Schweizer Goldexporte: China erhält im Juli weitere 23 Tonnen

China und Hongkong nahmen im Juli weitere 23,1 Tonnen Gold aus der Schweiz ab. Größter Empfänger war diesmal aber Großbritannien.

Schweizer Gold für China

Die Schweiz hat im Juli 2026 insgesamt 21,75 Tonnen Gold nach China geliefert. Weitere 1,39 Tonnen gingen nach Hongkong. Damit nahm der chinesische Wirtschaftsraum zusammen 23,14 Tonnen Schweizer Gold auf.

Gegenüber Juni gingen die Lieferungen deutlich zurück. Damals waren 27,9 Tonnen direkt nach China und 8,1 Tonnen nach Hongkong exportiert worden – zusammen knapp 36 Tonnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • China und Hongkong erhielten im Juli zusammen 23 Tonnen Schweizer Gold.
  • Das Vereinigte Königreich war mit 39 Tonnen der größte Abnehmer.
  • Die gesamten Goldexporte sanken um 9 Prozent auf 94,6 Tonnen.

Auf China und Hongkong entfielen im Berichtsmonat rund 24,5 Prozent der gesamten Schweizer Goldexporte. Im Juni hatte der Anteil noch bei rund 37 Prozent gelegen.

Seit Jahresbeginn rund 255 Tonnen

Im ersten Halbjahr waren nach den vorliegenden Monatsdaten insgesamt rund 232 Tonnen Schweizer Gold nach China und Hongkong geliefert worden. Mit den Juli-Ausfuhren steigt das Volumen seit Jahresbeginn auf etwa 255 Tonnen.

Damit bleibt der chinesische Wirtschaftsraum ein wichtiger Absatzmarkt. Allerdings hat sich das Liefervolumen nach den starken Vormonaten merklich abgeschwächt. Allein gegenüber Juni sank die Menge um knapp 13 Tonnen beziehungsweise rund 36 Prozent.

Tabelle der Schweizer Goldimporte und Goldexporte im Juli 2026 mit den jeweils 20 wichtigsten Handelspartnern
Die Schweiz exportierte im Juli 2026 insgesamt 94,6 Tonnen Gold. Größter Abnehmer war das Vereinigte Königreich mit 39,5 Tonnen, gefolgt von China mit 21,8 Tonnen (Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung).

Vereinigtes Königreich größter Abnehmer

An die Spitze der Schweizer Exportstatistik rückte im Juli das Vereinigte Königreich. Insgesamt gingen 39,51 Tonnen Gold dorthin. Das entsprach knapp 42 Prozent aller Ausfuhren.

Gegenüber Juni nahm das Volumen kräftig zu. Im Vormonat hatte die Schweiz 27,4 Tonnen Gold nach Großbritannien geliefert. London festigte damit seine Position als wichtigster westlicher Handelsplatz für das Edelmetall.

Die Lieferungen können verschiedene Gründe haben. Dazu zählen Umschichtungen in Londoner Lagerbeständen, die Belieferung institutioneller Marktteilnehmer und die Abwicklung des internationalen Großhandels.

Indien und Saudi-Arabien folgen

Indien belegte im Juli mit 8,26 Tonnen den dritten Platz unter den Exportzielen. Nach Saudi-Arabien gingen 8,02 Tonnen. Im Juni waren noch 10,3 Tonnen an das Königreich geliefert worden.

Weitere größere Lieferungen gingen in die Türkei mit 3,58 Tonnen, in die USA mit 3,44 Tonnen und nach Singapur mit 2,13 Tonnen. Deutschland erhielt 1,14 Tonnen Schweizer Gold.

Damit konzentrierten sich die Ausfuhren erneut stark auf wenige Märkte. Allein Großbritannien, China, Indien und Saudi-Arabien nahmen zusammen 77,5 Tonnen auf. Das waren knapp 82 Prozent der gesamten Exportmenge.

Schweizer Goldexporte erneut gesunken

Insgesamt exportierte die Schweiz im Juli 94,62 Tonnen Gold. Laut der Schweizer Außenhandelsstatistik entsprach dies einem Rückgang um 9,15 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Der Wert der Ausfuhren belief sich auf 10,42 Milliarden Euro. Davon entfielen 4,48 Milliarden Euro auf Lieferungen in das Vereinigte Königreich und 2,49 Milliarden Euro auf China.

Der in der Juli-Statistik ausgewiesene Monatsrückgang basiert auf dem jeweils aktuellen Datenstand der Zollverwaltung. Abweichungen zu früher veröffentlichten Juni-Zahlen können durch nachträgliche Revisionen entstehen.

Auch die Goldimporte gehen zurück

Die Schweiz importierte im Juli insgesamt 154,84 Tonnen Gold. Gegenüber dem Vormonat sank die Menge um 12,2 Prozent. Der Gesamtwert der Einfuhren lag bei 13,76 Milliarden Euro.

Größter Lieferant waren die Vereinigten Arabischen Emirate mit 36,77 Tonnen. Aus den USA kamen 21,90 Tonnen. Dahinter folgten Argentinien mit 9,61 Tonnen, Italien mit 7,81 Tonnen und Deutschland mit 6,73 Tonnen.

Weitere bedeutende Lieferländer waren Burkina Faso mit 5,27 Tonnen, Kanada mit 5,21 Tonnen und die Elfenbeinküste mit 4,78 Tonnen. Aus dem Vereinigten Königreich importierte die Schweiz 3,80 Tonnen Gold.

Bedeutung für den Goldmarkt

Die Schweiz gehört zu den wichtigsten Raffinerie- und Umschlagplätzen des internationalen Goldhandels. Dort wird Gold aus Minen, Recycling und internationalen Handelsbeständen eingeschmolzen, aufbereitet und in die von den jeweiligen Absatzmärkten verlangten Barrenformate gebracht.

Die Juli-Daten zeigen eine klare Verschiebung. Während weniger Schweizer Gold nach China und Hongkong floss, stiegen die Lieferungen nach London deutlich an. Der chinesische Wirtschaftsraum bleibt mit rund 255 Tonnen seit Jahresbeginn dennoch einer der wichtigsten Abnehmer.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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8 Kommentare

  1. Der CIA Chef reiste geheimnisvoll nach Moskau.
    Mit einer Globemaster. Einen riesigen US Militärtransporter. Was war da ausser ihn noch drinnen ?
    Moskau dementierte erst, gab es dann zu und die USA schwieg.
    Das hat nichts Gutes zu bedeuten.
    Das Wallstreet Journal berichtete, es könnte um einen bevorstehenden Angriff Russlands auf die Nato hindeuten.
    Denn diese steht momentan waffentechnisch nackt da.
    Man sollte hierzulande nun genau beobachten.
    Gibt es plötzlich Fernreisen von bekannten Politikern und wichtigen Personen ?
    Russland steht mit dem Rücken zur Wand und die Wahlen stehen bevor. Ind Russland hat mehr atomare Stengkörper als alle anderen zusammen. Reichen tut eine einzige.
    Psychologisch allemal.

    • @Maruti
      Ich glaube eher, daß da ein größerer Del gebastelt wird.
      Motto: die USA hören auf die Ukraine zu unterstützen, im Gegenzug hört Russland auf den Iran zu unterstützen.
      Kurzfassung: Hormuz für die Amis, Kiev für die Russen.
      Brüssel und Berlin erfahren es aus der Zeitung.

      Ich glaube wirklich nicht, daß Russland sich mit der Nato anlegt.
      An Stelle von Putin würde ich einfach noch ganz gemütlich diesen Winter abwarten.
      Dann ist Europa sowieso erledigt und kommt frierend und bettelnd nach Öl und Gas angekrochen.
      Das verbessert die Verhandlungsposition ungemein.
      Schade, daß Fritz dann nicht mehr Kanzler ist, der könnte dann für Larry die neuen Lieferbedingungen für Öl und Gas aushandeln. Aber dafür braucht man ihn auch nicht mehr.

      • @Blackwood
        Und einen Tag später schreibt ntv und stützt sich auf US Informationen:
        https://www.n-tv.de/politik/Ratcliffe-kann-sagen-Das-was-ihr-gerade-tut-lasst-das-besser-sein-id31236212.html
        Man hatte Kenntnis erlangt, dass der Kremel einen Angriff auf die Nato oder eines oder mehrere Nato Staaten plane. Wie damals den Einmarsch in die Ukraine, welche noch 3 Tage vorher abgestritten wurde. Kampf-Karrenbauer, die damalige Verteidigungs Ministerin wörtlich „ Ich bin sowas von empört“ Und sendete 5.000 Feldbetten zur Unterstützung an die Ukraine. Haben wir schon vergessen, die grossartige Hilfe.
        Der Kremel aber nicht. Wenn er über Polen oder Techechien in die BRD einmarschiert, senden die anderen Natostaaten zur Hilfe:
        Feldküchen, Verbandsmaterial ( abgelaufenes) Komissbrot und Schlafsäcke.

        • @Maruti
          Damals war Sleepy Joe Us-Präsident, den hat Putin offenbar nicht für voll genommen.
          Das würde ich mich bei Goldlocke nicht trauen.
          Ich bleibe dabei: Putin wird die Nato nicht angreifen.
          Wozu auch ?
          Das ist nur primitive durchschaubare Angstmache der politischen Versager, um von ihrem eklatanten Versagen abzulenken.
          Die Regierungen Europas schaden ihren Länder mehr als es jeder Angreifer könnte.
          Berlin z.B. zerstört die eigene Industrie effektiver, als es die UsAirforce in 5 Jahren ab 1940 geschafft hat. Auch, weil es keinen Wiederaufbau geben wird.
          Nur als Bild: Diebe stehlen neue Porsche 911.
          Haben Sie schon mal gehört, daß jemand einen kaputten Trabbi vom Schrottplatz gekaut hat ?
          Eben.
          Die EU ist sicher, weil sie uninteressant kaputt ist.
          Auch eine Taktik.

    • @maruti Russland mit dem Rücken zur Wand?
      Wie ist das möglich?
      Ich lese doch seit Jahren pausenlos in den alternativen Medien und Kommentarsektion, dass die Ukraine chancenlos ist und jeden Moment untergehen wird.

      • @Frugal
        Gerne.
        Es ist bisher ein Stellvertreter Krieg geworden.
        Ohne die USA wäre die Ukraine nackt und die Nato blank. Die USA zieht sich zurück, wie immer
        ( Vietnam, Kambodscha, Afghanistan ….) und überlässt das Chaos sich selbst.
        Ja, Russland steht zur Wand, aber mit dem Rücken, das heisst auch, von hinten ist es geschützt.
        Überlegen Sie mal. Ein Kand mit riesiger Armee, mit mehr Atomwaffen als alle anderen wird gereizt bis aufs Blut. Von der Nato, also uns.
        Die Ukraine ist nur das Bauernopfer.

        • Dass die Nato die Ukraine unterstützen würde war aber von Anfang an klar. Das würde so kommuniziert.
          Trotzdem musste man ständig von den haushoch überlegenen Russen lesen, die jetzt mit dem Rücken zur Wand stehen, trotz riesiger Armee und höchst modernen Waffen, die sie aber nicht einsetzen, auch nicht in der Ukraine. Das ist doch schon höchst seltsam.

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