Die Perth Mint meldet für August 2026 rückläufige Edelmetallverkäufe. Der Goldabsatz sinkt um 22 Prozent, bei Silber beträgt das Minus gegenüber Juli sogar 31 Prozent.

Goldabsatz fällt wieder unter 25.000 Unzen
Die Perth Mint hat im August 2026 deutlich weniger Gold- und Silberprodukte ausgeliefert als im Vormonat. Damit konnte sich die kräftige Erholung des Silbergeschäfts vom Juli zunächst nicht fortsetzen. Auch beim Gold ging der Absatz wieder spürbar zurück.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Der Goldabsatz der Perth Mint sinkt im August um 22,5 Prozent auf 23.932 Unzen.
- Die Silberverkäufe fallen gegenüber Juli um 31,3 Prozent auf 333.880 Unzen.
- Seit Jahresbeginn liegen die Verkäufe dennoch bei Gold 20 Prozent und bei Silber 58 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Im August verkaufte die australische Prägeanstalt 23.932 Unzen Gold. Gegenüber Juli mit 30.871 Unzen entspricht dies einem Rückgang von 22,5 Prozent. Auch im Jahresvergleich fiel der Absatz schwächer aus: Im August 2025 hatte die Perth Mint 30.125 Unzen Gold ausgeliefert. Damit ergibt sich ein Minus von 20,6 Prozent.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Goldverkäufe auf 290.077 Unzen. Trotz der zuletzt schwächeren Monatszahlen liegt der Absatz damit nach acht Monaten noch 20,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Silberabsatz gibt um 31 Prozent nach
Noch deutlicher fiel der Rückgang bei Silber aus. Die Perth Mint setzte im August 333.880 Unzen Silber ab. Das waren 31,3 Prozent weniger als im Juli, als die Verkäufe nach dem schwachen Juni noch um 65 Prozent auf 486.043 Unzen gestiegen waren.
Auch gegenĂĽber dem Vorjahresmonat ging der Absatz zurĂĽck. Im August 2025 wurden 424.949 Unzen Silber verkauft. Somit lag die Verkaufsmenge zuletzt 21,4 Prozent niedriger.
Kumuliert kommt der Hersteller von Januar bis August 2026 auf 6.597.896 Unzen Silber. Damit liegen die Verkäufe trotz der jüngsten Schwäche noch 58,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Höherer Goldpreis stützt Umsatz
Während die Absatzmenge deutlich zurückging, sorgte der höhere Goldpreis dafür, dass der rechnerische Umsatz weniger stark sank. Der durchschnittliche Goldpreis lag im August bei rund 4.411 US-Dollar je Unze, nach 4.067 US-Dollar im Juli. Das entspricht einem monatlichen Anstieg von gut 8 Prozent.
Auf Basis der Verkaufsmenge ergibt sich daraus ein rechnerischer Goldumsatz von rund 105,6 Millionen US-Dollar. GegenĂĽber Juli ging dieser um 15,9 Prozent zurĂĽck.
Im Jahresvergleich lag der Goldumsatz dagegen noch 4,2 Prozent höher. Denn der durchschnittliche Goldpreis übertraf das Niveau vom August 2025 um 31,2 Prozent und kompensierte damit den deutlich geringeren Absatz.
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Silberpreis begrenzt UmsatzrĂĽckgang
Auch beim Silber federte das deutlich höhere Preisniveau den Absatzrückgang ab. Der durchschnittliche Silberpreis stieg von 58,49 US-Dollar im Juli auf 65,22 US-Dollar im August.
Der rechnerische Silberumsatz belief sich damit auf rund 21,8 Millionen US-Dollar. Das waren 23,4 Prozent weniger als im Vormonat.
Gegenüber August 2025 lag der Umsatz jedoch 35,1 Prozent höher. Ausschlaggebend war der starke Preisanstieg: Der durchschnittliche Silberpreis übertraf den Vorjahreswert von 37,94 US-Dollar um knapp 72 Prozent.
Perth Mint verweist auf neue Silberprodukte
Die Perth Mint selbst spricht von einem dynamischen Marktumfeld infolge der starken Edelmetall-Preisbewegungen im August. Laut Neil Vance, General Manager Product Development der Prägestätte, erstreckte sich die Nachfrage sowohl auf Neuerscheinungen als auch auf etablierte Anlageprodukte.
Insbesondere neue Silberprodukte hätten sich gut verkauft. Dazu gehörten die 10-Kilogramm-Silbermünze „Year of the Horse“ aus der Australian Lunar Series III sowie die Australian Brumby 2026 1oz Silver Bullion Coin. Von der Brumby-Auflage sei bereits ein großer Teil verkauft worden.
Auch bei geprägten Goldbarren habe die Perth Mint weiterhin eine starke Nachfrage registriert. Diese sei insbesondere wieder angezogen, als der Goldpreis gegen Ende August neuen Aufwärtsdrang entwickelte.
Absatz bleibt volatil
Die August-Zahlen zeigen allerdings, dass die Nachfrage nach neu geprägten Edelmetallprodukten weiterhin starken monatlichen Schwankungen unterliegt. Beim Gold fiel der Absatz erneut unter die Marke von 25.000 Unzen und damit wieder näher an das im Mai erreichte Mehrjahrestief von 19.430 Unzen.
Beim Silber verpuffte ein großer Teil der kräftigen Juli-Erholung bereits im Folgemonat. Gleichzeitig zeigen die kumulierten Zahlen ein anderes Bild: Aufgrund des außergewöhnlich starken Jahresstarts liegen die Verkäufe der Perth Mint 2026 sowohl bei Gold als auch bei Silber weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau.
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