Montag,14.Juni 2021
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Silber- und Gold-ETFs verzeichnen Abflüsse

Gold-ETF, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Der SPDR Gold Shares (GLD) ist der weltgrößte Gold-ETF. Dessen Bestände lagern in den Tresoren Londoner Großbanken. Zuletzt waren es 1.146,60 Tonnen (Foto: Goldreporter).

Silber- und Gold-ETF weniger gefragt: Die Metallbestände der größten Edelmetall-Fonds gingen innerhalb einer Woche deutlich zurück. Der SLV gab 755 t Silber ab.

Größter Silber-ETF

In der vergangenen Woche waren Anteile des weltgrößten Silber-Fonds gefragt wie nie zuvor. So verbuchte der in den USA gelistete iShares Silver Trust (Börsenkürzel: SLV) Anfang Februar einen neuen Rekord bei den eingelagerten Silber-Beständen.

Pro Anteilschein muss der Betreiber dieses Silber-ETFs 1 Unze Silber physisch hinterlegen.

755 t Silber weniger

Am gestrigen Mittwoch summierte sich das SLV-Inventar noch auf 19.750,28 Tonnen. Das heißt aber, gegenüber Vorwoche ist der Bestand um 3,68 Prozent beziehungsweise 755,57 Tonnen zurückgegangen.

Per 4. Februar 2021 hatte sich noch 20.505,85 Tonnen angehäuft. Das entsprach etwa zwei Drittel einer Jahresminenproduktion an Silber.

Größter Gold-ETF

Auch die Metallbestände des größten Gold-ETFs waren zuletzt erneut rückläufig. Das Gold-Inventar des SPDR Gold Shares (GLD) sank gegenüber Vorwoche um 1,14 Prozent oder 14,24 Tonnen auf 1.146,60 Tonnen.

Die Goldbarren des Fonds sind in London gelagert. Und für jeden Anteilsschein muss der Emittent dieses Wertpapiers 1/10 Unze Gold zurücklegen. Der Rekordwert stammt vom Dezember 2012. Damals hortete man 1.351,54 Tonnen des Edelmetalls.

Gold-ETF, Silber-ETF, GLD, SLV

Goldpreis-Effekt

Für beide Exchange Trades Fonds gilt: Investieren mehr Anleger in diese Wertpapiere, dann müssen die Betreiber Gold beziehungsweise Silber am Markt nachkaufen. Stoßen Investoren Anteile ab, so wird Metall veräußert.

Silber- und Gold-ETF bedeutsam

Der Einfluss auf den Silber- und Goldpreis ist somit nicht zu unterschätzen. Viele institutionelle Investoren und Unternehmen positionieren sich über die Fonds auf dem Silber- und Goldmarkt.

Auch von Tesla gab es zuletzt Hinweise, dass das Unternehmen Geld in einen solchen ETF umschichten könnte (Nach Bitcoin-Kauf: Tesla hat auch Gold im Visier!).

Goldreporter

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5 KOMMENTARE

  1. Die in der Spitze 110 Mio. Unzen für den SLV in den drei Tagen ab 29.1.21 wurden nie gekauft, das ist gar nicht möglich, logistisch nicht, in dem Zeitraum; preislich, ohne das mit Preisaufschlägen zu merken. JPM hat einfach Silber geleast, in dem Vorgang gibt es aber einen Verkäufer. Zudem steht im Ishares Prospekt, dass „Silber-Investments“ getätigt werden und dass die Mehrheit des investierten Geldes in physischen Barren stecken soll. Die „Mehrheit“ ist nicht alles. Auch Inventuren sind nicht möglich. Kurzum: Wer auch immer in den SLV investiert, wird betrogen. Der Silbermarkt ist so lächerlich klein, dass die Zuflüsse der letzten Woche fast 20% der weltweiten Produktion bedeuteten. Da es seit Jahren ein Defizit im Markt gibt, die Produktion und die Abbaugrade sinken, und die Industrie Silber auf jeden Fall braucht, konkurriert die Industrie mit der zunehmend stärker werdenden Investmentnachfrage. Normalerweise müsste sich der Preis vervielfachen. Nur mittels weiterer Papiersilber-Verkäufe konnte das bisher verhindert werden. Nur diese sind liquide, weil auf Knopfdruck erschaffbar. Der echte Silbermarkt ist nicht nur im Retail, sondern auch im Großhandel und an den Börsen knochentrocken, zuletzt erkennbar an den Premiums, die man für Material zahlen muss.

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  3. Das ist ja das Tolle am ETF.
    Man verspricht Gold, liefert Papier auf dem PC. an kann es um 17:30 kaufen und um 17:31 Uhr wieder verkaufen,Nicht mal eine Rollator Oma kann so schnell zum Goldhändler wetzen.
    Natürlich hat der ETF kein Gold vorrätig, sondern kennt nur jemanden, welcher jemand kennt, der schon mal Gold geliefert hat oder liefern wollte.
    Aber die Leute glauben es und das ist gut so. Wo kämen wir hin, würde keiner mehr glauben. An die Versprechen von Banken und Politikern.

  4. Ich dachte schon, dass sich ein Silber-ETF zeitnah mit Silber eindeckt nach Barmittelzuflüssen.
    Jetzt glaube ich nicht mehr daran. Selbst einzelne Unzen sind nur mit Verzögerung lieferbar, wie ist es dann erst mit so großen Mengen? Der ETF hätte schon mehrfach schließen müssen, hat es aber nicht!
    Bei einer Schließung würde er wohl eh nur bar auszahlen. Genau das ist aber in so einer Situation nicht zielführend!!!! Also Freunde überlegt es euch gut, ob Ihr für kurzfristige Trades so ein elektronisches Papier kauft!

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