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Schweizer Raffinerien liefern deutlich weniger Gold

Gold, Goldbarren, Schweiz (Foto: Goldreporter)

In der Schweiz ansässige Raffinerien bedienen gut die Hälfte des weltweit nachgefragten Goldes (Foto: Goldreporter)

Indien und die Türkei waren im November die bedeutendsten Abnehmer substanzieller Mengen an Gold aus der Schweiz. Insgesamt haben Schweizer Raffinerien aber deutlich weniger Gold ins Ausland geliefert.

Gold-Exporte stark rückläufig

Die Eidgenössische Zollverwaltung hat die Außenhandelszahlen der Schweiz für den Monat November 2019 veröffentlicht. Darin enthalten sind auch die Gold-Transfers mit dem Ausland. Die Goldexporte der Schweiz lagen im November bei lediglich 79,14 Tonnen im Wert von 3,67 CHF (3,37 Mrd. Euro). Das entsprach einem Rückgang von 31 Prozent gegenüber Vormonat und einem Minus von 26 Prozent gegenüber Vorjahr. Es war gleichzeitig die niedrigste Schweizer Goldimport-Menge seit Juni.

Indien, Türkei größte Abnehmer

Größter Abnehmer war Indien mit 20 Tonnen Gold. Gegenüber Vormonat hat sich deren Abnahmemenge fast verdoppelt (+90 Prozent). 11 Tonnen gingen jeweils nach Großbritannien und in die Türkei. 10 Tonnen wanderten in die USA ab.

Gold, Importe, Exporte, Schweiz

Tabellen: Gold-Importe und Gold-Exporte der Schweiz im November 2019. Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung, Tabelle/Berechnungen: Goldreporter. Angaben ohne Gewähr.

15 Tonnen Gold aus UK

Die Schweizer Goldimporte werden mit 157,08 Tonnen im Wert von 4,48 Milliarden CHF (41,2 Mrd. Euro) beziffert. Der Wert liegt 15 Prozent unter Vormonat und 37 Prozent über Vorjahr. Aus Großbritannien kamen zuletzt 15 Tonnen Gold. Frankreich lieferte etwas mehr als 8 Tonnen des Edelmetalls. Aus Deutschland wurden 6,4 Tonnen Gold importiert. Aus Argentinien (31 Tonnen) und Peru (9,9 Tonnen) kamen erneut bedeutende Mengen an Gold mit geringerer Feinheit. Das Gold stammt typischerweise zu großen Teilen aus der Minenproduktion.

Einordnung

Bei der genannten Ware handelt es sich definitionsgemäß um „Gold, einschl. platiniertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“. Da Schweizer Raffinerien gut die Hälfte des weltweit nachgefragten Goldes aufbereiten, lässt sich aus den Zahlen ein Bild über die aktuelle länderspezifische und weltweite Goldnachfrage ableiten.

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Eingetragen von am 19. Dez. 2019. gespeichert unter Gold, Marktdaten, News, Welt. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

7 Kommentare für “Schweizer Raffinerien liefern deutlich weniger Gold”

  1. Ws ist eben nichts mehr da, weil alles ausgeliefert wurde.
    Klar, bei mehreren hundert Dollar Zuschuss der Notenbanken pro Unze.
    Die Förderung stagniert, da zu teuer.
    Heute bekomme ich meine letzten 200 Gramm.
    Die Händler sind de facto alle ausverkauft.
    Zwar wollte ich noch bis Freitag warten, aber der Händler sagte mir, er könne dann nicht mehr garantieren, dass die Barren vorrätig sind.
    Und ausserdem könne er, wie andere auch, den Spotpreis nicht weitergeben.
    Also, habe ich zugegriffen und der Stress hat ein Ende.
    In wenigen Stunden hole ich das Metall ab und verlasse über Liechtenstein und Österreich wie geplant den Norden, Richtung Mailand, Verona……Weiter über die Autofähre nach Griechenland. Werde übermorgen dort sein, mit 3.5 Kg im Gepäck.
    Borjans, Adee und und passen Sie auf, dass Sie nicht auch entpfirsicht werden.
    Denn, dann ist Ihr Pfirsich weg.

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  3. Wenn es kein Gold mehr gibt, müsste der Preis jetzt auf 0 sein, denn nichts kostet auch nichts. Die armen Händler werden jetzt alle pleite gehen, es gibt nichts mehr zu verdienen, so ist es, wenn man den Samariter spielt.

    • @nordseewelle
      Oh, Gold gibt es schon, aber nur für Privilegierte.
      Und für die kann es durchaus erst mal noch billig bleiben, da es weiterhin vom Steuerzahler und Durchschnittsbürger subventioniert werden muss.
      So wird auch bei Gold von unten nach oben umgeteilt, wie es sich eben gehört.
      Stellen Sie sich nun mal vor, Gold ist sehr günstig, nur Sie bekommen keines, sondern nur die Eliten.
      Kennen Sie doch noch aus der DDR oder ?

    • @Nordseewelle
      Deshalb habe ich das gelbe Zeug jetzt entsorgt. Will ab nächstes Jahr ja eh keiner mehr. Nicht einmal mehr @renegade wenn er alles versenkt hat. Mir ist es dann auch egal. Zumindest die Notreserven an Essbares ist für die Zukunft angewachsen und gesichert. Haltbar 19 Jahre. Hoffentlich werfe ich diese dann nach 25 Jahre weg, ohne ernsthaft die Notwendigkeit der Verwendung verspürt haben zu müssen. Wohl bekomms und allen eine besinnliche Weihnachtszeit =)

  4. Ich habe das grosse Glück, dass es in meiner Umgebung weit und breit keine Goldhändler gibt und wir vermissen sie hier auch nicht. Ich weiss aber, dass die Goldhändler ihre Bestände zum Jahresende gerne abbauen. Kurz vor Jahresende gab es nie die volle Auswahl zu kaufen. Es ist vielleicht übertrieben gleich von einem Lieferengpass zu sprechen. Ich mache mir keine Sorgen um das Gold, habe sowieso nicht soviel Geld um kaufen zu können, ich bin zufrieden, mit dem was ich habe, ein paar gute Freunde, leckeres Essen auf dem Tisch ein Bier dabei, ist doch auch was wert.

  5. @saperlot
    Die Frage aber wird sein, ob man das zulässt oder weiterhin Milliarden Steuergelder verpulvert um das nicht zuzulassen.
    So oder so, der Leidtragende wird wie immer der kleine Mann sein.
    ( Sie wissen schon, der um die etwa 1,55 bis 1.63 cm).
    Denn eines ist jedem klar, der Goldpreis wäre schon weit über 2.000 Dollar, mindestens beim Doppelten des heutigen Dollarpreises.
    Das ist aber nicht schlimm, auch hierzulande subventioniert man kräftig mit Steuergeldern.
    Jahrzehntelang die Kohle, die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten und die Strassenbahn und Regionalzug Bahnen.
    Sonst wäre der GEZ Preis bei 100 Euro, die Strassenbahnkarte bei 5 und eine Bahnfahrt könnten nur gut betuchte zahlen.
    Da ich aber, wie Sie wissen, nicht so gut betucht bin ( trage Shorts und Sandalen, auch jesuslatschen genannt, bin ich dankbar für die Möglichkeit Gold und Edelmetalle nach Hause tragen zu können.
    Danke, lieber Steuerzahler, danke Kartell der Banken.

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