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Ron Paul: „Rückkehr zum Goldstandard wäre prinzipiell nicht schwierig“

Goldmünze American Eagle Gold Nugget

Die Vereinigten Staaten führten nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg den Goldstandard ein. Ron Paul glaubt, das könnte auch heute klappen, allerdings nur mit großer Disziplin.

Der US-Kongress-Abgeordnete glaubt, dass das aktuelle Geldsystem nicht aufrecht erhalten werden kann und erklärt in einem aktuellen Interview, wie man zurück zu einer goldgedeckten Währung gelangen könnte.

Ron Paul sitzt als Abgeordneter im US-Kongress. Er ist Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Seit Jahren kämpft Paul für mehr Transparenz in der amerikanischen Geldpolitik. Er ist bekannter Kritiker des deckungslosen Papierwährungs-Systems. Gegenüber Fox News äußerte sich Paul nun erneut zu einer möglichen Rückkehr zum Goldstandard.

„Ich wünschte, wir könnten es über Nacht tun und wir könnten einige Dinge tun, wie zum Beispiel die Rücknahme der Executive Order durch Nixon [Der Tag, an dem Nixon das Weltfinanzsystem demontierte], aber das alleine wäre nicht genug. Wir wissen, was zu tun wäre. Wir haben es einmal nach dem Bürgerkrieg getan. Wir wechselten vom Papierstandard zurück zum Goldstandard, und die Umstellung war nicht sonderlich dramatisch“, so Paul.

Und weiter: „Heute sind das große Problem Konservative und Liberale mit einem großen Appetit für riesige Staatsausgaben, aus verschiedenen Gründen. Deshalb brauchen sie die Fed, damit sie aushilft und Schulden monetarisiert. Wenn man von dem Appetit nicht weg kommt, wird es noch schwieriger“

Ron Paul hält die Rückkehr zum Goldstandard vom Prinzip her nicht für sonderlich schwierig: „Man muss sein Haus in Ordnung bringen, man muss das Budget ausgleichen, man darf keine Schulden mehr auftürmen und kein Geld mehr drucken“. Das habe man nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg getan, es sei akzeptiert worden und das Land kehrte zum Goldstandard zurück.

Paul schlägt in diesem Zusammenhang eine Übergangsphase vor. Man solle Gold und Silber wieder als Geld legalisieren und damit den Weg zurück zum Goldstandard ebenen. Eine Zukunft für das aktuelle Geldsystem sieht er ohnehin nicht. Die letzten vier Jahren in den USA und die Euro-Krise seien Ausdruck dieses fehlerhaften Systems.

„Die Frage lautet nun, bewegen wir uns in Richtung einer konstitutionellen Form des Geldes oder gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung des Geldes? Anstatt einen internationalen Goldstandard auf Marktbasis zu etablieren, werden wir einen neuen von der UN oder dem IWF gesteuerten Fiat-Standard erleben? Daran arbeiten eine Menge Leute. Ich sehe das als einen sehr, sehr gefährlichen Schritt an“, erklärt Paul.

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Eingetragen von am 30. Nov. 2011. gespeichert unter Gold, Hintergrund, News, USA, Währung. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

3 Kommentare für “Ron Paul: „Rückkehr zum Goldstandard wäre prinzipiell nicht schwierig“”

  1. Das ginge nur,wenn es ausschließlich seriöse und gute Regierungen gäbe.Ich glaube,Socrates wars,der sagte,ich habe nichts gegen (Papier) Geld,vorausgesetzt,es gibt nur sehr kluge und integre Regierungen.Einem Goldstandard würde das gleiche drohen,wie einem Papiergeldstandard.Er würde verwässert werden.So wie im alten Rom,als man den Goldgehalt der Münzen heimlich immer weiter „verdünnte“und zuletzt ganz abschaffte.Die Geschichte gibt genug Beispiele dafür,wie es gemacht wird.Ich habe es schon oft gesagt und nicht nur ich,da ich es von namhaften Fach-Leuten übernommen habe:
    Gold ist ein Schatzmittel,zum Wertebewahren.Zum Tauschen (Einkaufen) und handeln nimmt man Papiergeld,Schecks und ähnliches.Von mir aus auch Kaurimuscheln.Steigen die Preise,steigen die Gehälter und es gibt einen Ausgleich.Nochmals Kostoloany:“Am liebsten ist mir eine gemäßigte Inflation und damit verbundene gute Zinsen“.Warum ? Weil dann die Wirtschaft brummt, jeder Arbeit hat und jeder mehr Geld für sein Können verlangen kann.Mit Gold unmöglich,weil eben nicht mehr da,da können Sie arbeiten,soviel Sie wollen,es gibt nicht mehr Gehalt.Und die reichen Goldbesitzer bräuchten nie zu arbeiten,da sie Gold zu horrenden Zinsen (Knappheit) verleihen könnten.Definiv,ein Goldstandard wäre Unfug.Man würde das Kind mit dem Bade ausschüttten.

  2. Goldstandard wäre ein vergiftetes Geschenk. Gold ist zu leicht von wenigen zu kontrollieren. Bewährt hat sich in der Vergangenheit schuldfreies Geld wie der Continental oder der Greenback in USA. Aber auch die britischen Talley Sticks haben 700 Jahre durchgehalten und das Empire erst ermöglicht. Wichtig ist, dass es nicht möglich ist als Kapitalist am Wachstum der Geldmenge mitzuverdienen, was heute durch die verzinsliche Schuldenaufnahme des Staates passiert. Der Staat muss sich mit den Steuern begnügen und darf nur eine festgelegte Menge zusätzlichen schuldfreien Geldes ausgeben um etwas Inflation zu erzeugen. Inflation bewirkt, dass Geld nicht stark akkumuliert werden kann.

  3. Der deutsche Michel wird es sicher begrüssen, wenn die Amis ihren „neuen Goldstandard“ mit den über 3.000 Tonnen deutschen Goldes unterlegen, welches sie dem deutschen Volk sein 50 Jahren völkerrechtswidrig vorenthalten.

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