Fed gegen Inflation: Was bringen Zinserhöhungen beim Ölpreisschock?

Die Fed erhöht die Zinsen, während ein erheblicher Teil der offiziellen Inflation von hohen Energiepreisen ausgeht. Doch höhere Leitzinsen fördern kein zusätzliches Öl. Der Blick auf die 1970er-Jahre zeigt, worauf es den Notenbanken tatsächlich ankommt und wo die Risiken für Gold liegen.

US-Notenbank Fed, steigender Ölpreis und Inflation als Symbol für den geldpolitischen Zielkonflikt
Hohe Energiepreise treiben die Inflation, doch Zinserhöhungen können einen externen Ölpreisschock nur indirekt bekämpfen.

Höhere Zinsen gegen Inflation

Die US-Notenbank hob den Leitzins zuletzt um 25 Basispunkte an. Ihre Begründung: Die Inflation sei weiterhin erhöht und müsse schneller in Richtung des Zwei-Prozent-Ziels gebracht werden. Weitere Zinsschritte werden in diesem Jahr erwartet.

Gleichzeitig kommt ein bedeutender Teil des aktuellen Preisdrucks von außen, denn der Ölpreis ist infolge des Nahost-Konflikts kräftig gestiegen. Brent notierte weiterhin oberhalb von 100 US-Dollar je Barrel. Dabei verteuerte sich der Benzinpreis in den USA im August allein um 3,9 Prozent und war damit für mehr als ein Drittel des monatlichen Anstiegs der Verbraucherpreise verantwortlich. Die Inflationsrate erreichte 3,4 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zinserhöhungen können einen Ölpreisschock nicht beseitigen. Höhere Leitzinsen senken weder Energiepreise noch beheben sie Angebotsengpässe.
  • Entscheidend sind Zweitrundeneffekte. Greifen höhere Energiekosten auf Löhne, Dienstleistungen und Inflationserwartungen über, kann sich die Teuerung verfestigen.
  • Die 1970er-Jahre zeigen das Risiko. Paul Volcker reagierte nicht nur auf teures Öl, sondern auf eine bereits seit Jahren hartnäckige Inflation. Der Goldpreis korrigierte damals scharf.
  • Heute ist die Ausgangslage schwieriger. Die US-Staatsverschuldung ist im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung deutlich höher, sodass dauerhaft hohe Zinsen die Staatsfinanzierung stärker belasten.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Höhere Zinsen produzieren kein Öl

Damit stellt sich natürlich eine grundlegende Frage: Was soll eine Zinserhöhung gegen einen Ölpreis-Schock ausrichten? Zunächst einmal erstaunlich wenig. Höhere Leitzinsen öffnen keine blockierte Handelsroute, reparieren keine Pipeline und erhöhen auch nicht die Förderkapazität am Persischen Golf.

Genau darin unterscheidet sich ein Angebotsschock von einer klassischen Überhitzung der Wirtschaft. Steigen Preise, weil Verbraucher und Unternehmen mehr nachfragen, als die Wirtschaft produzieren kann, lässt sich die Nachfrage über höhere Finanzierungskosten abbremsen. Bei einem Ölpreis-Schock liegt das Problem dagegen zunächst auf der Angebotsseite.

EZB-Chefin Christine Largarde brachte diesen Zusammenhang ziemlich klar auf den Punkt: Geldpolitik könne Energiepreise nicht senken. Entscheidend sei vielmehr die Frage, ob sich der ursprüngliche Preisschock auf die übrige Wirtschaft überträgt.

Und genau hier kommen die sogenannten Zweitrundeneffekte ins Spiel.

Wenn aus teurem Öl allgemeine Inflation wird

Steigt Öl von 80 auf 110 Dollar, verteuern sich zunächst Benzin, Diesel, Heizöl, Transporte und energieintensive Produkte. Das sind die direkten Folgen.

Aber dabei muss es nicht bleiben. Denn verlangen Beschäftigte anschließend höhere Löhne, um den Kaufkraftverlust auszugleichen, steigen auch die Kosten der Unternehmen. Diese wiederum versuchen, höhere Energie- und Personalkosten auf ihre Verkaufspreise umzulegen.

Dann wird aus einem Energieproblem zunehmend ein allgemeines Inflationsproblem.

Die Fed bezeichnete solche Mechanismen bereits früher als Zweitrundeneffekte. Während der 1970er-Jahre waren diese besonders ausgeprägt. Denn Unternehmen gaben höhere Energiekosten weiter, Lohnforderungen stiegen und gleichzeitig zogen die Inflationserwartungen an.

Eine Zinserhöhung soll also nicht unbedingt den ersten Preisschub beseitigen, das kann sie bei Öl ohnehin kaum. Sie soll vielmehr verhindern, dass sich die Inflation in der Wirtschaft festsetzt.

1979: Ölpreis explodiert – Fed zieht wegen Inflation die Bremse

Dazu ist ein historischer Vergleich interessant, nämlich mit den Ölkrisen der 1970er-Jahre. Bereits der erste Ölpreisschock 1973/74 hatte die US-Inflation massiv verschärft. Nach dem arabischen Ölembargo vervierfachte sich der Ölpreis nahezu, während die Teuerung in den USA 1974 zeitweise zweistellig war.

Danach ging die Inflation zunächst zurück, blieb aber erhöht. Anfang 1976 lag sie wieder unter fünf Prozent, zog anschließend jedoch erneut an und näherte sich im März 1979 bereits sieben Prozent. Dann folgte im Umfeld der iranischen Revolution der zweite Ölpreisschock: Zwischen April 1979 und April 1980 verdoppelte sich der Ölpreis mehr als. Damit traf der neue Energieschock auf eine Wirtschaft, in der sich die Inflation bereits seit Jahren immer wieder festgesetzt hatte.

Entwicklung der US-Inflation seit 1960.
Entwicklung der US-Inflation seit 1960.

Und die Fed hatte bereits vor Paul Volcker begonnen gegenzusteuern. Der Federal Funds Rate stieg von 6,9 Prozent im April 1978 auf 10 Prozent zum Jahresende. Dann kam Volcker.

Er übernahm im August 1979 den Vorsitz der Federal Reserve und im Oktober änderte die Notenbank ihre Strategie grundlegend. Nun konzentrierte sie sich stärker auf die Begrenzung des Geldmengenwachstums. Die kurzfristigen Marktzinsen schwankten daraufhin erheblich. Der Federal Funds Rate lag bei Volckers Amtsantritt bei rund 11 Prozent und erreichte später zeitweise rund 20 Prozent.

Ölkrise nur ein Teil des Problems

Die Folgen waren drastisch. Zwar fiel die Inflation schließlich deutlich, gleichzeitig geriet die US-Wirtschaft aber in schwere Rezessionen. Die Arbeitslosigkeit stieg und besonders zinsempfindliche Bereiche wie Bau und Industrie wurden hart getroffen. Dabei war die Ölkrise nur ein Teil des Problems

Denn Volcker erhöhte die Zinsen natprlich nicht so drastisch, um den Ölpreis zu drücken, er bekämpfte eine Inflation, die sich bereits über Jahre in der Wirtschaft festgesetzt hatte.

Die Geldpolitik der vorangegangenen Jahre war vergleichsweise locker. Gleichzeitig waren die Inflationserwartungen gestiegen. Als der zweite Ölpreisschock hinzukam, traf er auf eine bereits angeschlagene US-Wirtschaft.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu einem isolierten und vorübergehenden Angebotsschock. Denn bleiben die Inflationserwartungen stabil und entstehen keine ausgeprägten Zweitrundeneffekte, kann eine Zentralbank einen zeitweiligen Energieschub teilweise aussitzen.

Denn was wäre die Alternative? Mit immer höheren Zinsen ließe sich die Ölförderung nicht steigern, allerdings würden Nachfrage, Investitionen und Beschäftigung zusätzlich gebremst.

Wie ist die Lage heute?

Auch heute ist die Lage kompliziert. Die aktuelle US-Inflation ist zwar von höheren Energiepreisen geprägt, aber nicht ausschließlich. Die Fed erwartet für 2026 eine Anstieg des PCE-Preisindex von 3,7 Prozent gegenüber Vorjahr und eine anhaltend hohe Kernrate von 3,4 Prozent. Damit hat sich der Inflationsdruck bereits in anderen Bereichen der Wirtschaft festgesetzt. 

Deshalb dürfte es für die Fed vor allem darauf ankommen, was nach dem Energiepreisschock passiert. Bleibt Energie länger teuer und schlagen die höheren Kosten zunehmend auf Löhne, Dienstleistungen und Inflationserwartungen durch. Dann wird die Sache unangenehm.

Verschwindet der Ölpreisschub dagegen wieder und bleiben Zweitrundeneffekte aus, könnten weitere Zinserhöhungen die Konjunktur stärker bremsen als notwendig. Genau diese Abwägung stellt die eigentliche Herausforderung an die Geldpolitik dar. Und die 1970er-Jahre dienen Skeptikern als Beispiel dafür, wie teuer es werden kann, wenn eine Notenbank zu lange mit Zinserhöhungen wartet.

Mehr dazu: Kevin Warsh steckt im Zins-Dilemma – was das für den Goldpreis bedeutet

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Langzeitchart Goldpreis (logarithmische Darstellung), 50 Jahre: Nach dem 1980er-Hoch folgte für Gold eine 20 Jahre lange Durststrecke.

Was bedeutet das für Gold?

Zunächst einmal haben die höheren Zinsen auch für Gold Folgen, denn mit der jüngsten Zinserhöhung sind auch die US-Marktzinsen deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat der Dollar zugelegt und das belastet den Goldpreis typischerweise.

Doch damit ist die Sache nicht erledigt. Denn die Fed erhöht die Zinsen ausgerechnet in einer Phase, in der hohe Energiepreise die Wirtschaft bereits hemmen. Bleibt das Öl teuer, könnte sich das Wachstum abschwächen, während die Inflation trotzdem erhöht bleibt.

Dann wäre das alte Problem wieder da: Stagflation.

Für den Goldpreis wäre entscheidend, wie die Fed darauf reagiert. Kann sie die Inflation mit einigen Zinserhöhungen eindämmen und bleibt die US-Wirtschaft robust, könnte der Goldpreis unter den hohen Marktzinsen weiter leiden. Die Sache sähe anders aus, müsste die Fed trotz erhöhter Inflation wieder umsteuern, weil die Wirtschaft stärker einbricht.

Ende der 1970er-Jahre geriet die Fed genau in diesen Konflikt. Im Januar 1980 erreichte Gold mit 850 US-Dollar je Unze ein damaliges Rekordhoch. Allerdings trafen damals hohe Inflation, Ölkrise, geopolitische Unsicherheit und bereits jahrelang gestiegene Inflationserwartungen aufeinander. Außerdem war die US-Staatsschuldenquote erheblich geringere als heute, was den Spielraum für Zinserhöhungen eröffnete, ohne die Staatsfinanzierung zu gefährden.

Aber eine Frage ist geblieben: Wie bekämpft man Inflation, wenn ein Teil ihrer Ursache außerhalb der Reichweite der Zentralbank liegt?

Mehr zum Thema: Was 40 Billionen Dollar Schulden für Gold bedeuten

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27 Kommentare

  1. Wie @ Goldreporter bereits sagt:
    Die Situation ist mit Der damals nur bedingt zu vergleichen.
    Die hohen Staatsschulden, das begrenzte Wirtschaftswachstum erlauben kaum höhere Zinsen.
    Eine Stagflation lässt sich kaum mehr vermeiden und da gibt es zu Gold wenig Alternativen.

  2. Ein direkt formulierter letzter Absatz würde anders wirken: Wie soll man durch Energiekosten bedingte Teuerung nahezu aller Lebensbereiche mit dem Verteuern von Geld lindern? Es kann nur die „zweite runde“ beeinflussen – zu unserem Nachteil.

    Bei all dem Rauch um den arabischen Raum geht unter, dass die Werften noch nie dagewesene Auftragsmengen für Tanker in ihren Büchern haben. Allein im ersten Halbjahr 2026 wurden über 120 VLCC (je ca. 2 Mio Barrel Kapazität) neu bestellt, insgsamt stehen derzeit 270 in den Auftragsbüchern. Trotz, oder wegen des Krieges? Storniert wurde nichts.
    Weltweit im Einsatz sind derzeit wohl um die 570. Aufgrund deutlich längerer Fahrzeiten können diese natürlich, selbst unter optimalen Bedingungen, weniger Kunden befriedigen als vorher. Die Transportkosten je Schiff und Tag sind ja auch schon auf des 10-fache des Vorkrisenniveaus gestiegen.
    Ein Hype wie mit den Containern, Anfang der 2000er Jahre? Oder strategisch sinnvolle Investition großen Kapitals, dass mehr Infos von hinter den Kulissen hat? Und fest damit rechnet, dass (neue?) große Tankstellen in Vorbereitung sind?

    • @Mitleser
      Mal ganz als Laie: wenn das Öl für Europa nicht mehr durch Suez nach Triest (und von dort per Pipeline nach Ingolstadt) kommt, sondern „außenherum“ über Südafrika nach Rotterdam brauche ich schon 3 x so viele Tanker.
      Kommt das Öl für Dummland nicht mehr direkt aus Russland per Pipeline nach Schwedt oder Leuna, sondern wird per Pipeline durch Kasachstan und Iran ans Meer gepumt, geht per Tanker aus dem Iran nach Indien in Raffinerien und kommt von dort als „Indisches Diesel, Öl, Benzin“ auch wieder den langen Weg aus Indien „außenherum“….

      In Japan soll der Liter Benzin umgerechnet 1 Euro kosten. Kommt ein paar km übers Meer direkt aus Sibirien.
      Ganz ohne Sanktionen und mit 30 % Stammkundenrabatt.

  3. Das ist völlig richtig und eine absolut durchdachte Erklärung.
    Zinserhöhungen bewirken keine günstigeren Energiepreise, eher höhere, da ja auch die Importeure und Anbieter finanzieren müssen.
    Einzig und alleine der dadurch ausgelöste Konsumverzicht bewirkt ein Sinken der Preise an der Ladentheke und im Einzelhandel und damit auch der der Lohnspirale.
    Erst hiess es, Konsumieren bis der Arzt kommt, wegen der Wirtschaft und nun das Gegenteil. Sparen bis der Arzt kommt und Geiz ist geil.
    Und die Medien vermelden es schon:
    Die Deutschen sparen und konsumieren weniger.
    Das wird für die Bummelneilen ein tolles Weihnachsgeschäft werden.
    Nicht, dass es nachher noch mehr Pleiten gibt.
    Aber es gibt auch Krankenkassen mit Geld ohne Ende:

    So Nebenbei: Die GOÄ bei Privaten kostet das 3 Fache zum EBM für die Kassen.
    Ein privat Versicherter zahlt gute 900 bis 1300 pro Monat an Beiträgen. Und das hat dann auch seinen Grund.
    Diese IKK Versicherten werden sich wundern, bei der nächsten Abrechnung auf dem Lohnzettel oder Rentenzettel.

  4. Da ist nichts mehr zu machen.
    Die Inflation in den USA hat sich doch schon in fast allen Bereichen durchgefressen.
    Besonders markant ist der Preisanstieg bei KLOPAPIER.
    Eine Rolle kostet im Schnitt 1 ganzen Inflationsdollar, manchmal auch mehr!!
    Der Durchschnittsyankie verbraucht pro Jahr ca. 141 Rollen .
    Der Haupgrund ist der Zollstreit mit Kanada, Holz wird dadurch extrem teuer.
    Die Inflation wird bald galoppieren—-
    auch in Europa.
    Und Gold und Silber werden wieder durchstarten!

    • Besser nicht zu laut oder weiter sagen!
      Dann fangen alle wieder an Klopapier zu hamstern und schalten innerlich auf Lockdown um.
      Wenn es sich natürlich rumspricht, dass es noch besser ist Edelmetall zu hamstern, bekommen Gold&Silber die Aufmerksamkeit, die sie im bröckelnden System schon länger verdienen.
      Das Dorf wird irgendwann regen Zuwachs bekommen. Und insgesamt haben die Amis noch immer nur sehr wenig in EM und Minensektor angelegt, weit unter dem historischen Mittelwert.

    • Hallo Zusammen
      Da die Renditen auf Anleihen weltweit immer mehr steigen, befürchte ich, dass die Edelmetalle stagnieren oder sogar fallen.
      Aber ohne Gewähr. Trump ist immer mehr vom Wahnsinn umzingelt, angeblich plant er eine Invasion in Kuba! Dort sind sie am Verhungern! Russland verkauft haufenweise Gold. Der Krieg kostet zuviel.
      Ob der Iran Krieg endet und wie er endet weiss auch niemand! Der Ukraine Krieg tobt auch weiter, trotz unzähligen Verhandlungen!
      Ich sags mal so: Ueberall Krisen, und kein Schwein weiss wie alles endet!
      Dann warte ich ab! Und schaue zu.
      Und mache nichts!
      Ich weiss dass ich nichts weiss!

      Grüsse aus der Schweiz

  5. Die US Schulden
    Man sagt, 40 Billionen Dollar.
    Nur in welcher Recheneinheit.
    40 Billionen in angelsächsischen Einheiten entsprechen hierzulande 40 Milliarden.
    Das kann es nicht sein
    (Eine „billion“ im englischsprachigen Raum entspricht einer Milliarde im Deutschen (\(1.000.000.000\) bzw. 10⁹)
    Also können es nur deutsche 40 Billionen sein, das wören dann aber 40 Trillionen in US Einheiten.
    Warum sagt man nicht, wie es richtig wäre, die USA hat 40 Trillionen Schulden, nach europäischen Einheiten 40 Billionen.
    Wer kann mich aufklären ?

      • @ Maruti
        Um es nicht kompliziert zu machen:
        Die USA haben 40 Billionen Schulden!
        Da sind 40 Tausend Milliarden.
        1 Billion = Tausend Milliarden!
        1 Milliarde = 1000 Millionen!
        Ein Analyst sagte einmal:
        Das ist ein Güterzug vollgestooft mit 100 Dollar Noten vom Nordpol bis zum Südpol!
        Diese exorbitante Schuldenlawine kann niemals zurück bezahlt werden!
        Wenn man 4000 Euro im Nonat verdient und 40 Millionen Euro Schulden hat ist eine vollständige Tilgung unmöglich!
        Den Anerikanern steht das Wasser bis zum Hals! Aber es ist ihnen scheissegal!

        Grüsse aus der Schweiz

      • @Racew
        Da haben Sie völlig recht.
        Ich habe sehr viel Zeit und das kommt von meiner Gold Sammel Leidenschaft.
        Hat man genug Gold in eigenem Besitz, hat man alle Zeit der Welt :)
        Ansonsten hätte ich mich dem Abrackern, Sorgen und dem Stressabbau widmen müssen. Den ganzen lieben Tag und die halbe Nacht.
        Und ob Sie es glauben oder nicht, ob die USA oder Deutschland Milliarden, Billionen oder Trillionen Schulden hat, finde ich höchstens witzig.

    • @ maruti:
      Ich bin mir ziemlich sicher das ihre Frage mehr spaßhafter Natur war!
      Ich habe mal ebenso spaßhaft die KI dazu befragt. Hier die Antwort:

      „Wenn in den Nachrichten im deutschsprachigen Raum von 40 Billionen Dollar die Rede ist, wurde das englische Wort „trillion“ bereits korrekt für uns übersetzt. Wären es nach unserer Zählweise nur 40 Milliarden Dollar, stünden die USA wirtschaftlich blendend da.

      Zum Vergleich: Das jährliche Wirtschaftsleistung (BIP) der USA beträgt rund 28 Billionen Dollar. Eine Schuld von nur 40 Milliarden Dollar wäre für die USA eine Kleinigkeit, die sie in weniger als einem halben Tag erwirtschaften würden.

      Allein die Zinsen, die die USA für diesen 40 Billionen Dollar Schuldenberg zahlen müssen, betragen weit über 1 Billionen (1.000 Milliarden) Dollar pro Jahr.Der Schuldenberg ist also tatsächlich so unvorstellbar riesig: Eine 40 mit 12 Nullen (40.050.000.000.000 $).“

      • @Digger
        Dann sind wir schon 2. Ich kaufe ohnehin keine Bonds. Aber zahlen tut immer der Bürger. Entweder über Steuern und Abgaben, oder, wenn er davon befreit ist, über Leistungskürzungen.
        Hier kann man das zur Zeit sehr schln bei der Pflegeversicherung sehen. Kürzen, deckeln, enteignen. Latzeteres nennt man in Berlin
        „ vergesellschaften“ Klingt angenehmer, wird aber zum Unwort des Jahres 2026.
        In einer Diktatur enteignet man, in einer Demokratie vergesellschaftet man. Das Ergebnis ist das selbe.
        Nur unser Gold kann man weder enteignen und vergesellschaften schon gar nicht.
        Das war von Anfang an einer meiner Hauptgründe für Gold.

  6. @Black Wood
    Das russische Öl wird in Indischen Raffinerien für den Export nach Europa bereitgestellt und auch Deutschland wird diese lange Wege bezahlen müssen! Die Inder verdienen sich dumm und dämlich damit.
    Das durch die lange Transportwege dh. Tankerschiffe, Containerschiffe, werden mehr Kapazitäten benötigt. Meine Frage wäre, was würde mehr Sinn ergeben in Unternehmen die diese Kapazitäten bereitstellen und hier die Tankerschiffe, Containerschiffe zu investieren? Was ich persönlich dieses Geschäft sehr Volatil finde, oder in solchen Unternehmen die im Hintergrund agieren und hier hauptsächlich bereitstellen von Software Lösungen in ganzen Transport & Logistik Bereich?
    Habe nämlich ein investment in diesem Bereich das ich gerne aufstocken möchte, das Unternehmen bietet Lösungen (-SaaS) in Transport, Logistik, Lagerung, Zollabwicklung, u.a. on nun in der Luft, zur Wasser, auf den Landweg, oder Kombination aus allen.
    Die sind in ihrem Segment ganz vorne mit dabei, über 16 tsd. Kunden in mehr als 190 Länder vertrauen und nutzen ihre Software Lösungen. Dabei sind große Namen wie DHL Global Forwarding, CEVA Logistics, Asia Shipping, u.a.
    Aktuell sind die mit einem signifikanten Rabatt auf den fair value zu haben.
    Wo wir bei Rabatt wären, sollte der Goldpreis bißchen runterkommen wären wir hier wohl nicht abgeneigt. Hier gilt nämlich auch „Long term“, halten so lange wie möglich und verkaufen wenn unbedingt nötig!

    • @Big Driver
      Wenn ich verläßlich in die Zukunft gucken könnte……dann wäre ich so reich, daß ich auf eigene Kosten eine Mauer um Berlin herum bauen lassen könnte. 20 Meter hoch. Aus Glasbausteinen, damit man zusehen kann, was dahinter los ist.

      Die Sache ist. m.E. mit extrem vielen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Zu vielen.
      1.) Die Umwege um Südafrika herum verdoppeln den Tankerbedarf (mindestens). Gegenüber Triest mindestens Faktor 3.
      2.) Wenn die Amis ihr Schweröl für Kerosin, Diesel und Heizöl in 3-5 Jahren aus Venezuela bekommen (die Anlagen dort sind ja weitgehend Schrott) und das nicht mehr in Russland kaufen müssen, sinkt der Tankerbedarf.
      3.) Europa ist aktuell der größte Importeur für Diesel etc, weil wir ja selber so unendlich doof waren, eigene Raffinerien zu schließen. Unser (Russen-) Öl kommt also nicht nur aus Indien, es wird aus Russland auch nach Texas geliefert und kommt von dort als Kerosin/Diesel/Heizöl wieder zurück nach Europa. Super.
      Falls Donnie nicht den Hahn zudreht.
      4.) Wenn der Krieg in Ukraine/Iran endet (also wenn China beschlossen hat, den Wertewesten genug beschädigt zu haben), wird Europa Gas/Öl wieder direkt in Russland kaufen – MÜSSEN. Ob die Polithelden wollen oder nicht. Schlicht aus Not. Der kommende Winter in Deutschland wird „interessant“, wenn im Januar die Gasspeicher leer sind. Letzte Jahr hatten wir nur unendlich Glück mit dem Wetter.
      Dann sinkt der Tankerbedarf wieder massiv.
      5.) Wie immer („Schweinezyklus“) blasen die Finanzclowns gerade wieder eine Tankerblase auf, siehe die letzte Containerschiffblase.

      Für mich eine Rechnung mit viel zu vielen unbekannten Faktoren. Ich trau mich nicht, da irgendwas zu prognostizieren.

      Nur meine Meinung: mir ist die ganze Börsenwelt zu riskant.
      Zwei Beispiele:
      1.) Angeblich haben die Chinesen das ASML-Monopol geknackt und können nun High-End Chips selbst herstellen.
      2.) Die neuen KI-Modelle aus China sollen leistungsfähiger als die US-Modelle sein und nur 1/3 des Energiebedarfs haben. Zahl dazu: 1 Million Studienabsolventen im Bereich Informatik/Computerwissenschaften in China – JEDES JAHR. Das ist eine Menge Power.
      Ergebnis: die Amis werden ihre gigantischen Investitionen (auf Kredit) im KI-Bereich NIE WIEDER über Umsätze/Gewinne wiedersehen. Die Wiederholung der Eisenbahnblase ab 1850. Nur teurer und nutzloser (die Schienen der Pleitegesellschaften konnte man damals weiterverwenden, 3 Jahre alte KI-Chips sind Elektroschrott).

      SO: statt mir Charts anzusehen sitze ich gerade im Garten und geniesse die Sonne. In 30 Minuten geht es mit dem Moped in die Berge, auch Kurven, aber SCHÖNERE.
      Den Rest erledigt der Keller unterm Dorf.
      Auch nicht schlecht.

  7. Wen ich 100.000 € Schulden hätte, würde mich das Emotional fertig machen. Wen ich 1.000.000 € Schulden hätte, wäre mir das Scheiß egal.
    So sehe ich das mit den USA

  8. Heute beginnt der Goldpreis um 100 Dollar tiefer gelegt mit 4.172 Dollar. Über Nacht geschah der Abwurf.
    Wie ich vermutete, werden wir Wohl die 4.000 noch mal sehen und damit ein fast perfektes W am Chartbild.
    Bezüglich Goldkäufen gibt es seit einem Jahr gar keine Inflation und man konnte das Geld gut bar oder verzinst liegen lassen

    • @maruti

      Haben Sie zu den Verkäufen irgend eine Meldung gefunden? Ich habe keine Meldung gelesen, die den Verkauf rechtfertigen könnte (selbst wenn es nur eine Fake-Meldung ist).

      • @ Stillhalter
        Wie hier schon erwähnt, der Goldpreis wird über Futures und Derivate stark beeiinflusst. Ebenso durch physische Transaktionen. Dass stark steigende Renditen bei Anleihen so eine starke Wirkung auf die Edelmetalle ausüben, im negativen Sinn, hatte wohl niemand auf dem Radar! Wieviel Analysten trompeteten vor einiger Zeit, die Korrektur bei Gold sei vorbei! Fehlanzeige!
        Alle die Gold jetzt shorten könnten auf dem falschen Fuss erwischt werden, wenn der Preis plötzlich ansteigt.
        Wenn, vielleicht, Könnte?????
        Man weiss es nicht.
        Grüsse aus der Schweiz

      • Stillhaltet
        Verfallstag, noch dazu Quartalsende und dazu die
        „und ewig grüsst das Murmeltier“ Meldungen über Hormuz.
        Das wird ausgenutzt. Von den Notenbanken und deren Vasallen, den Bullion Banken ind Grossbanken.
        Es geht ja schlichteg um den hochverdchuldeten Dollar. Also wirft man. Das Gold von Venezuela und anderen, welche dumm genug waren, dort Gold zu lagern und weder Militär noch Wirtschafts Macht haben.
        Daran muss man sich gewöhnen.
        Die USA handelt immer nach den Maximen des Niccolo Machiavelli.
        Ich übrigens auch :)
        Und, ich rate allen Goldanlegern, auch danach zu handeln.
        (Make me and my Gold great again and first)

  9. @Black Wood
    Danke für ihre Einschätzung, da Sie ein weiten Bogen um die Börse machen kann ich auch nachvollziehen.
    Was die Charts angeht, ich sitze auch nicht tagtäglich und schaue mir das an. Das können meinetwegen Trader machen, bei einem Gewinnbringend Trade wie viele andere haben dadurch ein Verlust erlitten?
    Wie Warren Buffet mal sagte, das ist Investment Pornographie!
    Mich interessieren nur Zahlen, dh. einigermaßen vernünftige Bilanz, wiederkehrende & steigende Gewinne, Monopolstellung, ein Produkt/Dienstleistung die auch in Zukunft bestand hat.
    Was die Milliardenschweren Investitionen der USA, dh. US Unternehmen in der AI & hier Rechenzentren, sich kurzfristig auszahlt ist mehr als naiv. Die AI blase wird definitiv platzen, einige Unternehmen werden mehr davon betroffen andere weniger. Was AI angeht und genauso Quanten Computern sollte man ein langen Atem haben, dies ist keine Sache von Paar Jahren sondern Jahrzehnten. Die Umstrukturierung geht definitiv in dieser Richtung, ob nun die Menschen dies für vernünftige Zwecke verwenden bleibt bei einer Welt die nur auf Profit, Gier & Macht fokussiert ist sehr zu bezweifeln!
    Schöne kurven wünsche ich Ihnen nicht nur beim Motorrad fahren:)

  10. @Big Driver
    Mein Abschied von der Börse ist weitestgehend altersbedingt.
    Mit Ü60 wird Zeit wichtiger als Geld (eigentlich ist sie das immer).
    Und wer mit 60 noch nicht genug im Keller hat, der braucht es auch bis 80 nicht mehr versuchen.
    Spätestens ab 60 sollte man nur noch schön und mit Genuß leben, 24/7.
    Wenn ich noch mal 40 wäre, würde ich es auch so machen wie Sie.
    Bei „anderen“ schönen Kurven hab ich einen Trick: ich lasse einfach den roten frechen Kobold vorausfahren, die ist mit ihrer Ninja sowieso schneller (bessere kg/PS-Ratio).

    Kleinkram: von so Dips wie heute nicht aus der Ruhe bringen lassen. Für mich eher ein Zeichen, daß die Papiergoldfraktion verkaufen muß. Das sind ja dieselben Finanzclowns, die in NVIDIA etc. investiert sind und Billionenkredite in die KI-Blase gepumpt haben (von denen sie 80 % nie wiedersehen werden).
    Wer noch Altpapier hat: auf die Lauer legen.
    Es gibt 2 Sovereign unter 2.000, mit etwas Glück kommen da noch 3 Vrenelis hin.

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