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So reagierte der Goldpreis auf die Fed-Entscheidung

Die Sitzung der US-Notenbank am gestrigen Mittwochabend brachte das erwartete Ergebnis. Der Goldpreis hielt sich auf Vortagsniveau. Die Fed plant vorerst keine weiteren Leitzins-Schritte.

Gold, Goldpreis, Fed (Foto: Goldreporter)

Keine geldpolitischen Überraschungen, kaum Bewegung beim Goldpreis. Immerhin ist vorerst keine US-Zinserhöhung in Sicht (Foto: Goldreporter).

Goldpreis stabil

Der Goldpreis notierte am heutigen Vormittag um 9:30 Uhr bei 1.473 US-Dollar. Das entsprach 1.323 Euro. Beide Notierungen bewegten sich auf Vortagsniveau. Die US-Notenbank hat in ihrer geldpolitischen Sitzung wie erwartet keine Anpassung des US-Leitzinses vorgenommen. Die Federal Funds Rate bleibt somit bei 1,50 bis 1,75 Prozent. Die Edelmetalle hatte unmittelbar nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zunächst etwas nachgegeben.

Fed-Entscheidung

In dem am gestrigen Abend um 20 Uhr veröffentlichen, sehr kurz gehaltenen Fed-Statement heißt es, der Offenmarktausschuss halte die derzeitige Geldpolitik für angemessen, um eine nachhaltige Expansion der wirtschaftlichen Aktivität, sowie gute Arbeitsmarktbedingungen und eine Inflation in der Nähe des Ziels von 2 Prozent zu unterstützen. Alle weiteren Maßnahmen werde man auf Basis der fortlaufenden Entwicklungen treffen.

Keine Zinsänderung in 2020?

Aus ihrer aktuellen Zinsprojektion („Dot Plot“) geht hervor, dass die Fed eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus über das Jahr 2020 hinweg für angemessen hält, bevor man den US-Leitzins womöglich wieder anhebt. Allerdings ist dieser Ausblick keinesfalls zementiert. So erwartete die Fed im vergangenen Jahr für 2019 höhere Leitzinsen.

Mittel für Repo-Markt

In der Erklärung zu den konkreten geldpolitischen Eingriffen heißt es schließlich, dass man mindestens bis zum zweiten Quartal 2020 Offenmarkt-Operationen (Kauf von Anleihen) tätigen werde, um die geplanten Ziele (Leitzins, Reserven/Bilanzgröße) zu realisieren. So soll auch der Repo-Markt (Übernacht-Rückkaufvereinbarungen) bis mindestens Januar 2020 weiter mit Liquidität gestützt werden. Das tägliche Volumen der bereitgestellten Finanzmittel will man aber auf 30 Milliarden US-Dollar begrenzen.

EZB am Zug

Heute Nachmittag um 13:45 Uhr gibt die Europäische Zentralbank das Ergebnis ihrer letzten geldpolitischen Sitzung des Jahres bekannt. In der nachfolgenden Pressekonferenz wird erstmals die neue EZB-Präsidentin Christina Lagarde die geldpolitischen Rahmenbedingungen kommentieren.

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Eingetragen von am 12. Dez. 2019. gespeichert unter Fed, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

7 Kommentare für “So reagierte der Goldpreis auf die Fed-Entscheidung”

  1. Die REPO-Markt-Legende (und FED-Insider…), der Ungar „Zoltan Pozsar“
    sagt für die nächsten Tage bis Jahresende einen … REPO-Marktcrash
    vorher.
    Das Thema wird auf der WEB-Seite Zerohedge seit Tagen heftig diskutiert
    mit dem Hinweis, daß die FED die Kontrolle über den REPO-Markt verlieren
    wird, weil bis zum Jahresende die Nachfrage nach Liquidität stark zunehmen
    wird.
    Das macht es Sinn, wenn die FED in ihrem gestrigen FOMC-Protokoll
    „verbissen“ behauptet, daß sie alles im Griff habe?

    Artikel gestern:
    https://www.zerohedge.com/markets/its-about-get-very-bad-repo-market-legend-predicts-market-crash-days

    (leider „nur“ in Englisch, aber die Artikel haben es in sich !)

    Artikel heute:
    https://www.zerohedge.com/markets/zoltans-market-doomsday-imminent-here-are-two-things-watch

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  3. Während mein Kommentar auf Herz und Nieren geprüft wird, schon mal die vorweihnachtliche EZB-Zinsentscheidung.

    Keine Überraschungen. Im Westen nichts Neues.

    https://finanzmarktwelt.de/aktuell-ezb-zinsentscheidung-veroeffentlicht-2-150912/

    Die EZB zeigt sich allerdings entschlossen, die gerade wieder in den bürgernahen Dienstleistungskatalog aufgenommenen Anleihekäufe „so lange wie erforderlich (…) aufrechtzuerhalten.“ Also unbegrenzt, endlos, unerschöpflich, aber auch bodenlos und abgrundtief.

    Liquidität, noch nie war sie so wertvoll wie heute.

    • @Thanatos

      Soviel zur „unsichtbaren Hand“ von Adam Smith. Die Marktwirtschaft ist am Ende und braucht tägliche Infusionen. Traurig, so ein Schicksal…:-((.

  4. Hätte die Fed offen angekündigt, daß sie die Repo-Finanzspritzen über den Jahreswechsel vorläufig bis zum 16.1.2020 auf insgesamt 365 Milliarden US-Dollar
    erhöhen will (wurde soeben angekündigt: https://www.newyorkfed.org/markets/opolicy/operating_policy_191212 ),

    dann wäre der Goldpreis in Richtung Mond unterwegs gewesen.

    Man kann die Alarmglocken hören, und die Presse schweigt, wie befohlen.

    • Nachtrag: bei der Suche nach entsprechenden Nachrichten im WEB habe ich nur bei Mr. Zerohedge einen Artikel gefunden; und dort kommt man sogar auf die gigantische Summe von 500 Milliarden US-Dollar, mit denen die Fed die Märkte bis Jahresende fluten will (muß?).

      Bei Lehmann 2008 waren es doch in Summe 880 Milliarden, welche die Notenbanken in die notleidenden Banken pumpen mußte, um den Crash zu vermeiden.

      Ja, @Thanatos: Liquidität,- noch nie war sie so wertvoll wie heute.

      • @Meckerer

        By the way, vielen Dank dafür, dass Du Dich des schweren Erbes der @Klapperschlange angenommen hast. Dein preussisch-protestantisches Pflichtbewusstsein wird Dir von nun an als guter Leumund vorauseilen.

        Ich bringe hier mal den von Dir angesprochenen Artikel, der die Repo-Schmiermittel für die dehydrierte Finanzindustrie akribisch aufsummiert.

        „One word: „MASSIVE“. A few more words: THE LARGEST SERIES OF RP OPERATIONS EVER! The Fed announced it’s RP operations schedule for the next few weeks and IT’S HUGE!“

        https://www.zerohedge.com/markets/avoid-repo-crisis-fed-will-flood-market-gargantuan-365-billion-year-end-liquidity

        Gute Nacht allseits.

        • @Thanatos

          Das Erbe der @Klapperschlange habe ich zwar nicht „angenommen“, aber das Thema seit Mitte September verfolgt.
          (Wo ist die @Klapperschlange eigentlich? Wahrscheinlich „klappert“ sie die Goldhändler ab, ob es noch Wiener Maples gibt – das Angebot sieht mittlerweile ziemlich mager aus).

          Deshalb blättere ich täglich in den Fed-News und wundere mich immer noch, daß unsere „Lückenpresse“ nichts davon (berichten darf?) berichtet, daß die Fed die $-Schleusen bis zum Jahresende für 500 Milliarden ( ! ) Liquidität öffnet;
          eigentlich müßten jetzt überall die Rauchmelder rot blinken.
          Hat die Mainstream-Presse also ein Repo-Schreibverbot auferlegt bekommen?

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