Die Perth Mint verkauft im Juli 2026 deutlich mehr Silber. Der Absatz steigt um 65 Prozent, während Gold leicht auf 30.871 Unzen zulegt.
Goldabsatz legt leicht zu
Die Perth Mint hat für Juli 2026 steigende Verkaufszahlen bei ihren Gold- und Silberprodukten gemeldet. Während sich der Goldabsatz gegenüber dem Vormonat nur leicht verbesserte, kam es bei Silber zu einer kräftigen Erholung.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Goldabsatz der Perth Mint steigt im Juli leicht auf 30.871 Unzen.
- Die Silberverkäufe legen gegenüber Juni kräftig um 65 Prozent auf 486.043 Unzen zu, bleiben aber auf historisch niedrigem Niveau.
- Seit Jahresbeginn liegen die Verkäufe bei Gold 26 Prozent und bei Silber 67 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Im Juli verkaufte die australische Prägeanstalt 30.871 Unzen Gold. Gegenüber Juni entspricht dies einem Anstieg von 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Absatz sogar 41 Prozent höher.

Damit setzt sich die Stabilisierung im Goldgeschäft fort. Im Mai waren die Verkäufe noch auf 19.430 Unzen und damit auf den niedrigsten Stand seit März 2024 gefallen. Bereits im Juni hatte sich der Absatz auf 29.730 Unzen erholt.
Seit Jahresbeginn summieren sich die Goldverkäufe der Perth Mint nun auf 266.145 Unzen. Damit liegt der Absatz in den ersten sieben Monaten 26 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Silberabsatz springt um 65 Prozent
Noch deutlicher fiel die Erholung im Silbergeschäft aus. Die Perth Mint setzte im Juli 486.043 Unzen Silber ab. Gegenüber dem schwachen Juni entspricht dies einem Anstieg von 65,5 Prozent.
Auch im Jahresvergleich drehten die Zahlen wieder ins Plus. Der Silberabsatz lag 7,5 Prozent über dem Wert vom Juli 2025. Im Juni waren lediglich 293.732 Unzen verkauft worden. Das war der niedrigste monatliche Silberabsatz seit Juni 2019.
Seit Jahresbeginn summieren sich die Silberverkäufe nun auf 6.264.016 Unzen. Damit liegt die Perth Mint nach sieben Monaten noch 67 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Goldumsatz bleibt nahezu unverändert
Der durchschnittliche Goldpreis lag im Juli bei rund 4.067 US-Dollar je Unze und damit niedriger als im Juni, als im Monatsdurchschnitt noch rund 4.231 US-Dollar erreicht wurden.
Auf Basis der Verkaufsmenge ergibt sich für Juli ein rechnerischer Goldumsatz von rund 125,5 Millionen US-Dollar. Damit blieb der Erlös gegenüber Juni praktisch unverändert und sank lediglich um 0,2 Prozent.
Im Vergleich zum Juli 2025 lag der rechnerische Goldumsatz dagegen 72 Prozent höher. Neben dem deutlich stärkeren Absatz trug dazu auch der gestiegene Goldpreis bei. Dieser lag im Monatsdurchschnitt 22 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Silberumsatz erholt sich deutlich
Beim Silber führte der kräftige Absatzanstieg auch zu einer deutlichen Umsatzbelebung. Der durchschnittliche Silberpreis lag im Juli bei 58,49 US-Dollar je Unze, nach 66,03 US-Dollar im Juni. Trotz des niedrigeren Preisniveaus stieg der rechnerische Silberumsatz auf rund 28,4 Millionen US-Dollar. Das entspricht gegenüber dem Vormonat einem Plus von 47 Prozent.
Im Vergleich zum Juli 2025 lag der Umsatz sogar 67 Prozent höher. Dazu trug insbesondere das weiterhin hohe Silberpreisniveau bei: Der durchschnittliche Silberpreis übertraf den Vorjahreswert um 55 Prozent.
Nachfrage stabilisiert sich
Die Juli-Zahlen zeigen damit eine Stabilisierung der Nachfrage nach neu geprägten Edelmetallprodukten. Während sich der Goldabsatz nach dem Einbruch im Mai inzwischen wieder oberhalb von 30.000 Unzen bewegt, konnte sich auch das Silbergeschäft deutlich von seinem Mehrjahrestief erholen.
Allerdings liegen die monatlichen Verkaufszahlen bei beiden Edelmetallen weiterhin deutlich unter den Spitzenwerten, die die Perth Mint in einzelnen Monaten des vergangenen Jahres verzeichnet hatte. Besonders bei Silber bleibt abzuwarten, ob die kräftige Juli-Erholung den Beginn eines nachhaltigeren Nachfrageanstiegs markiert.
Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse


