Sonntag,26.September 2021
Anzeige

Silber- und Goldpreis unter Druck: Jetzt nachkaufen?

Goldpreis, Silberpreis (Foto: Goldreporter)
Silber- und Goldpreis kommen nach einer ausgedehnten Rally etwas zurück. In einem übergeordneten Bullenmarkt gibt es in solchen Fällen immer wieder gute Kaufgelegenheiten (Foto: Goldreporter).

Am Donnerstag gab es zu deutlichen Rücksetzern beim Silber- und Goldpreis. Positive Konjunkturindikatoren aus den USA erhöhen die Wahrscheinlichkeit für neue geldpolitische Signale.

Silber- und Goldpreis

Die Preise für Gold und Silber sind in den vergangenen Wochen etwas heiß gelaufen. Am heutigen Donnerstag kam es bei den Edelmetall-Kurse schließlich zu Rücksetzern. Dabei ging es für den Goldpreis im Tagesverlauf schubweise nach unten. Von einem „Flash Crash“ zu sprechen, wäre sicherlich übertrieben.

Um 18:15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.870 US-Dollar pro Unze und damit 2 Prozent unter Vortag. Der Euro-Goldkurs fiel um 1,2 Prozent zurück auf 1.542 Euro. Das Tagestief hatte bei 1.865 US-Dollar beziehungsweise 1.536 Euro gelegen.

Der Silberpreis kam heute um 3 Prozent zurück auf 27,28 US-Dollar pro Unze beziehungsweise 22,51 Euro (-2,2 Prozent).

Marktlage

Sind das schon gute Nachkaufkurse? Die jüngste Kursentwicklung war fundamental begleitet von positiven Konjunktur-Indikatoren aus den USA. Und in diesem Zusammenhang sehen Marktteilnehmer eine steigende Wahrscheinlichkeit für erste Schritte, oder zumindest Signale einer geldpolitischen Straffung. Am 15./16. Juni findet die nächste Fed-Sitzung statt.

In unserer technischen Analyse am vergangenen Mittwoch lautete unsere Einschätzung wie folgt: „Aber mit einer Fortsetzung der jüngsten Seitwärtsbewegung und einem möglichen Rücksetzer bis zur Unterstützung im Bereich von 1.540 Euro könnte Spielraum für den nächsten Kursanstieg geschaffen werden. Denn auf dieser Höhe verläuft auch die 200-Tage-Linie.“

Sollte sich der Goldpreis also per Tageschlusskurs über 1.540 Euro halten, so gibt es kurzfristig gute Chancen auf einen Rebound. Hält diese Marke nicht, so könnte Gold in den kommenden Tagen bis auf 1.500 Euro zurücklaufen.

ETF-Nachfrage

Die Nachfrage im ETF-Bereich war zuletzt wieder schwächer. So wurden innerhalb der vergangenen sieben Tage netto knapp 17 Millionen US-Dollar aus dem größten Gold-ETF abgezogen, dem SPDR Gold Shares (GLD). Dessen Metallbestände sanken um 2,3 Tonnen auf 1.041,75 Tonnen.

Gold, Silber, ETF, GLD, SLV

Die Bestände des iShares Silver Trust sind gegenüber Vorwoche nur minimal gesunken, um 7,28 Tonnen auf 17.929,28 Tonnen. Aus den jüngsten Bestandsveränderungen bei den ETFs lassen sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf Silber- und Goldpreis ableiten.

Disclaimer

Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar. Sie beinhalten keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten.

Goldreporter

Immer bestens über den Goldmarkt und Finanzkrise informiert: Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter!

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

14 KOMMENTARE

  1. Auf alle Fälle jetzt oder in den kommenden Tagen
    etwas kaufen. Ich persönlich kaufe jetzt so Unze für Unze, auch wegen der Anonymität in bar und eben kleine Mengen zeitversetzt.
    So kann ich immer den günstigeren Preis erwischen.

    • @Maruti,
      Auf, auf, solange die Maskenpflicht noch gilt !
      Das ist das einzig gute an Södolfs Möchtegern-Diktatur.

      Mütze auf, Maske auf , Sonnenbrille….wie in einem schlechten Agentenfilm.
      Wenn das vorbei ist erkennen die Verkäufer einen sonst wieder, wenn man zu oft kommt.

      Ein guter Freund hat mir geflüstert, Österreich ist ohne jede Kontrolle wieder auf.

  2. Anzeige
  3. In kongenialer Ergänzung meines eigenen Kommentars
    https://www.goldreporter.de/us-konjunkturdaten-ueberraschen-positiv/hot-links/101837/#comment-277113
    hier noch die Original-Meldung der ‚Washington Post‘:
    https://www.washingtonpost.com/us-policy/2021/06/03/biden-infrastructure-tax-republicans/

    Zum Kompromiss-Paket gehört neben der Einigung auf eine 15%ige Kapitalertragssteuer die Reduzierung des Infrastrukturprogramms auf 1,7 Billionen Dollar. Wir erinnern uns: Eigentlich wollte der US-Präsident 2,25 Billionen Dollar für das Programm ausgeben.

    Unser Mutterschiff GR beschreibt die Erwartung von ‚Marktteilnehmern‘ bezüglich einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für erste Schritte geldpolitischer Straffungen [da ist es wieder, das ‚Tapering‘] völlig korrekt. Der gefundene Kompromiss zum billionenschweren Konjunkturprogramm dürfte aber erstmal zur Beruhigung der Gemüter führen.

    Das Programm hat schließlich das Zeug, die Geldpolitik-Abhängigen zunächst zu substituieren. Quasi wie Methadon.

    Der Schrecken über den Liebesentzug durch die Fed wird aber mit brachialer Gewalt zurückkehren. Eher früher als später.

    Der aktuelle Rücksetzer bei Gold wird dann längst vergessen sein.

  4. @Thanatos

    Falls wir demnächst ein „Taper Tantrum“ Ausgabe 2 an den Internationalen Börsenplätzen
    erleben dürfen (Ausgabe 1 entfaltete sich Wut-entbrannt im Mai 2013, siehe hier:
    https://www.gabler-banklexikon.de/definition/taper-tantrum-100443), dann ist bestimmt
    Putin schuld, weil er dem (inzwischen weich gekochten) US-Dollar so abrupt den Rücken
    kehrt.

    Übrigens: der gestrige „Gold-Rücksetzer“ war nach meiner Statistik der 666te Versuch
    einer neuerlichen „Bodenbildung“;
    den heute Nachmittag (Punkt ! 14:30 Uhr) angekündigten „EM-Preis-Rücksetzer“
    habe ich noch nicht mitgezählt.
    Ich lege mich aber -wie unser Kumpel @anaconda – auf die Lauer.

    ON-RRP von gestern: erneut wurden $479 Milliarden Dollar auf dem
    FED-Konto zu 0.0 % geparkt; dafür wurden die 40 Banken mit jeder Menge US-TBonds
    „zugemüllt“.

    Wir sehen: „it‘s Tea time Taper time, Jerome!

    (♥Ĺ̯♥)

    • Soeben abgehörtes Tel.-Gespräch zwischen Janet Yellen
      und der „Arbeitsgruppe des US-Präsidenten zu den Finanzmärkten“
      [PPT (Plunge Protection Team)] abgehört:
      die Paletten mit Papiergold stehen bereit, um die Preise von Gold & Silber wie Wolfram vom Balkon zu werfen.“

      • Uuuups, das hat nicht gereicht, liebes PPT: die Zahlen vom US-Arbeitsmarkt
        enttäuschen (erwartet waren im Mai bis zu 1 Mill. neue Jobs außerhalb der
        Landwirtschaft, es wurden aber nur 492.000.)

  5. @Klapperschlange

    Mach Dir nix draus, das PPT ist auch nur ein Mensch. Und da mir nichts Menschliches fremd ist, versuche ich die bipolare Störung desselben [einmal „Drücker-“ und dann gleich wieder „Pusher-Kolonne“] zu akzeptieren. Einfach ist das nicht.

    Konfuzius, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann!

    Aber wir finden ja Trost in den sich überschlagenden Ereignissen rund um die Dedollarisierung. Nach dem russischen Finanzminister Anton Siluanov hat nun auch der stellvertretende Premierminister Alexander Novak Drohungen ausgestoßen: Das mit Rohstoffvorkommen gesegnete könnte versucht sein, sich bald von auf US-Dollar lautenden Rohölverträgen zu lösen, wenn die Regierung von Präsident Joe Biden weiterhin gezielte Wirtschaftssanktionen verhängt.

    „Nun, im Idealfall würden wir es vorziehen, nicht vom Dollar abzurücken, da es eine internationale Währung ist, die für Abrechnungen verwendet wird. Aber wenn unsere amerikanischen Partner eine solche Situation schaffen, werden wir keine andere Wahl haben, als dies schrittweise zu tun“.

    https://www.cnbc.com/2021/06/03/us-sanctions-may-see-russia-ditch-dollar-denominated-oil-contracts-novak-says.html

    Und das kurz nachdem Russland angekündigt hat, US-Dollar-Vermögenswerte vollständig und innerhalb eines Monats aus seinem ‚National Wealth Fund‘ zu entfernen [Du hast dankenswerterweise darüber berichtet].

    Also, nach akzeptierender Sozialarbeit sieht mir das nicht aus.

    • @Thanatos

      Mit den heutigen „ziemlich schlechter als erwarteten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt“
      ist das Zins-Erhöhungs-Gespenst erst mal (wieder) vom Tisch; der „Methan-Stoßseufzer“
      der Wallstreet war bis zum Bermuda-Dreieck zu hören.

      Die heute von 40 Banken gekauften „Treasuries“ im „Über Nacht-Revers
      Repo-Markt“
      beliefen sich schon wieder über $483 Mrd. Dollar; so langsam
      frage ich mich, was tatsächlich dahinter stecken könnte, daß die Banken ihr Geld
      für 0,0% bei der Fed „parken und als Sicherheit T-Bonds erhalten, die sie der Fed
      einen Tag später zurückverkaufen.
      Diesen ohnmächtigen Kreislauf der „Schulden-Monetarisierung“ muß man ja
      nicht unbedingt verstehen.

  6. Am stärkksten unter Druck ist das unter Hochdruck produtierte Papier ,was man an der Inflationsrate,den Immopreisen und der Tatsache erkennt dass man bestimmte Sachen kurzfistig gar nicht mehr dafür bekommt.(Baumaterial)Der EWiderspruch zwischen produzierter Geldmenge und Realwirtschaft tritt immer deutlicher zutage.Man wird versuchen ihn dadurch zu lösen dass man noch mehr geld druckt.

  7. Bez.der Goldpreisentwicklung empfehle ich sich durchaus mal den 10 Jahreschart anzusehen.
    Das Hoch bei 2011, der Rücksetzer danach und dann die V förmige Erholung 2012.
    Und was danach folgte.
    Und dann den Chart 2020 bis jetzt.
    Auch jetzt sieht es so aus, als würde es ein V geben.
    Jedoch, möglich, dass es diesmal so ist, wie es bei den Aktienkursen immer ist. Dazu müsste aber die Manipulation des Goldpreises durch die z.b. EZB und FED aufhören.

  8. Anzeige
    • @Klapperschlange Was heisst hier bitte überraschende Frühjahrsoffensive ? Das klingt ja wie der in 1-2 Jahren fällige Kommentar aus dem BKA:Niemand konnte ahnen dass hemmungsloses Gelddrucken zu Inflation führt.

      • @Materialist /@Maruti

        Es kommt natürlich auf die Zählweise für die
        tatsächliche Inflationsrate und Arbeitslosen-Rate
        an; überall wird getrickst und gelogen.

        Ein Blick auf die (realistischen) Charts von „Shadowstats“
        zeigt, daß die Inflationsrate z.B. in den USA bei ca. 8% liegt,

        (siehe hier:)

        und die Arbeitslosen-Rate bei über 25%,
        (siehe hier.)

        Die Kosten für den „Hausmeister“, der die künstlichen Fassaden
        dieser „Potemkinschen Dörfer“ mit goldgelber Kalkfarbe
        zukleistert, steigen immer weiter.

        (·̿Ĺ̯·̿ ̿)

    • @klapperschlange
      Die Inflation war doch von allen ersehnt.
      Jellen: Ich kann nicht verstehen, wieso es keine Inflation gibt. Draghi: Wir brauchen unbedingt die Inflation.
      Schröder, ehem. Bundeskanzler für die kleinen Leute und der Schreck der Reichen und Finanz Eliten:
      5% Inflation sind mir lieber als 5% Arbeitslosigkeit.
      Das alles hat doch wohl niemand vergessen ?

Schreiben Sie einen Kommentar

Please enter your comment!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige