China kauft weiter große Mengen Gold aus der Schweiz. Zusammen mit Hongkong nahm die Region im Mai erneut mehr als 40 Tonnen auf.

Schweizer Gold für China
Die Schweiz hat im Mai erneut mehr als 30 Tonnen Gold nach China geliefert. Zusammen mit den Ausfuhren nach Hongkong gingen sogar rund 42 Tonnen in den chinesischen Wirtschaftsraum. Damit blieb China trotz rückläufiger Schweizer Goldexporte einer der wichtigsten Abnehmer von physischem Gold weltweit.
Trotz schwächerer Goldexporte flossen im Mai erneut mehr als 40 Tonnen Schweizer Gold nach China und Hongkong.
Laut den aktuellen Daten der Eidgenössischen Zollverwaltung exportierte die Schweiz im Mai 31,6 Tonnen Gold nach China. Gegenüber April stiegen die Lieferungen sogar leicht an. Hinzu kamen weitere 10,3 Tonnen Gold für Hongkong.
Damit gingen insgesamt rund 42 Tonnen in den chinesischen Wirtschaftsraum. Dies entsprach mehr als 42 Prozent aller Schweizer Goldexporte im Berichtsmonat.
Seit Jahresbeginn summieren sich die Schweizer Goldlieferungen nach China und Hongkong auf rund 196 Tonnen. Damit entfällt ein erheblicher Teil der Schweizer Goldausfuhren weiterhin auf die Region.
Die Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung Chinas für den physischen Goldmarkt. Denn trotz eines zeitweise negativen Shanghai-Aufschlags und der jüngsten Goldpreis-Korrektur bleibt die Nachfrage nach physischem Gold in der Region hoch.
London bleibt größter Einzelabnehmer
Größter Abnehmer schweizerischer Goldlieferungen war im Mai erneut das Vereinigte Königreich. Insgesamt gingen 39,4 Tonnen Gold nach London. Die dortigen Zuflüsse lagen damit sogar leicht über dem Vormonat.
London spielt als weltweit wichtigster Handelsplatz für physisches Gold weiterhin eine zentrale Rolle. Ein erheblicher Teil der Bestände dient dort dem internationalen Großhandel, der Lagerhaltung sowie der Belieferung institutioneller Investoren.

Schweizer Goldexporte insgesamt rückläufig
Insgesamt exportierte die Schweiz im Mai 98,9 Tonnen Gold. Gegenüber April sank die ausgeführte Goldmenge um 9,4 Prozent. Der Wert der Exporte verringerte sich gleichzeitig von 13,2 Milliarden auf 11,5 Milliarden Schweizer Franken.
Neben China, Hongkong und dem Vereinigten Königreich gehörten Thailand, die Türkei, Saudi-Arabien, Singapur und Indien zu den wichtigsten Abnehmern.
Die Verteilung zeigt erneut, dass ein großer Teil des weltweit gehandelten Goldes letztlich nach Asien fließt.
Auch die Goldimporte gehen zurück
Auf der Importseite verzeichnete die Schweiz ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Insgesamt wurden im Mai 153,4 Tonnen Gold eingeführt. Das waren rund 23 Prozent weniger als im Vormonat.
Größter Lieferant waren die Vereinigten Arabischen Emirate mit 42,3 Tonnen. Dahinter folgten Chile mit 27,5 Tonnen sowie Italien und Argentinien mit jeweils etwas mehr als 10 Tonnen.
Bedeutung für den Goldmarkt
Die Schweiz ist das weltweit wichtigste Zentrum für die Raffination von Gold. Ein erheblicher Teil des global gehandelten Edelmetalls wird dort verarbeitet und anschließend an die wichtigsten Absatzmärkte ausgeliefert.
Die Mai-Daten zeigen erneut, dass China trotz schwächerer Marktbedingungen ein bedeutender Abnehmer bleibt. Für den Goldmarkt ist dies ein wichtiger Hinweis darauf, dass die physische Nachfrage in Asien weiterhin einen stabilisierenden Faktor darstellt.
Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse