Montag,14.Juni 2021
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Silberpreis: Das ist das Worst-Case-Szenario!

Der Silberpreis hat zuletzt wieder Stärke aufgebaut. Ein Blick auf den Silberchart zeigt aber, dass sich die Lage schnell ins Gegenteil umkehren kann.

Silber, Silberpreis (Foto: Goldreporter)
Silber konnte sich zuletzt etwas von der Goldpreis-Entwicklung absetzen. Die Gold-Silber-Ratio ist von über 120 im März 2020 auf 67 zurückgekommen (Foto: Goldreporter).

Silberpreis stärker

Der Silberpreis hat zuletzt etwas von der Goldpreis-Entwicklung abgekoppelt. Während Gold sich nach unten hin in einem charttechnisch kritischen Bereich bewegt, hat tendierte Silber in ähnlicher Ausgangslage Richtung Norden.

Gold mit leichten Abgaben

Am heutigen Freitagvormittag um 8:30 Uhr stand Silberunze bei 27,05 US-Dollar (+0,3 %). Der Goldpreis notierte zum gleichen Zeitpunkt gegenüber Vortag 0,3 Prozent niedriger bei 1.819 US-Dollar.

Silber-Chart

Wir betrachten den Silberchart per Tagesschlusskurs am gestrigen Donnerstag auf Basis der US-Futures. Hier kostete eine Unze Silber 26,91 US-Dollar pro Unze. Man erkennt die jüngste Aufwärtsbewegung in Richtung der fallenden Trendgeraden mit Ausgangspunkt 6. August 2020. Damals ereignete Silber ein Jahreshoch bei 28,40 US-Dollar.

Silber, Silberpreis, Silberchart
Silberpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Basis: US-Futures

Marktstimmung

Allerdings hat sich der Silberchart bereits 16 Prozent von der 200-Tage-Linie nach oben abgesetzt. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt knapp 6 Prozent. Der RSI (Relative-Stärke-Index) weist mit einem Wert von 60 bereits in Richtung „überkauft“. Auch, wenn hier in Sachen Sentiment (Marktstimmung) noch etwas Spielraum nach oben ist.

Luft wird dünner

Das heißt aber: Die Luft wird charttechnisch deutlich dünner. Unserer Einschätzung nach gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen baldigen Rücksetzer beim Silberpreis, sobald die Notierung an die Kante des genannten Abwärtsmechanismus stößt.

Denn dieses Hindernis im Bereich von 27,30 US-Dollar dürfte Silber nur mit einem deutlich Kursimpuls überwinden.

Abwärtsrisiken für den Silberpreis

Nach unten hin sehen wir eine erste wichtige Unterstützung im Bereich zwischen 25,50 US-Dollar und 26 US-Dollar. Sollte dieser Support nicht halten, dann würde sich der Silberchart bereits schnell der Aufwärtstrendline mit Ausgangspunkt 18. März 2020 nähern.

Ein Bruch dieser Kante erhöht die Wahrscheinlichkeit für noch deutlichere, wenn nicht sogar empfindliche Abgaben, zunächst bis auf 22,50 US-Dollar.

Worst Case Szenario

Sollte diese Unterstützung nicht halten, dann wäre eine kräftige Konsolidierung mit einem Rücksetzer bis auf 18,80 US-Dollar zu erwarten. Charttechnisch ließe sich ausgehend von der Ausbruchsstelle des Dreiecks sogar eine Korrektur um gut 40 Prozent in einem Zeitraum von sechs Monaten ableiten.

Disclaimer. Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar. Sie beinhalten keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageprodukten.

Goldreporter

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26 KOMMENTARE

  1. Kopflinien,200 Tage Linie,Unterstützungslinie, Aufwärtslinie,Trendgerade usw. ist in einem Markt wo sowieso nur manipuluert wird wie Kaffeesatzlesen. Da könnte ich auch zu einer Hellseherin gehen oder Horoskop lesen,denn auch diese Prognosen werden nach der Wahrscheinlichkeit manchmal einen Treffer landen.

    • Sorry da muß ich klar widersprechen !!!
      Charttechnik zeigt dir genau an wo Unterstützungen oder Widerstände sind….alles was dazwischen physisch gekauft wird erleidet dann gleich Verlust, so sorry

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  3. Und das Best Case Szenario ist es geht richtung $500 …Charttechnik ist vollkommen uninteressant in einem völlig manipulierten Markt . Der Ende der möchtegern „Währungen“ rückt unaufhaltsanm immer näher deshalb physisches Gold und Silber aufladen was besseres um sein Erspartes zu schützen gibts nicht .

    • Sie beide können auch bei jedem neuen Artikel dazu weitere fünfmal sagen, das das alles Humbug ist. Aber die Charttechnik ist alles andere als uninteressant. Eben, weil die Märkte manipuliert sind und weil kritische charttechnische Marken hier große Relevanz haben. Wer Gold und Silber kauft und das Edelmetall über Jahre liegen lässt, muss sich natürlich kurzfristig keine Gedanken machen. Anders ist es bei Anlegern, die gerne Gelegenheiten nutzen, um nachzukaufen.

      • @Goldreporter

        Ergo sind Charttechniken ausschließlich für Spekulanten von Interesse.
        Unbestritten, doch die Mehrzahl der hier Schreibenden dürfte am Golde vor allem ein strategisches Interesse haben. Schaden kanns freilich auch nicht das mal etwas über Charttechnik gelesen zu haben.

        • Krösus:
          Sehr richtig, wobei ich mir die Frage stelle, wie man als Normalsterblicher mit EM zu schnellen Spekulationsgewinnen gelangen will.
          Papiergold wäre für mich indiskutabel. Ein Handel auf elektronischem Wege bzw. per Überweisung ebenfalls.
          Was physische EM betrifft, so steht der Lockdown entgegen. Unabhängig davon müsste man in Anbetracht der 2.000,00 Euro-Grenze die Händler abklappern. Hiernach müsste man einen günstigen Zeitpunkt für den Verkauf erwischen. Dabei müsste man die nicht unerheblichen Aufgelder und den eigenen Gewinn einkalkulieren. Dann müsste man wieder losziehen und dem Händler beim Verkauf den Personalausweis vorlegen.
          Mir wäre das viel zu aufwändig und zu ungewiss.

        • @kRÖSUS Da ich das Gold als Versicherung gegen den groben Unfug durchgeknalter Politiker nutze interessiert mit die Charttechnik so viel wie zur Zeit der Wetterbericht für Bali.Für die Einordnung der freitägliche Marktkorrekturen so kurz nach dem Mittagessen braucht man sie auch nicht.@RACEW Für schnellen Spekulationsgewinn ist Gold zur Zeit gar nicht geeignet da im Höchstkursbereich.Für den langfristigen schon wenn man die Oz.vor 20 Jahren für 300 Euro gekauft hat,das Ganze mit minimalem Risiko.

      • Ich habe keine Ahnung von Charttechnik. Aber sicherlich gehört ein wenig mehr dazu, als eine Graphik lesen zu können. Johann Saiger z. B. hat immer wieder, teilweise recht eindrucksvoll, bewiesen, dass die Historie durchaus Rückschlüsse zulässt. Dazu muss man aber erweiterte Kenntnisse haben und die auch anzuwenden wissen, ich kann das nicht.

        Deswegen folge ich gern dem Rat des GR, und lasse es einfach liegen. Die Geschichte hat nämlich auch gezeigt, dass lange Prozesse manchmal ein abruptes Ende finden. Dann ist ein Zyklus vorbei und die Karten werden neu gemischt. Bei allen Anlageklassen.

      • @eben.
        Ich zum Beispiel. Ich will viel davon und ich will es billig. Charttechnik kann mir dabei helfen, wenn es absehbar ist, dass das Kartell für mich das Gold subventioniert.
        Das worst case Szenario von 1.000 Dollar beim Gold wären für mich gute 2 Kg mehr in den Beständen.
        Nur zu und bitte Daumen drücken.
        Mario in Italien wird es richten.

          • @impulsant
            Ja, ja, versenken.
            Ich liebe das.Dann sucht mal schön.
            2/3 Wasser,davon 80% unerforscht, 1/3 nur Land.
            Wo gibt es wohl mehr Verstecke

          • Wieso sollte ich ihr Gold suchen? Solange es das billig im Laden gegen Papier gibt, ist mir das zu blöd.

        • @Toto

          Über die 1000 US Dollar für die Unze, wird orakelt, seit Gold sich darüber erhoben hat ergo ca seit 2009, all diese Hoffnungen haben sich als Staub im Wind erwiesen und dabei wird es zu 99% wohl auch bleiben. Ich frage mich woher Sie Ihren Optimismus nehmen. Fraglich ist auch warum Sie in Ihrem Alter noch immer mehr davon haben wollen. Haben Sie sonst keine Hobbys ?
          Wenn ich Sie Recht verstanden habe, halten Sie ca 5 Millionen in Gold.
          Kennen Sie das Märchen vom Fischer und seiner Frau ?

          https://www.youtube.com/watch?v=_x9s0Yxix7w

  4. Charttechnik:
    Mal ganz sachlich:
    Ausschliesslich aus dem Gestern ohne weitere Faktoren das Morgen vorhersagen zu wollen ,nun ja, kann man versuchen.
    Sehen wir uns doch einfach die Chartanalysen zum Dax z.B. aus Februar 2000, aus Sommer 2003, aus 2007 bis 2008 an.
    Wo lag denn die Charttechnik zu Gold im Sommer 2018 und im Januar 2021 ?
    In einem Satz: so daneben wie es nur irgendwie geht.
    Die hat NICHTS vorhergesehen. Null, Nada.

    Wenn ich wissen will, ob irgendeine Analysetechnik oder ein Analyst was taugt, schau ich mir die Analysen von vor 2 Jahren an.
    Oft kugele ich mich vor Lachen.

  5. https://www.youtube.com/watch?v=vA6HFMwtyc4
    Ich betrachte meinen edlen Buntmetall-Vorrat aus rein strategischer Sicht. In Italien machen sie gerade den Mario Draghi zum Ministerpräsidenten. Wer sagt mir, daß so ein Ding wie vor 300 Jahren (im Youtube-Link) nicht wieder passiert? Ich hege grundsätzlich Politikern und Bankern gegenüber ein tiefes Mißtrauen. „Silberne Vögel werden die Zwillinge zum Einsturz bringen,“ sagte einmal die berühmte Baba Wanga voraus. Ich hatte übrigens selbst einmal eine Vision. Beim Graben im Garten. Daß gleich was explodiert und mir den halben Leib wegfetzt. Ich hielt inne, untersuchte die Stelle, wo ich grub und fand eine Werfergranate aus dem 2. WK. Ich verspreche, daß, wenn der Frühling da ist, und ich im Garten buddle, ich dabei intensiv an EM denken und eine Verbindung in die andere Dimension herstellen werde. Von dem, was ich da sehe, werde ich berichten. Aber jetzt liegt noch alles voller Eis und Schnee. Wer deutscher Fußball-Meister wird, weiß ich aber jetzt schon. Und daß ich im ALDI stiegenweise Whisky und Wein dazukaufen werde. Damit mache ich die vom Finanzamt besoffen, wenn sie kommen und mein EM konfiszieren wollen. Genug Unsinn für heute – die Doku auf Youtube empfehlt mal Euren Kindern, Neffen, Nichten, Enkeln usw. Die müßte man Kindern in der Schule zeigen.

  6. WS:
    Die Quintessenz aus den Ereignissen um John Law liegt im Vergleich zur Gegenwart (z.B. Wirecard, Tesla, Bitcoin, etc.). Die Menschheit hat ihr Wissen in der Zwischenzeit vervielfacht und technische Errungenschaften en masse produziert. Und dennoch ist der Mensch auf der Stelle stehengeblieben, er hat sich nicht fortentwickelt.
    Und wenn wir in näherer Zukunft evtl. Blackouts, einen Zusammenbruch der Finanzwirtschaft oder der Sozialsysteme sehen, wird man feststellen können, dass die Menschheit sich in den letzten 10.000 Jahren kein bisschen fortentwickelt hat. Das wichtigste Metall wird dann blau sein.

  7. Was meint denn die LBMA in London zum Thema „Silber“ ?

    (das ist der geheime Ort in London, wo die „Preis-Absprachen“ unter den Teilnehmern des Gold-/Silberpreis-Fixings stattfinden, zahlreiche Teilnehmer in der Vergangenheit wegen krimineller Manipulationen des Silber-Preises angeklagt [sog. „Spoofing-Experten “ haben u.a. Verkaufs-Order platziert, damit den Preis tiefer getrieben – jedoch kurz vor Ausführung die Order wieder ‚gecancelt’ ; Anm. d.Red.] und sogar (in den Jahren 2008, 2010, 2014, 2016, 2019, 2020 usw.) mit „Schmeichel-Strafen“ abgemahnt wurden, namentlich:

    Deutsche Bank, JP.Morgan *), HSBC *), Bank of Nova Scotia, UBS, Barclays, Société Générale usw.“ .)

    *) „Am 5. August 2008 verkauften tatsächlich zwei Banken netto 169 Millionen Unzen (5.256,48 Tonnen) Silber leer. [ d.h. sie haben Silberunzen verkauft, die sie zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht besaßen; Anm. d. Kommentators ]. Auf JP Morgan and HSBC entfielen damals 85 Prozent aller Netto-Verkaufspositionen von Silber an der Terminbörse Comex.“

    Aber jetzt: 2021 stiehlt Silber allen anderen Edelmetallen die „Show“.

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  9. Bei allen Spässchen, man sollte nicht meinen, dass das Kartell keine Ahnung von Charttechnik hat. Im Gegenteil, die benutzen diese Technik, um unbeweisar etwas Öl ins Feuer zu giessen.
    Heisst, bei leicht fallenden Preisen kräftig nachzuhelfen und bei steigenden zu bremsen, was das Zeug hält.
    Und nachher kann man sagen, es war der Markt, seht euch doch den Chart an, da steht doch deutlich “ bärisch“.
    Wer von uns würde das anders machen ?
    Ein besseres Versteck als hinterm hart gibt es nicht, wenn man manipuliert.

    • Das würde, aber bedeuten, dass sich die Trader auf Gold stürzen würden. Denn die lieben Kurs die sich nach Charttechnik verhalten und können auch im Bärenmarkt gut abkassieren.

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