Die USA ordnen ihre Zollpolitik neu. Für Waren aus rund 60 Volkswirtschaften gelten US-Zölle von 10 bis 12,5 Prozent.
Die USA führen neue Importzölle auf Waren aus rund 60 Volkswirtschaften ein. Die Abgaben betragen je nach Herkunftsland zwischen 10 und 12,5 Prozent. Für Produkte aus der Europäischen Union und Taiwan gilt grundsätzlich eine Obergrenze von 10 Prozent. Waren aus Japan, der Schweiz und Südkorea werden überwiegend mit bis zu 12,5 Prozent belastet.
Allerdings handelt es sich nicht in jedem Fall um eine vollständig zusätzliche Abgabe. Die neuen Zölle ersetzen weitgehend den bisherigen globalen US-Importzoll von 10 Prozent, der nun ausläuft. Für viele Waren bleibt die Belastung damit unverändert oder steigt lediglich um 2,5 Prozentpunkte. Zusätzliche Kosten entstehen dort, wo die neue Abgabe mit bereits bestehenden Zöllen kombiniert werden darf.
Die US-Regierung begründet den Schritt laut Reuters kurioserweise mit unzureichenden Maßnahmen der betroffenen Staaten gegen Zwangsarbeit in internationalen Lieferketten. Ausgenommen sind unter anderem Treibstoffe, Lebensmittel und Dünger. Auch Autos, Metalle und Medikamente, die bereits eigenen Branchenzöllen unterliegen, fallen grundsätzlich nicht unter die neue Regelung.
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