Die Perth Mint verkaufte im April etwas mehr Gold als im Vormonat. Dagegen brach der Silber-Absatz erneut ein.

April-Absatz der Perth Mint
Die Perth Mint hat im April 2026 uneinheitliche Verkaufszahlen gemeldet. Während der Goldabsatz der australischen Prägeanstalt gegenüber März leicht zulegte, setzte sich die Schwäche im Silbergeschäft fort.
Die Perth Mint verkauft wieder etwas mehr Gold. Doch der Silberabsatz bleibt deutlich unter Druck.
Goldabsatz steigt leicht an
Im April verkaufte die Perth Mint 46.106 Unzen Gold. Gegenüber dem Vormonat entsprach dies einem Plus von 5,6 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Absatz um 5,5 Prozent höher.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Goldabsatz damit auf 186.114 Unzen und liegt damit 45 Prozent über Vorjahr.
Silberabsatz bricht erneut ein
Im Silbersegment setzte sich die rückläufige Entwicklung dagegen fort. Die Perth Mint verkaufte im April 496.212 Unzen Silber, der niedrigste Monatsabsatz seit August 2025. Gegenüber März betrug der Rückgang rund 49 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Absatz 31 Prozent niedriger.
Damit summierte sich der Silberabsatz seit Jahresbeginn auf 5.120.265 Unzen (+119 Prozent).
Hohe Edelmetall-Preise stützen die Umsätze
Trotz der schwächeren Stückzahlen blieben die Umsätze auf hohem Niveau.
Der durchschnittliche Goldpreis lag im April bei rund 4.724 US-Dollar je Unze. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Goldumsatz von etwa 217,8 Millionen US-Dollar. Gegenüber März entsprach dies einem Plus von 2,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Umsatz rund 55 Prozent höher.
Im Silbergeschäft erreichte der rechnerische Umsatz rund 37,6 Millionen US-Dollar. Das entsprach einem Rückgang von rund 51 Prozent gegenüber März. Gegenüber dem Vorjahr blieb jedoch ein Plus von etwa 61 Prozent.
Die Zahlen zeigen damit erneut den starken Preiseffekt im Edelmetall-Markt. Anleger kaufen teilweise geringere Mengen, zahlen aber weiterhin deutlich höhere Preise.
Perth Mint spricht von stabiler Nachfrage
Die Perth Mint bewertet die Entwicklung nicht als generelle Nachfrageschwäche.
Neil Vance, General Manager Minted Products, erklärte, die Nachfrage nach geprägten Produkten sei im April über die Kernproduktreihen hinweg weitgehend stabil geblieben.
Zudem habe die neue „Wonders of Australia“-Serie bei Gold-, Silber- und Platinprodukten eine positive Resonanz ausgelöst.
Zweitmarkt bleibt Belastungsfaktor
Gleichzeitig bleibt der Sekundärmarkt ein wichtiger Faktor für den Neuabsatz.
Denn viele Händler berichteten in den vergangenen Monaten über hohe Ankaufsmengen von Privatkunden. Diese Ware gelangt nach Aufbereitung zurück in den Handel und reduziert die Nachfrage nach neu geprägten Produkten.
Vor allem im Silbermarkt wirkt sich dieser Effekt derzeit deutlich aus.
Mehr dazu: Gold kaufen – Ratgeber: Münzen, Barren, Händler und Preise im Überblick


