Die Türkei stockt ihre Goldreserven im August den zweiten Monat in Folge auf. Der Bestand steigt um 18,91 Tonnen auf 791,37 Tonnen.
Türkei baut Goldreserven weiter aus
Die Goldbestände der türkischen Zentralbank (TCMB) sind im August erneut gewachsen. Zum Monatsende wurden 25,443 Millionen Unzen ausgewiesen – 608.000 Unzen mehr als Ende Juli. Das entspricht einem Zuwachs von 18,91 Tonnen auf insgesamt 791,37 Tonnen.
Wichtug: Die von der TCMB genannten Zahlen enthalten auch Gold, das von Geschäftsbanken hinterlegt wurde. Der World Gold Council bezifferte die rein staatlichen Goldreserven der Türkei zuletzt auf 529,20 Tonnen.
Das Wichtigste in Kürze
- Im August kamen bei den türkischen Goldreserven 18,91 Tonnen hinzu.
- Nach zwei Anstiegen in Folge umfasst der Bestand nun 791,37 Tonnen.
- Das Minus seit Jahresbeginn ist auf 25,66 Tonnen geschrumpft.
Bereits im Juli hatte die Türkei ihre ausgewiesenen Goldbestände kräftig aufgestockt. Innerhalb von zwei Monaten nahm die Menge deshalb um insgesamt 61,52 Tonnen zu. Die zuvor seit April zu beobachtende Seitwärtsbewegung ist damit beendet.
Zuletzt hatte der Bestand im Februar höher gelegen. Damals meldete die Zentralbank 26,391 Millionen Unzen beziehungsweise 820,85 Tonnen Gold.

Höherer Goldpreis treibt Reservenwert
Noch stärker als die Goldmenge stieg im August deren ausgewiesener Wert. Dieser legte gegenüber Juli um 16,45 Milliarden US-Dollar oder 16 Prozent auf 117,09 Milliarden US-Dollar zu. Der physische Bestand wuchs dagegen um 2,5 Prozent.
Somit geht der Wertzuwachs überwiegend auf den höheren Goldpreis zum Monatsende zurück. Darüber hinaus nahmen auch die gesamten internationalen Reserven kräftig zu. Sie erreichten 186,70 Milliarden US-Dollar, nach 164,45 Milliarden US-Dollar im Juli. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent.
Fast zwei Drittel der Reserven entfallen auf Gold
Gold machte Ende August 62,72 Prozent der gesamten internationalen Reserven der Türkei aus. Einen Monat zuvor waren es 61,20 Prozent. Der Anteil erhöhte sich folglich um 1,52 Prozentpunkte.
Damit bleibt die türkische Reserveposition ungewöhnlich stark vom Goldbestand und dessen Marktwert geprägt.
Jahresminus deutlich reduziert
Zum Jahresende 2025 hatte die Zentralbank 26,268 Millionen Unzen oder 817,03 Tonnen Gold gemeldet. Acht Monate später fehlten gegenüber diesem Stand noch 825.000 Unzen. Das entspricht 25,66 Tonnen beziehungsweise 3 Prozent.
Zum Vergleich: Ende Juni hatte das Minus seit Jahresbeginn noch 87,18 Tonnen betragen. Die Zuwächse im Juli und August machten davon mehr als 60 Tonnen wett.
Auch beim Wert hat sich der Abstand zum Jahreswechsel erheblich verkleinert. Die Goldreserven wurden Ende August mit 117,09 Milliarden US-Dollar bewertet. Das waren noch 3,93 Milliarden US-Dollar oder 3 Prozent weniger als Ende Dezember. Bei den gesamten internationalen Reserven betrug der Rückstand 18,48 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 9 Prozent.
Vorjahresniveau beinahe erreicht
Ende August 2025 besaß die Türkei laut Zentralbank 25,628 Millionen Unzen beziehungsweise 797,12 Tonnen Gold. Der aktuelle Bestand liegt nur noch 185.000 Unzen oder 5,75 Tonnen darunter. Das entspricht einer Differenz von 0,72 Prozent.
Wegen des höheren Goldpreises fiel die Bewertung jedoch erheblich höher aus als vor einem Jahr. Der Marktwert nahm um 29,76 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 34,08 Prozent zu. Gleichzeitig stiegen die gesamten internationalen Reserven um 8,34 Milliarden US-Dollar oder 4,67 Prozent.
Besonders deutlich veränderte sich die Zusammensetzung: Der Goldanteil erhöhte sich binnen Jahresfrist von 48,96 Prozent auf 62,72 Prozent.
Bedeutung für den Goldmarkt
In nur zwei Monaten meldete die Türkei einen Bestandszuwachs von 61,52 Tonnen. Die Statistik lässt allerdings offen, ob es sich dabei vollständig um Goldkäufe handelt oder auch Verleihgeschäfte und andere Transaktionen eine Rolle spielen.
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