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Russland stößt die Hälfte seiner US-Anleihen ab

USA, Russland

Die finanzielle Verflechtungen zwischen den USA und Russland nehmen deutlich ab (Foto: Ronniechua – Fotolia.com)

Russische Investoren haben im April für mehr als 47 Milliarden an US-Staatsanleihen verkauft. Auch die Fed reduzierte ihre Anleihenbestände.

Die Investitionen russischer Anleger in US-Staatsanleihen sind im vergangenen April drastisch zurückgegangen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des US-Finanzministerium, das einmal im Monat die größten Auslandsgläubiger der USA publiziert.

Demnach waren Ende April nur noch US-Staatsanleihen im Nominalwert von 48,7 Milliarden US-Dollar in russischer Hand. Gegenüber Vormonat fiel der Wert um 50 Prozent. Das heißt, Russland hat 47,4 Milliarden US-Dollar an US-Anleihen abgestoßen.

Die gesamte US-Auslandsverschuldung über Anleihen ist zuletzt um 0,7 Prozent auf 6.169 Milliarden US-Dollar gesunken.

Größter Gläubiger bleibt China mit 1.181,9 Milliarden US-Dollar an US-Anleihenbesitz (-0,4 %) gefolgt von Japan mit 1.031,2 Milliarden US-Dollar (-1,1 %).

Größter Geldgeber der USA ist aber nach wie vor die U.S. Federal Reserve. Allerdings kam es auch hier zu einer Reduzierung des Portfolios. Mit 3.037,28 Milliarden US-Dollar sind die Fed-Bestände gegenüber Vormonat um 1,2 Prozent gesunken.

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Eingetragen von am 18. Jun. 2018. gespeichert unter Banken, News, Politik, Russland, US-Dollar, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

28 Kommentare für “Russland stößt die Hälfte seiner US-Anleihen ab”

  1. Wie man im Chart sieht, hat auch Japan seine US-Schuldscheine seit Nov. 2017 um $50 Mrd. abgebaut.
    Rußland hat im April seinen Beitrag zur chinesischen Zielsetzung der „De-Dollarisierung“ geleistet; ob Trump einen „Warnschuß“ Chinas verstehen würde, wenn sich die Goldfreunde plötzlich von US-Anleihen von $100 Mrd. trennen würden?
    Würde Mr. Bolton dann seinen 45er umschnallen und im ‚oral Office‘ „zur Attacke gegen China“ blasen?

  2. Russland entrümpelt seinen Keller. Und macht seine US-Bond-Leichen zu Geld. Aber ist das nun als politisches Statement gegen den Dollar zu werten?

    Angesichts des massiven Verfalls des Ölpreises (wir erinnern uns: bis auf 26 Dollar Anfang 2016) verkaufte Russland schon mal US-Schuldverschreibungen (und damit den Dollar) in erheblichem Umfang. Einmal um Haushaltslöcher zu stopfen, aber vor allem, um den Rubel zu stützen (die Goldreserven wurden aber nicht angetastet!). Alleine im Verlauf des Jahres 2014 waren die Bestände um über 50 Mrd. Dollar reduziert worden. Mit der Stabilisierung bzw. dem Wiederanstieg des Ölpreises wurde dann auch wieder kräftig eingekauft:

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Russland-kauft-massenhaft-US-Bonds-article19847807.html

    Die US-Anleihen als bloße Liquiditätsreserve? Dafür haue ich jetzt mal eine Milchmädchenrechnung raus: Der geneigte Beobachter könnte nämlich eine auffällige Korrelation zwischen den prognostizierten 50 Mrd. Dollar, die die WM verschlingen soll und dem Verkauf der Anleihen in gleichem Umfang vermuten.

    https://www.n-tv.de/sport/fussball_wm_2018/WM-2018-Interview-Es-wird-die-teuerste-WM-aller-Zeiten-article20479075.html

    Dennoch – um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen -, die Bemühungen insbesondere Chinas und auch Russlands, sich aus der Umklammerung der globalen Hegemonie des Dollars zu befreien, sind inzwischen umfassend und systematisch. Und die aktuellen Probleme vieler Länder an der Peripherie des kapitalistischen Weltsystems zeigen ja auch die Dringlichkeit der Abkoppelung vom US-amerikanischen Schuldgeldsystem. Die türkische Lira sinkt auf ein Rekordtief. Argentinien braucht Notkredite des IWF, ebenso Sambia, dessen Anleihen abstürzen. Kapital flieht aus Indonesien, die Währungen Indiens, Brasiliens und Südafrikas stürzen ab. Die US-„Zinswende“ fordert ihren Tribut.

    • @thanatos
      Zur Not flieht das Kapital aber immer noch in US Bonds.
      Ausser EM gibt es keine Alternative.
      Wenn Sie eine kennen, nur raus damit.
      Aktien und Unternehmensanleihen sind keine Alternative, Immobilien auch nicht.
      All das ist nicht mal mündelsicher.
      Das sind nur Staatsanleihen und einige ausgewählte Immos, an die ein Normalo gar nicht ran kommt.( Schloss Belvedere).
      Bisher hat die USA, als zumindest etwas Demokratie ihre Bonds immer zurückbezahlt. Inflationiert zwar, aber immerhin.
      Oder würden Sie für ihr Mündel in Russische, Türkische, chinesische Bonds anlegen ?
      Das ist die Krux. Es gibt keine Alternativen und dafür tut die US Regierung so einiges.
      Schliessen alle Banken, bekommen Sie Ihre Bonds trotzdem bezahlt. Wenn nicht als Überweisung, dann als Schecks.So stehts geschrieben.
      Diese Schecks können Sie dann zwar nicht zu Bank bringen, da die geschlossen ist, aber Sie können damit Einkaufen gehen.
      Und so folgt der Stellenwert der sicheren und schnell handelbaren Anlage:
      1. EM
      2.Bonds
      Dann alles andere wie Tabak, Kaffebohnen und Autoreifen….,

      • @taipan

        Hätte ich eine Alternative (außer EM) parat, würde ich sie natürlich nicht verraten, ist doch klar. Die US-Bonds werden ihre Abnehmer finden – vor allem in Zeiten steigender Zinsen. Und die großen „Holders“ wie China werden einen Teufel tun, sie in großzügigen Paketen abzustoßen.

        Würden die Chinesen von heute auf morgen beschließen, größere Bestände zu verkaufen, würden sie sich schließlich selbst schaden. Der Wert der US-Schuldpapiere würde sinken – und China damit unschöne Verluste bescheren. Das sieht übrigens auch das US-Verteidigungsministerium so: China könne die USA durch „die aggressive Option eines umfangreichen Verkaufs“ nicht ins Wanken bringen. Schließlich gäbe es „wenig attraktive Anlagemöglichkeiten außerhalb der US-Treasuries für die Masse seiner umfangreichen Devisenreserven“.

        Die „De-Dollarisierung“ wird seitens der Chinesen eben schrittweise vorangetrieben. Der Dollar soll langsam, aber sicher ausgehöhlt werden. Wenn schon, dann sind die einzigen, die den Dollar mit einem Schlag erledigen können, die Amis selber.

        • @thanatos
          Sehe ich genau so. Man ist verheiratet durch die Schulden, aber man führt schon Ehekrieg und zerfleicht sich.
          Ähnlich wie im Film Rosenkrieg mit den jüngeren Douglas.
          Amüsiert den Zuschauer.Mich, zum Beispiel.
          Heute sprach wieder so ein Anslyst, ob das Folgen haben wird.
          Nein, denn er sehe sich die Firmen an, welche allesamt gesund sind und setze auf Aktien dieser Firmen.
          Gesunde Firmen, VW, Tesla, Audi, Commerzbank, DB, Telekom. Alles strotzt vor Gesundheit. Wenn man Gesundheit mit Fettsucht durch Draghis Fiatmoney definiert, dann sicher.
          Gehen die Zinsen nur ein paar Prozent rauf, gibts im ganzen DAX, im Dow und Nasdaq sowieso, keine einzige gesunde Firma mehr, sondern nur noch ein Schuldenchaos.
          Den einzig gesunden Betrieb, den ich kenne, ist unser Metzgerladen im Ort.
          Besteht aus Vater, Mutter und Sohn.

  3. Klapperschlange

    Wer heute noch nicht gelacht hat: Der Sommer-Trend 2018.

  4. Klapperschlange

    Trump holt im Strafzoll-Streit gegen China schon wieder weit aus und kündigt an, nochmals Strafzölle im Umfang von $200 Milliarden auf chinesische Warenimporte zu verhängen.
    China kündigt umgehend Gegenmaßnahmen an; und dieses Mal könnte es richtig „weh tun“ und das US-Finanzministerium gewaltig „durchschütteln“:

    “Einziger Silberstreifen am Horizont ist, dass China bisher die ‚nuklearen Optionen‘ nicht in Anspruch genommen hat: Dumping von Devisenreserven (entweder US-Anleihen oder Aktien) oder Abwertung der Währung. Wenn Trump weiter mit Strafzöllen drängt, sind beide Optionen nur eine Frage der Zeit. In der Tat, wie wir letzten Freitag vermutet haben, könnte Russlands unerwartete Liquidierung der Hälfte seiner US Treasurys im April ein Markttest und eine Generalprobe für den finanziellen Gegenschlag gewesen sein, wenn Peking schließlich beginnt, zu verkaufen.“

    “Als ominöse Erinnerung warnte Goldman kürzlich, dass …

     „Es ist unwahrscheinlich, dass das Weiße Haus die Handelspartner davon überzeugen kann, dass die Bedrohung durch die Zölle glaubwürdig ist, ohne auch die Finanzmärkte zu überzeugen.“

    Mit anderen Worten: Damit Trumps Handelsverhandlungen erfolgreich sind und die US-Handelspartner Trump ernst nehmen, muss der Markt …“crashen.

    Wenn der Zinssatz der 10-jährigen US-Treasury Bonds demnächst wieder über die 3%-Marke springt, … regnet es US-TBonds…oder US-Aktien.

    Der DOW gab gestern nach US-Börsenschluß schon einmal 250 Punkte ab – ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

  5. @Klapperschlange
    Gewaltiges Abwärts-Gap heute im Dow;-) Könnte es dann jetzt langsam beginnen? Zinskurve flacht sich bedrohlich ab und der Handelsstreit eskaliert langsam! Jetzt könnte jede falsche Meldung die Bombe zum platzen bringen…wenn die Fed es zulässt! Die Druckerpressen werden langsam wieder hochgefahren…

    • Klapperschlange

      @saure

      Der bekannte Song „Make love, not war“ verhallt ungehört, leider – aber mit 72 ist Trump nicht mehr der Jüngste, und die Kräfte lassen nach…

      Wie man aus der jüngsten Vergangenheit gelernt hat, überraschte Trump seinen engsten Beraterkreis schon mehrfach mit seinen „einsamen, unheilschwangeren und nächtlichen Twitter-Entscheidungen“ (z.B. Strafzöllen), sodaß mäßigende Einwände seiner „Experten“ überhaupt nicht diskutiert werden konnten; vielmehr ist der Beraterstab damit beschäftigt, „Schadensbegrenzung“ zu betreiben (ein echter „Fulltime-Job“).

      China (inkl. Hongkong) hat noch 2 dicke Joker im Ärmel, die Trump eigentlich kennen müßte:
      1. 1,377 BILLIONEN US-Schuldscheine
      2. China‘s tatsächliche Goldreserven in Tonnen *)

      Folgt China Rußland und „dumpt“ US-T.Bonds im großen Umfang, schadet es den USA (fallender US-Dollar, schwerer (mit Risiko-Zinsaufschlag) verkäufliche US-T.Bonds), aber natürlich sich selbst durch Verkaufs-Verluste, die dann jedoch durch einen höheren Goldpreis (Aktivierung von Pkt. 2.) kompensiert werden können.

      Schickt Beijing dem World Gold Council zusätzlich einen Brief mit aktualisierten
      Zahlen seiner realen Goldreserven (> 25.000 Tonnen),
      dann liegt die „nukleare Option“ auf dem Tisch (…und Mr. Bolton unter demselben).

      Wer gibt nach: der „Klügere“, oder „Rambo“?
      http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/der-handelsstreit/handelsstreit-strafzoelle-von-china-gegen-amerika-ab-6-7-15642877.html

      *)
      Obwohl die chinesische Zentralbank seit Oktober 2016 keine Erhöhung der Goldreserven mehr veröffentlicht hat, schätzen einige Marktanalysten, basierend auf Berechnungen der heimischen Goldproduktion und -importe in den letzten Jahren, daß sich die chinesischen Goldreserven zum Juni 2017 auf insgesamt 20.193 Tonnen belaufen. Dies geht aus einem Bericht hervor, der am Wochenende auf der Website cnfol.com veröffentlicht wurde.

      Quelle: http://www.globaltimes.cn/content/1059922.shtml

      • @Klapperschlange

        Dein Szenario hat Charme. Ein Doppelschlag aus „Dump the Bonds“ und einem „golden Outing“ würde dem Welthandelssystem (je oller, desto Dollar) natürlich gehörig zusetzen. Die magnetischen Pole würden sich, entgegen der Ankündigung, nicht umkehren, sondern verschieben und vereinen – zu einem einzigen Ostpol.

        Aber vielleicht sind das der Veränderungen zu viel auf einmal. Denn nicht nur die „Finanzmärkte“ scheuen die Unsicherheit wie der Beelzebub das geweihte Wasser, sondern auch der chinesische Leviathan. Ein möglicher Kontrollverlust ist kein willkommener Hausgast.

        Die Chinesen haben noch eine andere Option: Die massive Abwertung des Yuan. Da gesellt sich zum Handels- der Währungskrieg. Und die Verluste aus ersterem wären kompensiert.
        https://www.n-tv.de/wirtschaft/Japan-stoesst-US-Anleihen-ab-article20375730.html

        • Klapperschlange

          @Thanatos

          Mit Deiner Zusatz-Option hast Du natürlich Recht.

          Und es gibt noch eine Weitere („wie hätten Sie‘s denn gern, Mr. Trump?“):

          – wie wäre es mit einer „Gold-gedeckten“ Währung, also quasi-Rückkehr zum Goldstandard?

          Nun hör‘ mal schön zu, Mister:
          ICH bin die Nr. 1 auf unserem Planeten, und Du tust gefälligst das, was (Bolton mir gesagt hat… ich Dir sage!

          Antwort:
          Ein altes, chinesisches Sprichwort sagt, daß derjenige, der das meiste Gold in seinem Besitz hält, …die Regeln festlegt.
          Zeig‘ mir Deins, dann zeig‘ ich Dir meins!

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