Die Marktzinsen steigen in den USA und Europa deutlich. Inflationsängste, Fed und Nahost treiben die Entwicklung. Das belastet kurzfristig auch den Goldpreis.

Marktzinsen steigen deutlich
Die unverminderte Eskalation im Nahen Osten, die Aussicht auf steigende Leitzinsen in den USA und anhaltend hohe Inflationserwartungen treiben die Marktzinsen weiter nach oben.
Am Montag rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen mit 4,97 Prozent. Damit bewegen sich die US-Renditen in der Nähe eines 20-Jahres-Hochs. Einerseits werden Anleihen dadurch für Investoren kurzfristig attraktiver. Das belastet auch den Goldpreis, weil Geldmarktpapiere im defensiven Anlagesegment derzeit stärker gefragt sind als Edelmetalle. Andererseits verteuern hohe Marktzinsen die Finanzierung von Staaten und Unternehmen und erhöhen den Druck auf die öffentlichen Haushalte.

Auch in Europa sind die Marktzinsen nach der jüngsten Zinsanhebung durch die EZB angestiegen. Zehnjährige deutschen Staatspapiere rentierten zum Wochenstart über 3,5 Prozent. Hier sehen wir mittlerweile die höchsten Renditen seit dem Jahr 2009. Frankreich muss mittlerweile 4,5 Prozent Zinsen für neue Schulden zahlen.
Ausblick
Am Mittwoch steht die nächste Zinsentscheidung in den USA an. Eine Anhebung der Federal Funds Rate wird am US-Terminmarkt mit einer Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent gehandelt. Davor können noch der New York Empire State Index und die wöchentlichen ADP-Arbeitsmarktdaten (beides Dienstag) sowie die US-Einzelhandelsumsätze und die Import/Exportpreise im August (jeweils Mittwoch) die Markterwartungen verändern.
Auch die weiteren Entwicklungen im Iran-Konflikt spielen eine entscheidende Rolle. Ein für heute geplantes Treffen zwischen Iran und mehreren Golfstaaten zur Besprechung einer vorläufigen Schifffahrtskorridor wurde verschoben. Währenddessen erschweren die Angriffe der Houthi-Milizen am Eingang zum Roten Meer den Ölexport Saudi-Arabiens. Damit bleibt der Ölmarkt unter Spannung, was die Inflationssorgen mehrt. Diese Rahmenbedingungen belasten kurzfristig auch den Goldpreis und setzten die Fed unter Druck.
Mehr dazu: Kevin Warsh steckt im Zins-Dilemma – was das für den Goldpreis bedeutet



Das sieht man heute.
Klar, einer denkt, da bekomme ich Zinsen und Gold liegt doch nutzlos rum, besonders das Papiergold.
Dass aber Zinsen nichts anderes sind, als Geldentwertung, das sieht kaum einer.
Im Allgemeinen ist die Geldentwertung doppelt so hoch wie die Zinsen vor Steuern.
Gut, gür Leute, welche das wissen und nunmehr günstige Goldpreise bekommen.
Gerade sind die 4.300 gefallen und so manch einer fragt sich, ob es noch unter 4.000 geht.
Möglich, aber nur einmal, denn spätestens dann stRtet wieder mal die Goldrakete.
Warum ?
Weil keiner mehr diese Zinsen zahlen kann, weder Staat, noch Wirtschaft und schon gar nicht der Bürger und dieser mit Konsumverweigerung reagiert.
Gerade sammelt die Notenbank das Helikoptergeld wieder ein.
@Maruti
Um beim Frontbericht zu bleiben; seit 15°° Uhr wurde die
gefallene Stellung zurückerobert. Also wir sind wieder
über 4300 $.
Gibt es hier im Forum wirklich einen, der sich fragt, ob
sein versenktes, eingemauertes oder vergrabenen Gold
unter 4000 fällt. Die „manch einer“ sind doch eher die, die
auf den Goldpreis wetten.
@Digger
Leider danach wieder unter 4.300.
Sicher gibts Zocker, aber eher unter den Papier Gold Liebhabern. Ich glaube nicht, dass es all zu viele davon mit Münze und Barren sind.
Da gibts keinen Blumentopf zu gewinnen, mit schnell kaufen und wieder verkaufen.
Sag ich doch. Warum sollte uns ein Tageskurs mit einer
fiktiven Zahl nerven.
@Digger
Richtig, aber wir sind eben keine Zocker oder Daytrader. Mich persönlich interessiert und beunruhigt höchstens der 20 Jahres Chart.
Trotzdem ist es schon immer erfrischend, diese Markteingriffe zu sehen.
Die gibts ausser bei Öl und Devisen nur noch bei Edelmetallen, welche in Konkurrenz zum Fiat Geld stehen.
Ich denke, diesmal kriegen es die Notenbanken nicht mehr so einfach gebacken.
Mit Minizinsen, weit unter der Inflation und noch weiter unter dem Schuldenstand lockt man keine Katze mehr hinter dem Ofen hervor.
Da muss man sich anderes einfallen lassen.
Wie wäre es mit einem neuen Dollar ?, vielleicht ein Kryptodollar und ein Fiat Money Dollar zusammen. Je nach Gusto.
Die Frage stellt sich halt, wie “ fair“ darf Gold bewertet sein. Für eine Unze zahlt man vielleicht 3.800 Euro.
Wie ist da die private Nachfrage? Denn wer vor Jahren noch 1.000 Euro/ Unze bezahlt hat legt jetzt nicht unbedingt knapp 4K auf den Tisch. So geht es mir jedenfalls. Sollte Gold auf über 5.000 und mehr steigen darf bezweifelt werden ob zumindest die Privatanleger die Leine ziehen.
Zum Vergleich: In den 70er musste ein Durchschnittsarbeiter rund 40 h Brutto für eine Unze Gold arbeiten.
Beim Momentanen Preis sind es rund 130 Stunden.
Man darf die Private Goldnachfrage nicht unterschätzen.
Im Gegensatz zu den Zentralbanken hālt das Volk ein Vielfaches davon.
Ich erinnere mich an meinen ersten Goldkauf im Jahre 2008.
Damals, es waren gerade die Firmen Lehman Brothers, Bear Stearns, Fanny Mae und Freddie Mac in den Schlagzeilen, dachte ich, es wäre nicht verkehrt, etwas Geld vom Bankkonto in physisches Gold umzuschichten. Also ab zum nächsten Goldhändler und 20 Unzen zu damals 640 Euro gekauft.
War das günstig? Immerhin war der Goldpreis in den Jahren vorher über 100 Prozent gestiegen. Wäre es günstiger gewesen, noch zu warten? Ganz ehrlich, das war mir als Neuling damals vollkommen egal. Ich wollte nur meinen hart erarbeiteten Notgroschen absichern. Rückblickend alles richtig gemacht.
Und genau so wird es wieder kommen. Sobald wieder Finanzkrise in den Medien angesagt ist, werden Menschen Geld in Gold tauschen. Zu jedem Preis! Zumindest diejenigen, die noch kein Gold haben.
@Fritzthecat
An der Börse gibt es das Wort fair nicht.
Heute schmissen die Anleger ihre noch vor 3 Tagen teuer gekauften Papiere aus den Depots. Ist das fair ?
Ist das fair, dass die KI Papiere gleich mitflogen ?
Die Börse ist ein Wettbüro und da geht es niemals fair zu.
Fressen und gefressen werden. Wer steht an der Nahrungskette oben und wer unten.
Meine Meinung, Unzenpreise zu 1000 Euro waren jedenfalls nicht fair, es hätten 10.000 Euro sein müssen.
Zum Glück für mich stand ich da an der besagten Kette ganz oben und frass sie alle, die schwachen Unzerln aus den noch schwächeren Händen.
Der Hai war ich.
Maruti mein Löwe, mein Bär
Und zwar fällt er deutlich und Richtung 4.200 $.
Auch Silber hinterdrein, mit einem Verlust von über 60% gegenüber seinem Hoch.
Nun ist es wahrscheinlich, dass Gold noch mal die 4.000 Dollarmarke austestet wie im Juni und July.
Und wieder erwischt es so manche voreiligen Käufer auf dem falschen Fuss.
Das Kartell weiss nämlich ganz genau, was bei schlechten Nachrichten in Politik und Wirtschaft zu tun ist:
Man nehme sich ein Herz, greife tief in die Taschen und schmeisse das Zeug beherzt für maruti und co vom Balkon.
Und das geschieht gerade.
Und weil man dabei noch ein Ei oben draufschlägt, lässt man Aktien und Bitcoin genüsslich steigen und vermeldet starke plötzlich „unerwartet“ gute Wirtschaftsdaten.
Dieses Spiel ist seit zig Jahren so und völlig transparent dazu.
Warum fallen immer wieder einige darauf rein ?
Derzeit kann man nur in Gold sparen ….
Währungen sind weich der Markt manipuliert…
Irgendwann erzählt man den Leuten die KI ist Schuld
Alles ist gelogen das System die Geschichte die Mondlandung
Ausser Al Bundys Touch Downs die waren echt
Satz 1 – 4: Ja.Im Vergleich zu so ziemlich allem, was in den großen Medien verbreitet wird: Ja!
Zu Al Bundy: Die Serie würde heute nicht mehr funktionieren,
Denn in den späten 80ern, frühen 90er Jahren war Al der ewige Verlierer, aber er hatte:
2 Kinder, ein Haus, ein Auto, nen Hund, eine kaufsüchtige Frau und das mit einem Einkommen!
Inzwischen ist das (so bitter es ist) mehr, als die Hälfte der Männer jemals erreichen wird.
Mitleser:
Aus heutiger Sicht ist die maximale politische Unkorrektheit der Serie das Schönste. Al ließ keinen ungeschoren davonkommen. Bei ihm gab es keine Brandmauern oder Meinungskorridore. Hier und heute gehören die „Kulturschaffenden“ zur ersten Garde der Regierenden und deren Handlangern. Wer nicht spurt, der wird aussortiert und bekommt massive Probleme. Man denke etwa an Uwe Steimle oder Xavier Naidoo.