Sonntag,29.Mai 2022
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Silberpreis in Euro: So ist die technische Lage

Der Silberpreis hat sich nach dem Rücklauf vom Jahreshoch kurzfristig wieder erholt. Ist die Konsolidierung schon abgeschlossen?

Silberpreis-Entwicklung

Auch der Silberpreis hat nach Erreichen des Jahreshochs eine Konsolidierung vollzogen. Am gestrigen Donnerstag schloss der Kurs des Edelmetalls im US-Futures-Handel mit 25,62 US-Dollar pro Unze (Mai-Kontrakt). Das entsprach 23,09 Euro. Am Dienstag vergangener Woche Waren beim meistgehandelten Kontrakt noch 26,89 US-Dollar beziehungsweise 24,67 Euro erreicht worden. Somit gab es ausgehend von diesen Hochs einen Rücksetzer von 4,7 Prozent beziehungsweise 6,4 Prozent. War es das schon mit der kurzfristigen Kursbereinigung.

Charttechnik

Wir werfen einen Blick auf den Euro-Silberchart per 17. März 2022. Markant ist der Unterstützungsbereich in der Region von 22 Euro bis 22,30 Euro. Knapp oberhalb dieser Spanne drehte der Silberpreis zuletzt wieder nach oben.

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Silberpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (meistgehandelter Kontrakt) per 17.03.2022

Mit 23,35 Euro müsste nun zügig der nächste Widerstand durchbrochen werden. Allerdings ist dieser massiv. Denn an dieser Stelle kreuzen sich gleich drei bedeutende Linien. Dazu gehören die steilen Kanten der jüngsten Auf- und Abwärtstrends sowie eine Begrenzungslinie die durch Mehrfachhochs im vergangenen Frühsommer und das relative Minimum von Anfang März markiert wird. Sprich: Die Wahrscheinlichkeit ist aus technischer Sicht hoch, dass der Silberchart an dieser Stelle noch einmal nach unten abprallt.

Sentiment

Die Marktstimmung ist mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 55 in den neutralen Bereich zurückgekehrt. Das heißt, Silber ist aus Sicht der letzten 14 Tage weder stark „überverkauft“ noch „überkauft“. Der Abstand zur 50-Tage-Linie beträgt aber bereits 8,2 Prozent. Und vom 200-Tage-Schnitt hat sich die Notierung um 10 Prozent nach oben abgesetzt. Es gibt also durchaus noch Korrekturbedarf.

Ausblick

Aus technischer Sicht gehen wir vorläufig von einer Seitwärtsbewegung im Bereich zwischen 22,25 Euro und 23,25 Euro aus. Der Beginn eines großen Abverkaufs deutet sich mit der jüngsten Erholung noch nicht an. Aber auch für eine schnelle Rückkehr zu den Höchstkursen von Anfang März gibt es größere Hürden.

Hinweis Silberpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Silber. Und wie immer gilt: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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4 Kommentare

  1. Der Ukraine-Krieg und die damit verbundenen „Sanktionen“ gegen Rußland
    (sowie Drohungen der USA gegen China, falls das Land Rußland „helfen“
    sollte), beschleunigen die Maßnahmen beider Länder, sich vom US-
    PetroDollar unabängiger zu machen:

    * China und Saudiarabien wollen die Öl-Lieferungen nur noch in
    Yuan/Renminbi abrechnen
    * Rußland und China haben erst vor ein paar Wochen einen 30-Jahresvertrag
    für Gas-Lieferungen nach China abgeschlossen; abgerechnet wird nicht in
    (wir ahnen es . . .) in US-Dollar, sondern in Petro-EURO
    * Die Entfernungen von „Wladiwostok“ bis nach Japan (und Nord-/Süd-Korea)
    sind gering; russisches LNG-Gas landet schon heute in Japan.

    https://cms.zerohedge.com/s3/files/inline-images/power%20of%20siberia.png

    Bild-Quelle: Zerohedge
    (·̿Ĺ̯·̿ ̿)

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  3. @Klapperschlange
    Was, Rußland und China wollen in EUR abrechnen?? Nicht Yuan/Renminbi? Spannend, die trauen Europa scheinbar wirtschaftlich doch noch eine einigermaßen gute Zwischenzukunft zu (bis die People’s Republic of China alles überflügelt, eh klar).

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  5. https://www.archaeology.org/news/10413-220317-england-roman-silver
    Kinders, ich mag solche Geschichten. Cäsar soll ja das heutige England um das Jahr 50 nur deswegen erobert haben, weil es dort so viel Silber gab. Hier haben anno dunnemals wohl heimlich welche Silber im großen Stil raffiniert, um es an den römischen Besatzern vorbei ins Ausland zu schaffen. So stelle ich es mir vor bei der Gold-Förderung heutzutage in Brasilien und Kolumbien. Guerilleros, Mafiosi, sonstwer nimmt das Zeug ab. Nur nicht der Staat. Und bezahlen so ihre Waffen. Kurzum, Ag und Au waren schon Immer Geld. DAS Geld. Wißt ihr noch, was mit Sparta geschah nach seinem Endsieg über Athen im 3. Peloponnesischen Krieg, als es die ganze antike Welt zwang, seine Münzen aus Blei im Handel anzunehmen? Alles rottete sich gegen Sparta zusammen. Die ehem. Freunde und Athens ehem. Freunde. Unter Führung des Epaminondas von Theben wurde Sparta ausradiert. Wer zum heutigen Schulden-Dollar Ähnlichkeiten sieht – Amerikas Sieg über die UdSSR im Kalten Krieg vor 30 Jahren – ist natürlich ein Aluhut-Träger. Bald haben Amerikas Schüler „Crime and Punishment“ von Dostojewski im Unterricht. Hab den Roman in 3 Sprachen im Regal.

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