Schweizer Gold geht tonnenweise nach China und Indien

Mehr als 100 Tonnen Gold verließen im Februar die Schweiz. China, Großbritannien und Indien führen die Liste der Abnehmer an.

Goldhandel weltweit: Schweiz als Drehscheibe für globale Goldströme
Die Schweiz fungiert als zentrale Drehscheibe im internationalen Goldhandel.

Gold weltweit in Bewegung 

Auch im Februar wurden weltweit große Mengen an Gold über die Schweiz transferiert. Laut der Eidgenössischen Zollverwaltung und der monatlichen Goldreporter-Analyse hat die Schweiz im Februar 186 Tonnen Gold importiert und 105 Tonnen Gold ins Ausland geliefert. Handelspartner waren die großen internationalen Goldhubs.

Gold wird nicht nur gekauft – es wird weltweit immer wieder neu verteilt, und die Schweiz ist das zentrale Drehkreuz dieser Bewegung.

So kamen im vergangenen Monat 51 Tonnen aus den USA. Am US-Terminmarkt flossen in den vergangenen Monaten erhebliche Bestände ab. Somit dürfte ein Teil dieses Metalls in die Schweiz abgewandert sein. Außerdem lieferten die Vereinigten Arabischen Emirate 29 Tonnen Gold. In Dubai befindet sich einer der größten Goldumschlagplätze Vorderasiens.

Hinzu kamen größere Mengen an Gold aus Peru (15 t) und Chile (11 t) mit geringerem Feingehalt, mutmaßlich aus der Minenproduktion.

Größte Goldempfänger in Asien

Wer waren international die größten Goldabnehmer? Die Schweiz lieferte im Februar 31,9 Tonnen nach China und 12,6 Tonnen nach Indien, was die starke Nachfrage in Fernost dokumentiert. Außerdem wurden fast 20 Tonnen nach Großbritannien verschifft. Der London Bullion Market ist der größte Handelsplatz für physisches Gold.

Goldimporte und -exporte der Schweiz im Februar 2026 mit den größten Handelspartnern.
Goldimporte und -exporte der Schweiz im Februar 2026 mit den größten Handelspartnern.

Globale Goldflüsse: Schweiz als zentrale Drehscheibe

Die aktuellen Verschiebungen im physischen Goldhandel unterstreichen erneut die herausragende Rolle der Schweiz im internationalen Markt. Denn das Land fungiert als zentraler Knotenpunkt für Lagerung, Umschlag und insbesondere die Weiterverarbeitung von Gold. Dabei durchläuft ein großer Teil des weltweit gehandelten Edelmetalls Schweizer Raffinerien, die eine entscheidende Funktion bei der Anpassung an unterschiedliche Marktstandards übernehmen.

Denn während im Londoner Handel vor allem 400-Unzen-Barren dominieren, setzt die Terminbörse COMEX auf 100-Unzen-Einheiten. Dagegen haben sich in Asien Kilobarren als Standard im Großhandel etabliert.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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9 Kommentare

  1. Im Februar hatten wir noch andere Preise…Hätten diese Länder jetzt gekauft,gäbe es die eine oder andere Tonne mehr.
    Nach dem heutigen über 8% Kursverlust bei Gold, sind es momentan nur noch 2%.Auch die Aktienmärkte drehen und Insider wissen eben mehr und schneller….
    Was definitiv passieren muss ,ist der Ölpreis mit Gas muss runter.Ich bin sehr gespannt,wie Trump aus der Schlinge herauskommt?
    Vielleicht wissen die mehr als ich ,wenn alles ins grün dreht?Abwarten!

    • @Bastei
      Nur eine Kleinigkeit: Goldpreis rd. 20 % vom Top runter, Kaufpreis für das Vreneli nur 13 % runter (rein persönliche Beobachtung in Onlineshops).
      Der hübsche Papierpreis in den Charts scheint für das Dorf nicht so ganz relevant zu sein.

      Nur meine Idee:
      Eine „Kostolany-Pause“: jetzt gehen wir mal 2 Wochen in den Weinkeller und gucken in 2 Wochen wieder nach, wo Nasdaq, S&P, Dax und Gold dann stehen.
      Es wird eine irre Vola gegeben und es ist völlig sinnlos dem Gezappele zuzusehen.

      • Blackwood:
        Richtig, die Weltlage im Allgemeinen und Herrn Trumps Spontaneinfälle im Besonderen werden immer wieder für ein Auf und Ab der Preise sorgen. Die Verrücktmacherei hat keinen Sinn; ändern kann man es ohnehin nicht. Und wer nicht verkaufen muss, der muss sich auch nicht ärgern. Wer aber verkaufen muss, weil das Auto oder die Waschmaschine kaputt ist, der ärgert sich zu recht.
        Meine Strategie: ich lege mich aufs Sofa und mache ein Nickerchen (, wenn möglich). Steigen die Kurse, habe ich im Schlafen ein Plus gemacht. Fallen die Kurse, bin ich ausgeruht und habe den Ärger verschlafen.

    • @Bastei
      Trump wird einen Deal machen, die Ukraine gegen den Iran. Was heisst, Russland bekommt die Ukraine und die USA den Iran zusammen mit Israel.
      Danach wird mit Russland ein weiterer Desl gemacht, gegen China.
      Viel Spass bei diesem Durcheinander.
      Wir sollten nicht glauben, der Trum schüttelt all das aus dem Ärmel. Da gibt es Think Tanks, Brezinski und co nämlich, welche das vorbereitet haben, lange bevor.
      https://m.youtube.com/watch?v=VjbZ4VMTTUw&pp=0gcJCZoBo7VqN5tD

  2. Das zeigt eben den wahren Wert von Gold.
    Derweil sich die Deppen von Börsianern von Trump an der Nase herumführen lassen und ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse. Ich kenne wahrlich genug Börsianer, welche mit der Börse all ihr Hab und Gut verloren haben und als Alkoholiker endeten.
    Ausgenommewie die Weihnachtsgänse wurden die Portfolios, derweil aber Trump den Goldanlegern Vorweihnachtliche Kaufgelegenheiten bot. Danke, Mr.Präsident.

    • @Maruti mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich bin so froh nicht auf diesen MSCI Müll reingefallen zu sein. Zumal ich immer wieder den Betroffenen gefragt habe was sie denn in der Hand halten wenn sie flüchten müssen oder ohne ihr Smartphone da stehen. Die Antwort kam nie…
      LG und schmecken lassen

  3. Jetzt überlegen die Notenbanken angeblich die Zinsen zu erhöhen. Ob das gut geht? Die Wirtschaft kommt jetzt schon auf der letzten Rille daher;-)

    • @Themac
      Überlegen kann man viel, das zeigen schon genug die Politiker. Doch die Taten !
      An den Taten sollst du sie messen, nicht an den Worten, sprach der Herr.
      Oder für einfachere Menschen:
      Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
      ( Wobei man manchmal auch den Eindruck hat, es wäre bei so einigen umgekehrt :).

  4. Guten Abend zusammen

    eine technische Bemerkung zu diesen Vorgängen:

    Die Ein- und Ausfuhr von Waren, hier Gold, unterliegt einer finanz-/zolltechnischen Überwachung. Aufgrund dessen können wir damit rechnen, daß es sich um korrekte Angaben des Schweizer Zolls handelt. Was jedoch nicht thematisiert wird, ist die Abfertigungsart dieser Ein- und Ausfuhren und ihre Besitzer, lediglich ihre direkte Herkunft und ein mögliches Zielland. Schon aus den Tabellen ersichtlich ist, daß eine mögliche mengenmäßige Verarbeitung monatlich nicht 1:1 abgebildet werden kann, vermutlich aus Kapazitätsgründen. Eine weitere Unsicherheit ist die angesprochene Abfertigungsart. Handelt es sich um Handels- oder (zolltechnisch) Veredelungsware, was im zweiten Fall ebenfalls Eingang in die Statistiken, jedoch finanziell verminderte Abgaben erbringt. Wobei ein ‚veredeltes‘ Gold nach Verarbeitung durchaus auch als zwischenstaatliches Handelsobjekt fungieren kann, siehe zB CN, UK, IN, TR, die kein Gold eingeliefert haben.

    Kurz: die Schweiz fungiert hauptsächlich als Handelsplatz mit nicht verfolgbaren Finanzströmen. Das erinnert mich doch sehr an die Machenschaften kleiner und großer Vermögensverwalter, die (verschwörungstechnisch gesehen) Nationalstaaten steuern, deren Politik ihre eigenen Bürger mit Vermögensregister, Lastenausgleich, finanziellen Limiten, etc. mittels fadenscheinigen Argumenten indoktrinieren.

    Ich schließe (ausnahmsweise in englisch) mit: if you can´t touch it, you don’t own it.

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