Der Goldpreis beendete den August mit einem Kursgewinn von 9 Prozent. Wir betrachten die saisonalen Vorgaben für den Goldmonat September.
Gold stark gestiegen
Der Goldpreis beendete den August bei 4.441 US-Dollar pro Unze (CME Spot). Auf Euro-Basis legte Gold gegenüber dem Vormonat um 9 Prozent zu und schloss bei 3.823 Euro. Innerhalb eines Jahres stieg der Goldkurs damit um 30 Prozent. Vor einem Jahr kostete die Feinunze noch 2.937 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- Der September rangiert unter den besten Goldmonaten auf Platz 6.
- Im September legte Gold seit 1970 durchschnittlich um 0,84 Prozent zu.
- Zuletzt brachte der September zweimal in Folge kräftige Kursgewinne.
Wie sind die saisonalen Aussichten für den September? Dazu betrachten wir die Goldpreis-Statistik seit dem Jahr 1970.

Goldpreis im September
In der Rangliste der besten Goldmonate des Jahres liegt der September auf Platz sechs. Seit 1970 ergibt sich im Durchschnitt ein Kursgewinn von 0,84 Prozent. Allerdings endete der Monat nur in 27 von 56 Jahren mit einem Plus. Die Gewinnquote beträgt damit lediglich 48 Prozent.
Auffällig ist dagegen die jüngste Entwicklung. Im vergangenen Jahr stieg der Goldpreis im September um 11 Prozent. Es war der stärkste September seit 2005. Erst zwei Jahre zuvor war eine Serie von zehn September-Monaten ohne Kursgewinn zu Ende gegangen.
Die langfristige Statistik liefert für den September somit kein eindeutiges positives Saisonsignal. Gleichzeitig zeigt die Historie, dass gerade dieser Monat immer wieder größere Kursbewegungen hervorbrachte.
Lehman-Pleite
Besonders denkwürdig war der September 2008. Als damals durchsickerte, dass die US-Investmentbank Lehman Brothers im Zuge der Finanzkrise nicht gerettet werden würde, stieg der Goldpreis an einem Tag um damals erstaunliche 100 US-Dollar. Am Monatsende stand auf Euro-Basis ein Kursgewinn von gut 10 Prozent.
Goldpreis-Ausschläge
Auch in anderen Jahren fiel die September-Performance außergewöhnlich stark aus. Das sind die größten Ausschläge beim Goldpreis auf Euro-Basis seit 1970:
Die beste September-Performance seit 1970 (Top-5)
- 1979: +19,52 %
- 1999: +16,28 %
- 2005: +11,22 %
- 2025: +11,06 %
- 2008: +10,17 %
Die schlechteste September-Performance seit 1970 (Top-5)
- 1975: -11,45 %
- 2013: -7,14 %
- 1993: -7,00 %
- 1985: -6,78 %
- 1988: -6,75 %
Hinweis: Alle Angaben beziehen sich auf den Goldpreis in Euro am Monatsende, basierend auf dem Goldpreis-Fixing London P.M. / LBMA-Kurs beziehungsweise CME Spot (ab 2026). Bei der Ermittlung der Daten vor Einführung des Euro wurden die entsprechenden DM-Kurse (1 Euro = 1,95583 D-Mark) sowie die Londoner Fixing-Kurse zugrunde gelegt.



Wir werden in Zukunft gigantische Kursschwankungen erleben. Kann mich noch genau an die 70 er Jahre erinnern: Ölkrise, Sonntagsfahrverbot, explodierenden Inflation, 6 % Zinsen auf dem Sparbuch, 10 jährige Deutsche Anleihen 10%. Und G O L D ging ab wie eine Rakete.
Geschichte wiederholt sich, nur eben fast immer anders.
Doch—- der Goldglobo kann auch auf 2000 € fallen, Silber auf 30€.
Keine Sorge, wir werden eines Tages die 10.000€ beim Gold sehen und die 500€ beim Silber.
Nominal ist dies ganz sicher, was dies allerdings real bedeudet steht in den Sternen.
Vor mir an der Wand hängt ein 1000 Mark
Geldschein aus der Kaiserzeit von Oma.
Real ist der Wert Null , emotional allerdings für mich sehr hoch!
@Donaustreuner
Diese hohen Zinsen in den USA ( 20%) und auch hier mit 10% hießen auch hohe Arbeitslosigkeit, Sparprogramme, Wirtschaftsdepression. Und die Inflation ging trotzdem erst mal weiter.
Sollte es dazu kommen, kann man nur hoffen, dass die Sicherheitskräfte und Ordnungshüter stark genug sind, wenn der Staat umgebaut wird.
Eines Tages die 10.000 bei Gold zu sehen könnte für mich schon zu spät sein, ich muss nur noch 9 Jahre Arbeiten, und will dann mein Güldenes verbraten.
Ich hatte anfang des Jahres gehofft, das wir am 31.12. bei 5000 € stehen, mittlerweile wären 4000 schon toll. Und Silber darf gerne folgen
@Oliver
Bis zum 31.12.2026 fliesst trotz Trockenheit noch einiges Wasser den Rhein runter. So sagt man.
Dabei ist es durchaus möglich, dass zwischenzeitlich noch mal die 4.000 Dollar getestet werden und sich damit auf dem Chart ein perfektes W ausbildet.
Sorry, diesmal die AI:
„ Die W-Formation (auch Doppelboden oder Double Bottom genannt) ist ein klassisches, bullisches Umkehrmuster in der Charttechnik, das das Ende eines Abwärtstrends und den Beginn eines neuen Aufwärtstrends signalisiert.Aufbau der W-FormationErstes Tief: Der Kurs fällt in einem bestehenden Abwärtstrend auf einen Tiefpunkt.Zwischenhoch (Nackenlinie): Nach dem ersten Tief erholt sich der Kurs moderat (oft um ca. 10 %) und bildet einen Zwischenhöchststand, der das spätere Widerstandsniveau bzw. die Nackenlinie markiert.Zweites Tief: Der Kurs fällt ein zweites Mal auf ein ähnliches Niveau wie das erste Tief (idealerweise mit einer Toleranz von maximal 2–3 %) und findet dort erneut Unterstützung.Ausbruch: Der Kurs steigt wieder an und durchbricht die Nackenlinie nach oben.“
So die AI.
Doch auch eine AI kann die menschliche Dummheit nicht so ganz voraussehen, so Albert Einstein es mal ähnlich formulierte.