Die Schweizer Goldexporte sind im August stark gestiegen. Besonders groĂźe Mengen an Gold gingen nach GroĂźbritannien und China.
Schweizer Goldexporte ziehen an
Der Schweizer Goldhandel mit dem Ausland hat im August deutlich angezogen. Laut der aktuellen Außenhandelsstatistik der Eidgenössischen Zollverwaltung wurde im vergangenen Monat 156,5 Tonnen Gold im Wert von umgerechnet 18,8 Milliarden Euro ins Ausland geliefert. Das entspricht wertmäßig einer Zunahme von 81 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Die Schweizer Goldexporte stiegen im August auf 156,5 Tonnen im Wert von 18,8 Milliarden Euro.
- Großbritannien war mit 102 Tonnen größter Abnehmer, weitere 26 Tonnen gingen nach China.
- Auch die Goldimporte legten deutlich zu und erreichten 205 Tonnen.
- Aus Deutschland kamen nur noch 4,6 Tonnen Gold – deutlich weniger als zu Jahresbeginn.
London und China ziehen Gold an
Der mit Abstand größte Abnehmer war Großbritannien mit 102 Tonnen Gold. In London befindet sich der größte physische Goldmarkt der Welt.
Außerdem ging mit 26 Tonnen erneut eine große Goldmenge nach China. Seit Jahresbeginn wurden auf diesem Transportweg etwas mehr als 230 Tonnen Gold verschifft. Zusätzlich erhielt Hongkong in diesem Zeitraum rund 53 Tonnen.
Die USA nahmen 10 Tonnen ab. Dagegen ist die Liefermenge nach Indien deutlich zurückläufig, mit lediglich 3,5 Tonnen Gold im August. Die indische Regierung unternahm zuletzt Maßnahmen, um die Goldimporte einzudämmen.
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Goldimporte der Schweiz
Ebenfalls deutlich gestiegen sind die Schweizer Goldimporte. Mit 205 Tonnen im Wert von umgerechnet 20,3 Milliarden Euro hat das Land im August wertmäßig 47 Prozent mehr Gold aus dem Ausland erhalten.
Dabei kam das meiste Metall aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit ihrem zentralen Goldhub in Dubai. Hier werden hohe 74,7 Tonnen Gold als Liefermenge gemeldet. Aus den USA kamen 28 Tonnen und Italien lieferte 7 Tonnen in die Schweiz.
Deutschland wird in der Importaufstellung mit 4,6 Tonnen noch in den Top-10 aufgeführt. Allerdings lagen die deutschen Goldlieferungen zu Jahresbeginn deutlich höher. Von Januar bis März waren es insgesamt 28 Tonnen. Die jüngste Abschwächung kann mit den geringeren Ankaufsmengen im deutschen Handel zusammenhängen.
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Bedeutung fĂĽr den internationalen Goldmarkt
Hintergrund: Schweizer Raffinerien bedienen bis zu zwei Drittel des weltweit nachgefragten verarbeiteten Goldes. Hier werden also große Mengen an Gold für den internationalen Handel in die jeweils erforderlichen Gewichtsgrößen umgeschmolzen.
So beköntigt die COMEX vor allem 100-Unzen-Barren, während am London Bullion Market 400-Unzen-Barren gebräuchlich sind und im asiatischen Großhandel meist 1-Kilo-Goldbarren nachgefragt werden.
Physisches Gold ist also weltweit in ständiger Bewegung, entsprechend der Nachfrageverschiebungen auf den unterschiedlichen Märkten.
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