Goldimporte der Türkei brechen ein – Silber legt erneut zu

Die türkischen Goldimporte sanken im Juli um fast 38 Prozent. Dagegen zogen die Silberimporte den zweiten Monat in Folge an.

Türkei: Goldimporte fallen auf 4,46 Tonnen

Die Türkei hat im Juli 2026 deutlich weniger Gold eingeführt. Nach Angaben der Borsa Istanbul beliefen sich die Importe auf 4,46 Tonnen. Im Juni waren es noch 7,15 Tonnen gewesen. Damit gingen die Einfuhren innerhalb eines Monats um 37,7 Prozent zurück.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die türkischen Goldimporte sanken im Juli um 37 Prozent auf 4,46 Tonnen.
  • Dagegen stiegen die Silberimporte um 50 Prozent auf 28,04 Tonnen.
  • Seit Jahresbeginn wurde 33 Prozent weniger Gold, aber 177 Prozent mehr Silber importiert als im Vorjahreszeitraum.

Gegenüber dem Vorjahresmonat fällt die Veränderung gering aus. Im Juli 2025 hatte die Türkei 4,33 Tonnen Gold aus dem Ausland bezogen. Der aktuelle Wert lag 2,8 Prozent darüber.

Monatliche Goldimporte der Türkei von 2017 bis Juli 2026
Goldimporte der Türkei seit 2017: Im Juli 2026 sanken die Einfuhren auf 4,46 Tonnen (Quelle: Borsa Istanbul).

Ein Drittel weniger Gold seit Jahresbeginn

Von Januar bis Juli 2026 summierten sich die türkischen Goldimporte auf 48,14 Tonnen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 72,09 Tonnen. Damit ergibt sich ein Rückgang um 33 Prozent.

Schon seit Monaten bewegen sich die Einfuhren auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Nur im Februar wurden mit 10,07 Tonnen noch einmal mehr als 10 Tonnen Gold importiert. Seither lagen die Monatswerte durchgehend darunter.

Ein Grund dürften weiterhin die staatlichen Importbeschränkungen sein. Die türkischen Behörden hatten die Goldeinfuhren begrenzt, um das Leistungsbilanzdefizit zu verringern. Gleichzeitig belasten die hohe Inflation und die starken Schwankungen der türkischen Lira den heimischen Edelmetall-Handel.

Silberimporte steigen um 51 Prozent

Beim Silber zeigt sich ein anderes Bild. Die Türkei importierte im Juli 28,04 Tonnen. Das waren 50 Prozent mehr als im Juni, als 18,60 Tonnen eingeführt wurden. Damit legten die Silberimporte den zweiten Monat in Folge zu. Im Mai hatten sie mit 6,69 Tonnen noch den niedrigsten Stand des laufenden Jahres erreicht.

Allerdings blieb die Juli-Menge deutlich unter dem Vorjahreswert. Im Juli 2025 wurden 98,51 Tonnen Silber importiert. Im Jahresvergleich gingen die Einfuhren somit um 71,5 Prozent zurück.

Auch von den außergewöhnlichen Mengen zu Jahresbeginn ist der aktuelle Wert weit entfernt. Im Januar kamen 273,36 Tonnen Silber ins Land, im Februar sogar 359,19 Tonnen. Danach brachen die Importe stark ein.

Silberbilanz bleibt außergewöhnlich hoch

Trotz der schwächeren vergangenen Monate liegt die Silberbilanz für 2026 klar über dem Vorjahresniveau. Zwischen Januar und Juli importierte die Türkei insgesamt 837,30 Tonnen Silber. Im entsprechenden Zeitraum 2025 waren es 302,15 Tonnen.

Das entspricht einem Anstieg um 177 Prozent. Entscheidend dafür sind vor allem die großen Lieferungen im Januar und Februar. Allein in diesen beiden Monaten kamen mehr als 630 Tonnen Silber ins Land.

Gold und Silber entwickeln sich gegensätzlich

Damit bleibt die Entwicklung bei beiden Edelmetallen zweigeteilt. Die Goldimporte liegen seit Jahresbeginn rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Beim Silber wurde trotz des jüngsten Rückstands gegenüber Juli 2025 fast die dreifache Menge eingeführt.

Dabei lassen die Zahlen nicht unmittelbar auf die türkische Endkunden-Nachfrage schließen. Die Türkei ist zugleich ein wichtiger Verarbeitungs- und Handelsplatz für Edelmetalle. Deshalb können auch Lagerbewegungen, industrielle Nachfrage und veränderte Handelsströme zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten die Importmengen erheblich beeinflussen.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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8 Kommentare

  1. Nun nimmt man die weniger erbaulichen Ausführungen eines David Webb zum Maßstab dann werden alle wirklich alle Vermögenswerte die Obligationen darstellen im Krisenfall enteignet!

    https://youtu.be/ie-ZwC68xCE?is=-NIOgO2AK1zsWZpW

    Ich habe es nicht glauben wollen aber KI und Recherche konnten es nicht als Spinnerei wiederlegen! Vielleicht kann jemand mich von Euch rütteln.

    • Habe mir das Video jetzt nicht angeschaut, aber … na, und? Hast du etwa Gold? Und ich habe von vielen Menschen gehört, die Ihre Hardware-Wallets bei einem Bootsunfall verloren haben, wie dumm aber auch … die Bank of Georgia bietet Non-residents zu besseren Zinskonditionen als es hier für Festgeldkonten gibt, Girokonten an … und, und, und
      Etwas mehr Kreativität bitte und sich nicht von dystopischen Visionen ängstigen lassen, dafür ist das Leben zu kurz! ;)

      • @Soylent Green
        Vergessen Sie bei alle Banken nicht das Finanzamt.
        Es gibt einen weltweiten sutomatischen Datenaustausch. Ja, sogar mit Iran und Nordkorea !
        Aber auch Russland. Man mag es gar nicht glauben, aber so ist es.
        Bessere Zinsen haben immer einen Haken:
        Wie sieht es mit dem Schutz einer Bankeninsolvenz aus, der sog. Einlagesicherung auf Ebene des Wohnsitzlandes ?
        Und natürlich, kann im Krisenfall alles enteignet werden und jeder Bürger oder Bewohner zum Militärdienst herangezogen werden.
        Im Krisen oder Kriegsfall gilt nämlich weder die Verfassung noch das Grundgesetz.
        Beide werden per Beschluss ausser Kraft gesetzt, bis wieder Ruhe und Ordnung herrscht.
        Übrigens gibt es im Krisenfall auch keine Menschenrechte mehr, solange, bis die Krise vorbei ist.
        All das sollte einer auf dem Radar haben, um rechtzeitig die Flucht antreten zu können.

    • @HB
      Ich versuch es mal ganz kurz mit Mathe am Beispiel der USA, ganz ohne die Formalia über Euroclear etc.
      Die Spielchen braucht es m.E. gar nicht.

      Ganz simple Denke:
      1.) Ich leihe jemandem Geld und bekomme dafür einen Zettel (egal was da draufsteht).
      2.) Wenn der Typ nicht zahlen kann, ist der Zettel wertlos, egal was da draufsteht.
      3.) Dem Punkt nähern wir uns in Rekordtempo. Die Leute gucken nur noch nicht richtig hin.
      Obwohl es absolut unübersehbar ist.
      4.) Das gab es in der Geschichte schon unendlich oft. Und dazu braucht es keine Formalspielchen bei Euroclear etc.

      Daten von der US-Debt-Clock.
      – Steuerzahler in USA: rd. 111 Mio.
      – Gesamtverschuldung (linker Block Mitte) 114 Biliionen, also über eine Mio. pro Steuerzahler.
      Unbegrenzt und ohne Aussicht auf Besserung explodierend.
      Das Ist schlicht unmöglich. Wie soll eine Walmart-Kassiererin oder ein Mc.Donalds Burgerbrater (der kaum noch seine eigenen Lebensmittel zahlen kann) 1 Mio. Schulden bezahlen ?
      Wenn allein der SchuldenZUWACHS bei über 25.000 pro Nase und Jahr liegt ?

      Fazit: das System wird (wie schon oft vorher) ganz klassisch wegen Zahlungsunfähigkeit in die Pleite rauschen.
      Das fängt irgendwo an und dann fallen die Dominosteine.
      Z.B. Beginn bei Industriekrediten (KI-Bubble) oder Gewerbeimmos (da brennt schon die Hütte), dann die Häuslekredite der arbeitslosen ex-Industriearbeiter….
      Diesmal sind die Staaten selbst schon so unter Wasser, daß es keine großen Bankenrettungen wie 2008 mehr geben wird (außer über Bail Ins, also mit Kundengeldern..).
      So entwickelt sich ein hübscher Flächenbrand, der das ganze Papier verbrennen wird.
      Nach den Banken die Versicherer (die Staatsanleihen kaufen mußten), Fondsanlagen und und und… bis das ganze Kartenhaus ein Häufchen Asche ist.

      Die Polithelden werden versuchen, den Schuldenberg es über eine hübsche 10 % p.a. Inflation wegzuinflationieren.
      Nur meine Meinung: diesmal ist das Problem zu groß und komplex um es noch sicher zu managen.
      Irgendwo wird es einen Riß geben und dann geht es unkontrollierbar sehr schnell.
      Siehe 1923 und 1929.
      Unterschied: diesmal beide Events zusammen.

      Nix Neues, war alles schon mal da.
      Und es gab immer nur eine Rettung: Hardware, eigene Fähigkeiten und ein privates Netzwerk.
      Also: Keller voll, Tresor voll, Tank voll.
      An guter Vorbereitung ist noch keiner in die Pleite gegangen/verhungert/erfroren.

      Das sehe ich so als alter Optimist: der riesige Vorteil des Dorfes ist, daß wir es vor den 99 % anderen Opfern sehen und uns vorbereitet haben, wenn der (Finanz-)Winter kommt.
      Und der wird uns große Chancen eröffnen.
      Googeln Sie mal die Vita von Hugo Stinnes.

  2. @solent Green Nun an dystopischen Visionen mangelt es vielen wahrlich nicht und nicht alle sind Arztgänger! Dieser Beitrag sticht aber aus der Masse heraus! Einfach mal anschauen! Es läuft einem kalt den Rücken runter! Zumal sämtliche Änderungen der Gesetze transparent einzusehen sind! Nur muss man halt extrem suchen! Warum kann man denn das russische Vermögen nicht beschlagnahmen ….weil damit riesengroße Positionen bei den Clearinghäusern abgesichert werden! Und was die ach so sicheren hardwarewallets angeht…alle bekannten Hersteller haben Hintertüren eingebaut und sobald sie online sind ist alles weg Das das im unteren Beitrag Geschilderte nur ein Einzellfall ist mag bezweifelt werden!

    https://www.it-finanzmagazin.de/bitcoin-diebstaehle-durch-coldcard-hack-ein-softwarefehler-macht-hardware-wallets-angreifbar-248742/

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