.
          Und dafür müssen wir überleben, um für die zu arbeiten.
          Die Ukrainer haben eben Pech gehabt, wie die Iraner, Iraker, Vietnamesen, Syrer….vor ihnen). Kollateralschäden. Aber irgendwas ist eben immer.

          Wir leben genau wie Sie in Ihrem letzten Satz. Nur daß Tauchen bei uns nur in der Badewanne stattfindet. Immerhin gibts da keine Muränen.
          Und: wir können da immer in Griffweite eine Flasche Prosecco abstellen !!!.

          Humor:
          Was ist der Unterschied zwischen einer Horde Paviane und Dummbürgern ?
          Die Paviane würden nie den DÜMMSTEN zu ihrem Leittier wählen.

          • @Blackwood
            Sie glauben nicht an den großen Krieg. Wir werden
            es hoffentlich nie erfahren.
            Andererseits, irgendwann wird auch der Russland
            Ukraine Krieg zu Ende gehen. Wenn Russland den
            verliert, denken Sie, das sich russische Militärs und
            Politiker vor Nato Gerichte stellen lassen, ohne vorher
            diese letzte Option zu wählen.

          • Humor
            Eine Schnecke fragt eine Ziege:
            Machst Du ein Wettrennen bis zum roten Pfosten??
            Ziege: Bist Du bescheuert? Du kannst ja gar nicht rennen.
            Schnecke: Went Du gewinnst kriegst 100 Euro!
            Ziege ist einverstanden und rennt los!
            Als sie am Ziel eintrifft ist die Schnecke schon da!
            Ziege: Wie hast Du das gemacht?
            Schnecke: Mit Schleichen und Schleimen kommt man eben weiter im Leben als mit Meckern!!!!

  3. Hallo Zusammen
    Die Verschuldung vieler Staaten wird immer gewaltiger. Ueberall Krisen. Doch die Aktienmärkte scheren sich einen Dreck.
    Wie 1929. Es ging sehr lange bis der grosse Absturz kam! Gold und Silber heute volatil und tiefer. Kurzfristig sehr schwierig abzuschätzen ob wir beim Gold noch unter 4000 landen. Ausgeschlossen ist gar nichts mehr. Fazit: Die Märkte sind volatil und unberechenbar. Kostolany sagte einmal.
    Wenn die Aktien auf breiter Front zu teuer sind, dann tun sie nichts. Warten sie ab.
    Sie kaufen doch auch nicht im Supermarkt ein Kilo Bananen für 30 Euro!!

    Grüsse aus der Schweiz

    • @Geronimo
      Genau so mache ich das.
      Ich kaufe zur Zeit nichts und warte ab.
      Bei diesem hin und her und rauf und runter um hunderte Dollar oder Euro ist mir ein Kauf zu riskant.
      So hoch kann die Inflation nichts sein, dass das ausgeglichen wird.
      Es gab Verluste bis 30% beim Gold, wenn man in diesem Jahr zum ungünstigsten Zeitpunkt zum Kauf verleitet wurde. Es gab in diesem Jahr aber keine Inflation über 30% beim Euro oder Dollar.
      Man kann sich nicht damit herausreden, dass irgendwann diese 30% Verlust wieder ausgeglichen werden.
      Dss wird sicher so sein, aber der Verlust 2026 bleibt wie ein Blockchain hinten dran, weil man damals einfach zuwenig Gold bekommen hat und dieses in der Zukunft zuwenig hat.

  4. @Skrillex
    Ganz Kurz: Putin ist komplett abhängig von Xi (China ist entscheidender Kunde für die russischen Rohstoffe (und damit Geldgeber) , und entscheidender Waffenlieferant). Putin muß erst in Peking nachfragen.
    Und Xi will einen schön langsamen nicht eskalierenden Krieg in der Ukraine und in Nahost, um den Westen militärisch und finanziell auszubluten.
    Klappt ja bisher super.
    Und dort sitzt auch Larry.
    Die ganze Führung der chinesischen KP sind 3-stellige Multimillionäre und Milliardäre.
    Was glauben Sie, wo die zig-Milliarden Exportgewinne Chinas jedes Jahr landen ?
    Bei der ganzen Industrieverlagerung der letzten 25 Jahre (und auch heute) sowie den Handelsbeziehungen arbeitet man sehr vertrauensvoll mit Blackrock zusammen (Geld stinkt nicht) .
    Egal, wer gerade irgendwo Kanzler oder Präsident spielt.

    Xi ist nicht so doof einen Krieg anzufangen, China denkt strategisch in Jahrzehnten und löst das „US-Problem“ rein marktwirtschaftlich.
    Aktuell erledigt man die europäische Autoindustrie, holt sich die Grundstofff- und Chemieindustrie aus Europa (BASF, BAYER…), die Pharmaindustrie hat man schon (über die Grundprodukte) , man hat die Seltenerdmetalle und viele andere entscheidende Rohstoffe, in den nächsten 1-2 Jahren wird China die Führung bei den KI-Modellen übernehmen (open source Modelle dazu viel geringerer Energieverbrauch)……

    Sehen Sie sich mal die Meldungen an, die in den letzten 3 Tagen NICHT bei der ARD waren:
    – Wochenende: Quatar verkündet, daß die Reparatur der LNG-Anlagen Jahre dauern wird (man also nur die alten Stammkunden versorgen kann (also NICHT Europa).
    – Montag: Saudi-Arabien stoppt den Ölexport nach Europa
    – Dienstag: Russland stoppt den Export von Öl und Treibstoffen (insb. Diesel) nach Europa. Das wurde bisher trotz Sanktionen in Massen geliefert. In Frankreich laufen gerade die Tankstellen leer.

    Die machen uns ganz ohne großen Krieg fertig.
    Während unsere Politiker erstklassige Selbstzerstörung/Sabotage an den eigenen Ländern betreiben.

    Ach ja, Kleinkram: China dumpt Papier und kauft Gold.
    Vielleicht keine schlechte Idee.

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