Donnerstag,18.Juli 2024
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So entwickelt sich der Goldpreis im Juli

Der Euro-Goldpreis verbuchte im Juni einen erneuten Kursgewinn. Im Juli gab es nach 2010 viele Jahre mit extremen Kursausschlägen.

Goldpreis-Entwicklung

Auf Basis des Londoner Referenzkurses (P.M.) beendete der Goldpreis den vergangenen Juni mit 2.330,90 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.178,69 Euro. Damit verbuchte Gold auf Euro-Basis einen Gewinn von 0,85 Prozent. Gleichzeitig schloss der Goldpreis, außer der „Nullrunde“ im Februar, nun in jedem Monat des laufenden Jahres mit positiven Vorzeichen.

Vor genau einem Jahr kostete die Feinunze Gold 1.751 Euro. Das heißt, der Goldpreis kletterte innerhalb von zwölf Monaten um stattliche 24 Prozent.

Gold, Goldbarren, Juli
Der Juli war in den vergangenen Jahren immer wieder ein Zeitraum mit starken Kursbewegungen. Im langfristigen historischen Kontext aber kein wirklich guter Monat (Bild: Goldreporter).

Gold im Juli

Welche statistischen Vorgaben bietet der Juli? Dazu betrachten wir unsere bis ins Jahr 1970 zurückreichende Goldpreis-Statistik. Und hier taucht der Juli auf Platz 7 der besten Goldmonate des Jahres auf, mit einem durchschnittlichen Monatsgewinn von 0,47 Prozent. Dabei endete der Zeitraum in nur 25 von 54 Jahren mit einem Pluszeichen.   

Im vergangenen Jahr sprang immerhin ein Kursgewinn von 1,9 Prozent heraus. Der Vormonat war allerdings mit -4,8 Prozent sehr schlecht gelaufen.

Euro-Krise

Der bislang größte Juli-Einbruch beim Euro-Goldpreis ereignete sich 2010. Denn der Kurs kam damals um 11,33 Prozent zurück. Seinerzeit hatte man das erste Rettungspaket für Griechenland verabschiedet. Dabei stieg der Euro-Kurs innerhalb von vier Wochen um 6,5 Prozent an. Im späteren Verlauf der Euro-Krise gab es allerdings drei Jahre in Folge deutliche Kursgewinne, zweimal waren es im Juli mehr als 8 Prozent.

Gold, Goldpreis, Statistik

Goldpreis-Charts Juli

Auch in den vergangenen sechs Jahren schlug der Goldpreis im Juli immer wieder aus. Hier eine Übersicht über die stärksten und schwächsten Gold-Jahre im Juli.

Die beste Juli-Performance (Top-5)

  • 1975: +9,91 %
  • 1993: +9,61 %
  • 1974: +9,00 %
  • 2011: +8,95 %
  • 2013: +8,52 %

Die schlechteste Juli-Performance (Top-5)

  • 2010: -11,33 %
  • 1976: -10,17 %
  • 1973: -9,80 %
  • 2015: -5,35 %
  • 1999: -5,33 %

Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro jeweils am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs. Bei der Ermittlung der Datensätze vor Einführung des Euro (2001) wurden die DM-Kurse (1 Euro = 1,95583 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.

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11 Kommentare

  1. Häufig ist es so, dass massive Einbrüche, aber auch massive Anstiege ( letztere seltener), auf Grund politischer Ereignisse zustande kamen.
    Diese sind eher von kurzer Dauer.
    Einzig und alleine die Notenbanken sind in der Lage, über einen längeren Zeitraum den Goldpreis zu beeinflussen, naturgemäss nach unten hin.
    Ist ja auch klar, wird ja Gold immer noch in Fiat Money der Notenbanken ( vornehmlich der USA) bewertet und nicht in Gewicht ( Unzen).
    Schon alleine die Frage, was bekomme ich an weltweiten Waren für eine Unze Gold bringt oft ganz andere Antworten.
    Marutis Meinung:
    Man kann ein vom Schöpfer zur Verfügung gestelltes Element nicht mit einem von menschenhand geschaffenes Artefakt, schon gar nicht aus Papier, wertemässig vergleichen. Letzteres ist nur Tand von Menschenhand.
    https://www.t-werk.de/gast-produktion/tand-tand-ist-das-gebild-von-menschenhand

    • @Maruti
      Mit den Manipulationen der Notenbanken haben Sie recht. Schon vor vielen Jahren schrieb Prof. Dr. Polleit,
      Notenbanken werden dafür sorgen werden, daß der Goldpreis nicht enteilt.
      Aber „naturgemäß“ nach unten und über einen längeren Zeitraum, ist einfach unrichtig. Sehen Sie sich den
      Chart der letzten 10 Jahre an.

      • @Goldhase
        Ja, Sie haben recht. Ich hätte schreiben sollen:
        In den meisten Fällen nach unten oder wenn das Fiat Money in Gefahr gerät, nach unten.
        Unstreitige Tatsache aber ist, dass die Notenbanken Markteingriffe vornehmen, nicht zum Allgemeinwohl, sondern nach deren Profitdenken.
        Mittlerweile ist solches in Mode gekommen.
        Sogar bei Wahlen, Umfragen, Meinungsbildung usw.
        Was jemandem ( einer Partei), nicht passt, wird einfach gefälscht oder manipuliert.
        Und alles zusammen nennt sich auch noch Demokratie oder freiheitlich rechtlich oder Wertegemeinschaft. Der Bogen spannt sich weit über die Goldmanipulation hinaus in nahezu alle Bereiche. Wie gesagt, eine Mode.

    • @Barmbekbasch
      Wenn einem die Felle davonschwimmen, muss man machen Schacher, so heisst es in vielen Kulturen.
      Erst muss man Putin niedermachen, baschen, Unwahrheiten verbreiten, das Volk indoktrinieren und jetzt, da man sieht, sich mit alledem ins eigene Bein geschossen zu haben, jetzt muss man plötzlich die Zäpfchenform annehmen und die Schleimspur legen.
      Nur, ich hoffe, dass Putin gegen solches immun ist und die Gespräche diktiert.

  2. @Barmbekbasch
    Haben es die Herren und Damen Manager der Deutschen Industrie endlich kapiert das Sanktionen gegen Russland auch BRICS wie ein Bumerang zurück auf die deutsche Wirtschaft schlägt?
    Die US Außenpolitik verfolgt immer bei einer Sache (-hier Ukraine Krieg) mehrere Ziele, solche Pläne werden über Jahren erstellt und bestmöglich umgesetzt!
    Um in Deutschland zu bleiben, kappen der Gasversorgung, New Green Deal, Corona lockdowns, usw. und sofort. Das Land ist um mehrere Jahrzehnte zurückgeworfen, die Infrastruktur seit Jahren marode, die Gesellschaft ausser weniger Ausnahmen verblödet und arbeitsfaul.
    Wo waren diese Manager der Deutschen Industrie, die Gewerkschafter, die Arbeiter die Steuern zahlen? Warum hat man so lange gewartet und die Clowns nicht abgesetzt? Ist es die deutsche Angst sich gegen die Regierung zu stellen? Ist es die deutsche Staatstreue und immer das Haupt senken? Ist es deutsche Naivität?
    Egal was es war und ist, der Bürger entscheidet um die Zukunft Deutschlands. Wo sind denn die deutschen Männer geblieben, sind so viele aufgeweicht und sich alles gefallen lassen?
    Irgendwie hat Meister Eder recht, in solchen verrückten Zeiten beruhigt Gold ungemein!

    • @Big Driver
      Die Antwort ist ganz einfach:
      Gewerkschaften: die Bosse fast zu 100 % Sozis (also Regierungdssystemlinge) mit Millionengehältern, die sich nur darum kümmern, den nächsten Millionen-Aufsichtsratsposten zu bekommen, wenn sie sich schön systenkonform erweisen.
      Manager: die knien nur noch vor der Regierung herum, um Subventionen abzugreifen (Milliarden für eine Stahl-Pleitefirma für angeblich Grünen Stahl, E-Auto-Subventionen etc.) Aktuell die Forderung für ei Industrie-Sondervermögen).
      Was Sie von der Masse der Lemminge schreiben, teile ich völlig.

      Jedes Volk hat die Regierung , die es verdient.
      Bis auf dieses kleine rebellische Dorf……..

  3. @Big Driver
    …Wo sind denn die deutschen Männer geblieben, sind so viele aufgeweicht und sich alles gefallen lassen?

    Im Augenblick im Fussballfieber ! Zuckerbrot und Peitsche. Und es wird sich wieder etwas für die passende Ablenkung finden. Das ist bei der deutschen Mentalität gar nicht so schwer.

  4. @ Big Driver

    “ Ist es die deutsche Angst sich gegen die Regierung zu stellen? Ist es die deutsche Staatstreue und immer das Haupt senken? Ist es deutsche Naivität?“

    Ich denke es ist von allem etwas. Das war ein schleichender Prozess. Alle Probleme wurden und werden von unseren Politikern in ihrer unendlichen Weisheit versucht mit Geld dichtzuschei..en. Und jetzt ist ende im Gelände, pille palle Geld ist alle. Und jetzt erst wachen die Bürger langsam gaaaanz langsam auf und wählen die nicht mehr.

    @ Maruti
    Die Reaktion Deutschlands den Russen gegenüber kann man für falsch oder richtig halten, ich halte sie für falsch, sie kam auf jeden Fall zur falschen Zeit. Denn erst sichert man sich an anderer Seite ab und dann kann man die Brücken einreissen. Oder wie Adenauer sagte „Man schüttet kein schmutziges Wasser weg wenn man noch kein sauberes hat“ .Aber was erwartet man von einem Kindergarten?

    Gruß auch in die Runde
    barmbekbasch

  5. @ Big Driver Mindestens 30% der fähigen deutschen Männer sind ausgwandert in Länder in welchen noch Vernunft das Sagen hat.Zum Trost wurde heute verkündet ,dass die Kerninflation aus der bezeichnender Weise Lenensmittell und Energie ausgeklammert sind ,auf 2,5% gesunken ist.Bin mir fast sicher ,dass die Preise für Dildos und Fernseher mit 2m Bildschirmdiagonale in der Kerninflationsrate drin sind.

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