Perth Mint: Goldabsatz erholt sich – Silber fällt auf Mehrjahrestief

Die Perth Mint meldet für Juni 2026 eine deutliche Erholung im Goldgeschäft. Dagegen sank der Absatz von Silbermünzen und -barren auf den niedrigsten Stand seit Juni 2019.

Goldabsatz erholt sich

Die Perth Mint hat für Juni 2026 unterschiedliche Verkaufstrends bei Gold und Silber veröffentlicht. Während der Goldabsatz nach dem Einbruch im Mai wieder deutlich anzog, setzte sich die Schwäche im Silbergeschäft fort.

Während sich der Goldabsatz deutlich erholte, fiel das Silbergeschäft der Perth Mint auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren.

Entwicklung des monatlichen Gold- und Silberabsatzes der Perth Mint von Juni 2023 bis Juni 2026
Der Goldabsatz der Perth Mint erholte sich im Juni 2026 auf 29.730 Unzen. Der Silberabsatz sank dagegen auf 293.732 Unzen und damit auf den niedrigsten Stand seit Juni 2019 (Quelle: Perth Mint).

Im Juni verkaufte die australische Prägeanstalt 29.730 Unzen Gold in Form von Münzen und Barren. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Anstieg um 53 Prozent. Allerdings lag der Absatz noch 9,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Der Mai-Wert von lediglich 19.430 Unzen hatte den niedrigsten Goldabsatz seit März 2024 markiert.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Goldverkäufe der Perth Mint nun auf 235.274 Unzen. Damit liegt der Absatz im ersten Halbjahr 24,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Anleger bevorzugen etablierte Goldprodukte

Nach Angaben der Perth Mint blieb die Investorennachfrage im Juni selektiv. Gefragt waren vor allem bekannte und etablierte Anlageprodukte.

Neil Vance, General Manager Product Development bei der Perth Mint, erklärt, dass sich insbesondere der Absatz von Gold-Kängurus und geprägten Goldbarren verbessert habe. Dies zeige, dass Anleger auch bei nachgebenden Preisen weiterhin auf bewährte Anlageprodukte setzten.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Silberabsatz der Perth Mint fällt weiter

Im Silbergeschäft gingen die Verkäufe dagegen erneut zurück. Die Perth Mint setzte im Juni lediglich 293.732 Unzen Silber ab. Das waren 19,3 Prozent weniger als im Mai und 36,7 Prozent weniger als im Juni 2025.

Damit wurde der bereits sehr schwache Mai-Wert von 363.976 Unzen nochmals unterschritten. Der Juni markierte somit den niedrigsten monatlichen Silberabsatz seit Juni 2019.

In den ersten sechs Monaten des Jahres verkaufte die Perth Mint insgesamt 5.777.973 Unzen Silber. Trotz der jüngsten Schwäche lag der kumulierte Absatz damit noch 75,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Laut Vance gab es im Juni keine bedeutende Neuerscheinung im Silberbereich. Deshalb seien die Verkäufe nach einer besonders starken ersten Jahreshälfte wieder auf ein typischeres Niveau zurückgekehrt.

Goldumsatz steigt trotz niedrigerer Preise

Der durchschnittliche Goldpreis lag im Juni bei rund 4.231 US-Dollar je Unze und damit deutlich unter dem Mai-Durchschnitt von 4.589 US-Dollar.

Auf Basis der Verkaufsmenge ergibt sich ein rechnerischer Goldumsatz von rund 125,8 Millionen US-Dollar. Gegenüber Mai stieg der Erlös um 41 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 14 Prozent.

Dass der Umsatz trotz des weiterhin niedrigeren Absatzes gegenüber dem Vorjahr zunahm, ist vor allem auf den höheren Goldpreis zurückzuführen. Dieser lag im Monatsdurchschnitt 26 Prozent über dem Niveau vom Juni 2025.

Silberumsatz bricht ein

Der durchschnittliche Silberpreis sank gegenüber Mai von 77,85 US-Dollar auf 66,03 US-Dollar je Unze. In Kombination mit den niedrigeren Verkaufszahlen führte dies zu einem deutlichen Umsatzrückgang.

Der rechnerische Silberumsatz belief sich im Juni auf rund 19,4 Millionen US-Dollar. Das waren 31,6 Prozent weniger als im Vormonat. Gegenüber Juni 2025 lag der Erlös allerdings noch 16,3 Prozent höher, weil der durchschnittliche Silberpreis innerhalb eines Jahres um fast 84 Prozent gestiegen war.

Nachfrage bleibt selektiv

Die Juni-Zahlen der Perth Mint zeigen eine leichte Stabilisierung im Goldgeschäft, allerdings noch keine breite Rückkehr der Anleger. Käufer konzentrieren sich offenbar auf bekannte Münzen und Barren, während die Nachfrage nach Silber-Neuware deutlich abgekühlt ist.

Auch das hohe Preisniveau und das umfangreiche Angebot aus dem Zweitmarkt dürften die Verkäufe neuer Anlageprodukte weiterhin begrenzen. Insbesondere bei Silber fehlte im Juni zudem der zusätzliche Nachfrageimpuls durch eine größere Produktneuheit.

Mehr dazu: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

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7 Kommentare

  1. Ich denke das wird jetzt der letzte Auswasch bei Gold und Silber, bei Gold werde ich ab 3900.- usd bis 3600.- beginnen wieder zu zukaufen, vielleicht geht es noch bis in den Herbst hinein noch 10% vom heutigen Tag abwärts, aber Das war es dann auch schon wieder, so meine bescheidene Meinung. bei Silber idealerweise noch bis 50.- usd oder kurz darunter , bevor ein langfristiger Boden erreicht ist

    • Beim volatileren Silber wird auch noch was kommen, die frühere Mwst Erhöhung sollte es unattraktiver machen. (Die 115Usd Marke war schon da)
      Der Perth Mint Absatz spiegelt es wieder.
      Viele kaufen immer erst ein, wenns ordentlich gestiegen ist. Die Panik jagd dann die Geduld xD
      Ich kenne das…
      Mit Gold handeln ist attraktiver, dafür weniger Material fürs Geld.
      Danke an die vielen Schreiber, die *Beitrag leisten*

    • @ukunda
      Du hast sicher recht. Die Frage aller Fragen wird jedoch sein, wie lange dieser Boden dann in Form einer Seitwärtsbewegung dauert. 2013 waren es 5 Jahre.
      Wenn nun Gold 5 Jahre wieder bei dieser Preisspanne verharrt und keine Tendenz für einen Ausbruch zeigt, hätte das Kartell wieder mal gewonnen und fast alle Bullen und Spekulanten rausgeschüttelt.
      Immerhin haben ja nicht wenige Gold bei 5.500 Dollar gekauft um jetzt womöglich 3.600 Dolar erleben zu müssen. Die sind raus, ein für alle mal.
      2013-bis 2018 schrieben sogar hie nicht wenige, „alles Gold Verkauft, alles Silber verkauft, nie wieder Edelmetalle.“
      Und investierten dann doch heimlich in Palladium.
      Um das Desaster erneut zu erleben.
      Wie sagte mal einer: Gold und Silber können grausam sein.
      In die eine oder die andere Richtung.
      Tatsache ist, das war wieder mal ein Edelmetall Blutbad.
      In den Foren schreben nur noch die Hartgesottenen und die Verzeifelten ( die, welche es nicht wahrhaben wollen, auf die Nase gefallen zu sein, bei Silber und leider auch bei Gold, Platin und Palladium.

      • die spekulanten sind wohl raus. die Anleger langfristig lächeln. denn eigentlich sind wir beim Stand von Januar 2026 also eigentlich nix passiert oder doch wenn ich mir die Inflationsrate offiziell (real) und die aktuelle Preise anschaue.

  2. ich kann mit den Absatzzahlen wenig anfangen. Der Kontext wäre Anlagesilber?
    Wie ist das Verhältnis zu den Handelsmengen an LBMA, Comex, SGE?
    Produzieren die auch für die?

  3. Wenn nicht wieder die Politik einen Strich durch die Rechnung macht.
    Heute erklärte der Iran, das Rahmenabkommen mit den USA für nichtig. wie ich schon vor Wochen sagte, es wird keinen Frieden da unten, im Nahen Osten geben.
    Das können sich die Börsianer abschminken und Trump dafür danken, dass er das Pulverfass gezündet hat.
    Der Ölpreis steigt prächtig, die Aktien sinken prächtig.
    Die FED muss weiter prächtig Gold schmeissen.
    Also bitte, alles prächtig.
    Hat jemand hier geglaubt, man könnte nach dem Friedensgefasel wieder zur Tagesordnung übergehen ?
    Falsch, es wird schlimmer, jeden Tag schlimmer.
    Man muss nur das Gehirn einsetzen, dann sieht man es auch.

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